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Ralf1986

Kommafehler bei Ablesung der Zählerstände

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Beim Auszug einer alten Mieterin hat mein Vater für mich die Wohnungsübergabe übernommen.

Im Übergabeprotokoll kam es zu einem Kommafehler beim Heizungszähler. Aus ~2.200 kWh wurden 22.000.

Nach einem Monat Leerstand wurde die Wohnung wieder vermietet. Die Übergabe konnte ich wieder selbst machen, wobei der korrekte Zählerstand notiert wurde.

Die Nebenkostenabrechnung hat die Hausverwaltung anhand des 1. Protokolls gemacht. Das 2. habe ich nicht vorgelegt, weil alle Zählerstände die gleichen hätten sein sollen.

Nun kam die böse Überraschung bei der Nebenkostenabrechnung. Der alten Mieterin wurden für die 3 Monate im Abrechnungsteitraum der Verbrauch laut Protokoll angerechnet. Dabei geht es um 1.400 EUR. Der Verbrauch entspricht 17% des Verbrauchs der gesamten Wohnanlage mit 50 Einheiten.

Der Fehler liegt zunächst mal bei mir, weil mir der falsche Zählerwert nicht auffiel. Der ehem. Mieterin werde ich es nicht aufs Auge drücken, sie ist über 80.

Ich habe den Ball zunächst der HV zugespielt. Sie müssten die komplette Abrechnung neu erstellen auf meine Kosten, was den Betrag bei weitem übersteigen solle. Meine Überlegungen schwanken dazwischen, den Betrag abzuschreiben oder einen Anwalt hinzuzuziehen.

 

Nun meine Fragen:

Hat da die Hausverwaltung da keine Pflicht zur Überprüfung? Es handelt sich ja um astronomische Werte.

Die Summe der einzelnen Zähler der ETW muss doch den Gesamtverbrauch ergeben?

Retorische Frage: Was wäre wohl passiert, wenn ich der HV einen zu kleinen Wert (Kommafehler in die andere Richtung) übermittelt hätte?

 

Ich danke Euch schonmal für Meinungen, bzw Ratschläge.

Edited by Ralf1986
Schreibfehler

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Hi 

Und der HV ist nicht aufgefallen das der Verbrauch auf einmal verzehnfacht hat?

Vor allem muss doch am Ende aufgefallen das 20t KW mehr mit den Eigentümer abgerechnet wurden als Verbraucht wurden oder?

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Die Erklärung der HV am Telefon war, dass immer mal wieder Mieter einen höheren Verbrauch haben.

Sie weisen im Moment jede Schuld von sich.

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Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann habt ihr einen Heizkostenverteiler falsch abgelesen? Also die "Zähler" am Heizkörper...?

Hat die HV jetzt nur die Nebenkostenabrechnung an die Mieterin anhand der Stände erstellt oder ist die gesamte Hausgeldabrechnung der WEG falsch wegen der falschen Stände?

Schick doch mal die Abrechnung rein hier...

 

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vor 15 Stunden schrieb nemo:

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann habt ihr einen Heizkostenverteiler falsch abgelesen? Also die "Zähler" am Heizkörper...?

Es handelt sich um den Wärmemängenzähler für die gesamte Whg im Badezimmer.

vor 15 Stunden schrieb nemo:

Hat die HV jetzt nur die Nebenkostenabrechnung an die Mieterin anhand der Stände erstellt oder ist die gesamte Hausgeldabrechnung der WEG falsch wegen der falschen Stände?

Laut HV ist die gesamte Hausgeldabrechnung für die WEG falsch. Und genau das wundert mich, da 30% der Heizkosten nach m² und 70% nach Verbrauch abgerechnet werden. Die Summe der einzelnen Verbrauchswerte muss ja dabei den Gesamtverbrauch ergeben.

 

Heizung und Wasser bei der Mieterin lagen immer um die 340,- EUR pro Jahr. Für die 3 Monate in der aktuellen Abrechnungsperiode sind es nun sagenhafte 1.440,- EUR. Aufs Jahr gerechnet entspricht das einem Anstieg um das 17-fache. Und hier behaupte ich, dass der Fehler der HV hätte auffallen müssen.

 

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Das hätte bei einer Plausibilitätsprüfung auffallen müssen. In vielen Hausverwaltungen arbeiten allerdings Trantüten, die solche Fehler nicht bemerken.

Aber man eine Korrektur verlangen ist, ist schwer zu sagen. 

Allerdings handelt es sich um einen fortlaufenden Zählerwert, d.h. bei der nächsten Abrechnung wird man einen niedrigeren Wert ablesen als den Endwert 2018... dies sollte dazu führen, dass der Verbrauch jahrelang mit "0" berechnet wird, bis eben eine Aufholung stattgefunden hat. 

Für den Mieter müßte man dann solange eine Korrektur - Anlage erstellen, dies ist aber recht aufwendig.

Sobald allerdings ein Wechsel des Wärmemengen- Zählers stattfindet fällt der Rest unter den Tisch. Daher sollte man sich erkundigen wann der nächste Wechsel stattfindet.

 

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Hier mal der aktuelle Stand, nachdem ich mich auch von einem Fachanwalt habe beraten lassen. Es sind viele Faktoren maximal ungünstig für mich gewesen und ich werde den Betrag vermutlich als hohes Lehrgeld verbuchen müssen. Aber vielleicht können ein paar andere Forenmitglieder daraus lernen und ähnliche Fehler vermeiden.

Ich hätte innerhalb 1 Monats nach Beschlussfassung (also Tag der Eigentümerversammlung) beim zuständigen Gericht eine Anfechtungsklage gegen den Entlastungbeschluss einreichen müssen. Diese Frist ist leider bereits verstrichen, da ich einige Zeit gebraucht habe, um zu diesem Wissensstand zu kommen.

Dabei ist es leider auch unerheblich, dass ich die HV bereits im Vorfeld auf den Fehler hingewiesen habe. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass sie es bewusst ausgesessen haben, sich mit Antworten auf meine Mails Zeit ließen und die Uhr gegen mich haben laufen lassen.

Im Prinzip der gleiche Fall mit positivem Ausgang wird hier beschrieben: https://www.immobilienscout24.de/anbieten/private-anbieter/lp/hauseigentuemerverein/anfechtung-weg-jahresabrechnung.html

Übrigens: Bei der Endablesung der Zählerstände durch den Versorger war meine Mieterin nicht zuhause. Daher wurde der restliche Verbrauch geschätzt und der Fehler fiel herbei auch nicht auf.

 

Mein Learning aus der Sache:

Ich fotografiere in Zukunft bei Übergaben alle Zähler als Anlage zum Übergabeprotokoll ab.

Ein Großteil der Hausverwaltungen sind Mist. (nur mit 1/5 HV, mit denen ich zu tun habe, bin ich zufrieden).

 

Was ich jetzt noch mache:

Ich kläre mit der HV ab, wie das bei den kommenden Abrechnungen ablaufen soll.

Ich kläre mit der HV, wieso ich nicht informiert wurde, dass die Mieterin nicht da war, sodass ich hätte gegensteuern können. (In der Whg, wo ich lebe, wird auf Kosten des Mieters ein Nachholtermin durchgeführt, wenn man den Ablesetermin verschwitzt).

 

 

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Allerdings handelt es sich um einen fortlaufenden Zählerwert, d.h. bei der nächsten Abrechnung wird man einen niedrigeren Wert ablesen als den Endwert 2018... dies sollte dazu führen, dass der Verbrauch jahrelang mit "0" berechnet wird, bis eben eine Aufholung stattgefunden hat.   

 

 

 Normale moderne Wärmemengenzähler , also ohne ‚Röhrchen’, zählen jedes Jahr gesondert, setzen sich also am 1. Januar wieder auf null.

 .

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Dabei ist es leider auch unerheblich, dass ich die HV bereits im Vorfeld auf den Fehler hingewiesen habe. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass sie es bewusst ausgesessen haben, sich mit Antworten auf meine Mails Zeit ließen und die Uhr gegen mich haben laufen lassen.
 


Der Beschluss kann zwar nicht geändert werden , gegebenenfalls liegt aber ein Anspruch gegen die Hausverwaltung vor. Ob sich für die Summe eine Klage / dauerhafter Ärger lohnt , ist eine andere Frage

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 Normale moderne Wärmemengenzähler , also ohne ‚Röhrchen’, zählen jedes Jahr gesondert, setzen sich also am 1. Januar wieder auf null.  .

... du meinst einen Heizkörperverteiler...

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Ja, ganz korrekt heißen die wohl Heizkostenverteiler.

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Ein HKV ist kein Wärmemengenzähler.

Ein Zähler der die ganze Wohnung misst müsste ein Wärmemengenzähler sein und diese sind normalerweise fortlaufend. Prüfen könnte man das, indem man mal aktuell abliest.

Ausserdem sieht man ja in der Abrechnung den Anfangswert des Jahres und der ist höher als 0

Dann wäre der Schaden weit geringer als befürchtet.

Edited by JB

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Stimmt, auf der Abrechnung sieht es so aus.
Wenn die Hausverwaltung dann im nächsten Jahr nur die neuen Verbräuche in die Software eingibt, und ein grosser Minuswert raus kommt, dürfte das Thema sowieso wieder auf dem Tisch sein.

Dann macht es aber Sinn, dass sich die Hausverwaltung schon jetzt eine Lösung überlegt und die an die Miteigentümer kommuniziert.

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vor 2 Minuten schrieb mvg:

Stimmt, auf der Abrechnung sieht es so aus.
Wenn die Hausverwaltung dann im nächsten Jahr nur die neuen Verbräuche in die Software eingibt, und ein grosser Minuswert raus kommt, dürfte das Thema sowieso wieder auf dem Tisch sein.

Dann macht es aber Sinn, dass sich die Hausverwaltung schon jetzt eine Lösung überlegt und die an die Miteigentümer kommuniziert.

Dann wird solange der Verbrauch mit 0 berechnet bis die Aufholung stattgefunden hat.

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Anders würde es ja nicht gehen , die Heizkosten sind ja tatsächlich angefallen und müssen im Jahr verteilt werden. Die Miteigentümer , die in diesem Jahr durch den Fehler bevorteilt wurden , werden allerdings dann stärker belastet. Führt mit Sicherheit zu Diskussionen, wenn die die Situation noch nicht kennen, und sollte frühzeitig kommuniziert werden.

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vor 4 Minuten schrieb mvg:

Anders würde es ja nicht gehen , die Heizkosten sind ja tatsächlich angefallen und müssen im Jahr verteilt werden. Die Miteigentümer , die in diesem Jahr durch den Fehler bevorteilt wurden , werden allerdings dann stärker belastet. Führt mit Sicherheit zu Diskussionen, wenn die die Situation noch nicht kennen, und sollte frühzeitig kommuniziert werden.

Das merkt meistens keiner. Die Hausverwaltung übernimmt einfach die Abrechnung der Abrechnungsfirma und die Eigentümer nehmen es hin. Da macht sich keiner Gedanken.

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Dann wird solange der Verbrauch mit 0 berechnet bis die Aufholung stattgefunden hat.

.... das meinst du aber jetzt nicht ernsthaft?!

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Es ist irgendwie immer das gleiche;
Eigentümer meint, er könnte sich Kosten sparen und macht irgendwas in Eigenleistung und verkackt dabei.
Anstatt sich der Ursache klar zu sein und daraus seine Schlüsse zu ziehen wird am Ende über die HV hergezogen, die hätten es doch merken müssen oder wollten es „aussitzen“
Lasst die Leute ihren Job machen und bezahlt die dafür, dann passiert sowas nicht.
Zumindest bei einer tauglichen HV.

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vor 4 Stunden schrieb namosi:


.... das meinst du aber jetzt nicht ernsthaft?!

Doch. Es darf aber kein Zaehlerwechsel dazwischen kommen.

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vor 4 Stunden schrieb namosi:

Es ist irgendwie immer das gleiche;
Eigentümer meint, er könnte sich Kosten sparen und macht irgendwas in Eigenleistung und verkackt dabei.
Anstatt sich der Ursache klar zu sein und daraus seine Schlüsse zu ziehen wird am Ende über die HV hergezogen, die hätten es doch merken müssen oder wollten es „aussitzen“
Lasst die Leute ihren Job machen und bezahlt die dafür, dann passiert sowas nicht.
Zumindest bei einer tauglichen HV.

Pauschalisieren kann man das aber nicht. Sicherlich machen gerade unerfahrene Neulinge mal einen Fehler.  Aber deshalb nichts selbst zu machen waere nicht die Loesung

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Doch. Es darf aber kein Zaehlerwechsel dazwischen kommen.

Dann empfehle ich die Lektüre der HeizkV

 

Wenn zudem tatsächlich ein WMZ vorhanden ist, kann man dort auch die Stichtagdwerte auslesen.....

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vor 1 Stunde schrieb namosi:

Dann empfehle ich die Lektüre der HeizkV

 

Wenn zudem tatsächlich ein WMZ vorhanden ist, kann man dort auch die Stichtagdwerte auslesen.....

Ich glaube nicht dass die Verfahrensweise fuer diesen Fall  in der HeizkV steht

Die Auslesung der Stichtagswerte wird zeigen, dass alle Werte unter dem Wert mit dem Kommafehler sind.

Bitte mal Wasserabrechnungen nach zu hohen Schaetzungen ansehen. Dort steht in den Folgejahren immer 0... bis eine Aufholung erfolgt ist

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vor 19 Stunden schrieb namosi:

Es ist irgendwie immer das gleiche;
Eigentümer meint, er könnte sich Kosten sparen und macht irgendwas in Eigenleistung und verkackt dabei.
Anstatt sich der Ursache klar zu sein und daraus seine Schlüsse zu ziehen wird am Ende über die HV hergezogen, die hätten es doch merken müssen oder wollten es „aussitzen“
Lasst die Leute ihren Job machen und bezahlt die dafür, dann passiert sowas nicht.
Zumindest bei einer tauglichen HV.

Ich bin mir von Anfang an der Ursache klar gewesen, war jedoch verwundert, dass scheinbar kein Qualitätsmanagement bei der Abrechnung erfolgte.

Und wenn ich Wochen vor der WEG-Versammlung auf eine Unstimmigkeit hinweise, darauf aber trotz mehrfacher Kontaktversuche inkl. Vertröstungen keine Reaktion erfolgt, sei mir doch eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit eines Dienstleisters erlaubt.

Zumindest bei einer tauglichen HV ist genau das Stichwort. Ich arbeite auch mit anderen zusammen, wo der komplette Service und Kommunikation wesentlich besser läuft.

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Ich glaube nicht dass die Verfahrensweise fuer diesen Fall  in der HeizkV steht
Die Auslesung der Stichtagswerte wird zeigen, dass alle Werte unter dem Wert mit dem Kommafehler sind.
Bitte mal Wasserabrechnungen nach zu hohen Schaetzungen ansehen. Dort steht in den Folgejahren immer 0... bis eine Aufholung erfolgt ist

Müsste in §11 HeizkV geregelt sein, hab aber gerade keine Lust zu gucken....
Wasser wird nicht in HeizkV berücksichtigt... ;)

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Zumindest bei einer tauglichen HV ist genau das Stichwort. Ich arbeite auch mit anderen zusammen, wo der komplette Service und Kommunikation wesentlich besser läuft.


Gerade bei Verbrauchswerten der Heizung gibt es extreme Spreizungen, bei uns teilweise bis zum 10 fachen im gleichen Haus.....
Wenn das def. ein Kommunikationsproblem war, würde ich einen anderen Verwalter anstreben und sowieso die Entlastung versagen, ist mir sowieso nicht klar, warum man das als Eigentümer macht....

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