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Draude74

Gewerbliche Infizierung durch separate Vermietung von 10 Garagen vermeiden?

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Hallo zusammen,

ich stehe vor der Entscheidung ein Bundle von 10 Stellplätzen zu kaufen um diese dann weiter zu vermieten. Da Garagen, die nicht zu einer Wohnung gehören automatisch gewerblich sind befürchte ich eine gewerbliche Infizierung meiner Mieteinkünfte aus privater V&V.

Kurz zu meiner Situation:

- Angestellter im Hauptberuf

- Eine vermögensverwaltende Kapitalgesellschaft (für Wertpapiere!) bei der ich geschäftsführender Gesellschafter bin

- Ein nebenberufliches Gewerbe (Kleinunternehmerregelung)

- Zwei vermietete ETW  mit Einkünften aus privater V&V

- Ein Angebot ein Bundle von 10 Stellplätzen zu einem guten Preis zu kaufen

Meine Fragen:

I) Wenn ich die Stellplätze in meinem Privatvermögen kaufe und damit Einkünfte aus Gewerbebetrieb erziele, infiziere ich damit auch die Wohnungen gewerblich? Befürchtung: Ich könnte die Wohnungen nicht mehr nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen

II) Wäre es ausreichend ein separates Gewerbe für die Vermietung der Garagen anzumelden um die gewerbliche Infizierung der privaten V&V zu vermeiden?

III) Ich gehe davon aus, dass ich bei Einnahmen unter 17.500 Euro pro Jahr Umsatzsteuerbefreit bin, wenn ich von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch mache. Ist das richtig?

IV) Hat jemand darüber hinausgehend Erfahrungen in diesem Bereich?

Danke & Grüße

Eduard

 

 

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Du brauchst einen Steuerberater und teilst uns das Ergebnis dann hier mit. Wenn du bereit bist Geld zu investieren, dann stell dir vor der Deal wird 500€ teurer - und du bezahlst von dem Geld der StB. Die 500€ machen das Kraut nicht fett (und vermutlich wirds günstiger)

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Wie kommst Du darauf, dass die Vermietung von Stellplätzen oder Garagen zu einer Gewerbesteuerpflicht führt?

M.E. liegen ganz normale Erträge aus Vermietung und Verpachtung vor, solange Du die Stellplätze längerfristig vermietest. Dabei ist es m.E. egal ob Du diese an deine eigenen Wohnungsmieter vermietest oder an andere Personen. Wichtig ist nur, dass die Mietverhältnisse nicht nur kurze Zeit dauern (z.B. Parkhaus mit stundenweiser Vermietung).

Ich vermietet auch diverse Stellplätze an Fremdmieter und hatte noch nie ein Problem mit dem Finanzamt. Wichtig ist allerdings die Umsatzsteuerpflicht. Aber auch hier solltest Du von der Kleinunternehmerregelung profitieren wie du schreibst.

Allerdings würde ich sicherheitshalber einen Steuerberater konsultieren (sollte aber Erfahrung mit Immobilien haben, nicht wie manche You-Tube Steuerberater ohne jede Ahnung).

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Zum Thema Gewerbe (liegt nicht vor ) und Mehrwertsteuer (Stellplatzvermietung fällt nicht unter das Privileg der Mehrwertsteuerfreiheit , wenn nicht im Zusammenhang mit Wohnung vermietet wird, was aber durch die Kleinunternehmerregelung vermieden werden kann) wurde ja schon alles gesagt.

Wichtig ist aber noch die 3-Objektgrenze. Die Akt. Rechtsprechung Hat die Tendenz, auch Stellplätze, , insofern eigenes Grundbuch vorhanden ist , als Zählobjekt zu werten. Wenn du die also vor Ablauf von 10 Jahren wieder verkaufen willst , besteht das Risiko gewerblicher Infizierung .

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Hallo zusammen,

ich habe mich von einem Steuerberater aufschlauen lassen und fasse es nochmal kompakt zusammen:

I) Wenn ich die Stellplätze in meinem Privatvermögen kaufe und damit Einkünfte aus Gewerbebetrieb erziele, infiziere ich damit auch die Wohnungen gewerblich? Befürchtung: Ich könnte die Wohnungen nicht mehr nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen.

Die Stellplätze erzeugen keine Einnahmen aus Gewerbetrieb sondern aus privater V&V. Also keine Gewerbesteuerpflicht. Solange kein gewerblicher Handel mit den Stellplätzen betrieben oder sonstige Dienstleistungen angeboten werden besteht somit auch keine Gefahr der gewerblichen Infizierung. Die privat gehaltenen Wohnungen sind von den Stellplätzen nicht betroffen.

II) Wäre es ausreichend ein separates Gewerbe für die Vermietung der Garagen anzumelden um die gewerbliche Infizierung der privaten V&V zu vermeiden?

Hinfällig. Siehe Antwort zu I)

III) Ich gehe davon aus, dass ich bei Einnahmen unter 17.500 Euro pro Jahr Umsatzsteuerbefreit bin, wenn ich von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch mache. Ist das richtig?

Ja, es muss keine Umsatzsteuer erhoben / abgeführt werden wenn die Umsätze unterhalb der Freigrenzen bleiben. Falls ein anderes Gewerbe vorhanden ist, dass auch Gebrauch von der Kleinunternehmerregelung macht, dann zählen die Umsätze zusammen.

Ich hoffe das hilft Anderen mit ähnlicher Fragestellung weiter.

Am 28.11.2019 um 14:17 schrieb KFleischer:

Du brauchst einen Steuerberater und teilst uns das Ergebnis dann hier mit.

@KFleischer: Bitteschön ;)

 

Viele Grüße

Edited by Draude74
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@Draude74 Dankeschön! 😉 An der Anzahl der "Reaktions" zu deinem Artikel siehst du, dass du so einen sehr Wertvollen Beitrag geschaffen hast. Danke für deine Mühen.

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