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Selber kaufen oder mieten?

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Am 23.10.2016 um 20:16 schrieb Matthias Renner:

Diese Flexibilität sinkt rapide mit Kindern. Sobald die erstmal in einem Kindergarten richtig angekommen sind und die Grundschule akzeptabel ist, beschränkt sich das auf den Stadtteil.

Und JA Frau, Kinder und EFH kosten Geld. Aber das ist nicht teuer, sondern unbezahlbar!:thumbsup:

Kann ich nur zustimmen. Der Investmentpunk hat schon seine Ansätze über die man nachdenken kann, blind und pauschal folgen sollte man dem aber nicht, weil es einfach individuell von der Lebenssituation abhängt.

Wer ungebunden ist, kann diesen Weg durchaus einschlagen und sicherlich gutes Geld verdienen. Ich habe mich durch Familie und Kinder aber entsprechend gebunden, und da verzichte ich darauf, das letzte Quentchen rauszupressen und biete lieber ein gesundes Zuhause (was mich natürlich mehr kostet!)

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Ich habe da glaub ich den Königsweg gefunden :)

Ich bin Mieter -  mein Vermieter ist aber mein Vater.

Unsere Nachbarin und gute Freundin meiner Oma hat ihr Haus einer Krebsstiftung vermacht. Das Haus war tiptop - Gartenhaus für 15k (!!!), Keller vom Fachbetrieb abgedichtet und isoliert (ohne Rechnung), Solarwärmeanlage, nur die besten Natursteinfliesen, elektrische Rollläden, kosten egal  etc. Auf dem Papier also ein Siedlungsbau Bj. 54, aber wir wussten ja, da wurde wirklich alles gemacht und nicht auf den Euro geschaut (aber alles ohne Rechnung). Die Stiftung wollte aber natürlich bares statt vermieten.

Mein Vater hat es dann gekauft, Faktor 14, und ich wohne dort zur miete, 25% unter Marktpreis - und zahle mit der miete in mein eigenes Erbe. Dank rechtzeitiger Schenkungen der anderen Immos (aber Niesbrauch, dh. kein CF für mich) wird dies Steuerfrei sein (sofern die Freibeträge so bleiben).

Ich habe aber auch in Hanau, FFM und Darmstadt gewohnt, und ich weiß heute das ich ein Dorfkind bin - ich bin hier geboren und wenn kein Atomkrieg kommt will ich auch hier sterben. Mobilität hinsichtlich des Wohnortes ist für mich einfach kein Faktor mehr. Im östlichen Rhein-Main-Gebiet, 25 Minuten bis FFM Süd, werde ich immer einen angemessen Job finden.

Edited by jonas2

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Das Thema ist schon etwas älter, aber was mich noch interessieren würde:

Sollte man nicht auch die Kosten des Eigentums betrachten, wenn es ab bezahlt ist? Ich hab ca. 90% des Threads gelesen aber dazu nichts gefunden.

  • Also angenommen: Jemand möchte den Großteil seines Lebens darin verbringen, irgendwann ist das Eigentum ab bezahlt. Also sinken die monatlichen Kosten und sind niedriger als in einem Mietobjekt.
  • Verkauft man das Eigentum vorher und hat schon etwas ab bezahlt, so könnte man wenigstens einen Teil wieder "rausholen". (Vermutlich nicht, wenn man kauft und 2 Jahre später wieder verkauft). (Dies setzt natürlich voraus, dass das Objekt nicht in der "Pampas" ist so wie man es gerne nennt...).

Also langfristig gesehen, mit dem Aspekt zum Niederlassen, sehe ich doch eher Vorteile im Kaufen als Mieten. (Aufgrund meiner Punkte).

Über eure Meinung würde ich mich freuen.

Grüße, Kev

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Liebe Kollegen,

zum Wochenende ein paar Gedanken zum Thema Kaufen oder Mieten zur Eigennutzung: Groesster oeffentlicher Verfechter des Mietens zur Eigennutzung ist Gerald Hoerhan mit folgenden Thesen:

1) Fremdkapitalzins bei Eigengenutzten Immobilien ist nicht steuerlich abzugsfaehig

2) Eigengenutzte Immobilien in der Pampa werden gerne "verbaut" und sinken im Wert, weil in schlechteren Makrostandorten und wersteigernde Massnahmen mitunter entfallen

Hierzu anbei ein kleines Excel Modell zur Fundierung unseres Meinungsbildung . Die Grundannahmen sind:

1) Dasselbe Objekt wird entweder gekauft und fremdfinanziert (75%) oder gemietet zu einem selbsgewaehltem Multiple. Das die meisten eher nicht so leben wollen, wie sie selbst vermieten gehe ich davon aus, dass der Multiple eher auch Richtung 30 geht.

2) Was ich an Kapitaldienst und Eigenkapital ggue Kauf einspare, investiere ich. In diesem Beispiel in ein Aktiendepot zu 7% (koennte genauso gut Immos zu 50% EK Rendite sein. Kann man natuerlich auch auf 0% stellen und annehmen, den Ueberschuss fuer Sex,Drugs und Rock n Roll zu verwenden, was statistisch gesehen mehr der Realitaet entspricht

Schnell zeigen sich zwei Modellsensitivitaeten, die entscheidungsrelevant werden:

1) Erwartung an Inflation/Mietpreissteigerung: Durch den Kauf einer Immobilie kann ich meine monatliche Belastung "einlocken" z.B. durch Zinsfestschreibung ueber 25 Jahre, mein Risikoexposure beschraenkt sich auf Insthandhaltungsausgaben,, waehrend ich beim Mieten den Mietpreissteigerung unterworfen bin. Teuerungsraten in den Nebenkosten habe ich auch bei der gemieteten Wohnung. 

2) Erwirtschaftung einer Ueberrendite: Das eingesparte Eigenkapital ggue Kauf und kalkulatorische Ersparnis zwischen Miete und Kapitaldienst bei Kauf muss sinnvoll investiert werden. 

Darueberhinaus sollte man sich 3 Kennzahlen anschauen. Meine interne Verrentung (IRR), Endvermoegen, Kapitalwert (aus diskontierten Cash Flows). Hier sieht man, dass in den meisten Beispielen derjenige, der ein Haus gekauft hat ein hoeheres Endvermoegen hat, jedoch die geringere Belastung in den ersten 10 Jahren ein deutlich staerkeren Effekt auf den Kapitalwert hat (Mieten schont den Cash Flow=. Auf IRR Basis sind bei Optionen aehnlich.

Hoffe das ist ein wenig hilfreich und freue mich auf eure Meinungen.

Mieten vs Kaufen Immobilien.xlsx

Edited by Jonathan Cordero
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