Jump to content
Immopreneur.de | Community für erfolgreiche Immobilieninvestoren
Cyclone

Kauf vs Schenkung

Recommended Posts

Hallo zusammen,

ich erwäge den Kauf eines Hauses von meiner Mutter und überlege welche Faktoren aus steuerlicher und sonstiger Sicht hier der beste Weg ist. Die Alternativen sind meiner Ansicht nach:

1) Kauf durch mich (ich habe auch eine GmbH, aber da ich höchstwahrscheinlich eine Eigenbedarfskündigung ggü. einem Mieter aussprechen möchte, wäre hier ein Privatkauf sinnvoller; zudem ist einiges an dem Objekt zu machen, so dass es kurzfristig nicht der Renditebringer sein wird, ggf. verkaufe ich es später an meine GmbH) oder

2) Schenkung durch sie an mich und ich würde sie wie auch immer dafür kompensieren, so dass es wirtschaftlich mit Variante 1) für sie gleich wäre.

Folgende Faktoren ziehe ich in Betracht, bitte gebt Bescheid, wenn ihr weitere seht:

a) Erhöhung der Afa: hier liegt ganz klar Variante 1) vorn, zumal das Haus seit Fertigstellung in den 1960 im Familienbesitz ist damit ohnehin abgeschrieben ist 

b) steuerfreier Weiterverkauf an meine GmbH: bei Variante 1) erst nach 10 Jahren, bei Variante 2) m.W. sofort, da innerhalb der Familie und gleiche Thematik wie bei der Afa, die dann ebenfalls weiterlaufen würde bzw. auch nicht, wenn die Abschreibedauer vorüber ist

c) Renovierungskosten > 15% sofort abzugsfähig: in Variante 2) ja, bei 1) müßte ich Jahr 3 abwarten

Zusammenfassend komme ich zum Entschluss, dass Variante 2) bis auf die Afa von Vorteil ist, und selbst dieser Punkt könnte durch die sofort abzugsfähigen Renovierungskosten (c) mehr als ausgeglichen werden. Wenn ich keinen Denkfehler mache (werde es auch noch mal mit dem Steuerberater besprechen), wäre damit 2) die eindeutig bessere Variante und ich müßte lediglich noch überlegen, wie das Geld dann bei meiner Mutter ankommt.

Über fachliche Anmerkungen würde ich mich freuen.

Danke

Edited by Cyclone

Share this post


Link to post
Share on other sites

Wenn Du bei Variante 2 das Haus später an Deine GmbH weiterverkaufst, dann müsste ja für Deine GmbH die AfA wieder von vorne beginnen. Ob sich das in Bezug auf die jährlichen Abschreibungsmöglichkeiten lohnt hängt halt davon ab wie hoch der Kaufpreis zwischen Dir und der GmbH ist.

Wenn du also fest planst das Haus an die GmbH zu verkaufen, könnte Variante 2 mehr Sinn machen.

Bei Variante 2 könnte aber je nach Wert des Hauses Schenkungssteuer anfallen. Der Freibetrag von Mutter auf Kind liegt bei 400.000€, wenn das Haus mehr Wert (nach dem Ertragswert) ist waere die Differenz mit 11% bis 19% zu versteuern (je nach Höhe des übersteigenden Betrags).

Um die Schenkungssteuer zu sparen könnte man vielleicht wiederum ein Niessbrauchsrecht zugunsten Deiner Mutter eintragen, was dann Wertmindernd wirkt. Und dieses könntest Du dann wiederum Deiner Mutter später monetär ablösen, sodass sie darauf verzichtet. Hier gibt es aber bestimmt Fristen innerhalb derer der Niessbrauch bei der Mutter bleiben muss, damit der Niessbrauch bei der Schenkungssteuer angerechnet wird. Eventuell könntest du auch das mit Niessbrauch belastete Haus an die GmbH weiterverkaufen, und dadurch die GmbH Grunderwerbsteuer sparen und die GmbH kauft es dann von Deiner Mutter frei...

Alle diese Aussagen aber natürlich unter Vorbehalt, ich bin kein Steuerfachmann. Sowas würde ich auf jeden Fall mit dem Steuerberater abklären.

VG Münchner Kindl

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Meine Situation war etwas anders, aber vielleicht findest du noch den einen oder anderen Aspekt.

Sehe ich es wie Münchner Kindl. Es hängt von den Plänen an die GmbH zu verkaufen ab.

Solltest du mit dem Haus die ersten 3 Jahre ohne große Renovierungen überbrücken können, könnte auch Variante 1 Sinn machen (wenn du es schaffst deine Steuerlast beim Halten im Privatvermögen gegen Null oder sehr niedrig zu gestalten, hat ein halten in der GmbH keinen Vorteil mehr)

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Münchner Kindl, vielen Dank für Deine Einschätzung und ja, guter Punkt bzgl. der Erbschafts/Schenkungssteuer, das hatte ich vergessen zu erwähnen, da der Wert in etwa in der Höhe sein dürfte. An dem Haus ist einiges zu machen, so dass ich es vor dem Verkauf in die GmbH deutlich aufwerten werde und dann mit Hilfe eines Gutachters ans obere Limit gehen möchte beim Verkauf an die GmbH. Klar, höhere Grunderwerbssteuer aber auch höhere Afa. Das mit dem Niessbrauch und dann das Recht später abkaufen ist ein interessanter Gedanke, um im ersten Schritt ggf. unter die 400k zu kommen, soweit hatte ich nicht gedacht. Sollte es ein Thema sein mit dem Preis, werde ich mich mit der Thematik näher befassen, inwieweit es möglich ist, Fristen etc.

@Ennyone, danke auch für Deinen Input. An die GmbH werde ich es relativ sicher verkaufen später, sobald es in Schuss ist und auch ordentlich Cashflow erzielt und der Problemmieter raus ist. Im Moment stehen 2 von 6 Wohnungen leer, da sie komplett gemacht werden müssen (deshalb könnte das ein Risiko werden innerhalb von 3 Jahren nach Kauf und den 15%, sofern noch andere Dinge anfallen und ich es kaufe anstatt überschreiben lasse). Deine Situation war in der Tat etwas anders aber dennoch interessant, wie ist es mit den Darlehenszinsen ausgegangen, mußten Deine Eltern sie letztendlich zu Einkommensteuer versteuern? Ich wußte nur, dass es bei einem selbst so ist, denn ich wollte mal ein Gesellschafterdarlehen an meine GmbH geben und hatte mich dann entschieden es schlussendlich als Kapitalerhöhung reinzugeben, um genau das zu vermeiden. 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

wie es mit den Zinsen ausgeht weiß ich leider noch nicht. Erfahre ich erst mit der Steuererklärung 2019, also in einem knappen Jahr. 
Aussage des Steuerberaters und Recherche ergaben allerdings, dass meine Eltern es als Kapitalertrag versteuern können. Mal schauen.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 6 Stunden schrieb Ennyone:

wie es mit den Zinsen ausgeht weiß ich leider noch nicht. Erfahre ich erst mit der Steuererklärung 2019, also in einem knappen Jahr. 
Aussage des Steuerberaters und Recherche ergaben allerdings, dass meine Eltern es als Kapitalertrag versteuern können. Mal schauen.

Ich hab das so für 2018 gemacht. Hat wunderbar geklappt. 

  • Thanks 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Am 4.9.2019 um 21:19 schrieb Cyclone:

Hallo zusammen,

ich erwäge den Kauf eines Hauses von meiner Mutter und überlege welche Faktoren aus steuerlicher und sonstiger Sicht hier der beste Weg ist. Die Alternativen sind meiner Ansicht nach:

1) Kauf durch mich (ich habe auch eine GmbH, aber da ich höchstwahrscheinlich eine Eigenbedarfskündigung ggü. einem Mieter aussprechen möchte, wäre hier ein Privatkauf sinnvoller; zudem ist einiges an dem Objekt zu machen, so dass es kurzfristig nicht der Renditebringer sein wird, ggf. verkaufe ich es später an meine GmbH) oder

2) Schenkung durch sie an mich und ich würde sie wie auch immer dafür kompensieren, so dass es wirtschaftlich mit Variante 1) für sie gleich wäre.

Folgende Faktoren ziehe ich in Betracht, bitte gebt Bescheid, wenn ihr weitere seht:

a) Erhöhung der Afa: hier liegt ganz klar Variante 1) vorn, zumal das Haus seit Fertigstellung in den 1960 im Familienbesitz ist damit ohnehin abgeschrieben ist 

b) steuerfreier Weiterverkauf an meine GmbH: bei Variante 1) erst nach 10 Jahren, bei Variante 2) m.W. sofort, da innerhalb der Familie und gleiche Thematik wie bei der Afa, die dann ebenfalls weiterlaufen würde bzw. auch nicht, wenn die Abschreibedauer vorüber ist

c) Renovierungskosten > 15% sofort abzugsfähig: in Variante 2) ja, bei 1) müßte ich Jahr 3 abwarten

Zusammenfassend komme ich zum Entschluss, dass Variante 2) bis auf die Afa von Vorteil ist, und selbst dieser Punkt könnte durch die sofort abzugsfähigen Renovierungskosten (c) mehr als ausgeglichen werden. Wenn ich keinen Denkfehler mache (werde es auch noch mal mit dem Steuerberater besprechen), wäre damit 2) die eindeutig bessere Variante und ich müßte lediglich noch überlegen, wie das Geld dann bei meiner Mutter ankommt.

Über fachliche Anmerkungen würde ich mich freuen.

Danke

Das hört sich für mich ziemlich wirr an: Heisst das, du willst das Haus vermieten (nur so macht ja AfA Sinn), andererseits willst du eine Eigenbedarfskündigung aussprechen, obwohl du nicht selber einziehst? Ganz dünnes Eis, ungesetzlich bis kriminell.

  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich habe mich auch mit diesem Gedanken auseinandersetzen müssen und kaufe meiner Mutter das Haus ab, da so wieder Geld frei wird mit dem du weitere und auch größere Projekte starten kannst. Lass dir doch einfach dieses Geld statt des Hauses schenken. So hast du viel mehr Möglichkeiten damit zu arbeiten und deine Eigenkapitalrendite vermehrfacht sich mal eben deutlich. So kannst du natürlich auch deine zusätzlichen Maßnahmen direkt in den Kredit aufnehmen. Ich habe vor kurzem ein MFH mit meiner Cousine und meinem Bruder gekauft, bei dem auch einiges unbedingt gemacht werden muss. Wir haben jetzt die Maßnahmen die sonst zu höheren Kosten führen würden direkt auf den Zettel geschrieben und stellen alle anderen Maßnahmen hintenan um unter den 15% zu bleiben. Da das Haus trotz Bruchbuden komplett vermietet ist, haben wir so erstmal kein Problem.

Wie du das Haus vermieten möchtest aber gleichzeitig Eigenbedarf anmelden möchtest erklärt sich mir auch nicht. Möchtest du das für einen nahen Verwandten tun?

Ansonsten findet man doch eigentlich immer einen Weg jemanden aus einer Wohnung zu bekommen. Ich habe bei einem Objekt jetzt ausgesprochen, dass wir auf Grund der Substanz in den nächsten drei Jahren größere Maßnahmen durchführen müssen die auch auf die Miete umgelegt werden und fairer Weise jetzt schon Bescheid sagen, damit die Mieter ausreichend Zeit haben sich anderweitig umzusehen. Die Härte dieser Maßnahme muss man nur unterschiedlich an die jeweiligen Mieter kommunizieren oder auf ein paar Wohnungen beschränken.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Am 8.9.2019 um 21:33 schrieb Peter Kohl:

Das hört sich für mich ziemlich wirr an: Heisst das, du willst das Haus vermieten (nur so macht ja AfA Sinn), andererseits willst du eine Eigenbedarfskündigung aussprechen, obwohl du nicht selber einziehst? Ganz dünnes Eis, ungesetzlich bis kriminell.

Ja, ich will das Haus vermieten, bzw. es ist z.T. vermietet. Die Afa bekomme ich durch den Kauf von meiner Mutter ohnehin nur begrenzt gehoben, da das Haus nicht im allerbesten Zustand ist und Bodenrichtwert und Grundstücksgröße nicht gerade ideal sind für hohe Afa. Wenn habe ich die Afa Effekte durch die Renovierung und Modernisierung, erst beim Weiterverkauf an meine GmbH in einpaar Jahren habe ich dann, wenn das Haus in Schuss ist, eine ordentliche Afa auf das Haus.

Die eine Wohnung würde ich tatsächlich als Zweitwohnsitz nehmen mittelfristig. Hatte auch extra dazu einen Anwalt gefragt, inwiefern ich mir die Wohnung aussuchen darf.... also alles gut, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 11 Stunden schrieb MvA:

Ich habe mich auch mit diesem Gedanken auseinandersetzen müssen und kaufe meiner Mutter das Haus ab, da so wieder Geld frei wird mit dem du weitere und auch größere Projekte starten kannst. Lass dir doch einfach dieses Geld statt des Hauses schenken. So hast du viel mehr Möglichkeiten damit zu arbeiten und deine Eigenkapitalrendite vermehrfacht sich mal eben deutlich. So kannst du natürlich auch deine zusätzlichen Maßnahmen direkt in den Kredit aufnehmen. Ich habe vor kurzem ein MFH mit meiner Cousine und meinem Bruder gekauft, bei dem auch einiges unbedingt gemacht werden muss. Wir haben jetzt die Maßnahmen die sonst zu höheren Kosten führen würden direkt auf den Zettel geschrieben und stellen alle anderen Maßnahmen hintenan um unter den 15% zu bleiben. Da das Haus trotz Bruchbuden komplett vermietet ist, haben wir so erstmal kein Problem.

Wie du das Haus vermieten möchtest aber gleichzeitig Eigenbedarf anmelden möchtest erklärt sich mir auch nicht. Möchtest du das für einen nahen Verwandten tun?

Ansonsten findet man doch eigentlich immer einen Weg jemanden aus einer Wohnung zu bekommen. Ich habe bei einem Objekt jetzt ausgesprochen, dass wir auf Grund der Substanz in den nächsten drei Jahren größere Maßnahmen durchführen müssen die auch auf die Miete umgelegt werden und fairer Weise jetzt schon Bescheid sagen, damit die Mieter ausreichend Zeit haben sich anderweitig umzusehen. Die Härte dieser Maßnahme muss man nur unterschiedlich an die jeweiligen Mieter kommunizieren oder auf ein paar Wohnungen beschränken.

Danke für deine Nachricht. Vielleicht war es aus meinem Post nicht klar geworden aber ich wollte es auch nicht allzu lang machen. Es geht mir darum, meiner Mutter damit etwas Gutes zu tun. Sie kommt mit dem Haus nicht klar und hat größere Geldsorgen. Daher will ich ihr das Haus abkaufen bzw., sofern es gestalterisch sinnvoll ist, schenkt sie es mir und bekommt im Gegenzug von mir in der einen oder anderen Form das Geld zurück, ggf. zahle ich es ihr als Gehalt aus der GmbH.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Nur mal zur Info (aus eigener Erfahrung): Sofern Deine Mutter Eigentümerin ist und sie pflegebedürftig wird und keine 10 Jahre vergangen sind hast bzw bekommst Du Probleme die Du Dir nicht vorstellen kannst...

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 33 Minuten schrieb Wilhelm63:

Nur mal zur Info (aus eigener Erfahrung): Sofern Deine Mutter Eigentümerin ist und sie pflegebedürftig wird und keine 10 Jahre vergangen sind hast bzw bekommst Du Probleme die Du Dir nicht vorstellen kannst...

Hallo Wilhelm, danke für Deine Nachricht. Die Probleme bekomme ich als Einzelkind sowieso, ich muss also ohnehin damit rechnen, früher oder später für meine Mutter finanziell zu sorgen. Daher möchte ich lieber möglichst früh die Dinge im Sinne meiner Mutter so regeln, damit noch möglichst viel dabei für sie rumkommt, bevor das Haus garnichts mehr wert ist. Ich kann bloß hoffen, dass es noch ein paar Jahre dauert, sie ist noch keine 60.

Um es vereinfacht zu sagen, ich gehe ohnehin davon aus, mal Elternunterhalt zahlen zu müssen. Wenn ich aber jetzt eingreife, bevor ihr Nettovermögen negativ ist (das Haus zerfällt, alle mindern Miete etc.), umso länger kann ich den Elternunterhalt hinauszögern und umso besser ist es für sie und mich.

Edited by Cyclone

Share this post


Link to post
Share on other sites
Am 13.9.2019 um 23:39 schrieb Wilhelm63:

Nur mal zur Info (aus eigener Erfahrung): Sofern Deine Mutter Eigentümerin ist und sie pflegebedürftig wird und keine 10 Jahre vergangen sind hast bzw bekommst Du Probleme die Du Dir nicht vorstellen kannst...

Kannst du das bitte erklären? Wo ist der Zusammenhang?

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 2 Stunden schrieb MvA:

Kannst du das bitte erklären? Wo ist der Zusammenhang?

Ich denke er spielt darauf an, dass eine Schenkung in diesem Fall zurückgefordert werden kann, Stichwort Sozialregress. Gleiches gilt für die Pflichtteilergänzungsansprüche, falls es mehrere Erben gibt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Doch, wenn Du es früh genug Intelligenz regelst. Bekannterweise muss man unter 100.000,--€ Jahreseinkommen keinen Elternunterhalt leisten...

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 1 Stunde schrieb Wilhelm63:

Doch, wenn Du es früh genug Intelligenz regelst. Bekannterweise muss man unter 100.000,--€ Jahreseinkommen keinen Elternunterhalt leisten...

Hallo Wilhelm, das scheint ja noch recht frisch zu sein... interessanter Punkt! Damit erübrigt sich das Thema Elternunterhalt für sehr viele Leute.

Wobei es in meinem konkreten Fall nicht relevant ist. Und auch bei einem Einkommen unter 100.000 schauen sie m.W. auch aufs Vermögen und es wird sich nur schwer argumentieren lassen, dass das unter "Schonvermögen" fällt. Außerdem weiß ich nicht, ob ich noch in den Spiegel schauen könnte, wenn ich versuchen würde, das Thema zu umgehen für den Fall, dass sie bedürftig wird; ich will ihr ja helfen. Noch ist sie keine 60, hoffe mal, dass das Thema noch einige Zeit dauert bis es akut wird.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sie schauen auf das Vermögen des "Bedürftigen" aber nicht auf Deins. Bei meiner Mutter hat das Pflegeheim gerade um monatlich 300,--€ erhöht, ist auch gerechtfertigt da die viel für ihre Bewohner tun und die Pflegekräfte leistungsgerecht bezahlt werden müssen. Aktuell muss durchschnittlich jeder Heimbewohner in Deutschland 1700,--€ aus eigener Tasche bezahlen (ist in den Pflegegraden 2 bis 5 gleich). Taschengeld steht jeder Person von monatlich 110,48€ zu (was für eine Summe, wenn du Raucher bist hast du echt ein Problem). So nun zum Wichtigsten: Du kannst dem Bewohner geben was Du willst in die Hand oder in den Urlaub einladen, oder, oder, oder...
Allerdings wird der Landkreis das vorhandene Vermögen des "Bewohners" bis auf ein Schonvermögen von 5000,--€ und evt einer Sterbegeldvorsorge von auch 5000,--€ (klärt aktuell der "SoVD" über die Gerichte) ohne Diskussion vereinnahmen. Also wo ist da der Sinn das vorhandene Eigentum oder Vermögen auf Kinder & Enkelkinder zu verteilen solange es nicht zurück gefordert werden kann?

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 20 Minuten schrieb Wilhelm63:

Sie schauen auf das Vermögen des "Bedürftigen" aber nicht auf Deins. Bei meiner Mutter hat das Pflegeheim gerade um monatlich 300,--€ erhöht, ist auch gerechtfertigt da die viel für ihre Bewohner tun und die Pflegekräfte leistungsgerecht bezahlt werden müssen. Aktuell muss durchschnittlich jeder Heimbewohner in Deutschland 1700,--€ aus eigener Tasche bezahlen (ist in den Pflegegraden 2 bis 5 gleich). Taschengeld steht jeder Person von monatlich 110,48€ zu (was für eine Summe, wenn du Raucher bist hast du echt ein Problem). So nun zum Wichtigsten: Du kannst dem Bewohner geben was Du willst in die Hand oder in den Urlaub einladen, oder, oder, oder...
Allerdings wird der Landkreis das vorhandene Vermögen des "Bewohners" bis auf ein Schonvermögen von 5000,--€ und evt einer Sterbegeldvorsorge von auch 5000,--€ (klärt aktuell der "SoVD" über die Gerichte) ohne Diskussion vereinnahmen. Also wo ist da der Sinn das vorhandene Eigentum oder Vermögen auf Kinder & Enkelkinder zu verteilen solange es nicht zurück gefordert werden kann?

Hallo Wilhelm, offenbar ist das Vermögen nicht sicher, so wie ich es verstehe (sorry, dass ich hier keine besseren Quellen habe, aber das habe ich schnell in Google dazu gefunden):

"Je mehr Kosten ein Unterhaltspflichtiger für sich selbst und seine Familie hat, desto weniger Elternunterhalt muss er zahlen. Einem 55 Jahre alten Kind mit einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro brutto stünde neben der selbst bewohnten Immobilie ein sogenanntes Schonvermögen von gut 250.000 Euro zusätzlich zu, wie Hauß erklärt." https://www.focus.de/finanzen/recht/experte-prangert-an-wenn-kinder-fuer-ihre-eltern-aufkommen-sollen_id_10377577.html

"Bisher konnte das Sozialamt auch verlangen, dass die Angehörigen ihre finanziellen Rücklagen anzapfen, um die Pflege der Eltern zu bezahlen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn das Einkommen für die Unterhaltszahlungen nicht ausreichend ist. Auch hier gibt es ein Schonvermögen, wofür es aber keine pauschalen Grenzen gibt - der Einzelfall entscheidet. Die selbstbewohnte Immobilie oder Rücklagen für die Altersvorsorge sind in jedem Fall vor einem Zugriff sicher. Genauso wie das eigene Auto oder Geld für den nächsten Urlaub." https://www.n-tv.de/ratgeber/Muss-man-nicht-mehr-fuer-die-Eltern-zahlen-article21206067.html

Wenn das so (noch) stimmt, wird man damit nicht durchkommen zu sagen man zahlt sich aus seiner Immobilien GmbH "nur" €99.999 an Gehalt, hat darin aber mehrere Million an Vermögen und sechsstellige Mieteinnahmen. Also vielleicht klappt es, wenn das Finanzamt nicht gleich darauf stößt, aber zu empfehlen ist es nicht.

Aber wie schon gesagt, Hauptziel hier war bzw. ist es ja nicht einen möglichen Elternunterhalt abzuwenden. Die Frage zielte hauptsächlich darauf ab, was beide Varianten unterscheidet hinsichtlich Dingen wie sofortiger Sanierung und voller steuerlicher Abzugsfähigkeit (Stichwort anschaffungsnahe Herstellungskosten), Weiterverkauf nach Sanierung an meine GmbH (nach bzw schon vor Ablauf der 10 Jahre) und ggf. andere solcher Themen, die ich ggf. nicht auf dem Schirm hatte.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Auch für den zugrundeliegenden Sachverhalt ist aus meiner Sicht die Verlagerung von Vermögen in eine Familienstiftung sinnvoll.
Dort kann nur gepfändet werden was die Stiftung selbst verbockt hat.
Von daher erscheint es doch sinnvoll Familienangehörige, insbesondere der nachfolgenden Generationen, durch solch eine Familienstiftung zu unterstützen, ohne dazu durch den Staat gezwungen werden zu müssen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Berri, ja, das Stiftungsmodell ist sicherlich auch interessant, nun hatte ich mich damals für die VvG entschieden und wollte es dabei belassen aber mal schauen. Der steuerfreie Verkauf spricht auf jeden Fall dafür, wobei man das ja auch über die 6B Rücklage hinbekommt wenn auch zu Lasten der zukünftigen Afa.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Also steuerfrei verkaufen und 6B sind nun wirklich zwei paar Schuhe.

Mir ging es aber um die Trennung von der Person und somit von der Unangreifbarkeit.

Dies ist bei der VVG nie, denn sie hat ja einen Eigentümer.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Naja, aber was ich damit sagen will ist, ich versteuere den Verkauf damit zumindest nicht in dem Jahr voll, sondern indirekt über die nächsten 50 Jahre, was aus NPV Sicht natürlich eine ganz andere Nummer ist.

Und ja, sicherlich hat die Stiftung in gewissen Punkten ihre Vorteile... aber gut, jetzt habe ich erstmal die VvG.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Da spricht ja auch gar nicht gegen.
FS kann man ja auch drüber stülpen als sicheren Hafen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

×
×
  • Create New...