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Johannes1471105792

Fensteraustausch in der WEG – Anderweitige Absprache der Eigentümergemeinschaft rechtlich bindend?

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Hallo zusammen,

ich habe 2018 eine Eigentumswohnung in einer WEG gekauft, in der es in der ursprünglichen Teilungserklärung von ca. 1960 es korrekt geregelt ist, dass die Fenster Gemeinschaftseigentum sind. In meiner Wohnung sind die Wohnzimmerfenster zweifelsfrei erneuerungsbedürftig. Die Hausverwaltung teilte mir auf Anfrage mit, dass es einen (uralten) Beschluss bzw. eine Absprache zwischen den Eigentümern gibt, dass jeder seine Fenster auf eigene Kosten austauscht, wobei die Optik einheitlich bleiben muss. Entsprechend haben die Eigentümer das über die Jahre gehandhabt, und daran wurde auch nach dem Wechsel der Verwaltung zur aktuellen Verwaltung vor gut 10 Jahren festgehalten – trotz der zu vermutenden Nichtigkeit der Regelung. Seitdem wurde jedoch in der ganzen Zeit keine einzige Reparatur oder einen Austausch von Wohnraumfenstern im Namen der Gemeinschaft veranlasst.


Mir war bei Kauf nichts von dieser Regelung bekannt. Ist der aktuelle §5 WEG immer noch einschlägig, obwohl die anderen Eigentümer vor ca. 20 Jahren einen anderen Beschluss gefasst haben und dieser bis heute so gelebt worden ist? Kann ich von der Eigentümergemeinschaft verlangen, die Kosten des Fensteraustausches zu tragen? Oder bin ich an den alten Beschluss gebunden, an dem ich nicht beteiligt war?
 

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Ich glaube nicht, dass ein Beschluss geltendes Recht übersteuern kann.

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Ich würde mir eine Kopie des Beschlusses aushändigen lassen und das mit einem RA besprechen.

Ich meine irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass die WEG mit einer 2/3 Mehrheit durchaus eine Änderung der TE erwirken kann. Damit das sauber abgeschlossen wird, hätte es damals eine Änderung der TE geben müssen. Von daher ist das Ganze nicht wirkich sauber.

 

( Habe selbst eine ETW, in der damals mittels Beschluss die ME-Anteile geändert wurden, ohne dies in der TE nachzupflegen. )

 

 

Edited by Darth Vader
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Unabhängig von der Rechtmäßigkeit heißt ein solcher Beschluss ja auch, dass ich im konkreten Fall die Fenster tauschen kann, ohne auf einen Beschluss zur Kostenübernahme durch die WEG warten zu müssen.

vor 13 Stunden schrieb Johannes1471105792:

In meiner Wohnung sind die Wohnzimmerfenster zweifelsfrei erneuerungsbedürftig.

Es ist eben auch die Frage, die zweifelsfreie Erneuerungsbedürftigkeit wirklich für die WEG verbindlich darzulegen.
Denn immerhin verursacht die Auswechslung der Fenster in einer anderen Wohnung Kosten, von denen ein nicht betroffener Eigentümer nichts hat.
So weit, dass dies auch mal einen selbst betreffen kann, denken i.d.R. die Wenigsten.

Ich würde die Fenster im Rahmen meiner eigenen Instandhaltungsrücklage erneuern und den Wertzuwachs im Rahmen des nächsten Mietvertrages berücksichtigen.

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Hmm, das ist eine schwierige Entscheidung. Ich habe ein ähnliches Problem, (das allerdings noch etwas kniffliger ist da es nicht um Fenster geht). Ich habe vor einigen Jahren mal recherchiert. da war die Lage recht eindeutig. WEG muss zahlen, egal was vereinbart wurde. Trotzdem solltest du mal auf neuere Urteile prüfen.

Das eigentliche Thema ist aber doch:

- die Regelung hat bis jetzt funktioniert und ist fair. Du zahlst für schicke neue Fenster und kannst die Miete erhöhen. Wenn dein Nachbar eine Luxusfenstersanierung haben will zahlt er auch selbst, also alles super.

Risiko: in einem Jahr kauft ein neuer Investor 3 abgeranzte Wohnungen und will alle Fenster von der WEG erneuert haben. Dann kriegt er das wahrscheinlich durch und du zahlst mit. Inwieweit du deine Ausgaben anrechnen kannst ist sehr fraglich.

- wenn du heute darauf bestehst dass die anderen dir die Fenster mitzahlen und du dadurch vielleicht 500 - 1000 EUR sparst dann generierst du einen Riesenstreit, evtl Anwaltskosten und plötzlich wollen alle neue Fenster, also im Endeffekt zahlst du doch mind. genauso viel.

Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen....

 

 

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