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dom_sch

Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

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Guten Tag, Community!

Bislang war ich ein stiller Mitleser und habe nun aber meine erste eigene Fragestellung, zu der ich keine wirkliche Antwort im Forum finden konnte. Ich hoffe, dass ich nicht einfach nur schlecht gesucht habe :)

Meine Partnerin und ich (unverheiratet) haben gemeinsam eine Eigentumswohnung erworben, die bereits vermietet ist und weiterhin vermietet werden soll. Bei der Kalkulation vor dem Kauf haben wir eine Versteuerung der Mieteinnahmen soweit natürlich bereits mit eingepreist - das Thema haben wir also grundsätzlich auf dem Schirm.

Nun haben wir aktuell eine Schreiben vom Finanzamt zur "Gründung einer Personengesellschaft bzw. -gemeinschaft" erhalten, der ein "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" sowie die Anlage FB "Angaben über die Feststellungsbeteiligung" beiliegen.

Offenbar haben wir die Unterlagen erhalten, da wir eben nicht verheiratet sind und daher eine solche Gesellschaft bzw. Gemeinschaft gründen müssen. Anzumerken ist, dass wir momentan planen, Ende April zu heiraten, so dass die Situation dann schon wieder überholt ist. Dennoch sind wir laut kurzer Auskunft des Finanzamts wohl verpflichtet, für die Zeit bis zur Heirat die Dokumente entsprechend auszufüllen.

Nun zu meinen Fragen:

- Welche Gesellschaftsform sollten wir gründen? Ist eine pauschale Empfehlung möglich? Wir beabsichtigen, in Zukunft bei guten Gelegenheiten weitere Eigentumswohnungen zu kaufen.

- Benenne ich tatsächlich die Gesellschaft in dem Fragebogen selbst, also lege ich einen Namen fest?

- Welches Datum sollte man als Gründungsdatum nehmen (Übergang Nutzen und Lasten der Wohnung o.ä.)?

- Welches Datum beschreibt den Beginn der Tätigkeit (ebenso Übergang Nutzen und lasten o.ä.)?

- Wichtigste Frage: Ist das überhaupt realistisch, als Laie die Angaben ohne professionelle Hilfe zu machen?

 

Vielen Dank euch im Voraus!

Dominic

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Habt ihr die Wohnung tatsächlich beide gekauft?

Ich hätte sonst vorgeschlagen, dass nur einer kauft - das vereinfacht die Sache.
Ist für die aktuelle Wohnung natürlich ggf. zu spät .. aber für zukünftige würd ich es so machen.

Ihr wollt ja langfristig vermieten (Buy & Hold) oder?

Für die aktuelle Wohnung einfach ne GbR.

  • Thanks 1

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vor 4 Stunden schrieb dom_sch:

Nun zu meinen Fragen:

- Welche Gesellschaftsform sollten wir gründen? Ist eine pauschale Empfehlung möglich? Wir beabsichtigen, in Zukunft bei guten Gelegenheiten weitere Eigentumswohnungen zu kaufen.

- Benenne ich tatsächlich die Gesellschaft in dem Fragebogen selbst, also lege ich einen Namen fest?

- Welches Datum sollte man als Gründungsdatum nehmen (Übergang Nutzen und Lasten der Wohnung o.ä.)?

- Welches Datum beschreibt den Beginn der Tätigkeit (ebenso Übergang Nutzen und lasten o.ä.)?

- Wichtigste Frage: Ist das überhaupt realistisch, als Laie die Angaben ohne professionelle Hilfe zu machen?

 

Vielen Dank euch im Voraus!

Dominic

ad 1) Ihr müsst weder gründen, noch eine Gesellschaftsform wählen. Ihr seid - im Kontext dieser Immobilie - automatisch eine GbR

ad 2) Grundstücksgemeinschaft Müller/Meyer

ad 3) Datum der Beurkundung

ad 4) Schreibst Du ja selber. Lasten/Nutzen Übergang. -> s. Kaufvertrag

ad 5) Bei mir macht es der Steuerberater; das kann man aber auch problemlos selber machen.

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für eine Grundstücksgemeinschaft muss man eine Feststellungserklärung abgeben. Ich nutze TAX 2020 bzw. die Versionen davor. Es wird alles abgefragt. Man hangelt sich da einfach durch. Wegen einer ETW ist das natürlich ein erheblicher Aufwand.

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Vielen Dank für eure Antworten!

Noch zu den Nachfragen: Wir haben die Wohnung beide gekauft, stehen also beide im Grundbuch. Buy&Hold gilt als Strategie, genau. Es soll die erste Wohnung eines kleinen Portfolios werden.

Ich habe mich dazu entschlossen, das Ausfüllen des Fragebogens selbst zu probieren. Das Finanzamt hatte mir das Formular in Papierform geschickt. Ich habe es nun aber auch online bei Elster.de gefunden. Bei der Online-Version werden Hinweise, Erläuterungen und eine Plausibilitätsprüfung geboten. Das macht es erheblich einfacher.

Ich muss den "Gewinn" vorausberechnen. Das erscheint mir im Moment recht einfach: Warmmiete - Betriebskosten/Instandhaltungskosten - Zinsen - AfA = "Gewinn", der dann zu versteuern ist. Nun stellt sich mir, bitte lacht mich dafür nicht aus, ob eigentlich die Kaufnebenkosten sowie weitere im Rahmen des Kaufs angefallene Kosten (Fahrtkosten zur Besichtigung, zum Notar u.a.) ein "Verlust" der GbR sind? Der Kaufpreis dürfte ja kein "Verlust" sein, weil wir dafür die Immobilie erhalten haben.

Um Werbungskosten, wie eine Fahrt zu Besichtung u.a. steuerlich geltend machen zu können, würde ich den Tag der Gründung der GbR sowie das erste Tätigwerden auf den Tag der ersten Besichtigung setzen. Haltet ihr das ebenfall für sinnvoll?

Edited by dom_sch

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Moin,

die eigentliche Kaufnebenkosten laufen mit in die AfA.

Fahrtkosten zur Besichtigung auch, wenn Du das Objekt kaufst. Wenn Du nicht kaufst, sind es Werbungskosten, die direkt und nicht über50 Jahre abgeschrieben werden. Die Fahrt zum Notar zwecks Kaufvertrag = AfA; die Fahrt zum Notar zwecks Eintragung der Grundschuld für die Bank = Werbungskosten. Und es gibt auch vorweggenommene Werbungskosten.

Soweit mein Verständnis.

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