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ThomasN.

Eigenbedarfskündigung

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Verehrte Community,

ich habe einer meiner fünf Mietparteien in diesem Monat aufgrund von Eigenbedarf gekündigt. Der Eigenbedarf besteht wirklich, da ich mit meiner Freundin in die erste gemeinsame Wohnung ziehen möchte. Ich erhalte nun ein Schreiben vom Anwalt indem der Kündigung aufgrund von Härtefall und Verdacht das der Eigenbedarf nicht wirklich besteht widersprochen wird.

Wie würdet ihr euch verhalten? Ich habe keine Rechtschutzversicherung und bin noch in keinem Vermieterverein. Soll ich selber auf das Schreiben reagieren, oder mich ggf. beim Vermieterverein anmelden?

Habt ihr Tipps für mich?

Danke

Thomas

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Klarer Fall: Zum Rechtsanwalt gehen. Eigenbedarf muss leider meistens durchgeklagt werden, auch wenn er völlig berechtigt angemeldet wird.

 

Leider ist das deutsche Rechtssystem da sehr vermieterfeindlich. Der Mieter kann erstmal munter irgendwelchen Bullshit behaupten und dich schön kostenpflichtig klagen lassen - vor allem, wenn er nicht pfändbar ist. Das ist der ungünstigste Fall (den ich schon hatte), denn dann bleibst du als Vermieter am Ende sogar auf allen Kosten sitzen, obwohl der Mieter in allen Punkten vor Gericht unterliegt und die Wohnung herausrücken muss. Man ist vom Anfang an völlig im Recht und trotzdem der gelackmeierte Verlierer am Ende - zumindest zeitlich und finanziell.

 

Eigenbedarf ist oft ein nerviger Kampf.

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vor 7 Minuten schrieb Friedrich Hi.:

Welchen Härtefall bringt der Anwalt denn vor ? Ist dieser begründet ?

Weil angemessener Wohnraum nicht unter zumutbaren Bedingungen beschafft werden kann.

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Ich habe das Thema auch gehabt (Wohung für eine nahe Verwandte gebraucht). Die ganze Sache hat fast 1 Jahr gedauert.  Biete den Mietern Geld damit sie ausziehen. Das geht schneller und deine Nerven bleiben entspannt. Der Eigenbedarf ist eigentlich ausgehöhlt und nichts mehr wert.

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vor 2 Minuten schrieb Smart:

Ich habe das Thema auch gehabt (Wohung für eine nahe Verwandte gebraucht). Die ganze Sache hat fast 1 Jahr gedauert.  Biete den Mietern Geld damit sie ausziehen. Das geht schneller und deine Nerven bleiben entspannt. Der Eigenbedarf ist eigentlich ausgehöhlt und nichts mehr wert.

Ich habe bereits Geld angeboten. Daher ist dies keine Option mehr.

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Lass mich raten, geringes Einkommen haben die auch noch?

Schulpflichtige Kinder auch noch dabei?  Wenn es nicht im Sinne der Mieter läuft, kommt noch eine behandlungsbedürftige Depression dazu.... Auszug nicht zumutbar...

 

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Erhöhe die Miete....und warte was passiert. Eins ist aber klar....du brauchst (sehr) wahrscheinlich einen Anwalt.

Edited by Smart
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vor 6 Minuten schrieb Smart:

Lass mich raten, geringes Einkommen haben die auch noch?

Schulpflichtige Kinder auch noch dabei?  Wenn es nicht im Sinne der Mieter läuft, kommt noch eine behandlungsbedürftige Depression dazu.... Auszug nicht zumutbar...

 

Klar, kein Geld und ein paar Kinder!

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Ich hatte eine ähnliche Situation. Kein Geld, 2 Kinder, fehlender Ersatzwohnraum.

Ich bin hartnäckig geblieben, habe Geld geboten (aber trotzdem die Miete erhöht) und selbst die Initiative ergriffen und Ihnen bei der Suche geholfen. Wichtig ist im Gespräch zu bleiben, immer wieder den eigenen Standpunkt darzustellen und verhärtete Fronten zu vermeiden.

Es bringt dich nicht weiter, auch wenn du dir manchmal auf die Zunge beissen musst. Ein Richter wird sich schwer tun eine Familie mit 2 Kindern auf die Strasse zu setzen, sofern sie den Nachweisen erbringen nach einer Wohnung zu suchen und keine bekommen. Mein Anwalt hat damals im Hintergrund immer wieder mit der Gegenseite (Anwalt) verhandelt.

Kannst du nicht einer anderen Partei kündigen, die keine offensichtlichen Härtefälle hat?

 

 

Edited by Smart
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vor einer Stunde schrieb Smart:

Kannst du nicht einer anderen Partei kündigen, die keine offensichtlichen Härtefälle hat?

Das Problem sehe ich auch. Der Richter wird Dich fragen, warum Du ausgerechnet denen kündigen willst (ich ahne warum - der Richter auch) aber die Frage kommt trotzdem. Es gibt ja noch weitere Möglichkeiten. Auf jeden Fall Miete erhöhen. 

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Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich werde mich mal mit einer Anwältin in Verbindung setzen und anfangen, es den Mietern so unbequem wie möglich zu machen.

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Habe das gleiche Szenario jetzt durch. Auch Härtefall vorgeschoben.

Knapp 3 Jahre und dann mit Vergleich hab ich gebraucht um rein zu kommen (ärztliches Gutachten usw).

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