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FoFo

Mindestmietdauer

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Guten Abend zusammen,

 

ich habe ein möbliertes Apartment mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten vermietet.

Nun ist der Mieter nach 8 Wochen wieder ausgezogen und möchte fristlos kündigen. Zuerst hieß es er müsse umziehen weil er eine neue Arbeitsstelle hat die er mit dem Bus nicht erreichen kann. Kurz darauf hat er nachgeschoben, dass er wegen der nicht funktionierenden Klingel und weil es im Bad nach Abfluss riecht, fristlos kündigt. Alles per WhatsApp.

Mich ärgert es ziemlich weil die Vermietung echt mühsam war (aus diesem Grund hab ich auch die 12 Monate in den Vertrag genommen), auf der anderen Seite bin ich froh das ich die Person los bin.

In der Wohnung hat er Müll und Lebensmittel hinterlassen die ich jetzt auch noch entsorgen kann. 500€ Kaution hab ich. Er hat auch gleich geschrieben, dass ich die behalten kann für die Miete. Wahrscheinlich ist ihm bewusst das es nicht ganz in Ordnung ist.

Wie würdet ihr in dieser Situation weiter vorgehen?

 

VG

Fofo

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Hallo @FoFo

Zurück willst du ihn nicht haben, also bleibt dir doch nichts anderes übrig, als einfach neu zu vermieten. Reisende soll man grundsätzlich nicht aufhalten und besonders nicht nach so kurzer Mietdauer. Wer weiß, wie der sich sonst noch als Mieter entwickelt hätte. Die fristlose Kündigung wegen neuer Arbeitsstelle, wegen der nicht funktionierenden Klingel oder des Abflussproblems, bekommt er natürlich niemals durch. Somit muss er sich an die Mindestmietdauer halten.

Ich würde einfach neu vermieten. Hast du finanzielle Nachteile gegenüber des alten Mietverhältnisses, würde ich das zunächst mit der Kaution verrechnen. Wenn die Kosten höher sind, musst du halt abwegen, ob weitere Schritte (z.B. gerichtliches Mahnverfahren, Einschaltung Anwalt, usw.) aussichtsreich sind. Gibt es bei ihm etwas zu holen oder greift man einem nackten Mann in die Tasche?

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Guten morgen Eduard,
zurück will ich ihn garnicht.
Mir geht es darum ob und wie ihr z.b. die Restlaufzeit des Vertrages durchsetzen würdet?
Ich habe ihm geschrieben, dass ich mit der Situation bzw. mit dem Ablauf nicht einverstanden bin und habe ihn gebeten eine Lösung vorzuschlagen. Keine Rückmeldung mehr.
Ich denke bei ihm direkt wird es schwierig etwas zu holen (es waren zwei ungeöffnete Inkasso Schreiben in der Wohnung). Ich habe jedoch die Partnerin mit unterschreiben lassen. Die hat eine gute Stelle in einem großen Unternehmen.
Wie gehe ich jetzt konkret vor? Eine Rechtswirksame Kündigung habe ich ja nicht? Im Prinzip ist er ausgezogen, hat die Schlüssel in Briefkasten und bezahlt keine Miete mehr?
Oder soll ich es direkt einem Anwalt übergeben?
VG
Fofo

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Ganz ehrlich, ich würde mir weiteren Aufwand gegen den Mieter sparen und dagegen bei der Neuvermietung besser prüfen.
Überlege, dass Zeit und mentaler Ärger auch unbezahlter Aufwand ist.

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Hallo Berri,
Wegen 200-300€ breche ich keinen Streit vom Zaun oder tu mir den Stress an. Aber hier reden wir von ca. 3.000€. Wenn ich dafür nur einen RA beauftragen muss oder 2-3 Briefe schreiben, dann sieht das m.M.n. anders aus.
Dafür kann ich einen schönen Urlaub machen oder sonst etwas.
Warum soll ich mir das gefallen lassen? Vermieterrisiko??
Drei erwachsene, geschäftsfähige Menschen haben einen Vertrag unterschrieben. Zwei halten sich jetzt nicht daran...

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Bei der Zahl sieht's natürlich anders aus.
So was gebe ich in anwaltliche Hände.

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vor 13 Stunden schrieb Eduard H.:

Somit muss er sich an die Mindestmietdauer halten.

Ich würde einfach neu vermieten.

Das geht natürlich nicht beides zusammen. Entweder du pochst darauf, dass er die 12 Monate durchzahlt, dann kannst du in dem Zeitraum aber auch nicht neu vermieten. Oder du entlässt ihn vorzeitig aus dem Mietvertrag, erst dann kannst du neu vermieten.

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vor 8 Stunden schrieb Furzi:

Das geht natürlich nicht beides zusammen. Entweder du pochst darauf, dass er die 12 Monate durchzahlt, dann kannst du in dem Zeitraum aber auch nicht neu vermieten. Oder du entlässt ihn vorzeitig aus dem Mietvertrag, erst dann kannst du neu vermieten.

Du ziehst meine Aussage aus den Kontex heraus. Ich habe im ersten Absatz dargelegt, dass seine fristlose Kündigung offenbar ungültig ist. Ergo hat er sich weiterhin an den Vertrag zu halten. Daraus ergeben sich evtl. Schadenersatzansprüche, welche ich im zweiten Absatz erwähnt hatte.

Im zweiten Absatz habe ich dargelegt, was ich persönlich machen würde, sprich neu vermieten. Und wenn ich entgangene Mieteinnahmen habe, weil der Mieter sich nicht an Vertragsbedingungen gehalten hat, kann ich das sehr wohl versuchen bei dem Mieter einzutreiben, weil der Mieter Vertragsbruch begangen hat und mir dadurch evtl. ein finanzieller Schaden entstanden ist. Ob es Sinn macht, ist eine andere Frage. Dazu kenne ich den Mieter, seine Freundin und deren finaziellen Verhältnisse nicht.

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Du kannst eine Wohnung aber nicht zweimal vermieten. Wenn du darauf pochst, dass der alte Mieter den Vertrag erfüllt, dann musst du ihn auch erfüllen, sprich ihm die Wohnung so lange zur Verfügung stellen. 

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vor 2 Minuten schrieb Furzi:

Du kannst eine Wohnung aber nicht zweimal vermieten. Wenn du darauf pochst, dass der alte Mieter den Vertrag erfüllt, dann musst du ihn auch erfüllen, sprich ihm die Wohnung so lange zur Verfügung stellen. 

Ich erkläre es dir gerne nochmal: Im ersten Absatz habe ich angemerkt, dass seine fristlose Kündigung scheinbar unwirksam ist, somit besteht der Mietvertrag rechtlich gesehen erstmal weiter. Daraus ergibt sich, dass ich finanzielle Nachteile, die mir durch eine Neuvermietung entstehen, von ihm wiederholen kann. Nennt sich Schadenersatzanspruch. Denn wäre die fristlose Kündigung rechtmäßig, hätte ich auch keinen Schadenersatzanspruch, selbst wenn die Wohnung danach 10 Monate leer steht. Das ist der wichtige Unterschied. Und das sollte man zu erst prüfen (lassen).

Ich muss aber auch nicht 12 Monate warten, um neu zu vermieten. Eine Möglichkeit wäre, ich kündige ihm fristlos, sobald zwei Monatsmieten Rückstand bestehen und vermiete neu. Ist unproblematisch, da der Mieter die Wohnung bereits aufgegeben hat. Oder ich mache einen Aufhebungsvertrag mit der Klausel, dass der Altmieter jeden finanziellen Nachteil ausgleichen muss. Der zwischenzeitliche finanzielle Nachteil wird von ihm respektive seiner Freundin eingetrieben werden. Natürlich habe ich dann keinen Anspruch auf die vollen 12 Monate Mietzahlung, aber ich habe den Anspruch auf Schadenersatz! Und wenn dann die Wohnung nachvollziehbar 5 Monate nicht vermietet werden kann (wenn z.B. schwieriger Mietermarkt herrscht) oder die Miete gekürzt werden muss und ich dadurch finanzielle Nachteile erleide, dann kann ich das Geld sehr wohl vom Altmieter eintreiben, selbst wenn das Mietverhältnis nicht mehr besteht.

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