Jump to content
Immopreneur.de | Community für erfolgreiche Immobilieninvestoren

Recommended Posts

Moin Leute,

um so mehr ich mich mit unserem Geld- und Finanzsystem beschäftige, um so anarchistischer werde ich! Dass das alles nicht in den Schulen gelehrt wird, ergibt inzwischen Sinn für mich. Dann lieber Gedichte auf französisch oder ähnlich harmlose Unterrichtsthemen. Anyway, ich bin auf zwei interessante Artikel gestoßen, die ziemlich gut zusammen passen bzw. sich ergänzen.

Zunächst mal Thorsten Polleit: https://www.misesde.org/?p=22064

Und dann Max Reinhardt: https://bit.ly/2YbI90a

Der schreibt in seinem Buch auch:

"Währungen kommen und gehen. Eben weil sie Konstrukte ihrer jeweiligen Zeit sind. Das ist auch kein deutscher Sonderfall. In Willem Middelkoops Buch Der Große Neustart - Kriege um Gold und die Zukunft des globalen Finanzsystems findet man am Ende eine Auflistung von Währungen, die von 1700 bis 2013 demonetisiert, also vernichtet, wurden. Die Liste ist 25 DinA5 Seiten lang."

Die Vorstellung, dass sich der Euro da bald einreiht, verursacht bei mir mittlerweile eindeutig auch positive Gefühle. Wobei es natürlich auch erst noch viel schlimmer werden kann, bevor es besser wird.

Wie seht ihr das?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Du meinst weil wir hier alle gerne mit other people's money arbeiten?

Oder weil hier alle gerne so viele Zwangsabgaben an Staat zahlen?

Da gibt's glaube ich einen deutlichen Unterschied.

Ich glaube, du bist hier im falschen Forum.

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Marcus M.: Die Frage ist hoffentlich nicht ernst gemeint, oder?

Ich unterstelle mal, dass die meisten hier im Forum wissen, dass das Verständnis und die Einstellung zu Geld Grundvoraussetzung ist, um sich von Abhängigkeiten, insbesondere von ungewollten staatlichen, lösen zu können.

Das gilt insbesondere auch dann, wenn bald das Helikoptergeld vom Himmel regnet. 😀

Share this post


Link to post
Share on other sites

Natürlich ist die Frage nicht ernst gemeint, niemand zahlt gerne Zwangsabgaben, und erst recht kein Immopreneur.

Mir geht es darum, dass man auch als Nutznießer des derzeitigen Systems sich klar machen sollte, was die negativen Begleiterscheinungen sind. Ich glaube, dass durchaus ein System möglich ist, in dem man mit Fremdkapital und Immobilien Vermögen aufbauen kann, ohne auf der anderen Seite zuzusehen, wie eine Gesellschaft langsam aber sicher ruiniert wird.

Thorsten Polleit erläutert ja auch in seinem Artikel, wie simpel es wäre. Und dass genau das aufgrund Machtpolitik nicht passieren wird - vorerst.

@Marcus M.: Die Frage ist hoffentlich nicht ernst gemeint, oder?
Ich unterstelle mal, dass die meisten hier im Forum wissen, dass das Verständnis und die Einstellung zu Geld Grundvoraussetzung ist, um sich von Abhängigkeiten, insbesondere von ungewollten staatlichen, lösen zu können.
Das gilt insbesondere auch dann, wenn bald das Helikoptergeld vom Himmel regnet. 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Deswegen ist es aus meiner Sicht umso wichtiger, den Menschen so früh wie möglich zu erklären, wie Geld funktioniert und wie man es auch unter sozialen Gesichtspunkten sinnvoll einsetzen kann.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Deswegen ist es aus meiner Sicht umso wichtiger, den Menschen so früh wie möglich zu erklären, wie Geld funktioniert und wie man es auch unter sozialen Gesichtspunkten sinnvoll einsetzen kann.
Wenn der Staat das wollte, könnte er es in die Lehrpläne der Schulen schreiben.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Wenn der Staat das wollte, könnte er es in die Lehrpläne der Schulen schreiben.
Wichtig ist, dass die Eltern das ihren Kindern beibringen.
Dort liegt die Verantwortung, nicht beim Staat (meine Meinung!).

Share this post


Link to post
Share on other sites
Wichtig ist, dass die Eltern das ihren Kindern beibringen.
Dort liegt die Verantwortung, nicht beim Staat (meine Meinung!).


Da gebe ich dir absolut recht. Ich bin grundsätzlich auch sehr liberal eingestellt und möchte so wenig „Staat“ wie möglich in meinem Alltag der mir Dinge erklärt oder vorschreibt.
Was aber, wenn die es selbst nicht besser wissen? Führt doch in eine Abwärtsspirale.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 17 Minuten schrieb FoFo:

Was aber, wenn die es selbst nicht besser wissen? Führt doch in eine Abwärtsspirale.

Das ist der Grund, warum Menschen wie Robert T. Kiyosaki das so erklären, dass es selbst Kinder verstehen können.
Man kann nur durch Mundpropaganda und Vorleben andere Menschen, die mit Thema Finanzielle Intelligenz noch nichts zu tun gehabt haben, davon überzeugen.

Der Staat versagt hier regelmäßig, da er aus meiner Sicht unterstellt, dass sich Sozialstaat und individuelle Unabhängigkeit vom Staat gegenseitig ausschließen.
Immerhin fördert der Staat (noch) diejenigen, die potentiellen Steuerzahlern Arbeit ermöglichen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Kindern erklären "wie Geld funktioniert" ist doch keine Lösung. Das Problem ist doch nicht, dass die Leute das nicht wissen, sondern dass die Funktionsweise des Geldes und des Kapitalismus nunmal so ist, dass nur wenige dabei gewinnen und viele dabei die Verlierer sind. Ohne Konsum unnützer Dinge, am Besten noch auf Pump, würde die gesamte Wirtschaft kollabieren, dann würden auch eure Immobilien nichts mehr einbringen, weil die Leute keine Arbeit mehr hätten und der Staat kein Geld für Mietübernahme via Hartz 4. Und die Aktienkurse würden dann auch einbrechen und die Firmen keine Dividenden mehr zahlen. Es braucht, so zynisch das klingt, in diesem System die "dummen Lemminge", sprich die Lohnsklaven, deren einziger Lebenssinn es ist, zu konsumieren, was die Werbung ihnen zeigt.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 7 Stunden schrieb Furzi:

Kindern erklären "wie Geld funktioniert" ist doch keine Lösung. Das Problem ist doch nicht, dass die Leute das nicht wissen, sondern dass die Funktionsweise des Geldes und des Kapitalismus nunmal so ist, dass nur wenige dabei gewinnen und viele dabei die Verlierer sind. Ohne Konsum unnützer Dinge, am Besten noch auf Pump, würde die gesamte Wirtschaft kollabieren, dann würden auch eure Immobilien nichts mehr einbringen, weil die Leute keine Arbeit mehr hätten und der Staat kein Geld für Mietübernahme via Hartz 4. Und die Aktienkurse würden dann auch einbrechen und die Firmen keine Dividenden mehr zahlen. Es braucht, so zynisch das klingt, in diesem System die "dummen Lemminge", sprich die Lohnsklaven, deren einziger Lebenssinn es ist, zu konsumieren, was die Werbung ihnen zeigt.

 

"Das System" braucht und will Lohnsklaven, da hast du leider recht.

Der ideale Bürger des Reich des Nichts ist eine fleißige Arbeits- und Konsumdrohne, die ihre fragile Identität primär aus ihren Konsumentscheidungen ableitet, nicht
aus ihren Wurzeln. - Max Reinhardt, Vom Barbar zum Fürst

Ich widerspreche dir aber in dem Punkt, dass das gegenwärtige System Kapitalismus sein soll. Natürlich sind Namen letztlich Schall und Rauch und wir können uns beliebige Begriffe daherdefinieren, und ich weiss auch dass viele Leute das gegenwärtige System Kapitalismus nennen, aber ich halte das für ziemlich irreführend. Der Begriff Kapitalismus impliziert doch die Macht und Herrschaft des Kapitals und der wirtschaftlich erfolgreichsten. "Das Kapital" macht was es will und Staat und Bevölkerung fügen sich. Das ist doch offenkundig nicht der Fall - die Politik greift ja vielfach in das Marktgeschehen ein und beeinflusst das Wirtschaftstreiben, z.B. durch Energiewende oder Dieselverbote etc. Gleichzeitig schaffen Staat und Politik natürlich gerade erst die Gesetze und Regeln, die z.B. Aktiengesellschaften und GmbHs ermöglichen - Kapitalgesellschaften sind ja juristische Konstrukte, und ergeben sich nicht natürlich aus dem menschlichen Handeln bzw. Wirtschaften.

Und insbesondere das derzeitige Finanzsystem muss bei genauem Hinsehen als Klüngel aus Wirtschaft und Staat erkannt werden - allein dass es ein alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel gibt - und eben keinen freien Markt für Geld - zeigt das schon. Ich will jetzt nicht die Inhalte der beiden zu Beginn des Threads verlinkten Artikel widerholen, aber dass unser Geld- und Kreditsystem letztlich auf staatlichem Zwang basiert und eben keine "freie Marktwirtschaft" oder "Kapitalismus" ist - zu dieser Einsicht wird wohl jeder kommen, der sich tiefer mit der Materie beschäftigt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Falls ihr mal euren Horizont in dieser Richtung erweitern wollt empfehle ich das Buch "How Nations Fail".

Aus dem Buch habe ich gelernt, dass wir uns über unser System nicht so beschweren sollten. Es kann ganz schnell auch ganz anders aussehen.

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Meinst du so in Richtung Venezuela oder in welche Richtung geht das Buch?

Falls ihr mal euren Horizont in dieser Richtung erweitern wollt empfehle ich das Buch "How Nations Fail".
Aus dem Buch habe ich gelernt, dass wir uns über unser System nicht so beschweren sollten. Es kann ganz schnell auch ganz anders aussehen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Das Buch beschäftigt sich um Prozesse und Institutionen und was passiert wenn diese ausgehölt / missbracht werden. Die Beispiele stammen aus einem breiten Zeitraum (altes Rom, China, Kollonialzeit, Moderne) und vom gesamten Planeten (Asien, Afrika, Amerika, Europa)

Aus dem Buch habe ich mitgenommen, dass der Schutz des persönlichen Eigentums und Rechtssicherheit an sich, eine fundamentale Errungenschaft sind. Die Leute nehmen das heutzutage als einfach gegeben hin und vergessen, aus welchen schlechten Zeiten wir kamen. Auch das Bild vom "guten König/Kaiser" ändert sich nach der Lektüre nochmal und verliert ihren romantischen Glanz.

  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 14 Stunden schrieb Marcus M.:

Ich widerspreche dir aber in dem Punkt, dass das gegenwärtige System Kapitalismus sein soll. Natürlich sind Namen letztlich Schall und Rauch und wir können uns beliebige Begriffe daherdefinieren, und ich weiss auch dass viele Leute das gegenwärtige System Kapitalismus nennen, aber ich halte das für ziemlich irreführend. Der Begriff Kapitalismus impliziert doch die Macht und Herrschaft des Kapitals und der wirtschaftlich erfolgreichsten. "Das Kapital" macht was es will und Staat und Bevölkerung fügen sich. Das ist doch offenkundig nicht der Fall - die Politik greift ja vielfach in das Marktgeschehen ein und beeinflusst das Wirtschaftstreiben, z.B. durch Energiewende oder Dieselverbote etc.

Dass der Staat plötzlich eingreift, ist doch letztlich nur das Resultat daraus, dass es das Kapital zu doll getrieben und seine Macht zu sehr ausgespielt hat. Und natürlich ist die Macht des Kapitals nicht völlig grenzenlos. Vor allem, wenn es die Zeichen der Zeit nicht erkennt. Alte Firmen und alter Geldadel gehen unter, weil sie den technischen Fortschritt ignorieren, neue Firmen und neuer Geldadel werden wie aus dem Nichts groß - so Leute wie Jeff Bezos oder Elon Musk zum Beispiel. Das waren vor 25 Jahren noch Niemande, während GM, Kodak, Xerox usw. mächtige Großkonzerne waren. "Schöpferische Zerstörung" hat Schumpeter zu sowas ja nicht umsonst gesagt. Soll heißen, das System ist war immer dasselbe, aber die Akteure ändern sich trotzdem. Wer heute reich und mächtig ist, aber die Zeichen der Zeit nicht erkennt und den technischen Fortschritt falsch einschätzt, kann morgen weg vom Fenster sein, weil ein anderer seinen Platz einnimmt.

Edited by Furzi

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

×
×
  • Create New...