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enterpreneur

Eure Erfahrungen mit Gegenangeboten

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@enterpreneur meine Angebote versehe ich generell mit einer "realistischen" Frist. I.d.R. 1-2 Wochen.

Wenn keine Rückmeldung erfolgt ist das Angebot gegenstandslos.

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Ich melde mich immer nach einer Frist, egal ob meinerseits oder seitens der anderen Partei. Gebietet aus meiner Sicht alleine die Höflichkeit.

Bei mir was es in der Vergangenheit so dass die vom VK mit einer Frist versehenen Objekte danach auch immer recht zeitnah verkauft waren.

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vor 22 Stunden schrieb enterpreneur:

@FlorianIAlso nach Verstreichen der Frist, meldest Du Dich dann auch nicht mehr?

Wenn die Gegenseite die Frist setzt, sage ich zum Ablauf zu bzw. ab.

Falls ich ein Frist setze ist es an der Gegenpartei sich zu melden.

Edited by FlorianI
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Wozu soll eine Frist gut sein? Willst du Druck erzeugen? Wenn es keinen wirklichen Grund für eine Frist gibt, dann würde ich auch keine setzen. Das ist dann imho irgendwie kindisch und funktioniert dann auch nicht, würde ich meinen.

Ich habe im Moment das "Problem", dass ich ein Haus gern hätte, es hängt nur am Preis und ich habe einen gewissen zeitlichen "Druck", weil ich mehrere Objekte im Packet finanzieren will. Es werden zwei Objekte sein, eines ist bereits reserviert, ein zweites können wir bekommen, wenn wir zustimmen, es ist aber zum dritten Objekt sozusagen "zweite Wahl". Das dritte Objekt hätte ich gern, aber wir sind uns beim Preis noch nicht einig geworden. Da habe ich eben eine Frist gesetzt, weil die Verkäufer leider nicht sehr entschlussfreudig sind, wir aber das Packet in den nächsten zwei Wochen fest machen wollen. Genau so habe ich das dann also kommuniziert. Eine Woche Zeit zum Überlegen, sonst bin ich raus und nehme das andere Haus. Fertig.

Wenn man aber keine Alternativen hat und selbst keinen Zeitdruck, wozu soll die Frist gut sein?

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@matze sagichnich Du bringst ja selbst gerade die beste Begründung für eine Befristung. Genua diese Themen hatte ich auch, Paketfinanzierung, alternaive Objekte bzw. Möglichkeiten sein EK einzusetzen. Außerdem möchte ich zu einem gewissen Zeitpunkt Klarheit haben, ob mein Angebot angenommen wir oder nicht. Ein Hintertürchen offen lassen kann ich mir ja immer noch, wie folgendes Beispiel zeigt.

Ich hatte vor etwa 8 Wochen auf eine Wohnung ein befristetes Angebot abgegeben, bei dem der Verkäufer die Frist hat verstreichen lassen. Zum Ende der Frist hat er sich bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass er mein Angebot nicht annehmen wird. Ich habe ihm darauf hin entgegnet, dass damit mein Angebot damit Gegenstandslos ist, er sich aber, falls er an einer schnellen und zuverlässigen Abwicklung interessiert ist, sich gerne bei mir melden kann. zwischenzeitlich habe ich drei kleinere Wohnungen zugesagt und dort mein geplantes EK eingesetzt. Dann kam die E-Mail, dass der Verkäufer nun tatsächlich an einer zügigen Abwicklung interessiert sei, wie wir uns einigen können.

Ich habe ihn daraufhin informiert, dass ich mein EK nun für andere Objekte verplant habe, ich die Wohnung aber kaufen würde, wenn er sämtliche Kaufnebenkosten trägt. Zu meiner Freude hat er eingewilligt. 

Das geht sicher nicht in jedem Markt. Das Geschäft fand in einem tendenziellen Käufermarkt statt.

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Ich denke, in einem Markt, wo nicht etliche Käufer Schlange stehen, kann eine Frist und ein gewisser Druck den Verkäufer zum Verkauf bewegen. Man signalisiert ja damit auch, dass man der Immobilie nicht nachlaufen wird und dass der Verkäufer eben jetzt seine Chance hat.
Kommt wohl auch sehr auf den Typ und die Geduld des Verkäufers an.

Edited by enterpreneur

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Also ich setze meistens Fristen, allerdings erst nachdem mein Angebot bereits eine Weile im Markt ist. Ich suche mir meistens die hässlichen Töchter aus, die halt auch länger am Markt stehen und viel (bisher nicht erkanntes) Potential haben. Dafür gehe ich bei den Kaufpreisen immer in den Keller. Diese Preise wirken zunächst teilweise wie ein Affront für den Verkäufer. Wenn sie jedoch nach einigen Wochen oder Monaten merken, dass sie ihren Wunschpreis nicht durchbekommen, frage ich erneut höflich an (oder werde teilweise auch von den Verkäufern/Maklern nochmal angeschrieben), ob eine Annäherung an meinen Preis möglich wäre. Wenn dann eine gewisse Bereitschaft zu spüren ist, dann setze ich auch eine Frist für mein erneutes Kaufangebot, um dem Verkäufer ein bisschen Druck zu verschaffen. Natürlich setze ich nicht einfach eine Frist, sondern erkläre diese schlüssig. Bei meiner letzten Immobilie habe ich z.B. der Verkäuferseite eine Frist gesetzt und diese damit begründet, dass ich entweder das Haus kaufen möchte oder das EK für umfangreiche Sanierungen meiner Bestandsobjekte verwenden will. Und da sich das ganze bereits über Monate hinzog und einige Sanierungsarbeiten gutes Wetter benötigten (es war Frühjahr), brauchte ich eben eine schnelle Entscheidung. Das schien der Verkäuferseite einleuchtend gewesen zu sein und sie ging auf meinen Preis ein. Übrigens hätte ich diese "Sanierungen" auch bei einem nicht zustande gekommen Geschäft nicht durchgeführt. Ist vielleicht moralisch nicht ganz einwandtfrei, aber ich habe auch keinen Bock mich zum Sanktnimmerleinstag hinhalten zu lassen. Und eine Frist ohne triftige Begründung ist meiner Ansicht nach komplett sinnlos!

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Ich befriste Angebote immer. Ich kalkuliere ja mit den derzeitigen Parametern und kann nunmal nur ein (Kauf-)Versprechen für einen bestimmten Zeitraum abgeben, da ich meine Glaskugel verbummelt habe. Insbesondere kann das verfügbare EK zwischenzeitlich anderweitig investiert worden sein, und 100% oder gar 110% Finanzierungen mache ich nicht.

Wenn mein Angebot längst verstrichen ist, dann rufe ich den Makler nach ein paar Monaten trotzdem nochmal an und erkundige mich nach dem Objekt - manchmal ist es noch auf dem Markt, manchmal hat sich zwar ein Käufer gefunden, aber der bastelt schon ewig an der Finanzierung und es ist absehbar das dass nix wird, der Verkäufer ist schon genervt etc. - im nachfassen kann man auch Objekte schießen !

Edited by Friedrich Hi.

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@Eduard H.Sehr schlüssiges und überzeugendes Vorgehen. Danke für Deine Erläuterungen.

vor 11 Stunden schrieb Eduard H.:

Also ich setze meistens Fristen, allerdings erst nachdem mein Angebot bereits eine Weile im Markt ist.

Nur zum Verständnis: Mit "mein Angebot" meinst Du das von Dir abgegebene Kaufangebot? Oder meinst Du damit das Objekt Deiner Begierde? -Kann man so oder so verstehen.
Wann teils Du dem Verläufer/Makler erstmalig Deinen Kaufpreis mit? Bereits vorab telefonisch, auf der Besichtigung, nach der Besichtigung?

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Ich habe immer innerhalb von 1-2 Tagen nach Kenntnis der Verkaufsabsicht ein Angebot gemacht, dies allerdings unter Vorbehalt der Detailprüfung und Finanzierungsvorbehalt. Eine Frist habe ich nie gesetzt. Oft habe ich die Angebote auch ohne Besichtigung gemacht. Begründet habe ich mit dem baulichen Zustand und Vergleichspreisen ähnlicher Objekte, die ich früher gekauft hatte. Das hat bis vor 2 Jahren trotz meiner sehr niedriger Angebote meistens funktioniert. 

 

 

 

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vor 8 Stunden schrieb enterpreneur:

@Eduard H.Sehr schlüssiges und überzeugendes Vorgehen. Danke für Deine Erläuterungen.

Nur zum Verständnis: Mit "mein Angebot" meinst Du das von Dir abgegebene Kaufangebot? Oder meinst Du damit das Objekt Deiner Begierde? -Kann man so oder so verstehen.
Wann teils Du dem Verläufer/Makler erstmalig Deinen Kaufpreis mit? Bereits vorab telefonisch, auf der Besichtigung, nach der Besichtigung?

Ich meine damit mein Kaufpreisangebot. Ich besichtige das Objekt und lasse dem Verkäufer/Makler dann innerhalb von 48 Stunden ein schriftliches (per eMail) Angebot zukommen.

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Am 24.7.2019 um 00:13 schrieb FlorianI:

Habe diesen Monat eine 4 Raum Wohnung (von privat) ... bei der schlussendlich auch noch der Verkäufer alle Nebenkosten übernommen hat.

Wie kann denn vertraglich gestaltet werden, dass der Verkäufer die Kaufnebenkosten übernimmt?

Sämtliche Kosten sind doch im Vorfeld noch nicht genau bekannt. Und am Kaufpreis bemessen sich die einzelnen Kosten ...

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Naja, so dramatisch ist das ja nicht.
Makler ist bekannt, Notar kann man gut schätzen.
Und dann rückwärts rechnen..

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@manni1 das habe ich im Notarvertrag mit aufnehmen lassen. Somit wurden die Rechnungen für die Grunderwerbssteuer, der Notar und das Grundbuch gleich direkt an der Verkäufer gesendet.

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[mention=14027]manni1[/mention] das habe ich im Notarvertrag mit aufnehmen lassen. Somit wurden die Rechnungen für die Grunderwerbssteuer, der Notar und das Grundbuch gleich direkt an der Verkäufer gesendet.
@Florianl
Was hat denn die finanzierende Bank dazu gesagt?

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