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Sash

Grundsteuer

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Hallo zusammen,

ich bräuchte hier mal einen fachmänischen Rat zu den Grundsteuern. Ich wurde heute vom Verkäufer der Immobilie kontaktiert das ich Ihm die vom Finanzamt geforderte Grundsteuer zu zahlen hätte. Die Besitzübergabe der Wohnung ist bereits erfolgt. Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch ist noch nicht erfolgt ( dauert wahrscheinlich noch 8-12 Monate)

Nun zu meiner Frage: Bin ich dem Verkäufer gegenüber Verpflichtet die Grundsteuer zu erstatten???

Das Finanzamt ist doch über den Verkauf informiert und hätte mich direkt anschreiben können, oder dürfen Sie es erst ab Eigentumsumschreibung? Ich habe gelesen das Verkäufer und Käufer gesamtschuldnerisch haften bis zur Umrschreibung...

Danke und Gruß

 

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Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Im KV steht es tatsächlich, das bei Besitzübergabe die Verpflichtung zur Grundsteuer ( interne Verrechnung) auf den Käufer übergehen O.o

Diese ist doch aber Voll Umlagefähig auf den Mieter ne?

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Die Ämter stellen immer erst zum 31.12 um, für den Rest des Jahres wird noch mit dem alten Eigentümer abgerechnet. Daher rechnet er mit Dir ab dem Tag des wirt. Übergang ab.

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Nur im Erwerbsjahr nicht zwingend, was aber im Prinzip niemand weiß und daher egal ist. Ich versuche inzwischen als Käufer einen Passes in den Vertrag zu schreiben, dass für die Grundsteuer die gesetzliche Regelung gelten soll.

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Es gibt von der Stadtverwaltung bei uns mittlerweile einen Vordruck indem der Käufer und du unterschreibt, dass die Grundsteuer schon im Jahr übergeht.

Ist direkt inkl SEPA und die ziehen vom neuen Eigentümer das Geld direkt ein.

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Ist eigentlich üblich, dass intern verrechnet wird. Beispiel aus dem letzten Kaufvertrag von mir:

§ 6

Besitzübergabe

Besitz, Nutzungen, Lasten, Grundsteuer (interne Verrechnung) Gebäudeversicherung

und die Gefahr gehen mit vollständiger Zahlung des Kaufpreises auf den Käufer über,

nicht jedoch vor dem 01.06.2016. Über die Regelungen der §§ 95 ff. VVG ist informiert.

Von der Verkehrssicherungspflicht hat der Käufer den Verkäufer ab dem Besitzübergang

freizustellen.

Der Kaufgegenstand steht leer und ist nicht vermietet. Der Verkäufer verpflichtet sich,

das Kaufobjekt zu dem oben genannten Zeitpunkt miet- und pachtfrei und in geräumtem

Zustand zu übergeben und unterwirft sich wegen dieser Verpflichtung der sofortigen

Zwangsvollstreckung.

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Am 24.4.2016 um 11:05 schrieb 79115Freiburg:

Ist eigentlich üblich, dass intern verrechnet wird. Beispiel aus dem letzten Kaufvertrag von mir:

§ 6

Besitzübergabe

Besitz, Nutzungen, Lasten, Grundsteuer (interne Verrechnung) Gebäudeversicherung

und die Gefahr gehen mit vollständiger Zahlung des Kaufpreises auf den Käufer über,

nicht jedoch vor dem 01.06.2016.

 

Der Kaufgegenstand steht leer und ist nicht vermietet. Der Verkäufer verpflichtet sich,

 

das Kaufobjekt zu dem oben genannten Zeitpunkt miet- und pachtfrei und in geräumtem

Zustand zu übergeben und unterwirft sich wegen dieser Verpflichtung der sofortigen

Zwangsvollstreckung.

Das kann man so vereinbaren, muss man aber nicht. Bei meinem ersten Objekt war die Übergabe im Dezember, da hatte schon der Verkäufer von sich aus verzichtet. Bei den folgenden Objekten kam ich immer drum rum und nur beim letzten gings nett ganz auf. Kauf im Sommer und im Vertrag wurde sich geeinigt, dass wir ab nur das 4te Quartal übernehmen. 

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Am 24.4.2016 um 11:05 schrieb 79115Freiburg:

Der Kaufgegenstand steht leer und ist nicht vermietet. Der Verkäufer verpflichtet sich,

das Kaufobjekt zu dem oben genannten Zeitpunkt miet- und pachtfrei und in geräumtem

Zustand zu übergeben und unterwirft sich wegen dieser Verpflichtung der sofortigen

Zwangsvollstreckung.

HAst du noch eine Vertragsstrafe im Vertrag vereinbart, oder was soll die Klausel? Wenn doch vermietet ist, vollstreckst du was?

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@Sash: In der Regel wird im Kaufvertrag ein Eigentumsübergang mit Datum der Kaufpreiszahlung vereinbart. Zu diesem Tag gehen also Nutzen und Lasten auf den Käufer über. Somit kannst Du auch die ab dem Tag anteilige Grundsteuer an den Verkäufer zahlen und diese üblicherweise zu 100 % als Nebenkosten auf den/die Mieter umlegen. Alles andere ist bereits gesagt, bzw. geschrieben worden. Übersehe ich hier ein Problem?

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Klares Jein, steht oben schon. Du kannst umlegen, weil der Mieter sich nicht beschweren wird. Formal dürfen tust du es nicht, aber das ist mehr ein theoretisches Problem, da der Mieter  sich nur in seltenen Fällen beschweren wird.

Warum? Auf den Mieter umlegbar ist nach betriebskostenverordnung die Grundsteuer. Umlegen darfst du reale Kosten. Steuerschuldner im Erwerbsjahr ist der Verkäufer, bei Belegeinsichtnahme des Mieters hast du keinen Steuerbescheid auf deinen Namen und du hast auch keine Grundsteuer an die Gemeinde gezahlt. Das hat nur der Verkäufer. Du erstattest dem Käufer nur auf der zivilrechtlichen Grundlage Kaufvertrag irgendwas, wozu du nicht mal verpflichtet bist. Der Mieter ist auch nicht Vertragspartner des Kaufvertrags, Inhalte desselben koennen den Mieter nicht Betreffen. Und um  den Kreis rund zu machen, enthält der Mietvertrag ehr selten einen passus der die Umlage freiwilliger Zahlungen an Dritte aus zivilrechtlichen Verträgen erlaubt. Die betriebskostenverordnung Erlaubt es jedenfalls auch nicht.

 

 

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Tja, da unterscheidet sich offenbar mal wieder das Gesetz und die Praxis. ;-)

Im Übrigen ist das bei den meisten Gebäudeversicherungen in der Praxis ebenso wie mit der Grundsteuer:

Bei meinen letzten Investments habe ich die Gebäudeversicherungen im Jahr des Kaufs anteilig an den Verkäufer gezahlt, weil sich die Versicherungen außer Stande gesehen haben, die Berechnung unterjährig umzustellen (es gibt allerdings auch Versicherungen, die hier praxisnaher und kundenorientiert arbeiten und die Rechnung über die jeweiligen Versicherungsbeträge genau aufteilen und dem Käufer und Verkäufer separat in Rechnung stellen).

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