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Stefan-RheinMain

Corona und Immobilien

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https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/immobilienpreise-koennten-wegen-corona-um-25-prozent-fallen-16720515.html

„Die Kalkulation für Schrottlagen (fünfziger Jahre, unsaniert, an sechsspuriger Kreuzung mit Fluglärm) und für teure Neubauten (mit eingebauter Mietsteigerungserfordernis und wenig Eigenkapital finanziert) geht nicht mehr auf“, heißt es in der Empirica-Studie. Die Analysten erwarten, dass nach den Corona-Erfahrungen Käufer künftig mehr Wert auf einen Balkon und ein separates Arbeitszimmer legen werden. Die zuletzt bei Kapitalanlegern so beliebten Mikro-Apartments hätten es jetzt schwerer."

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kann schon sein, dass es zu Preis-Rückgängen kommt. Kann aber auch sein, dass es nicht so kommt. 

Der Artikel ist ein Glaskugel-Artikel wie er im Buche steht. Vielleicht hat die Studie, die zitiert wird mehr Substanz, aber der Artikel klingt für mich klingt das wie der typische Börsenprognosenartikel. Es werden einseitige Argumente angeführt die für fallende Preise sprechen. Die andere Seite wird nicht bzw. kaum betrachtet (weiterhin extrem niedrige Zinsen, EZB-Geldflut, Zuwanderung, weniger Neubauten da weniger freie Arbeitskräfte aus dem Osten, frei gewordenes Geld aus anderen Anlageklassen, die massiven abfedernd wirkenden Unterstützungen des Staats - um das zu nennen was mir grade spontan einfiel). 

Ich kann natürlich auch nicht einschätzen, welche Seite nachher mehr Gewicht hat. Aber solche Prognosen sind aus meiner Sicht immer gefährlich. 
Dass man jetzt als "konservativer" Immo-Investor nochmal vorsichtiger sein sollte als davor liegt auf der Hand. Sollten die Preise bei gleich niedrigen Zinsen und quasi gleichen Mieten wirklich um 10-25 % fallen wäre das natürlich ein Eldorado für freien Cash und einen kühlen Kopf...

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vor 3 Stunden schrieb HenKo:

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/immobilienpreise-koennten-wegen-corona-um-25-prozent-fallen-16720515.html

„Die Kalkulation für Schrottlagen (fünfziger Jahre, unsaniert, an sechsspuriger Kreuzung mit Fluglärm) und für teure Neubauten (mit eingebauter Mietsteigerungserfordernis und wenig Eigenkapital finanziert) geht nicht mehr auf“, heißt es in der Empirica-Studie. Die Analysten erwarten, dass nach den Corona-Erfahrungen Käufer künftig mehr Wert auf einen Balkon und ein separates Arbeitszimmer legen werden. Die zuletzt bei Kapitalanlegern so beliebten Mikro-Apartments hätten es jetzt schwerer."

Ich bin kein "Immobilienweiser", sehe aber ein paar Punkte anders und vor allem zu wenig differenziert. Meine Anmerkungen:

  1. Warum sollte es einen kurzen Preisverfall geben, wenn die Investoren angeblich von einer raschen Erholung ausgehen sollen? Wir sind ja nicht an der Börse, so schnell ist der Markt nicht. Das heißt nicht, dass es nicht einige Schnäppchen durch Notverkäufe geben könnte.
  2. Ich glaube nicht, dass die Urbanisierung in Schwarmstädte abnimmt. Wo ist die Logik? Wenn schon arbeitslos, dann bei den Eltern in der Pampa, oder wie? 🤪 Bisher sind die Leute in Krisen immer dahin gezogen, wo es mehr Arbeit gibt, und das sind die Städte. Das Leben auf Land und in Kleinstädten widerspricht außerdem heftigst dem aktuellen Zeitgeist und dem Lifestyle der jungen Bevölkerung. Zusätzlich sind Städte dynamischer, sie werden viel schneller aus der Krise kommen. Kleine Unternehmen und Geschäfte auf dem Land, die jetzt kaputt gehen, werden nie wieder eröffnet.
  3. Mir fehlt die Differenzierung bei den Immobilien. Ich sehe große Probleme bei Gewerbe und auch bei selbstgenutzten Einfamilienhäusern. Da wurde in den letzten Jahren viel zu groß für viel zu viel Geld "im Grünen" gebaut und häufig auf Kante finanziert. Mancher "Häuslebauer" kommen ja schon wegen zwei Monaten Kurzarbeitergeld ins schwitzen. Bei einer tiefen Wirtschaftskrise könnte es in 2-3 Jahren hier viele Zwangsverwertungen geben und ich glaube nicht, dass jemals wieder deren Gestehungskosten erreicht werden.
  4. Die aktuell laufenden Megatrends werden beschleunigt, das bedeutet: Mehr Singlehaushalte, weniger motorisierter Individualverkehr, mehr Heimarbeit. Das heißt:
  5. Gute Bestands-MFH&ETW in guten Lagen in guten Städten werden weiter bestens laufen und den Druck der Geldpressen zu spüren bekommen.
  6. Schrottlagen und überteuerte Neubauten zu hinterfagen (siehe Artikel) ist doch wohl ein No-Brainer.

Nur meine 2 Cent. Wenn wir natürlich eine mehrjährige Rezession, Deflation oder gar Verwerfungen wie eine Währungsreform bekommen, dann ist eh alles anders.

Hajo

Edited by hajo
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@Hajo: Ich finde Deine Argumente sehr gut , einzig bei diesem Punkt bin ich etwas pessimistischer:

vor 11 Stunden schrieb hajo:

 

  1. Ich glaube nicht, dass die Urbanisierung in Schwarmstädte abnimmt. Wo ist die Logik? Wenn schon arbeitslos, dann bei den Eltern in der Pampa, oder wie? 🤪 Bisher sind die Leute in Krisen immer dahin gezogen, wo es mehr Arbeit gibt, und das sind die Städte. Das Leben auf Land und in Kleinstädten widerspricht außerdem heftigst dem aktuellen Zeitgeist und dem Lifestyle der jungen Bevölkerung. Zusätzlich sind Städte dynamischer, sie werden viel schneller aus der Krise kommen. Kleine Unternehmen und Geschäfte auf dem Land, die jetzt kaputt gehen, werden nie wieder eröffnet.

Ich denke es hängt hier stark davon ab, wie lange die Krise und die damit verbundenen Einschränkungen dauern, und wie nachhaltig die Menschen dadurch ihren Lebensstil umstellen. Wenn sich (sagen wir mal nach Monaten der Krise) umfassendes Home-Office erstmal richtig etabliert hat, und viele Firmen aus dem Dienstleistungssektor ihre Prozesse und Infrastruktur dahingehend angepasst haben, dann kann es m.M.n. auch gut sein, dass nach Abflauen der Krise in vielen Bereichen weniger Präsenzarbeit notwendig ist. Dadurch wird auch die Entfernung zum Arbeitsplatz weniger relevant, wenn man z.B. nur noch einmal pro Woche in ein Präsenzmeeting in die Stadt muss, dann kann man ja dann auch 1,5h Anfahrt in Kauf nehmen, den Rest der Woche kann man dann ja Homeoffice machen.

Auch kann es nach längerer Krisenphase auch sein, dass der aktuelle Lifestyle der starken Urbanisierung gebrochen wird, weil denke ich zur Zeit auch viele junge Menschen merken welche Nachteile das (Groß)stadtleben haben kann. In Wien z.B. müssen sie teilweise Straßen für den Autoverkehr sperren, damit die Fußgänger den erforderlichen Mindestabstand einhalten können. Ansonsten ist man in den Städten zur Zeit schon recht eingesperrt in die (den hohen Mieten geschuldeten) kleine Wohnung, während man sich auf dem Land oder in kleineren Städten mit Naturnähe freier bewegen kann, oder zumindest einen eigenen Garten hat.

Wiederum unter der Prämisse einer längeren Dauer des Krisenzustands, wobei auch viele Epidemologen davon sprechen, dass bis zur Entwicklung eines Impfstoffes noch rund ein Jahr vergehen kann, und bis dahin mit Einschränkungen zu rechnen ist, könnte dies also nachhaltige Auswirkungen auf den Lebensstil haben. Vielleicht nicht so sehr bei Singles oder Studenten, die einfach so oder so städtisch wohnen wollen, aber z.B. bei Jungen Familien, die monatelang mit Kindern in eine Stadtwohnung "eingesperrt" waren, die könnte es noch stärker als dies jetzt tlw. schon der Fall ist, aufs Land treiben, in Pendelnähe zu einer Großstadt.
Ein weiterer Punkt könnte auch sein, dass wegen der zu erwartenden finanziellen Probleme, die viele Leute haben werden, sich einige das teuere Großstadtleben vielleicht einfach nicht mehr leisten können werden (wiederum ein Trend, den man z.B. in und um München sieht), und daher raus aufs Land "getrieben" werden.

Ich sehe bzgl. Großstadtimmobilien eher diejenigen mit Randlage als mögliche Gewinner, d.h. nach wie vor Stadtlage (und entsprechender Infrastruktur), aber mit mehr Wohnraum, mehr und näheren Grünflächen und allgemein mehr Platz auf Straßen und Nachbarschaft, aber eben doch nahe genug zu den Arbeitsplätzen der Großstadt um ggf. auch täglich hin zu kommen (es geht ja auch bekanntlich nicht jeder Beruf nur im Homeoffice). Außerdem sehe ich Wohnungen, die sich z.B. als Studenten-WGs mit zentraler Lage mit nutzen lassen, als nach wie vor sehr attraktiv an, eben für Mieter mit kleinem Geldbeutel.
Bei mittleren Wohnungsgrößen (Familienwohnungen) in der Großstadt könnte ich mir hingegen - wiederum bei längerem Krisenverlauf - schon vorstellen, dass hier die Nachfrage sinkt.

Wie viele Prognosen, ist auch diese also auch letztendlich einfach eine darauf, wie lange und schwerwiegend die Corona-Krise sein wird. Mein Punkt ist nur, dass sich eben langfristige Trends ggf. schon auch dadurch ändern könnten...

Mir geht es mit diesem Kommentar im übrigen nicht darum, Recht zu haben. Im Gegenteil: Da ich vorallem in München investiert bin, würde ich mich freuen, wenn sich - wie Du argumentierst - der Urbanisierungstrend auch während / Corona weiter verstärkt, und wir auch weiterhin mit steigenden Wohnimmobilienpreisen rechnen können. Ich bin halt nur leider nicht ganz so sicher diesbezüglich...

Viele Grüße
Münchner Kindl

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Update: ich wollte jetzt ein saniertes Objekt nachbewerten lassen. Bewerter hier haben aber Bautenstands-Bewertungen fast komplett eingestellt, gehen nur noch in komplett leere Objekte.

Auf dem Markt tauchen jetzt hier vermehrt totale Schrott-Immobilien auf , die die Eigentümer gerne noch zu alten Höchstpreisen verhökern wollen. Preisverfall konnte ich bisher aber noch nicht beobachten.

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vor 2 Stunden schrieb mvg:


Auf dem Markt tauchen jetzt hier vermehrt totale Schrott-Immobilien auf , die die Eigentümer gerne noch zu alten Höchstpreisen verhökern wollen. Preisverfall konnte ich bisher aber noch nicht beobachten.

Kann ich bestätigen. Ich bekomme urplötzlich Angebote von Maklern zugesendet, die sich seit Monaten nicht oder auch noch nie (!) von selbst bei mir gemeldet haben. Nahezu alle versuchen irgendwelche Objekte zu absonderlichen Preisen loszuwerden. Scheint auf der Nachfrageseite bei Immoscout und co. so düster auszusehen, dass die Makler selbst aktiv werden.

Hajo

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Ist hier auch so, eine Flut von Angeboten trudelt ein... täglich viele neue Objekte auf dem Markt. Die Leute wollen schnell umschichten bzw. die hohen Preise noch mitnehmen, Peak ist erreicht. Mietsteigerungen ausgeschlossen, die Unsicherheit überwiegt.

Makler haben nach Anfrage nach wenigen Std. schon die Exposes zugesendet, das kenne ich gar nicht. Ich vermute, die meisten haben akt. auch totale Umsatzausfälle. Wie will man zu 3. beurkunden? Höchstens mit Nachgenehmigung :D 
 

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Zitat

Mir geht es mit diesem Kommentar im übrigen nicht darum, Recht zu haben. Im Gegenteil: Da ich vorallem in München investiert bin, würde ich mich freuen, wenn sich - wie Du argumentierst - der Urbanisierungstrend auch während / Corona weiter verstärkt, und wir auch weiterhin mit steigenden Wohnimmobilienpreisen rechnen können. Ich bin halt nur leider nicht ganz so sicher diesbezüglich...

 

Wie schätzt du den Markt in München ein? Und welche Strategie verfolgst, da die Renditen ja irgendwo bei 1,5-3% liegen. 

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Zitat

Wie schätzt du den Markt in München ein? Und welche Strategie verfolgst, da die Renditen ja irgendwo bei 1,5-3% liegen. 

Ich persönlich kann mir vorstellen, dass es für Wohnimmobilien in München schon zu einer Korrektur kommen könnte im Bereich 5 - 10%. Allerdings denke ich, dass sich das Preisniveau mittelfristig schon wieder erholen wird, denn München ist als Wirtschafts- und vor allem auch Technologiestandort weiterhin attraktiv. Die Digitalisierung hat ja durch die Corona-Krise auch nochmal einen Schub bekommen.
Allerdings denke ich, dass der durchschnittliche Platzbedarf sinken wird, weil - wie oben beschrieben - Familien vermehrt aufs Land / an den Stadtrand ziehen könnten. In der Stadt selber könnte damit auch mittelfristig weniger Bedarf sein an Familienwohnungen (3 Zimmer, nicht WG-tauglich), dafür (noch) mehr an Einzimmerwohnungen (Singles), Zweizimmerwohnungen (Kinderlose Paare, Doppelverdiener), und WG-tauglichen Wohnungen für Studenten oder Arbeiter-WGs.

Persönlich halte ich die Pferde erstmal still, da sich die Immobilien in meinem Portfolio alle in einer dieser Kategorien befinden, und es meine Finanzierungssituation derzeit zulässt, dass ich alle auch bei fahlenden Preisen bzw. Mietausfällen erstmal halte. Ich beobachte die weitere Entwicklung aber natürlich sehr genau...

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Wenn aus 3% plötzlich 5% werden, dann werden sich einige umschauen. Diese klein scheinende Änderung wirkt sich so aus:

3% == Faktor 33,
5% == Faktor 20
Differenz = 13 JahresNettoKaltmieten
13/33 = 40% Wertverlust.

 

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vor 51 Minuten schrieb KFleischer:

Wenn aus 3% plötzlich 5% werden, dann werden sich einige umschauen. Diese klein scheinende Änderung wirkt sich so aus:

3% == Faktor 33,
5% == Faktor 20
Differenz = 13 JahresNettoKaltmieten
13/33 = 40% Wertverlust.

 

Kannst du erläutern, was du damit meinst? Was ist mit 3% und 5% gemeint? Natürlich ist 3 geteilt durch 5 = 60%, aber ich verstehe deinen Ansatz nicht:-)

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vor einer Stunde schrieb KFleischer:

Wenn aus 3% plötzlich 5% werden, dann werden sich einige umschauen. Diese klein scheinende Änderung wirkt sich so aus:

3% == Faktor 33,
5% == Faktor 20
Differenz = 13 JahresNettoKaltmieten
13/33 = 40% Wertverlust.

 

Der Wertverlust spielt doch nur eine Rolle, wenn ich verkaufen möchte oder die Bank mit der geringeren Sicherheit ein Problem hat und nachbesichert werden muss.

Ansonsten ist mir der aktuelle Wert doch egal, solange die Einkünfte also Mieten unverändert bleiben.  Zumal auf dem Papier ein 5%er besser aussieht als ein 3%er. Wir halten also fest, bei Wertverlust steigt die Gesamtkapitalrendite.

Edited by Tomatensafttrinker

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vor 49 Minuten schrieb philippvonnordheim:

Kannst du erläutern, was du damit meinst? Was ist mit 3% und 5% gemeint? Natürlich ist 3 geteilt durch 5 = 60%, aber ich verstehe deinen Ansatz nicht:-)

Es geht um die Kaufpreisfaktoren. Wenn jemand zum 10Fachen kauft, schreibt man man hätte eine 10% Immobilie gekauft. Das ist kein Zinseszins sondern diese vereinfachte "Makler-Formel" für die Rendite.
Ein solcher Preisverfall kann zu Stande kommen, wenn andere Investitionen höhere Renditen erwarten lassen. z.B. aktuell Dividenden-Aktien. Man darf dabei nicht von uns Hanseln mit 100% Finanzierung ausgehen, sondern von Kapitalanlegern die möglichst viel Cash Sinnvoll/Rentabel anlegen wollen.

Bevor die also eine 3% Immobilie in München kaufen, können die das selbe Geld aktuell z.B. für 6% Dividendenrendite in die Allianz investieren.
Wenn jemand seine Immo also verkaufen will, muss der mehr bieten als 3% -> d.h. er muss seine Immo billiger anbieten.

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vor 6 Minuten schrieb KFleischer:

Bevor die also eine 3% Immobilie in München kaufen, können die das selbe Geld aktuell z.B. für 6% Dividendenrendite in die Allianz investieren.
Wenn jemand seine Immo also verkaufen will, muss der mehr bieten als 3% -> d.h. er muss seine Immo billiger anbieten.

Endlich mal jemand, der auf die Preisbildung durch die "Konkurrenz der Assetklassen" hinweist! Das wird häufig ausgeblendet, wenn hier über die "heißgelaufenen Immomärkte" gesprochen wird.

Aber Vorsicht: Erstens DÜRFEN viele Institutionelle Anlager (Pensionskassen, Versicherer etc.) nicht einfach irgendwelche Aktion kaufen, sondern haben sehr strenge Richtlinien. Sie werden also weiter in Immos investieren MÜSSEN. Zweitens ist die Bewertung des zukünftigen Aktienmarks auf Basis heutiger Dividenden und der vergangenen Entwicklung natürlich Käse! Klar sehen einige Aktien (wie z.B. Allianz) aktuell billig aus, aber wie wird sich die Krise auf deren Geschäft auswirken?! Ratet mal womit die Allianz z.B. bisher viel Geld verdient hat und wo sie das viele Geld ihrer Kunden angelegt hat: Immobilien. Da schließt sich dann der Kreis.

Für den Aktienmarkt gibt es jetzt zwei Alternativen: Es gibt neue Höchststände, alles wird vergessen und die Party geht mit billigen Geld weiter bis zur nächsten Katastrophe. Oder es dreht in den kommenden Monaten doch wieder nach Süden und wir bekommen eine laaange Korrektur. Mir wäre die zweite Option recht.

Hajo.

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vor 3 Stunden schrieb Münchner Kindl:

Ich persönlich kann mir vorstellen, dass es für Wohnimmobilien in München schon zu einer Korrektur kommen könnte im Bereich 5 - 10%. Allerdings denke ich, dass sich das Preisniveau mittelfristig schon wieder erholen wird, denn München ist als Wirtschafts- und vor allem auch Technologiestandort weiterhin attraktiv. Die Digitalisierung hat ja durch die Corona-Krise auch nochmal einen Schub bekommen.
Allerdings denke ich, dass der durchschnittliche Platzbedarf sinken wird, weil - wie oben beschrieben - Familien vermehrt aufs Land / an den Stadtrand ziehen könnten. In der Stadt selber könnte damit auch mittelfristig weniger Bedarf sein an Familienwohnungen (3 Zimmer, nicht WG-tauglich), dafür (noch) mehr an Einzimmerwohnungen (Singles), Zweizimmerwohnungen (Kinderlose Paare, Doppelverdiener), und WG-tauglichen Wohnungen für Studenten oder Arbeiter-WGs.

Persönlich halte ich die Pferde erstmal still, da sich die Immobilien in meinem Portfolio alle in einer dieser Kategorien befinden, und es meine Finanzierungssituation derzeit zulässt, dass ich alle auch bei fahlenden Preisen bzw. Mietausfällen erstmal halte. Ich beobachte die weitere Entwicklung aber natürlich sehr genau...

Das klingt sehr vernünftig. Man muss sagen die grösse der Städte (Top7) haben Ihre Vor und Nachteile.  Die Nachfrage, vielleicht nicht jetzt, wird weiterhin durch die Bank stark bleiben bzw. steigen. Es gibt nun mal viele unterschiedlichen Schichten, so dass jeder Bedarf gedeckt werden kann. 

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Viele Immobilien aus fonds tauchen nie wieder auf m markt auf, um keine Verluste zu realisieren. 
 

der Verlust spielt auch eine rolle, wenn man nicht Verkauft. Nämlich geistige Brandstiftung... die meisten privaten / kleinere Firmen sind nicht so cool und setzen das aus, ist wie bei aktien... Panikverkäufe weil man angst hat, noch höhere Verluste einzufahren 

auch bei händlern usw, da kommt der Druck von ganz alleine

Edited by Jb007

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vor 2 Stunden schrieb KFleischer:

Es geht um die Kaufpreisfaktoren. Wenn jemand zum 10Fachen kauft, schreibt man man hätte eine 10% Immobilie gekauft. Das ist kein Zinseszins sondern diese vereinfachte "Makler-Formel" für die Rendite.
Ein solcher Preisverfall kann zu Stande kommen, wenn andere Investitionen höhere Renditen erwarten lassen. z.B. aktuell Dividenden-Aktien. Man darf dabei nicht von uns Hanseln mit 100% Finanzierung ausgehen, sondern von Kapitalanlegern die möglichst viel Cash Sinnvoll/Rentabel anlegen wollen.

Bevor die also eine 3% Immobilie in München kaufen, können die das selbe Geld aktuell z.B. für 6% Dividendenrendite in die Allianz investieren.
Wenn jemand seine Immo also verkaufen will, muss der mehr bieten als 3% -> d.h. er muss seine Immo billiger anbieten.

Dass mit den Dividenden ist aktuell teilweise auch nicht die 100 prozentige Sicherheit. Hauptversammlungen, die den Beschluss zur Dividendenzahlung verabschieden, werden verschoben, Dividenden gekürzt oder teilweise ganz gestrichen.

 

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Das Institut der deutschen Wirtschaft  

(IW) Köln rechnet wegen der Corona-    

Krise mit fallenden Mietpreisen in     

Deutschland. Grund sei, dass den Haus- 

halten wegen möglicher Insolvenzen und 

steigender Arbeitslosigkeit insgesamt  

weniger Einkommen zur Verfügung stehe, 

heißt es in einer Studie, aus der die  

"Welt am Sonntag" zitiert.

 

 

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In dem Artikel in der WamS letzte Woche stand aber auch, dass die Experten vor allem in Ballungsgebieten nur mit einem kurzen Knick rechnen, weil eh Wohnungsnotstand ist.

Bei den Kaufpreisen wird sogar mit baldigen Preissteigerungen gerechnet, weil durch die Krise weniger und langsamer gebaut wird und dadurch der benötigte Wohnraum in Zuzugsgebieten weiter verknappt wird.

 

Aktuell, wo der Markt mehr oder weniger eingefroren ist, kann es denke ich sogar ein paar Schnäppchen geben. Wer jetzt verkauft, braucht vermutlich Geld.

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vor 7 Stunden schrieb piepmatz:

Bei den Kaufpreisen wird sogar mit baldigen Preissteigerungen gerechnet, weil durch die Krise weniger und langsamer gebaut wird und dadurch der benötigte Wohnraum in Zuzugsgebieten weiter verknappt wird.

Ich glaube auch, dass Wohnraum knapper wird, aber nicht wegen Corona, sondern wegen der Mietpreisbremse.  Es lohnt sich schlicht und einfach nicht mehr neuzubauen. Man würde es auch nicht mehr finanziert bekommen, weil die Kalkulation nicht aufgeht. 

 

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das betrifft ja erstmal nur Berlin und auch da funktioniert sicher weiterhin Neubau und Verkauf an Eigennutzer mit dicker Brieftasche

Berlin hat an Reiz, auch z. B. für reiche Israelis oder russische Oligarchen, nichts an Reiz verloren als Stadt, wo man gut leben kann und man als Jetseteuropäer einen Nebenwohnsitz haben sollte

Edited by Furzi

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vor 4 Stunden schrieb Furzi:

Plusminus in der ARD heute 22h mit dem Thema: " Corona und der Wohnungsmarkt: Platzt die Immobilienblase? "

Danke für den Hinweis, habe es mir gleich angesehen! Dieses journalistische Highlight unseres gebührenfinanzierten Rundfunks wäre mir sonst glatt entgangen. Knallhart recherchierte Fakten! Den gleichen gehaltlosen Mist von "Empirica" habe ich zwar schon letzte Woche in vielen Artikeln lesen können, aber hier wurde er nochmals anschaulich aufgewärmt.

Mit dem Betreiber von 7 (!) Münchner Hotels habe ich aber echt Mitleid, der kam sicher schon die letzten 5 Jahre kaum über die Runden und konnte daher keine Rücklagen bilden. 🤪

Hajo

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in meiner Stadt gibt es jetzt übrigens folgenden Fall: Wettbüro wegen Corona geschlossen, Betreiber verschollen, Vermieter sucht verzweifelt nach Leuten, die den Betreiber kennen und Kontaktdaten haben...

könnte mir vorstellen, dass das kein Einzelfall ist und nicht nur auf diese spezielle Branche beschränkt

 

Edited by Furzi

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