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@MACODA @Georg J. Heininger @Ray

 

Ich vermute, dass der Immocrash in den Top - 7 A-Städten am härtesten donnern wird. In den B-Städten (Leipzig, Dresden, Bremen, Nürnberg, Wiesbaden ....) schon nicht mehr so krass und in der Pampa gar nicht. (In Flensburg wirst Du das auch überleben) Wenn es knallt, machst Du erst mal gar nix. Die Mieter sind doch noch immer in der Whg und bezahlen Miete und Du zahlt schön brav weiter an die Bank, auf wenn das Objekt dann neu eingewertet werden muss.

Ich werde dann den Bestand sogar ausweiten. Die Preise gehen 30-50% runter und versuche dann gute Objekte nachzukaufen. Also genau wie bei Aktien. Im Crash wäre es (schaut man in die Vergangenheit) nie gut gewesen zu verkaufen. Wenn es crasht, kauft man besser. Natürlich wird es schwer, dann Kredit zu bekommen. Aber vielleicht ist dann EK  übrg oder man hat wieder irgendwo wieder freie Grundschulden.

Ich glaube aber nicht, dass der Crash vor der Tür steht. Das kann auch noch eine Weile so weiterlaufen. Diese Woche hat sich die Yellen in den USA wieder nicht getraut die Zinsen zu erhöhen. In der nächsten Zeit passiert da erst mal gar nix. Aber man sollte den Crash auf jeden Fall auf dem Schirm haben. Amen.

 

Edited by Fröhn
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Ich befürchte ebenfalls den weltweiten Reset nahezu aller Währungen, da die Notenbanken an Ihre Grenzen stoßen. Fraglich ist wie sich dieser Reset  gestaltet (evtl. kommt zunächst eine Deflation bevor die Hyperinflation zuschlägt). Ein Herauswachsen aus den Schulden halte ich mittlerweile für ausgeschlossen. Spannend wird es nach dem Reset. Es wird m.E. wie nach 1923 oder 1948 zu massiven Vermögensabgaben kommen, um die armen Finanzvermögenshalter (die "Armen" haben ja meist nur Finanzvermögen) teilweise zu entschädigen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Folge der Hyperinflation 1923: es kam zu massiven Abgaben während gleichzeitig die Mieten eingefroren wurden. In der Folge verfielen die Preise für MFH, so daß viele Eigentümer ihre Häuser verloren. Diese Häuser bildeten einen Grundstock für die städtischen Wohnungsbaugesellschaften (mit dem damals von staatlicher Stelle vorangetriebenem Wohnungsbau, da Private nicht mehr bauen konnten). Ein ähnliches Szenario könnnte ich mir angesichts der zunehmenden sozialistischen Stimmung im Westen (Pikettty läßt grüßen, obgleich die Analyse trotz guter Datenaufbereitung schwach ist)  diesmal auch vorstellen, wobei selbstgenutze Häuser wohl verschont bleiben. Es wird m.E. härter als 1948.

Vor diesem Hintergrund möchte ich mein Vermögen breit diversifizieren: Immobilien, Aktien, Liquidität wie  z.B. Bundesanleihen und pyhsisches Gold jeweils am Besten in Europa, Nordamerika und Asien.

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vor 5 Stunden schrieb Fröhn:

@MACODA @Georg J. Heininger @Ray

 

Ich vermute, dass der Immocrash in den Top - 7 A-Städten am härtesten donnern wird. In den B-Städten (Leipzig, Dresden, Bremen, Nürnberg, Wiesbaden ....) schon nicht mehr so krass und in der Pampa gar nicht. (In Flensburg wirst Du das auch überleben) Wenn es knallt, machst Du erst mal gar nix. Die Mieter sind doch noch immer in der Whg und bezahlen Miete und Du zahlt schön brav weiter an die Bank, auf wenn das Objekt dann neu eingewertet werden muss.

Ich werde dann den Bestand sogar ausweiten. Die Preise gehen 30-50% runter und versuche dann gute Objekte nachzukaufen. Also genau wie bei Aktien. Im Crash wäre es (schaut man in die Vergangenheit) nie gut gewesen zu verkaufen. Wenn es crasht, kauft man besser. Natürlich wird es schwer, dann Kredit zu bekommen. Aber vielleicht ist dann EK  übrg oder man hat wieder irgendwo wieder freie Grundschulden.

Ich glaube aber nicht, dass der Crash vor der Tür steht. Das kann auch noch eine Weile so weiterlaufen. Diese Woche hat sich die Yellen in den USA wieder nicht getraut die Zinsen zu erhöhen. In der nächsten Zeit passiert da erst mal gar nix. Aber man sollte den Crash auf jeden Fall auf dem Schirm haben. Amen.

 

Deine Ansichten teile ich fast vollumfänglich. Ich befürchte als ein mögliches Szenario ebenfalls einen (realen) Crash der Immobilienpreise. Dieser mag in den A-Städten heftiger als anderswo sein.  Allerdings würde ich das Risiko nicht auf 30 bis 50% begrenzen und mit dem Nachkauf erst mal warten. Der Crash bei Ostimmobilien führte selbst in Berlin zu Preisrückgängen von 60% bis 80% (z.B. von 3000 Euro/qm auf 800 Euro bei Neubau). In Orten wie Magdeburg, Leipzig, Halle, Chemnitz etc. waren die Rückgänge teilweise noch schlimmer, wobei die Liquidität gänzlich  verschwand  (d.h. man konnte eine Zeitlang dort praktisch nicht verkaufen, habe ich leider nicht mehr nutzen können). Von der Pampa möchte ich hier nicht sprechen. Dort kamen/kommen die Preiserholungen erst jetzt (im letzten Jahr wurden mir in einer Kleinstadt in MP ca. 10km von der Ostseeküste entfernt ein WGH-Neubau-Ensemble (ca. 50% mit Umnutzung beseitigbarer Leerstand) mit 5000qm für 2,5 Mio. Euro angeboten, der prominente Besitzer dürfte in den Neunzigern m.E. 10 bis 15 Mio. Euro bezahlt haben.

Never catch a falling knife

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@Andreas  kann das meiste unterschreiben. Jedoch sollte man in einer Hyperinflation auch Chancen sehen bzw. erkennen. Zwei Beispiele: Hugo Stinnes und Camillo Castiglioni. Wesentlich ist, wie man Fremdfianzierungen dann nützt (Unternehmensbeteiligungen sind neben Immos eines der besten Möglichkeiten mMn) UND (vor allem) man muss es abschätzen können, wann sie zu Ende geht.

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Der Artikel fasst die möglichen Szenarien ganz gut zusammen:

http://www.krisenvorsorge.com/immobilien-in-der-krise/

1929 sind die Preise bis zu 80 % gefallen!

 

Zwei wichtige Tipps für alle Immobiliendarlehen

1. Bei bestehenden Krediten sollten Sie bei Ihrer Bank eine Teillöschungsbewilligung über den Teil der bereits getilgten Hypothek fordern. Die Grundschuld kann anteilig gelöscht werden. Das kostet etwas Geld, verhindert jedoch, dass ein Aufkäufer des Darlehens die ursprüngliche, volle Grundschuld vollstrecken kann.

2. Sie können mit Ihrer Bank vereinbaren, dass ein Verkauf des Darlehens ausgeschlossen wird. Die Bank sollte das eigentlich ohne Gebühren mitmachen, doch es könnte sein, dass dafür ein halbes Prozent mehr Zins verlangt wird. Das sollte Ihnen Ihre Sicherheit allerdings wert sein.

Hat damit jemand schon Erfahrungen gesammelt und bei seiner Bank angefragt???

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Am Friday, September 23, 2016 um 20:41 schrieb MACODA:

Der Artikel fasst die möglichen Szenarien ganz gut zusammen:

http://www.krisenvorsorge.com/immobilien-in-der-krise/

1929 sind die Preise bis zu 80 % gefallen!

 

Zwei wichtige Tipps für alle Immobiliendarlehen

1. Bei bestehenden Krediten sollten Sie bei Ihrer Bank eine Teillöschungsbewilligung über den Teil der bereits getilgten Hypothek fordern. Die Grundschuld kann anteilig gelöscht werden. Das kostet etwas Geld, verhindert jedoch, dass ein Aufkäufer des Darlehens die ursprüngliche, volle Grundschuld vollstrecken kann.

2. Sie können mit Ihrer Bank vereinbaren, dass ein Verkauf des Darlehens ausgeschlossen wird. Die Bank sollte das eigentlich ohne Gebühren mitmachen, doch es könnte sein, dass dafür ein halbes Prozent mehr Zins verlangt wird. Das sollte Ihnen Ihre Sicherheit allerdings wert sein.

Hat damit jemand schon Erfahrungen gesammelt und bei seiner Bank angefragt???

Das 1. Macht man heutzutage nicht mehr.. Man macht ja gerade keine Hypos mehr.. sondern Grundschulen damit man diese nicht löschen muss und diese nachbeleihen kann ohne dass weiter kosten auf einen zukommen (Notar etc.)

 

2. Das nehmen sich die Bank ganz Eltern das recht.. Dank der neuen kreditrichtlinien musst du sogar ausdrücklich unterschreiben dass die Bank das darf..

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Hallo,

ich möchte das Thema nochmal aufgreifen, da ich es sehr wichtig und spannend finde.

Prinzipiell stehe ich vor der Frage:

Variante1: Tilgung so hoch wie möglich (Cashflow quasi 0€ da Mieteinnahmen komplett meinen Kosten gegenüberstehen) , (keine Sondertilgung)

– höheres Risiko, da höhere monatliche Belastung (bei möglichem Mietausfall)

Variante2: Tilgung niedriger wählen (positiver Cashflow da Mieteinnahmen meine Kosten übersteigen), aber dafür Sondertilgung vereinbaren. Positiven Cashflow am Jahresende nutzen um Sondertilgung zu tätigen.

            - Risiko geringer, da monatliche Belastung niedriger (bei möglichem Mietausfall)

Bei Variante 2 würde ich im Vergleich zu Variante1 jedoch auf meinen positiven Cashflow entsprechende Steuern zahlen müssen.

Das heißt bei Variante2 wäre im Vergleich zu Variante 1 (bei der ich quasi nix verdiene da Cashflow = 0 --> keine/viel weniger Steuern?) meine Restschuld am Ende der Kreditlaufzeit viel Höher. o.O

Ist das richtig oder habe ich einen Denkfehler?

Gruß

Klammsi

 

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vor 12 Minuten schrieb Klammsi:

Hallo,

ich möchte das Thema nochmal aufgreifen, da ich es sehr wichtig und spannend finde.

Prinzipiell stehe ich vor der Frage:

Variante1: Tilgung so hoch wie möglich (Cashflow quasi 0€ da Mieteinnahmen komplett meinen Kosten gegenüberstehen) , (keine Sondertilgung)

– höheres Risiko, da höhere monatliche Belastung (bei möglichem Mietausfall)

Variante2: Tilgung niedriger wählen (positiver Cashflow da Mieteinnahmen meine Kosten übersteigen), aber dafür Sondertilgung vereinbaren. Positiven Cashflow am Jahresende nutzen um Sondertilgung zu tätigen.

            - Risiko geringer, da monatliche Belastung niedriger (bei möglichem Mietausfall)

Bei Variante 2 würde ich im Vergleich zu Variante1 jedoch auf meinen positiven Cashflow entsprechende Steuern zahlen müssen.

Das heißt bei Variante2 wäre im Vergleich zu Variante 1 (bei der ich quasi nix verdiene da Cashflow = 0 --> keine/viel weniger Steuern?) meine Restschuld am Ende der Kreditlaufzeit viel Höher. o.O

Ist das richtig oder habe ich einen Denkfehler?

Gruß

Klammsi

 

Denkfehler.

Du kannst nur die Zinsen absetzen, nicht die Tilgung. Also ist tatsächlich deine Steuer im Fall 1 höher, da die Zinsen durch die höhere Tilgung geringer sind.

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vor 5 Minuten schrieb AnneB:

Denkfehler.

Du kannst nur die Zinsen absetzen, nicht die Tilgung. Also ist tatsächlich deine Steuer im Fall 1 höher, da die Zinsen durch die höhere Tilgung geringer sind.

Wiederum mein Denkfehler. Wenn du den gleichen Anteil an Sondertilgung hast, kommt ungefähr das gleiche an Steuer raus, je nach genauen Zeitpunkt der Sondertilgung. 

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@AnneB 

Da in beiden Fällen der Zinssatz gleich groß ist und sich nur der Betrag der Tilgung bei beiden Varianten unterscheiden wäre der steuerliche absetzbare Betrag gleich.

Muss ich aber nicht auch meinen Gewinn versteuern ?  

 

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vor einer Stunde schrieb Klammsi:

@AnneB 

Da in beiden Fällen der Zinssatz gleich groß ist und sich nur der Betrag der Tilgung bei beiden Varianten unterscheiden wäre der steuerliche absetzbare Betrag gleich.

Muss ich aber nicht auch meinen Gewinn versteuern ?  

 

Bei beiden Varianten habe ich ja den gleichen Betrag zu versteuern - und zwar meine Mieteinnahmen, diese sind ja unabhängig von meiner Finanzierungsstrategie gleich groß.

Demgegenüber steht jetzt vereinfacht gesagt der  Zinsbetrag aus der Finanzierung den ich Absetzen kann, dieser ist bei beiden Varianten auch gleich groß:

ohne Sondertilgung:

mit Sondertilgung:

Dafür das am Ende fast die gleiche Restschuld rauskommt würde ich doch immer die Variante mit der Sondertilgung nehmen, da habe ich doch mehr Sicherheit im Fall der Fälle ? Oder wo ist der Nachteil ?

mit sondertilgung.JPG

ohne sondertilgung.JPG

Edited by Klammsi

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vor 3 Stunden schrieb Klammsi:

Dafür das am Ende fast die gleiche Restschuld rauskommt würde ich doch immer die Variante mit der Sondertilgung nehmen, da habe ich doch mehr Sicherheit im Fall der Fälle ? Oder wo ist der Nachteil ?

Kommt auf deine Disziplin an. Machst du wirklich die Sondertilgung? Oder verfrühstückst du die eigentliche Sondertilgung oder investierst du sie anderweitig. 

Ich ägere mich manchmal darüber, dass ich die höhere Tilgung genommen und mich somit der Flexibilität beraubt habe.

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ja, diese Disziplin habe ich :) 

Den Überschuss würde ich dann auf einem anderen Konto ansammeln.

Am Ende der Finanzierungslaufzeit würde ich, je nachdem wie dann die Zinsen stehen, für eine Tilgung nehmen um die Restschuld deutlich zu reduzieren und um eine gute Anschlussfinanzierung zu bekommen (wenn die Zinsen deutlich höher stehen) oder wenn es der aktuelle Zinssatz erlaubt eventuell auch für weitere Investments nutzen.

 

 

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Ordentliche Disziplin vorausgesetzt gibt es m.E. doch noch einen Effekt (korrigiert mich, wenn ich falsch liege):

Die Bank lässt sich eine Sonder-Tilgung bezahlen, in Form eines leicht erhöhten Zinssatzes. Nicht viel, aber auch Kleinvieh macht, je nach Kreditsumme, auf die Laufzeit gerechnet Mist. 

Als Beispielsweise: 80.000€ auf 15 Jahre Kredit, Zinssatz 1,74% ... Mit Sondertilgungsmöglichkeit Zinssatz 1,78%.

Wenn du also mit zeimlich hoher Sicherheit weißt, dass du jedes Jahr die Sondertilgung nutzen wirst, dann lohnt es sich eher, auf die Flexibilität zu verzichten und die Tilgungsrate gleich höher anzusetzen - und so einen leicht besseren Zinssatz zu bekommen.

Das ungeschickteste wäre, eine Sondertilgung zu vereinbaren und diese dann nicht zu nutzen. Dann wird man doppelt bestraft: Einerseitzs "bezahlt" man einen leicht höheren Zins, andererseits nutzt man nicht die Möglichkeit, schneller zu tilgen und somit Kreditlaufzeit und absoluten Zins zu verringern. Dazu kommt dann noch das Risiko der Anschlussfinanzierung. Je höher die Rest-Schuld ist, desto teurer wird auch der Kredit nach Ende der 15-J Laufzeit - in deinem Fall für den Zeitraum von Jahr 15 bis Jahr 20.

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@Klammsi

Es gibt auch Banken (ING Diba z.B.) bei denen man die Tilgungsrate bis zu 2 mal kostenlos ändern kann.

Sondertilgungen bis zu 5 % der Kreditsumme sind zusätzlich pro Kalenderjahr möglich.  

 

Ich persönlich tilge immer so hoch, wie es nur irgend geht. Andere Meinungen und Argumente kannst du unter

Hohe Tilgungsraten und kurze Kreditlaufzeiten

nachlesen.

Vielleicht findest du da eine Antwort auf deine Frage :)

 

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@MACODA diesen Beitrag habe ich ebenfalls mit großem Interesse gelesen und es hat sich gezeigt, dass es hier wohl zwei verschiedene Ansätze gibt :)

Es muss wohl jeder für sich entscheiden welche Strategie man wählt  - ich bin mir da leider noch nicht sicher :mmm::denk:

 

 

 

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@Klammsi  Je riskanter das Invest, desto höher die Tildung. Fertig.

 

Cashfowobjekte, (Gewerbe und B-C-Lagen) mindestens 3% tilgen

 

und gute Lagen kann man mit 2% tilgen.

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also bei den derzeitigen Zinsen

vor 14 Stunden schrieb Kalle:

 

Die Bank lässt sich eine Sonder-Tilgung bezahlen, in Form eines leicht erhöhten Zinssatzes. Nicht viel, aber auch Kleinvieh macht, je nach Kreditsumme, auf die Laufzeit gerechnet Mist. 

Bei den derzeitigen Zinsen nicht wirklich. Mein Berater meinte vor 2 Monaten das Sondertilgungen bis 10% atm gar kein Problem sind, völlig ohne Aufschlag. Man muss nur danach fragen. Die Sondertilgungen senken nämlich die ausstehende Kreditsumme, wodurch die Banken neue Kredite bei gleichbleibender EK-Quote vergeben können. Und da die Zinsen kaum noch sinken können werden die neuen Kredite eher höher verzinst sein.

Edited by jonas2
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Ich bin ein Freund einer 2% Tilgung und einer oder mehrerer Sondertilgungen bei C-/D- Lagen. Warum? Weil ich mich dann der Flexibilität nicht beraube. Kommen unvorhergesehene Kosten auf das Objekt zu, so kann die angesparte Sondertilgung in Teilen zur Finanzierung dieser Kosten dienen. Hierbei könnte man mit mehreren Ansätzen vorgehen:

1. Man spart das ganze Jahr über die Sondertilgung auf einem separatem (Unter-)Konto an und wenn in dem Jahr keine Sonderausgaben angefallen sind, kann die Sondertilgung bedient werden.

2. Man spart im Rahmen der Sollzinsbindung in einen Aktienfonds oder ETF ein und macht eine Tilgung am Ende der Sollzinsbindung (Prinzip ähnlich einem Endfälligkeitsdarlehen). Hierbei ist man nicht ganz so flexibel wie bei Punkt 1 im Bezug auf unvorhergesehene Kosten, allerdings kann man so eine sehr hohe Sparquote erreichen. Durch den Cost-Average-Effekt lässt sich auch so eine Krise am Aktienmarkt gut überstehen. Man muss natürlich trotzdem gucken, ob und wann man tilgt. U.U. ist es vielleicht besser weiter über die Sollzinsbindung hinaus anzusparen (wenn z.B. der Aktienmarkt gegen Ende der Laufzeit einbricht).

Als Beispiel wenn ich 300 Euro pro Monat ansparen kann (in C-D-Lagen ist eine solche monatliche zusätzliche Sparhöhe nicht ungewöhnlich bei MFH), habe ich nach 5 Jahren ca. 18.000 € angespart (ich lasse mal den Renditeaspekt hier bewusst außen vor; es könnten 15.000 € sein aber auch 25.000 €). 10.000 € würde mir die Bank davon wieder als Beleihung sicherlich anrechnen für z.B. eine neue ETW. Und habe ich die 10.000 € dann getilgt mit dem neuen Kredit, wird das gesamte Depot wieder freigegeben. Hat man beim ersten Kredit eine Sollzinsbindung von 10 Jahren, muss man aufpassen, dass die Freigabe des Depots beim zweiten Kredit nicht länger als 5 Jahre dauert. Sonst kommt man für den ersten Kredit nach der Sollzinsbindung nicht an das Depot heran und kann nicht sondertilgen. So lassen sich auch nebenbei gut weitere Immobilien ankaufen und mitfinanzieren.

Im Endeffekt ist das quasi als Bonus anzusehen. Wenn man ein bisschen diszipliniert ist, kann man sehr gut tilgen und in den meisten Fällen deutlich früher die Kredite abbezahlen. Der weitere Vorteil ist, wie oben beschrieben, dass man den Aktienfonds in der Ansparphase auch noch als Sicherheit für ein weiteres Objekt an die Bank abtreten könnte. Achtung wichtig ist hierbei, dass man mit der Bank schriftlich vereinbart, dass das Depot nach Tilgung des besicherten Betrages wieder freigegeben wird. Sonst wird es unter Umständen für die Sollzinsbindungsphase des neuen Kredites für eine anderweitige Nutzung nicht verfügbar sein. 

Klar kann man auch einfach 3% tilgen und sich keinen Kopf um den Rest machen. Aber ich finde, der oben aufgezeigte Weg ist zumindest eine Überlegung wert. Für einige, die mit Börse so gar nichts am Hut haben, wird es nach hohem Risiko aussehen. Für die Börsenkenner sollte klar sein, dass die Zeit und kontinuierliches Ansparen in z.B. einem guten Fonds ein Tilgungsturbo sein kann und es auch sehr wahrscheinlich wird. Für die Börsengegner wäre ja Punkt 1 aber noch gangbar, um sich mehr Flexibilität zu verschaffen.   

 

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@Eduard H. Super Eduard, ich stimme Dir in allem 100% zu. Du hast einen gangbaren Weg aufgezeigt. Es gibt auch noch eine weitere Variante, die weniger anspruchsvoll ist, dafür aber nicht so viel Potential hat, wie der von Dir gezeigt Weg:

Man tilgt fest 2% und wenn am Ende des Jahres nicht die Welt untergegeangen ist, geht man mit 1% in die Sondertilgung. So kommt man dann auch auf 3% und behält ein bißchen mehr Flexibilität. Mir war es nur wichtig zu betonen, dass man auch mal tilgen muss. (Geht nur bei MFH, weil sonst die Beträge zu gering sind.)

Aber wie gesagt, ich finde Deine Variante besser.

 

 

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vor 6 Stunden schrieb Fröhn:

Man tilgt fest 2% und wenn am Ende des Jahres nicht die Welt untergegeangen ist, geht man mit 1% in die Sondertilgung. So kommt man dann auch auf 3% und behält ein bißchen mehr Flexibilität. Mir war es nur wichtig zu betonen, dass man auch mal tilgen muss. (Geht nur bei MFH, weil sonst die Beträge zu gering sind.)

Moin Fröhn,

genau das meinte ich mit Punkt 1 meiner Ausführung. ;)

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Mir ist bei der Finanzierung eine Flexibilität sehr wichtig. Bei meinem Portfolio habe ich die meisten Verträge mit 10 jähriger Zinsfestschreibung 2% Tilgung und Sondertilgung von 5-10%. Die neusten Verträge haben teilweise 20 Jahre fest 1-5 % variable Tilgung und zusätzlich 5% Sondertilgung. Bei der heutigen Zins Lage dachte ich niedriger geht es nicht, und meine Bank hat es sonst auch nicht angeboten mit der langen Laufzeit. Klar die Flexibilität kostet einen leichten Zinsaufschlag, meines Erachtens aber vernachlässigbar. Cashflow fließt entweder in Modernisierung/Renovierung bzw. unvorhersehbare Reparaturen, (Portfolio ist meist nicht älter wie 20Jahre) zum größten Teil aber in die Sondertilgung. Wobei die teuersten/älteren Kredite noch mit teilweise 5% Zins zuerst bedient werden. Vielleicht könnte ich höhere Gewinne damit fahren wenn ich den Cash in Aktien oder so anlege, da ich davon aber rein überhaupt nichts verstehe ist mir das Spekulationsrisiko einfach zu hoch. Lieber nach dem Motto was abgetilgt ist kann ich auch nicht verkonsumieren. Ich denke das ich so für mich eine Optimale Strategie habe. Je nachdem wie sich die Zins Lage mal entwickelt kann man die ich sage mal einfache Strategie anpassen.

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Am ‎08‎/‎01‎/‎2017 um 08:25 schrieb Jägermeister Werner Bierme:

Mir ist bei der Finanzierung eine Flexibilität sehr wichtig. Bei meinem Portfolio habe ich die meisten Verträge mit 10 jähriger Zinsfestschreibung 2% Tilgung und Sondertilgung von 5-10%. Die neusten Verträge haben teilweise 20 Jahre fest 1-5 % variable Tilgung und zusätzlich 5% Sondertilgung. Bei der heutigen Zins Lage dachte ich niedriger geht es nicht, und meine Bank hat es sonst auch nicht angeboten mit der langen Laufzeit. Klar die Flexibilität kostet einen leichten Zinsaufschlag, meines Erachtens aber vernachlässigbar. Cashflow fließt entweder in Modernisierung/Renovierung bzw. unvorhersehbare Reparaturen, (Portfolio ist meist nicht älter wie 20Jahre) zum größten Teil aber in die Sondertilgung. Wobei die teuersten/älteren Kredite noch mit teilweise 5% Zins zuerst bedient werden. Vielleicht könnte ich höhere Gewinne damit fahren wenn ich den Cash in Aktien oder so anlege, da ich davon aber rein überhaupt nichts verstehe ist mir das Spekulationsrisiko einfach zu hoch. Lieber nach dem Motto was abgetilgt ist kann ich auch nicht verkonsumieren. Ich denke das ich so für mich eine Optimale Strategie habe. Je nachdem wie sich die Zins Lage mal entwickelt kann man die ich sage mal einfache Strategie anpassen.

Um so mehr ich darüber nachdenke, bin ich auch der Meinung, das Flexibilität für mich sehr wichtig ist. Besonders wenn ich dadurch, nicht an Sicherheit verliere (Bezogen auf hohe Tilgung / niedrige Tilgung mit Sondertilgung). Wie du schon sagst würde ich auch bei der aktuellen Zins Lage eine recht lange Laufzeit wählen mit besonderem Augenmerk auf die Exit Strategie! (Bei einem Zinsatz von (z.B.) 8% müssen die Kosten auch noch gedeckt werden können).

@Eduard H. neben ETF und Fondsparplänen würde ich noch die Investition in Wikifolios hinzufügen wollen. Wikifolio ist quasi eine Trading-Plattform, die Investoren die Chance bietet, vom Know-how erfahrener Trader zu profitieren. Hier parke ich mein Geld mit recht großem Erfolg. Für die, die es interessiert:

https://www.wikifolio.com/de/de/alle-wikifolios/uebersicht

 

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vor 51 Minuten schrieb freeone:

@Klammsi

Was macht wikifolio anders als aktiv gemanagte Portfolios? Die kosten Geld und performen im Schnitt nicht besser als der Gesamtmarkt.

Ich muss dazusagen, dass ich durch einen sehr guten Freund auf Wikifolio gestoßen bin da er selber seit 15Jahre selbständiger Trader ist und ein Wikifolio (Goldesel-Trading) betreibt, welches zum Gesamtmarkt deutlich besser performed. Nicht jeder Anleger hat das nötige Kleingeld, um sein Depot mit einzelnen Aktien entsprechend zu diversifizieren. Und nicht jeder Investor hat auch die Zeit, das Wissen oder die Nerven, sich selber darum zu kümmern. Generell finde ich die hohe Transparenz über Käufe, Verkäufe, Portfoliostruktur und Performance sehr gut. Das Gebührenmodell ist klar und es gibt keine Ausgabenaufschläge, Vertriebskosten oder sonstige versteckte Kosten. Als Investor hat man die Möglichkeit den besten Tradern zu folgen und in dessen Wikifolio zu investieren.:bier:

 

 

 

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