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Mario Wehm

Der größte Crash aller Zeiten

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Was haltet ihr von der Aussage, dass wir innerhalb der nächsten Jahren einen riesen Finanzcrash erleiden werden? Habe zuletzt das Buch https://www.amazon.de/größte-Crash-aller-Zeiten-Gesellschaft/dp/3847906690 gelesen und dort wird der Crash bis 2023 vorhergesagt. Gibt ja noch einige weitere Autoren, die dieses Narrativ bedienen (Markus Krall, Max Otte, Dirk Müller) usw.

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Was haltet ihr von der Aussage, dass wir innerhalb der nächsten Jahren einen riesen Finanzcrash erleiden werden? Habe zuletzt das Buch https://www.amazon.de/größte-Crash-aller-Zeiten-Gesellschaft/dp/3847906690 gelesen und dort wird der Crash bis 2023 vorhergesagt. Gibt ja noch einige weitere Autoren, die dieses Narrativ bedienen (Markus Krall, Max Otte, Dirk Müller) usw.

Ich kenne die früheren Bücher von den Autoren.

Damals habe ich sehr viel Geld in Gold und Silber investiert und jahrelang Angst gehabt, dass alles zusammenkracht.
Dann habe ich irgendwann genug Gehabt. Gold und Silber mit Verlusten verkauft (wert gefallen) und in Immobilien investiert.
Somit Vermögen aufgebaut und genieße mein Leben.

Sorgen machen ist wie im Schaukelstuhl sitzen, man ist zwar beschäftigt , kommt aber nicht voran.

Es wird ein Crash geben. Wann weiß keiner. Wird es hart? Ja
Werden viele pleite gehen? Ja
Wird Blut auf den Straßen fließen? Ja
Wird man gut einkaufen können dann? Ja
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Umso wichtiger ist es nicht auf Kante zu nähen. Klar kann man riesige Gewinne mit Immobilien in München, Nürnberg, Frankfurt oder Düsseldorf machen, aber wenn es tatsächlich mal kracht, bin ich mit Buden die ich für 9€/qm vermiete und tatsächlich nur 5 oder 6€ brauche deutlich besser dabei. Zur Not lasse ich dann einfach alles 20 statt 10 Jahre laufen. Aber wie krass soll der Markt schon zusammenbrechen, dass man mit Faktor 8-10 komplett baden geht?! (so lange man nicht in Regionen kauft die von Leerstand bedroht sind)

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Naja, irgendwie glaube ich mittlerweile auch, dass in den nächsten 1-3 Jahren die Anzahl von Versteigerungen und Notverkäufen wieder zunimmt.
Man brauch sich nur anschauen, wie auf "Ober-Unterkante" die Finanzierungen aufgebaut sind.

zB. EFH, 500.000,- EUR -> Rate ca. 2000,- EUR + Nebenkosten/Reparaturen. Da brauch man kein Genie sein, um festzustellen, dass der finanzielle Druck erheblich ist. Die anderen Kosten steigen ja immer weiter, Strom Gas, Lebensmittel, Urlaub Sprit etc. Sicher werden hier diverse Leute an die finanzielle Grenze kommen

zB MFH , 750.000,- EUR Papiereinnahmen 45000,- EUR, tats. Einnahmen 36000,- EUR -> Rate 3000 monatlich, exakt genau so hoch wie die ME... Mieterwechsel, Reparaturen kosten Geld, genau wie gesetzliche Auflagen, zB, Kessel tauschen etc. wenn kein Geld da ist, kommt die finanzielle Not. Auch hier brauch man kein Genie sein, dass hier diverse Kapitalanleger in Not geraten

zB. ETW, 200.000,- EUR, Papiereinnahmen 1200,- EUR, tats. Einnahmen 800,- EUR -> Rate 800,- EUR, auch hier klassisches Bsp. dass man hier auf Dauer zubuttern muss. Woher soll das ganze Geld kommen? 

Hinzu kommt, dass immer mehr Unsicherheit herrscht, Massenarbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Betriebe machen dicht etc. 
Daher ist für mich die logische Konsequenz, das in den kommenden 1-3 Jahren die ZVs/Notverkäufe massiv zunehmen werden, da viele den finanziellen Ausgabendruck nicht bewältigt bekommen.

Das in dem Artikel, die Banken in 2,5 Jahren "Obsolet" sind, glaube ich nicht. Wie soll das in so kurzer Zeit funktionieren. In 20-30 Jahren wäre das denkbar, aber nicht in 2,5 Jahren. Was sicherlich richtig ist, ist die Tatsache, dass Banken massiv unter Druck sind und es an und für sich eine schrumpfende Branche ist. In 2 Jahren laufen immer mehr Kredite mit 4% aus, danach wirds sicherlich nochmal schwierig, die Differenz aufzufangen, da vermutlich danach mit 1% für deutlich weniger weiterfinanziert wird. Alternativ Verkauf für den 3-4fachen Wert, dann kommts aufs gleiche hinaus. Man wird sehen...

Edited by Jb007
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Naja, irgendwie glaube ich mittlerweile auch, dass in den nächsten 1-3 Jahren die Anzahl von Versteigerungen und Notverkäufen wieder zunimmt.
Man brauch sich nur anschauen, wie auf "Ober-Unterkante" die Finanzierungen aufgebaut sind.

zB. EFH, 500.000,- EUR -> Rate ca. 2000,- EUR + Nebenkosten/Reparaturen. Da brauch man kein Genie sein, um festzustellen, dass der finanzielle Druck erheblich ist. Die anderen Kosten steigen ja immer weiter, Strom Gas, Lebensmittel, Urlaub Sprit etc. Sicher werden hier diverse Leute an die finanzielle Grenze kommen

zB MFH , 750.000,- EUR Papiereinnahmen 45000,- EUR, tats. Einnahmen 36000,- EUR -> Rate 3000 monatlich, exakt genau so hoch wie die ME... Mieterwechsel, Reparaturen kosten Geld, genau wie gesetzliche Auflagen, zB, Kessel tauschen etc. wenn kein Geld da ist, kommt die finanzielle Not. Auch hier brauch man kein Genie sein, dass hier diverse Kapitalanleger in Not geraten

zB. ETW, 200.000,- EUR, Papiereinnahmen 1200,- EUR, tats. Einnahmen 800,- EUR -> Rate 800,- EUR, auch hier klassisches Bsp. dass man hier auf Dauer zubuttern muss. Woher soll das ganze Geld kommen? 

Hinzu kommt, dass immer mehr Unsicherheit herrscht, Massenarbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Betriebe machen dicht etc. 
Daher ist für mich die logische Konsequenz, das in den kommenden 1-3 Jahren die ZVs/Notverkäufe massiv zunehmen werden, da viele den finanziellen Ausgabendruck nicht bewältigt bekommen.

Das in dem Artikel, die Banken in 2,5 Jahren "Obsolet" sind, glaube ich nicht. Wie soll das in so kurzer Zeit funktionieren. In 20-30 Jahren wäre das denkbar, aber nicht in 2,5 Jahren. Was sicherlich richtig ist, ist die Tatsache, dass Banken massiv unter Druck sind und es an und für sich eine schrumpfende Branche ist. In 2 Jahren laufen immer mehr Kredite mit 4% aus, danach wirds sicherlich nochmal schwierig, die Differenz aufzufangen, da vermutlich danach mit 1% für deutlich weniger weiterfinanziert wird. Alternativ Verkauf für den 3-4fachen Wert, dann kommts aufs gleiche hinaus. Man wird sehen...

In 3 Jahren lesen wir den Post und denken, wie konnte der Markt weiter so steigen.
Und dann heißt es in 3 Jahren kracht es.

Die Welt kann sich nicht mehr leisten Zinsen zu verändern. Siehe Japan.

Ich weiß wie ich 2011 im Zug saß und viele Kollegen gemeint haben: ich kaufen heute nix (Stuttgart für 3000€/qm) ich warte, dass in 10 Jahren pleite gehen. Der Kollege hat noch 2 Jahre um zu hoffen, dass die heute (6000€/qm) in 2 Jahren um 50% einbrechen, damit er den gleichen Stand wie damals hat.

Wenn ihr alle so skeptisch seid, dann verkauft es. Bei Interesse mir schicken. Wir kaufen gerade ein (zum faireren Faktor)
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vor 10 Stunden schrieb Mario Wehm:

Was haltet ihr von der Aussage, dass wir innerhalb der nächsten Jahren einen riesen Finanzcrash erleiden werden? Habe zuletzt das Buch https://www.amazon.de/größte-Crash-aller-Zeiten-Gesellschaft/dp/3847906690 gelesen und dort wird der Crash bis 2023 vorhergesagt. Gibt ja noch einige weitere Autoren, die dieses Narrativ bedienen (Markus Krall, Max Otte, Dirk Müller) usw.

Ich denke, dass es keinen großen Finanz-Crash geben wird. Allerdings werden die Überbewertungen im Immobilienmarkt sicherlich wieder korrigiert. Ich denke aber eher durch eine längere Seitwärtsbewegeung, Weniger durch einen abrupten und kräftigen  Werteverfall. Viele Käufer arbeiten ja nicht mit großen Finanzierungen, sondern wollen einfach nur ihr Geld mit positivem Ertrag anlegen. 

Interessantes Streitgespräch zwischen Krall und einem Portfoliomanager zu dem Thema:

 

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Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder heftige längere Baissse-Phasen (Crash ist recht eng definiert) mit sehr hohen Preisrückgängen. In Deutschland ist den älteren vielleicht noch die Krise 2001-2003 gegenwärtig.

Damals platzte die Technologieblase und die Banken und Versicherungen waren gezwungen, die Verluste aus der Kreditvergabe von (Ost- aber nicht nur dort) Immobilien zu realisieren. Der DAX verbuchte einen Kursrückgang von ca. 75%, bei (Ost-) Immobilien waren die Verluste im vermieteten Zustand in funktionierenden Regionen ähnlich (ca. 60% bis 80%), in der Pampa, Städten wie Chemnitz, Leipzig und bei Gewerbeimmobilien gab es teilweise auch Preisrückgänge von über 90%. Dieser Preisrückgang entwickelte sich langsam und brauchte bis zum Tiefpunkt etliche Jahre (DAX ca. 3 Jahre Top to Bottom, Immobilien eher 5 Jahre).

Auch zukünftig wird es solche Entwicklungen geben. Ich persönlich weiß nicht, in welcher Form und wann es einen (realen) Preisrückgang geben wird. Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass es in den nächsten Jahren zu einem Rückgang der Aktienkurse um über 50% kommen wird. Bei Immobilien halte ich z.B. aufgrund einer verstärkten Regulieren (Stichwort Mietpreisbremse, Mietendeckel) oder steigenden Zinsen/Kreditknappheit aufgrund des Wegfalls vieler Banken ähnliche Preisrückgänge für gut möglich (insbesondere in Berlin). M.E. gibt es in Deutschland bei fast allen Parteien, die Tendenz den Mieterschutz massiv zu verstärken.

Vor diesem Hintergrund ist m.E. eine Vermögensdiversifikation zwingend.

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vor 18 Stunden schrieb rajivlund:


In 3 Jahren lesen wir den Post und denken, wie konnte der Markt weiter so steigen.
Und dann heißt es in 3 Jahren kracht es.

Die Welt kann sich nicht mehr leisten Zinsen zu verändern. Siehe Japan.

Ich weiß wie ich 2011 im Zug saß und viele Kollegen gemeint haben: ich kaufen heute nix (Stuttgart für 3000€/qm) ich warte, dass in 10 Jahren pleite gehen. Der Kollege hat noch 2 Jahre um zu hoffen, dass die heute (6000€/qm) in 2 Jahren um 50% einbrechen, damit er den gleichen Stand wie damals hat.

Wenn ihr alle so skeptisch seid, dann verkauft es. Bei Interesse mir schicken. Wir kaufen gerade ein (zum faireren Faktor)

Naja bei der Zunahme von Versteigerungen und Insolvenzen geht es nicht um die Wertentwicklungen sondern um die laufende Liquidität - wenn diese nicht gegeben ist, mag es sein, dass die Werte zugenommen haben, aber das hat ja mit der laufenden Liquidität des einzelnen nichts zu tun.

Von daher glaube ich schon, dass die Leute, die akt. teuer gekauft haben, Probleme bekommen. Kommt es vermehrt zu Notverkäufen, vergessen die meisten, dass Banken sofort die Kreditvergabe runterfahren. Kaufen wenn der Markt kippt, ist in der Therorie leicht gesagt, aber in der Praxis schwer umsetzbar, wenn man auch hier, nicht genug Liquidität vorweisen kann. 

Bedauerlich wird es auch für jene, die Ihren Hauskauf in Kombi mit Bausparverträgen abgeschlossen haben und Minuszinsen das Guthaben belasten. Die Käufer dürften dann alle von der Bank aufgefordert werden, Nach zu schiessen...Gibt ja immer mehr Banken, die ab den 1. EUR nun Strafzinsen weiterleiten... 
 

Edited by Jb007

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1 hour ago, Jb007 said:

Gibt ja immer mehr Banken, die ab den 1. EUR nun Strafzinsen weiterleiten... 
 

Deswegen mag ich ein Depot eher oder ähnliche Anlageformen.
Das kann zwar auch im Wert fallen, langfristig sind Depots aber eher positiv in der Wertentwicklung und somit interessanter als ein Bausparvertrag.

Und bevor ich einen einzigen Cent Strafzinsen zahle, lege ich mein Geld lieber unters Kopfkissen oder stecke es in Sondertilgungen (letztere finde ich persönlich sowieso als wichtig, um der Bank für solche Szenarien ein sicheres Gefühl zu vermitteln).

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Ich habe das Buch auch gelesen und danach kann man schnell in den Krisenmodus kommen.
Ich arbeite im Maschinenbau und auch da sehen viele eine Krise kommen. Wie groß und wie lange auch immer die werden wird.

Im Buch wird gewarnt vor:
-zu viel Cash (Inflation, Hyperinflation, Währungscrash, Negativzinsen)
-zu teuren Immobilien und Aktien
-zu hohem persönlichen Verschuldungsgrad & wenn dann bau eine Gegenposition auf, z. B. noch mehr Gold
-Papierprodukte (Riester, Lebensversicherung,...)
-mangelnder Diversifikation

Auch 2012 gab es schon solche Prognosen. Aber in 2012 war man als Immobilien Investor im vgl. zu heute fast noch antizyklich unterwegs.

Wenn ich damals drauf gehört hätte, hätte ich viel Gutes verpasst.
Mein Bauchgefühl ist nicht gut, bzw. Ich sehe eher dunkle Zeiten als ein immer weiter so.
Eigentlich wollte ich nächstes Jahr nach 2015 noch mal was kaufen, aber jetzt bin ich skeptisch, ob das noch eine gute Idee ist.

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vor 10 Stunden schrieb Frederic:

Und bevor ich einen einzigen Cent Strafzinsen zahle, lege ich mein Geld lieber unters Kopfkissen oder stecke es in Sondertilgungen (letztere finde ich persönlich sowieso als wichtig, um der Bank für solche Szenarien ein sicheres Gefühl zu vermitteln).

Tilgung und noch viel mehr Sondertilgung sind für die ganzen 110%-Finanzierungsfans und Nachbeleihungsjünger ein rotes Tuch. Ich sehe es wie Frederic. Wenn die Ebbe kommt, wird man sehen wer ohne Badehose schwimmen war.

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Naja bei der Zunahme von Versteigerungen und Insolvenzen geht es nicht um die Wertentwicklungen sondern um die laufende Liquidität - wenn diese nicht gegeben ist, mag es sein, dass die Werte zugenommen haben, aber das hat ja mit der laufenden Liquidität des einzelnen nichts zu tun.

Von daher glaube ich schon, dass die Leute, die akt. teuer gekauft haben, Probleme bekommen. Kommt es vermehrt zu Notverkäufen, vergessen die meisten, dass Banken sofort die Kreditvergabe runterfahren. Kaufen wenn der Markt kippt, ist in der Therorie leicht gesagt, aber in der Praxis schwer umsetzbar, wenn man auch hier, nicht genug Liquidität vorweisen kann. 

Bedauerlich wird es auch für jene, die Ihren Hauskauf in Kombi mit Bausparverträgen abgeschlossen haben und Minuszinsen das Guthaben belasten. Die Käufer dürften dann alle von der Bank aufgefordert werden, Nach zu schiessen...Gibt ja immer mehr Banken, die ab den 1. EUR nun Strafzinsen weiterleiten... 
 


Die heutige Situation ist da, weil es viel zu viel zu viel zu viel Geld im System ist. Wir als Investoren denken immer an Finanzierung. Es gibt jedoch Unmengen an Geld die nicht wissen wohin.
Das alles wird nicht passieren, weil the „Show Must Go on“ das Motto ist.
Sobald etwas in Notverkauf geht, werden Leute die dicken Geldbeutel zuschlagen, bevor wir es riechen, sehen oder hören können.

Wie gesagt, macht euch Erinnerung in 3 Jahren und schaut drauf wie die Preise sich entwickelt haben.
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Zerohedge ist kein Crashprophet, sondern eine rechtsradikale, moskaufreundliche (von dort gesponserte?) Newseite mit vielen auch guten Finanzberichten. Diese sind teilweise sehr reißerisch, um die Clickzahlen zu maximieren. Viele Finanzberichte bringen Analystenberichte an die man sonst als Normalsterblicher nicht herankommt. Man sollte bei den übrigen Berichten aber die mutmaßliche Rußlandnähe und rechtsradikale Ausrichtung im Hinterkopf behalten.

Ansonsten gibt es in USA und Deutschland Crash Propheten wie Sand am Meer. Ich persönlich sehe auch ein erhebliches Risiko, dass es zu einem Crash bzw. einer sehr heftigen Wirtschaftskrise kommt. Die Marktwirtschaft ist halt geprägt von Preisschwankungen. Durch die vielen Staatseingriffe (insbesondere via Notenbank) wird das Ganze auch nicht stabiler.

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@AndreasIch sehe nicht so sehr die Eingriffe der Notenbank als das Problem, sondern eher die Notenbank selbst ist das Problem.  Die Notenbank legt den Preis für das Geld fest, indem sie den Zins festlegt. Das Problem dabei ist, dass die Notenbank den Preis des Geldes nicht kennen kann, sie muss ihn erraten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei falsch rät ist, wie wir sehen, sehr hoch. Sie muss dann korrigieren und wir sehen wieder - schon wieder falsch. Dann korrigiert sie erneut und das Spiel geht dann immer so weiter. Es ist schon mal gut, dass sie überhaupt korrigiert. Es könnte ja auch sein, dass die die Zinsen für 5 Jahre festschreibt. Das wäre dann noch schlechter. Aber am besten wäre es - ich weiß dass ich mit der Meinung allein dastehe - wenn sich der Preis durch Angebot und Nachfrage selbst regulieren könnten. Natürlich wären dann die Zinsen viel höher, auch die Produktivität wäre viel höher, die Immobilienpreise wären natürlich niedriger und das Geld wäre auch stabiler. Man könnte diversifizieren, die Altersvorsorge würde funktionieren, Griechenland hätte eine Währung, die passen würde und die Target Salden wäre auch kleiner. Kurz - alles wäre besser. Deswegen wäre ich dafür, mal für eine kurze Zeit die Marktwirtschaft auszuprobieren, nur mal so als Test, und wenn man dann merken würden, dass alles besser wäre, würde man den Zeitrum ein bißchen verlängern. 

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So soll es ja eigentlich auch sein. Die Notenbank gibt in der Theorie ja nur den Leitzins vor. Alle anderen Zinsen bilden sich dann am Markt und der kann auch Zinsen bilden, die vom Leitzins abweichen, wenn er der Meinung ist, die Notenbank macht etwas falsch. So kann ja z. B. die Rendite für langlaufende Anleihen unter den Leitzins fallen. Heute ist das natürlich alles anders, da die Notenbanken mit ihren massiven Offenmarktgeschäften die Zinsen über alle Laufzeiten kontrollieren.

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Am 10.12.2019 um 19:57 schrieb GeorgG:

Eigentlich wollte ich nächstes Jahr nach 2015 noch mal was kaufen, aber jetzt bin ich skeptisch, ob das noch eine gute Idee ist.

Geht mir genauso. Meine letzte Immobilie habe ich im Jahr 2018 gekauft.  Aktuell ist es mir tatsächlich ebenfalls zu heiß. Ebenso muss ich zugeben, dass ich als Hobbyinvestor auch überhaupt keine vernünftigen Angebote mehr finde. Inwiefern die aktuellen Preise zu hoch sind, können wir natürlich erst retrospektiv beurteilen.

Auch ich  hab mein Portfolio stark diversiviziert und knapp 1/3 des vorhandenen Vermögens in Edelmetalle (davon 2/3 Gold, 1/3 Silber) investiert anstatt als Anzahlung für eine neue Immobilie zu nehmen. 

und noch ein Wörtchen zu den Crash-Propheten:

natürlich verdienen die Ihren Vorhersagen ne Menge Geld, dennoch halte ich einen Großteil der Thesen für plausibel und mit meinen eigenen Erfahrungen deckend.

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Im Spiegel war neulich ein Streitgespräch mit dem Crashtypen und dem Bofinger. Kernthese des Crashtypens: Die Verschuldungen sind überall höher als 2009. Antwort von Bofinger: Das stimmt nur absolut, nicht aber im Verhältnis zum BIP.

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Am 30.12.2019 um 11:32 schrieb Furzi:

Im Spiegel war neulich ein Streitgespräch mit dem Crashtypen und dem Bofinger. Kernthese des Crashtypens: Die Verschuldungen sind überall höher als 2009. Antwort von Bofinger: Das stimmt nur absolut, nicht aber im Verhältnis zum BIP.

Habe ich auch gelesen. Meine Quintessenz war, dass der Crash-Prophet keinerlei schlagenden Argumente hatte und auch keine für ihn theoretisch einfachen Fragen („Was löst den Crash aus?“) beantwortet hat. Für mich klare argumentative Überlegenheit von Bofinger..

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