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Stefan-RheinMain

Wer zahlt den Makler? Neues Bestellerprinzip beim Kauf

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Hallo zusammen, was sagt ihr zum "Bestellerprinzip" beim Immobilienkauf? Analog zur Vermietung, soll das Gesetz bzw der Entwurf auf den Kauf übertragen werden. Was wird sich ändern? Werden sich nur noch wirklich gute Makler durchsetzen? Wie seht ihr das? 

Wer den Entwurf noch nicht kennt, wir haben einen Miniartikel darüber geschrieben:

https://www.wohnungsanalyse.de/immobilienkauf-wer-zahlt-zukuenftig-den-immobilienmakler/

Ich persönlich begrüße den Entwurf natürlich 

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vor 1 Stunde schrieb Erikson2020:

Ich denke die Immobilienpreise werden um ca. 7,14 % steigen 😜 

Nö, glaube ich nicht. Wenn der Verkäufer aus seiner Tasche zahlt, wird er:

  1. die Maklerprovisionen vergleichen
  2. ggf. sogar einen eigenhändigen Verkauf in Betracht ziehen
  3. sich eine vernünftige Maklerleistung wünschen

Die Nieten unter den Maklern können sich warm anziehen.

Hajo

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38 minutes ago, Adonis2001 said:

Den Käufern wäre mehr geholfen wenn die Grunderwerbsteuer angepasst werden würde. 

Ja.. Aber der Landeskasse nicht.

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Die kaufnebenkosten explodieren immer weiter. Letztendlich gilt das Bestellerprinzip nur für eigengenutzte objekte. Für Investments gilt das gleiche wie jetzt auch... 

ich Denke der ankauf wird damit nur noch schwieriger weil die Eigentümer selber vermarkten und von vorne rein sehr hohe Preise aufrufen.
 

Diejenigen die sich nicht auskennen und keine örtlichen Kenntnisse haben, gehen weiterhin zum makler

Die Makler haben mehr Druck, davon gehe ich auch aus. In der Branche würde ich mich heute nicht mehr selbstständig machen... 1000 Vorschriften Zur Sicherung der Provision, utopisch hohe Vertriebskosten der portale, viel zu hohe Preise wo man kaum Noch Leute zusammen bringt... lohndumping oder Arbeitslosigkeit trifft aufjedenfall die Angestellten, das ist sicher 

Edited by Jb007

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Wer bisher gut verhandelt hat, hat eh nur die Hälfte bezahlt. So wie es auch gerecht ist.

 

Und das Bestellerprinzip wir bei der Vermietung soll ja auch gar nicht zur Geltung kommen. Im Gespräch ist eine Provisionsteilung, wie es z.b. in Bayern schon längst gang und gäbe ist.

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vor 10 Stunden schrieb Jb007:

Letztendlich gilt das Bestellerprinzip nur für eigengenutzte objekte.

Sicher? Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die privater Vermögensverwaltung unter die neue (Verbraucher-)Regelung fällt.

 

Unternehmer im Sinne des BGB ist nicht gleich zu setzen mit Unternehmer im Sinne des UStG

Edited by §23Estg
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vor 8 Stunden schrieb §23Estg:

Sicher? Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die privater Vermögensverwaltung unter die neue (Verbraucher-)Regelung fällt.

 

Unternehmer im Sinne des BGB ist nicht gleich zu setzen mit Unternehmer im Sinne des UStG

Aktuell noch Grauzone... BGH vom 23.10.2001 – XI ZR 63/01

Man ist mit mehreren Wohneinheiten Unternehmer, zumindest gilt das in Bezug auf das Widerrufsrecht - ich finde das Urteil aktuell nicht, habe aber schon persönlich damit zu tun gehabt. Also d. h. wenn jemand zB. 20 Wohnungen hat, kann er sich nicht mehr als Verbraucher einstufen

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vor 10 Minuten schrieb Jb007:

BGH vom 23.10.2001 – XI ZR 63/01

Gut eine leichte Verbindung zu der Verbraucher-Definition des BGB lässt sich auf den ersten Blick erahnen. Mehr möchte ich hierzu nicht sagen.

 

wenn wir von einer Grauzone ausgehen, stelle ich mir die Umsetzung des Gesetzes aber besonders schwer vor. Muss der Makler beim Verkauf nun einen Rechtsanwalt hinzuziehen, um die Abgrenzung Verbraucher/Unternehmer sauber hinzubekommen. Muss der Käufer dem Makler sein sämtliches Vermögen offenlegen? Muss der Käufer im Kaufvertrag garantieren, dass er das Objekt nicht gewerblich flipt? 
 

Alles sehr abstrakt und sicher nicht umsetzbar. Es wird daher wohl darauf hinauslaufen, dass die Maklerkosten brüderlich geteilt werden müssen. Zumindest solange es nicht offensichtlich ist, dass gewerblich erworben wird.

 

 

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vor 12 Stunden schrieb Kalle:

Ja.. Aber der Landeskasse nicht.

Es können nicht alle Gewinner sein. Kunde ist König. 

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vor 13 Stunden schrieb Adonis2001:

Grunderwerbsteuer

Tut mir leid. Die Grunderwerbsteuer hat meines Erachtens so lange eine Berechtigung, wie ein Veräußerungsgewinn  nicht zwingend steuerpflichtig ist.
Außerdem schränkt er den politisch nicht gewollten Handel mit Wohnimmobilien zumindest etwas ein.
 

 

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Mal ne Frage: Angenommen ein Mieter beauftragt dann einen Makler mit der Suche. Kann der Makler dann zu seinem Kumpel gehen und beide kassieren?

Geht das jetzt schon? Hab ich bis dato noch gar nicht drüber nachgedacht.

Edited by KFleischer

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2 minutes ago, KFleischer said:

Kann der Makler dann zu seinem Kumpel gehen und bei kassieren?

 

Wie meinen?

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vor 2 Stunden schrieb Adonis2001:

Kunde ist König. 

Der "Kunde" hatte jahrelang sehr oft übelste bis garkeine Beratubgsleistung erhalten. Die Makler haben darauf gesch..... So gut wie jedes Objekt wurde sozusagen aus der Hand gefressen. Und das sogar bei den letzten Hinterwaldmaklern. Kunde ist König gab es da nicht. Da könnte man erst wieder hinkommen. Und dafür ist der neue Entwurf nicht schlecht. Dann können sich nämlich die guten Makler durchsetzen und mit Beratubgsleistung und gutem Service Punkten. Ich weiß zumindest jetzt schon, welche Makler ich mit Sicherheit nie beauftragen werde. Nachhaltigkeit gewinnt langfristig, nicht das schnelle Geschäft! Das war ein viel zu hohes Ross, auf dem einige saßen bzw es noch tun. 

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Das ist alles richtig. Mein Standpunkt ist, bevor die Gesellschaft geschröpft wird sollte das potential beim System optimiert werden. 

Das Maklergewerbe konsolidiert sich meiner Meinung nach selbst. Die Hauptaufgabe besteht darin Akquise zu betreiben. 

Edit: Wir müssen unterscheiden zwischen einzelnen Makler und Agenturen. Diese werden weiterhin Provision kassieren auch wenn der Makler selbst ne Pfeife ist. 

Edited by Adonis2001

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Ich würde hierdrauf nichts geben Leute, echt jetzt... das gleiche Spiel geht einfach so weiter. Das echte bestellerprinzip (ohne außenprovision) hätte zu einer kompletten Marktbereinigung geführt aber so... ich bitte euch. das Geht einfach so weiter.

Notfalls zahlt der Makler halt die Provision an den V wieder zurück, wer kann sowas schon kontrollieren...
oder das Spiel "Hand im BT aufhalten" bekommt eine neue Bedeutung. Kann ja auch sein, das käufer die extra Provision anbieten, bevorzugt werden. So oder so es wird nicht einfacher

Alternativ steigen die Preise so exorbitant, dass kaum noch Umsätze gemacht werden, weil bei 3-4% Rendite in Schrottlagen wird einfach keiner mehr kaufen "KÖNNEN" selbst wenn er wollte
 

Edited by Jb007
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Ich bin mir zumindest recht sicher dass unverschämte nicht ortsübliche Provisionsforderungen nicht mehr passieren werden. Es gibt Maklerketten die verlangen 7,14 obwohl nur 5,95 üblich sind, bei KP >1M wird ein VK auch sicher keine 35K bezahlen bei einfachen Objekten.Aslo nicht ideal die Regelung aber ein Weg in die richtige Richtung 

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vor 8 Stunden schrieb Adonis2001:

Letztens eine Anzeige gesehen: MFH in Bayern für 3mio. Makler aus Sachsen verlangt 7,14%:ohh:

In Leipzig mittlerweile fast normal. Ich habe das Gefühl, dass der Anteil der 7,14%-Makler seit letztem Jahr deutlich gestiegen ist. Man will die Kuh noch melken bevor sie geschlachtet wird.

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Hab in meiner Region einen 2%-Makler kennengelernt. Er nimmt immer 2% und es scheint aufzugehen. Die Verkäufer strömen in Massen zu ihm. 
 

7% ist heutzutage einfach zu viel. 

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Hierzulande 4,76% Standard geworden. Es müssten einige Platzhirsche auf den markt drängen mit Pauschalpreisen. ZB 1190 eur Pauschal egal welches Volumen...

dann kommt die Branche ins Wanken

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Am 20.5.2020 um 11:08 schrieb Kalle:

Wie meinen?

Naja, der Kunde hat einen Makler-A bestellt um eine Wohnung zu finden. Z.B. weil er beruflich unter wasser ist und Geld keine Rolle spielt und so.
Dieser Makler geht dann zu seinem Kumpel Makler-B der von einem Verkäufer bestellt wurde mit der Vermarktung.

Der Makler A bietet seinem Auftraggeber jetzt alle Objekte von Makler B an bis ein passendes gefunden wird.

Kommt der Kauf zustande kassieren beide Makler jeweils von ihrer Seite. Noch schöner wäre es, wenn Makler-A auch noch einen Auftrag von einen Verkäufer hätte. Dann könnte er zweimal kassieren. Vom Verkäufer und vom Käufer.

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