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Guest Peter

Steuern doppelt zahlen?

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Guest Peter

Guten Tag,

 

Ich habe von meiner 2017 verstorbenen Mutter (polnische Staatsangehörige!) eine kleine Eigentumswohnung in  Polen geerbt. Im Rahmen der Erbschaftprozedur, die in Polen stattfinden musste, habe ich nach polnischer Rechtslage anfallende Gebühren (notarielle sowie steuerliche) bezahlt (Anm.: ich habe doppelte Staatsangehörigkeit).

Die Wohnung möchte ich gerne lokal verkaufen. Eine Verkaufstransaktion würde auf jeden Fall wieder in Polen erfolgen müssen und dies würde wiederum entsprechende (lokale) notarielle/steuerliche Gebühren/Abgaben implizieren ( 19% ans polnische Finazamt). So weit so gut.

Meine Frage in diesem Kontext: Wäre eine solche Verkaufstransaktion nach dem deutschen Recht steuerlich relevant; und muss ich auch in D nochmals Steuern zahlen?

Vielen Dank in voraus für Ihre Bemühungen und Feedback!

 

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Ich nehme an es gibt auch zweichen PL und DE ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.

m.E.n. ein Fall für einen StB.

 

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Hallo Peter,

da ich mich mit einem ähnlich gelagerten Fall mal auseinandergesetzt habe schreibe ich hier mal über allgemeine Erkenntnisse, die ich in dem Zusammenhang gewonnen habe.

Mit Wohnsitz in Deutschland ist man grundsätzlich mit seinem Welteinkommen in Deutschland steuerpflichtig. Dies gilt grundsätzlich auch für Erbschaftsfälle aus dem Ausland; Doppelbesteueurngsabkommen beinhalten häufig keine Regelungen zu Erbschaften, was im schlimsten Fall bei grenzüberschreitenden Erbschaften zu einer Steuerlast von mehr als 100% führen kann.

Einkünfte aus Immobilien im Ausland sind nach den mir bekannten Doppelbesteuerngsabkommen in Deutschland in der Regel von der Steuerpflicht ausgenommen. Allerdings können Einkünfte (das schließt Vermietung und Verkauf ein) einer Immobilie im Ausland in Deutschland im Rahmen des Progressionsvorbehaltes trotzdem zu einer erhöhten Steuerlast führen. Wenn eine Immobilie (auch im Ausland) allerdings länger als zehn Jahre (wenn sie vermietet war) gehalten worden ist, dann wird ein Verkauf in den meisten Fällen steuerfrei sein. Bei Erbschaftsfällen/Schenkungen gilt hier wie in Deutschland der ursprüngliche Kaufzeitpunkt des Erblassers/Schenkers als relevant. Man sollte prüfen, ob ein Objekt, welches weniger als zehn Jahre (wenn es vermietet war) auch als Zählobjekt im Sinne der drei-Objekte-Regel in Deutschland herangezogen werden kann.

Keine Steuerberatung, bitte im Zweifel einen Steuerberater heranziehen.

 

Edit: Tippfehler beseitigt

 

Edited by freeone
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