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Real

Mieter will Instandhaltung übernehmen

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Hallo zusammen,

mal unabhängig was ihr grundsätzlich davon haltet, oder ob ihr es selbst machen würdet, interessiert mich ob das grundsätzlich geht:

Mein Mieter hat sich gestern bei mir gemeldet und von sich aus angeboten sämtliche Instandhaltungskosten des Hauses (mit Ausnahme des Daches) für die Dauer des Mietverhältnisses zu übernehmen, wenn ich im Gegenzug dafür auf Mieterhöhungen (Kaltmiete) verzichte. 

Nach meinem Kentnissstand dürfte das aber gar nicht gehen, weil ich die Instandhaltung nicht auf den Mieter übertragen kann. Im schlimmsten Fall fürchte ich ist der Verzicht auf Mieterhöhung dauerhaft gültig, die Übernahme der IH aber nicht......

Gruß

Stephan 

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Fachlich traust du es ihm zu? Ich würde sowas immer schriftlich und konkret lösen. Also mit vorher festgelegten Zeiträumen. Sonst kommt es womöglich später zum Streit. Wenn er zB die Wartung nicht fachgerecht ausführt oder einfach alles verkommen lässt...

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Meine Erfahrungen mit Reparaturen von "Meister Mieter" sind eher negativ.

Da der Mieter nicht der Eigentümer ist, wird er nur das ALLER nötigste machen, und das nur mit dem billigsten Material und geringsten Zeitaufwand... und bis jetzt haben wir noch nicht einmal über die Fachkenntnisse des Mieters gesprochen...

Die meisten Mieter sind unfähig (sorry) einen Heizkörper zu entlüften, ich durfte auch schon mal einem ausgewachsenen Ingenieur zeigen wie man mit Hilfe des Wundermittels WD40 ein klemmendes Heizkörperventil wieder gangbar macht...

Meine Mutter hatte mal einen Maler als Mieter, der hat alles angepinselt, Schalter Steckdosen, die Glasflächen an den Fenstern hat er größtenteils verschont... sein Talent beim Fliesenlegen ist auch noch ausbaubar....

In meinen Wohnungen entscheide ich wer was wie macht, die Miete ist marktüblich, die Kleinreparaturen gesetzlich geregelt, das schafft keinen Unfrieden und ist stressfreier für beide Seiten.

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vor 14 Stunden schrieb Real:

Kann ich das denn schriftlich lösen, oder ist das im Zweifelsfall ungültig?

Ich bin nicht sicher. Ich denke aber, dass solche Vereinbarungen im Mietvertrag grundsätzlich erlaubt sind, wenn die den Mieter nicht benachteiligen. Aber man müsste das eben umständlich aufschlüsseln, was der Mieter genau machen muss und was du im Gegenzug dazu bereit bist ihm an Miete zu erlassen.

Ich habe einen Mieter, er ist selbstständiger Gartenbauer, macht aber seit Jahren auch allerlei Renovierungen und ist ein recht patenter Kerl. Er nimmt mir viel Arbeit ab und ich habe Vertrauen zu ihm. (Ich hatte einiger seiner Projekte gesehen, bevor ich Vertauen gefasst habe.) Entsprechend haben wir ein paar "Vereinbarungen" mündlich getroffen, von denen wir beide profitieren. ZB habe ich ihm eine kleine Einliegerwohnung in dem Haus sehr sehr günstig vermietet und ihm erlaubt, diese unterzuvermieten. Im Gegenzug hat er sie renoviert und betreut den recht großen Garten. Die Sache ist aber rein auf Vertrauensbasis und funktioniert nur so. 

Auf der anderen Seite hatte ich auch schon Mieter, die wollten alles selbst machen, haben aber alles verpfuscht. Natürlich, ohne mir bescheid zu geben. Sehr problematisch, wenn die der Meinung sind, dir einen Gefallen getan zu haben und du aber der Meinung bist, dass es lieber ordentlich hätte gemacht werden sollen... 

Edited by matze sagichnich

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1 hour ago, Matt said:

In meinen Wohnungen entscheide ich wer was wie macht, die Miete ist marktüblich, die Kleinreparaturen gesetzlich geregelt, das schafft keinen Unfrieden und ist stressfreier für beide Seiten.

Ich stand vor einer ähnlichen Thematik; Mieter sollte Hausmeister-Tätigkeiten, Treppenhausreinigung, Mülltonnen- und Winterdienst übernehmen. Statt einer Miet-Reduzierung habe ich den Mieter als Hausmeister angestellt. Das ist unterm Strich teurer als die Miete zu reduzieren (weil ich die Mieteinnahmen ja voll versteuere und Sozialabgaben für den Angestellten zahlen muss) - andererseits hat es m.E. überwiegende Vorteile:

  • Mieter (Angestellter) ist versichert und steuerlich ist es sauberer
  • Miete und damit Wert der Immobilie ist höher (bei Faktor-Betrachtung nach außen hin)
  • Die Themen sind von einander getrennt (beide Verhältnisse könnnen separat von einander gekündigt oder erhöht werden, ohne dass es das andere Verhältnis beeinflusst)
  • Mieter fühlt sich eventuell stärker verpflichtet, seiner Arbeit als Angestellter gewissenhaft nachzukommen

Funktioniert gut; ich würde es wieder so machen.

Umfangreichere Reparaturen (also nicht "Glühbirne im Keller wechseln" oder "Heizung entlüften" sondern größere Dinge) lasse ich von Firmen bzw. Fachfirmen machen - wie erwähnt aus Haftungs- bzw. Regress-Gründen.

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vor 16 Minuten schrieb Kalle:

Ich stand vor einer ähnlichen Thematik; Mieter sollte Hausmeister-Tätigkeiten, Treppenhausreinigung, Mülltonnen- und Winterdienst übernehmen. Statt einer Miet-Reduzierung habe ich den Mieter als Hausmeister angestellt. Das ist unterm Strich teurer als die Miete zu reduzieren (weil ich die Mieteinnahmen ja voll versteuere und Sozialabgaben für den Angestellten zahlen muss) - andererseits hat es m.E. überwiegende Vorteile:

  • Mieter (Angestellter) ist versichert und steuerlich ist es sauberer
  • Miete und damit Wert der Immobilie ist höher (bei Faktor-Betrachtung nach außen hin)
  • Die Themen sind von einander getrennt (beide Verhältnisse könnnen separat von einander gekündigt oder erhöht werden, ohne dass es das andere Verhältnis beeinflusst)
  • Mieter fühlt sich eventuell stärker verpflichtet, seiner Arbeit als Angestellter gewissenhaft nachzukommen

Funktioniert gut; ich würde es wieder so machen.

Umfangreichere Reparaturen (also nicht "Glühbirne im Keller wechseln" oder "Heizung entlüften" sondern größere Dinge) lasse ich von Firmen bzw. Fachfirmen machen - wie erwähnt aus Haftungs- bzw. Regress-Gründen.

Als Minijobber halten sich die Kosten und der bürokratische Aufwand im Rahmen... und der Arbeitnehmer hat eine Unfallversicherung.

Der einzige Vorteil einer Dienstwohnung ist, das bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Wohnung gekündigt werden kann..

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