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Michael Al Samman

Muss ich nicht bestellte und verursachte Handwerksleistung bezahlten?

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Hallo zusammen,

in einer meiner Mietwohnungen habe ich folgendes Probleme. Die Anwältin meines Vertrauens (meine Cousine) wurde zwar schon befragt, aber da Sie immer hinter mir steht, hätte ich gerne noch eine 2. neutralere Meinung.

Hausverwaltung schreibt mich an, das es in der Tiefgarage bei der Nachbarin auf das Auto "tropft". Meine Wohnung ist im Erdgeschoss über diesem Parkplatz und darum haben die wahrscheinlich erstmal angenommen, dass es sich um meine Wohnung handelt. Darauf hin hat die Hausverwaltung eine Sanitärfirma beauftragt und unten anderen bei mir in der Wohnung nachgeschaut. In meiner Wohnung wurde dann entdeckt, dass anscheinend die Silikonfuge in der Dusche nicht ganz dicht war. Unter der Dusche konnten Sie nicht schauen, weil keine Revisonsöffnung war. Des Weiteren wurde in den Schacht vom Heizungszähler geschaut und da war wohl der Boden "sehr feucht". 

Daraufhin bat mich die Hausverwaltung auch nochmal nachzuschauen,  und die Ergebnisse der Prüfung ihnen mitzuteilen, damit meine Wohnung als Schadensursache ausgeschlossen werden kann. 

Aus dem Grund bin ich nochmal mit einen Sanitärprofi meines Vertrauens hingefahren und habe mir die Wohnung angeschaut. Als wir in den Schacht reingeschaut haben, konnten wir eine minimale Feuchtigkeit am Boden entdecken (aber relativ wenig). Die undichte Silikonfugge ist uns auch aufgefallen. Da wir Klarheit schaffen wollten, haben wir ein Loch in die Duschwanne gehauen, um darunter zu schauen. Darunter war es eigentlich komplett trocknen. Also konnten wir das auch mehr oder weniger ausschliessen.

Als nächstes sind wir dann in die Tiefgarage gegangen (hätten wir eventuell vorher machen sollen) und dann haben wir quasi einen permanenten Wasserfall gesehen, der auf das Auto tropft. Der Sanitärprofi fängt an zu lachen und denkt sich nur seinen Teil, dass so einen riesige Menge an Wasser niemals von einer undichten Silikonfuge kommen kann und dass das eigentlich jeden sofort klar sein sollte. Dieses haben wir dann auch so der Hausverwaltung mitgeteilt, die dann einen professionelle Firma mit der Leckortung beauftragt hat und dann wurde der Wasserschaden im 2. Stock gefunden. 

 

Jetzt bekomme ich ein Schreiben von der Hausverwaltung und eine Rechnung über 220 Euro (nicht die Welt, aber geht ums Prinzip), dass ich für die beauftragte Firma bezahlen soll, da es sich um meine Sondereigentum handelt. Ich habe ja weder die Firma beauftragt noch habe ich den Wasserschaden verursacht. Ich hatte ja lediglich eine undichte Fuge unter dusche, was aber meiner Meinung nach, nie die Tiefgarage erreicht hätte. Des Weiteren kann der Wasserschaden im 2. Stock auch den feuchten Boden bei mir in der Wohnung verursacht haben und nicht umgekehrt. Auch stehen auf der Rechnung 3 Stunden monteurzeit drauf und der Monteur war eventuell 5-10 Minuten in der Wohnung. 

MIch ärgert diese unverschämte Rechnungsstellung so sehr, dass ich am liebsten der Hausverwaltung die Kosten für die Reparatur der Dusche in Rechnung stellen würde. Wir haben da ja nur ein Loch in die Fliesse gehauen, weil die Hausverwaltung mir bewusst oder unterbewusst geschrieben hat, dass es in dem Schacht "sehr feucht" war (fanden wir bei der Besichtigung absolut nicht) und auf der nachträglichen Rechnungen von den Handwerksbetrieb wurde auch nur das Wort feucht und nicht "sehr feucht" verwendet.

Wie ist Eure Meinung zu dem Vorfall? Ich danke allen für das Lesen und ein kurzes Feedback.

 

gruss

 

Michael

 


 

Edited by Michael Al Samman

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Also, jetzt bin ich kein Jurist, aber für mich stellt es sich so dar, das dies Kosten sind, die entstanden sind um das Leck zu orten. Daher sind diese auch dem jeweiligen Schadensverursacher bzw. der Gebäudeversicherung aufzuerlegen. 

Die Firma mit der Leckortung wird ja auch darüber bezahlt und nicht von jedem Eigentümer bei dem geschaut wurde. 

Einzig, wenn Du sagst: Hätten wir mal zuerst schauen sollen und müsste jedem sofort klar sein, dass das nicht von einer Silikonfuge kommt. Hier denke ich waren die Arbeiten evtl. nicht notwendig/angebracht bzw. unnötig und es wird schwierig. 

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Auftraggeber zahlt, da der Schaden nicht von dem Sondereigentum ausgeht sehe ich auch keinen Grund die Kosten auf dich umlegen zu können.
Im Umkehrschluss wirst du aber auf deinen Kosten für die Reparatur deines Bades wohl auch sitzen bleiben, weil wie der von dir beauftragte Sanitärdienst sagte:  Hätte jedem sofort auffallen müssen.
Da habt ihr am falschen Ort mit der Suche angefangen und das ist eher euer/sein verschulden.
Was die Kosten für die Arbeitszeit angeht, bei dem Sanitärdienst den du beauftragt hast, könnte es sein, dass die HV hier tatsächlich zahlungspflichtig sein könnte, da es ein Art Gegengutachten ist.

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