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Caro6689

Fragen einer absoluten Anfängerin

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oder 0,5 oder 0,8, oder 1,x etc.. Lexa hat Recht, die kann man verhandeln. Genauso wie die RSV. 

Das Angebot ist sicherlich nicht gut, aber auch nicht zum davon laufen. Hauptproblem seh ich aber auch darin, dass ich das Angebot nicht verstehe. Und ich hab schon ein paar Angebote gesehen....

Ansonsten wie gesagt Faktor 8 kommt nicht von ungefähr.. du musst ein bißchen was aufräumen und das Nießbrauchthema muss zuerst weg.

Substanziell ist bei der Hütte aber alles ok, oder ist das ehr was für JB007 also Kernschrott zum sanieren? 

 

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Zum Objekt fehlen hier noch viele Infos um eine Einschätzung abzugeben. Aber da es Faktor 8 ist, ist es ja sehr warscheinlich, dass ein hoher Sanierungsstau besteht. Auch wenn die Brüder Geld brauchen, werden Sie es nicht unter Wert verkaufen. Elementares zum Nießbrauch (Unterschrift der Dame) wurde bereits erwähnt.

Ich bin 25 und habe bisher 2 Objekte. Ein solches Objekt mit mehreren Undurchsichtigkeiten wäre mit zu komplex; gerade wo du dich im Thread selbst als "absolute Anfängerin" bezeichnest. Falls ein hoher Sanierungsstau besteht würde ich als Anfängerin die Finger davon lassen, dazu noch in Verbindung mit dem bisher nicht schriftlich geklärten Nießbrauch. Die verschiedenen Gewerke zu koordinieren, bzw. überhaupt in der momentanen Phase relativ schnell Handwerker zu finden ist schwierig. Bei uns im Münsterland haben die soliden Firmen die Bücher komplett voll.

Dennoch: Um eine richtige Einschätzung zu geben fehlen hier natürlich viele Angaben. Ich persönlich würde auf Grund der Schilderungen jedoch wie im Buch von Thomas beschrieben erstmal klein Anfangenn (kein Sanierungsstau, überschaubare Beträge, ein paar Schönheitsrenovierungen durchführen und Miete anpassen). So lernst du den ganzen Prozess gut kennen.

Nachtrag: Ich sehe gerade BJ 54 und Kleinstadt NRW. Kannst Du die Region näher eingrenzen? Viele raten von 50er Immos für Anfänger grds. ab. Ohne Bausachverständigen und juristische Beratung bzgl. Nießbrauch würde ich hier gar nichts unterschreiben. Bei einer 50er Sanierung erlebt man trotz Bausachverständigen mit Sicherheit die ein oder andere Überraschung...

Zum Thema Kleinstadt NRW. Hier kann es sowohl positiv als auch negativ sein.

Edited by mosithefirst
Nachtrag

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Weshalb wählst du eine so extrem lange Zinsbindung? Wie ist deine Planung mit dem Objekt? Gehst du von Wert Zuwachs oder Verfall aus?

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vor 22 Stunden schrieb Caro6689:
  • Der aktuelle Eigentümer verkauft das Objekt unter Voraussetzung einer Mieterhöhung (heißt im Notarvertrag steht, dass ich das Haus mit o.g. Nettojahreskaltmiete übernehme). Zwischen Verkünden der Mieterhöhung und der tatsächlichen Umsetzung liegen da min. 3 Monate. Was passiert, wenn die Mieter dem widersprechen und ich als dann neuer Eigentümer doch eine niedrigere Miete bekomme (auch die aktuelle Miete rechnet sich :-))? Kann ich diese Differenz dem Verkäufer über irgendwie geltend machen?
  • Aktuell ist noch ein Nießbrauchrecht der Mutter des Verkäufers im Grundbuch eingetragen. Dieses soll beim Verkauf gelöscht werden. Geht das so einfach oder muss man hier noch etwas beachten?

Die Frage ist, ob die so erzielte "neue" Miete nachhaltig durchsetzbar und rechtlich haltbar ist oder ob es sich nur um eine Fingerübung zur Optimierung des Kaufpreises handelt.

Zum Nießbrauch habe ich weiter oben schon geäußert. Ein eingetragener Nießbrauch löst sich nicht in Luft auf, er löscht sich nicht von alleine, auch nicht durch den Verkauf. Sollte die Nießbrauchsberechtigte noch am Leben sein braucht es eine notarielle Verzichtserklärung der Dame oder eine Person mit entsprechender notarieller Vollmacht.

Diese Unterlagen solltest Du frühzeitig einsehen und prüfen lassen, nicht das am Ende der ganze Aufwand für die Katz` war (Du möchtest ja ohne Nießbrauch kaufen).

Edited by Arnd Uftring

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@Caro6689 ich würde mal hinterfragen, warum dir dein bekannter nur solche Objekte "empfiehlt"....durch diese Art von Nießbrauch ist im Grunde die ganze Sache hinfällig. Es ist ja nicht eine solche Konstellation wie die von @Ray s Kumpel. Und wie @Arnd Uftring schon gesagt hat (und ich auch): der Nießbrauch endet nur mit dem Tod des Berechtigten oder mit notarieller Verzichtserklärung. Allerdings sind das Dinge die man vorher schon regeln muss. Ob "Mama" auf diese Einkünfte verzichten möchte....keine Ahnung aber schwer vorstellbar.

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@Caro6689  Nachtrag: falls ein Verzicht im Rahmen eines Eigentumsüberganges tatsächlich vorliegen sollte, dann muss es dafür eine notarielle Verzichtserklärung von Seiten des Nutznießers geben. Wenn ja, dann sich das zeigen lassen bzw. eine gerichtlich beglaubigte Kopie des entsprechenden Aktes anfordern. Der jetzige Eigentümer kann vieles sagen bzw. sogar im KV reinschreiben - aber er kann das bestehende Nießrecht NICHT aufheben.

 

 

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@Caro6689

Zum Thema geplante Finanzierung durch BSPvertrag und Vorausdarlehen mag ich noch meine Erfahrungen beisteuern. Durch Verwandte habe ich in Verhandlungen eingehende Bekanntschaft mit diesem Konstrukt Bauvorausdarlehen + Bausparverträgen zum Ansparen gemacht. Ich bin von diesen Dingern nicht sonderlich überzeugt. Gründe:

1. Das Bauvorausdarlehen klebt dir mindestens 10 Jahre (außer Du gibst gigantisch Gas beim parallelen Ansparvertrag, da müssen mind. 1/3 der Kreditsumme angespart sein) mit der vollen Zinssumme an den Hacken. Das ist psyhologisch nicht toll aber es nimmt auch Flexilibilität, weil du nichts nachbeleihen kannst. (So wie es @79115Freiburg bei seinen Annuitätenkrediten beschreibt)

2. Du hast ein Junktim von zwei Verträgen. Willst du zb. nach 10 Jahren umschulden, dann hängt dir der Ansparvertrag an den Hacken. Soweit ich weiß musst du da dann weiter ansparen bis 1/3 Summe. Das zieht dir die nötige Liquidität.

3. Auf die Guthabenzinsen im Ansparvertrag kannst du pfeifen, die werden eh durch die Kontoführungsgebühren gefressen.

3a. Diese Konstukte sind extrem mühsam nachzurechnen. Stichwort Gebühren, die sich wie ein Zinsezinseffekt kaugummiartig durch die Jahre ziehen. weiteres Stichwort Wechsel von Vorfinanzierung zu Kreditphase des Bsp- Vertrags, siehe 4. Planbarkeit.

4. Planbarkeit: Zuteilungsreife beim Konstrukt ist nicht genau planbar. Das kann von erheblichem Nachteil sein, wenn man das vor X Jahren eingegangene Konstrukt so nicht weiterführen will.

5.  Zwei Vorauskredite + Bausparverträge geschachtelt, die üblicherweise zu unterschiedlichen Zeiten von der Vorfinanzierung in die Bsp-Kreditphase rutschen. Das ist meines Erachtens der Hauotgrund, warum ich jedem, der aktiv investieren will, davon sehr abrate. Es macht dich komplett abhängig von der Bspkasse. (Eigene Erfahrung, jeweils das Eine blockiert das Andere, schnell ist mit einer Teilung von einem Bsp-Vertrag mit neuem Vorauskredit eine neue 10 Jahreslaufzeit eingefangen) Da die Vorauskredite immer tilgungsfrei sind, ist eine Vorfälligkeitsentschädigung immer auch noch viel teurer als beim Annuitätendarlehen.

Ich sehe für diese Konstruktionen eigentlich nur beim Eigenheimerwerb mit Planung auf 25 Jahre bei fester beruflicher Stellung (Beamter.... oder so) einen Sinn. Ein Mal im Leben - das Eigenheim.

Vielleicht habe ich beim Vorausdarlehen / BSP Konstrukt noch nicht alles verstanden, vielleicht kann jemand meine Argumente entkräften, eine Lanze dafür brechen. Bin auf anregenden Austausch gespannt.

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vor 6 Stunden schrieb TeeBee:

1. Das Bauvorausdarlehen klebt dir mindestens 10 Jahre (außer Du gibst gigantisch Gas beim parallelen Ansparvertrag, da müssen mind. 1/3 der Kreditsumme angespart sein) mit der vollen Zinssumme an den Hacken. Das ist psyhologisch nicht toll aber es nimmt auch Flexilibilität, weil du nichts nachbeleihen kannst. (So wie es @79115Freiburg bei seinen Annuitätenkrediten beschreibt)

Das tut i.d.R. jedes Darlehen.. Da man als Investor normal nicht vor 10 Jahren verkaufen möchte (bzgl. steuerfreier Verkauf) ist das irrelvant.. Fleixibilität ist nett, aber man weiß als Investor bereits vorab, was man mit seiner Immobilie vor hat..

 

vor 6 Stunden schrieb TeeBee:

Das ist psyhologisch nicht toll aber es nimmt auch Flexilibilität, weil du nichts nachbeleihen kannst. (So wie es @79115Freiburg bei seinen Annuitätenkrediten beschreibt)

Das stimmt so aber nicht.. Wenn du einen BSV machst sagen wir über 100.000€.. Dann kannst du diesen Wert nicht nachbeleihen.. Das stimmt.. Aber auch hier.. Ein Investor der so arbeiten will, der hebt den Wert der Immobilie.. Damit kannst du wirklich Grundschulden nachbeleihen.. Rechne dir mal aus, wie viel Grundschuld frei wird nach einem Jahr bei 2 oder gar 1% Tilgung.. Da ist nicht viel mit nachbeleihen.. Wenn du den Wert der Immobilie durch einen Balkon, Terasse, Sanierung von innen inkl. neuer EBK etc. oder z.B. den Ertragswert durch Mietanpassungen erhöhst, dann kannst du erst richtig was damit anfangen.. Teilweise hast du recht.. Ab riesen Summen vielleicht.. Aber da würde ich mir keine so großen Gedanken bei machen.. In Den Fall hier von Caro sowieso nicht.

 

vor 6 Stunden schrieb TeeBee:

Ich sehe für diese Konstruktionen eigentlich nur beim Eigenheimerwerb mit Planung auf 25 Jahre bei fester beruflicher Stellung (Beamter.... oder so) einen Sinn. Ein Mal im Leben - das Eigenheim.

Vielleicht habe ich beim Vorausdarlehen / BSP Konstrukt noch nicht alles verstanden, vielleicht kann jemand meine Argumente entkräften, eine Lanze dafür brechen. Bin auf anregenden Austausch gespannt.

Teilweise hast du mit den Anregungen recht, teilweise sorgen diese auch nur für unnötige Ängstlichkeit, bei Leuten, die nicht viel Ahnnung davon haben..

Es kommt hierbei in erster Linie nicht darauf an, ob du für dein Eigenheim sparst, sondern wie lange und gut möchtest du deine Zinsbindung.. Die meisten Banken bieten dir im höchstfall max. 20 Jahre.. Versicherer vielleicht auch mal länger.. Aber auch da bist du an die gebunden und die haben andere Auflagen als Banken.. Eine Versicherung wollte mir nur 22 Jahre geben.. Die andere 24.. Und eine 26 Jahre.. Dabei haben dei aber auch vorgegeben, wie viel du tilgen musst und einige wollten zwei Darlehen daraus machen usw.. Das war mir alles viel zu schwammig..

 

BSV ist i.d.R. etwas teurer.. Ich glaube, das war so ab 25 Jahren rentiert sich das.. Aber wie gesagt, so einen Vertrag machst du ja auch "nur", wenn du die Zinsen lange bzw. durchgehend haben möchtest..

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Hallo zusammen,

nach den vielen guten Tipps wollte ich wie versprochen noch ein Update geben: ich bin inzwischen "stolze" Besitzerin meines ersten MFH. Der KP ist letzte Woche geflossen und nun kann es richtig losgehen. Gekauft habe ich letztlich zu einem Faktor von 9,5.

Die ehemaligen Eigentümer hatten es nicht so mit Dokumentation, Unterlagen verwahren etc., sodass ich hier jetzt einiges aufzuholen habe :-) Um Versicherung und neue Strom- / Gasanbieter habe ich mich bereits gekümmert.

Wie handhabt ihr das mit der Abrechnung, wenn nicht ausgerechnet zum 1.1 gekauft wird? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die alten Eigentümer alles zum Stichtag mit den Mietern abrechnen und ich ab dem Stichtag zuständig bin. Ist das richtig? Muss ich mich um irgendwas, was die "alte" Abrechnung angeht, kümmern?

In dem Haus gibt es wohl einen "Problemmieter"... der Mietvertrag mit diesem Mieter ist lt. ehem. Eigentümer nicht mehr auffindbar. Der Mieter hat diesen angeblich auch nicht mehr. Was mache ich in so einem Fall? Mit dem Mieter sprechen und einen neuen aufsetzen? Besagter Mieter ist aktuell mit 1 Person in der Wohnung gemeldet. Laut Aussage des ehem. Eigentümers sind seit kurzem die Exfrau und Kinder aber wieder verdächtig oft anwesend (sogar Name am Klingelschild angebracht). Wie verfahre ich in so einem Fall? Dies ist wohl in der Vergangenheit schon mal vorgekommen und der besagte Mieter hat behauptet, dass er alleine dort wohnt und sich geweigert die Abrechnung für 4 Personen zu bezahlen... Last but not least hat er in der Vergangenheit meistens bar bezahlt. Überweisen war nicht so seins. Ich wohne allerdings nicht nebenan (ehemaliger Eigentümer schon) und habe nicht vor Miete in bar anzunehmen. Kann ich darauf bestehen, dass der Mieter mir die Miete überweist?

Fragen über Fragen.. Ich bin gespannt was die nächste Zeit so bringt und freue mich jetzt aktiv im Geschehen mitzuwirken.... zumindest so lange bis mich die ersten nervigen Mieter anrufen ;-) ;-)

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vor einer Stunde schrieb Caro6689:

Wie handhabt ihr das mit der Abrechnung, wenn nicht ausgerechnet zum 1.1 gekauft wird? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die alten Eigentümer alles zum Stichtag mit den Mietern abrechnen und ich ab dem Stichtag zuständig bin. Ist das richtig? Muss ich mich um irgendwas, was die "alte" Abrechnung angeht, kümmern?

Wenn im Kaufvertrag nichts anderes geregelt wurde, ist Stichtag des Kaufvertrages bindend.

 

 

vor einer Stunde schrieb Caro6689:

In dem Haus gibt es wohl einen "Problemmieter"... der Mietvertrag mit diesem Mieter ist lt. ehem. Eigentümer nicht mehr auffindbar. Der Mieter hat diesen angeblich auch nicht mehr. Was mache ich in so einem Fall? Mit dem Mieter sprechen und einen neuen aufsetzen? Besagter Mieter ist aktuell mit 1 Person in der Wohnung gemeldet. Laut Aussage des ehem. Eigentümers sind seit kurzem die Exfrau und Kinder aber wieder verdächtig oft anwesend (sogar Name am Klingelschild angebracht). Wie verfahre ich in so einem Fall? Dies ist wohl in der Vergangenheit schon mal vorgekommen und der besagte Mieter hat behauptet, dass er alleine dort wohnt und sich geweigert die Abrechnung für 4 Personen zu bezahlen... Last but not least hat er in der Vergangenheit meistens bar bezahlt. Überweisen war nicht so seins. Ich wohne allerdings nicht nebenan (ehemaliger Eigentümer schon) und habe nicht vor Miete in bar anzunehmen. Kann ich darauf bestehen, dass der Mieter mir die Miete überweist?

Natürlich kannst du versuchen einen neuen Mietvertrag mit ihm zu schließen. Wenn er sich jedoch schon davor streubt die NK auf vier Köpfe zu berechnen, wirst du da wohl Probleme kriegen.

Die Art der Mietzahlung steht im Mietvertrag. Ist es ein Standard-Mietvertrag gewesen, wird es wohl Banküberweisung sein. Dazu muss dir aber der Voreigentümer mehr sagen können. Ist dort Barzahlung vereinbart worden, wirst du nur sehr schwer daraus kommen, ohne seine Zustimmung. Andererseits darf die entgegennahme der Mietzahlung für den Vermieter nicht unzumutbar sein oder mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden sein. Das ist allerdings hier keine Rechtsberatung von mir. Es stellt nur mein Rechtsverständnis dar. Letztlich muss grundsetzlich geklärt werden, ob Barzahlung im Mietvertrag stand. Da keiner mehr den Mietvertrag hat, kannst du nur den Eigentümer fragen, was nach seiner Erinnerung vereinbart wurde. Vielleicht ist die Barzahlung erst später zum Tragen gekommen, weil der Mieter unregelmäßig überwiesen hat und der Vermieter das lieber selber eintreiben wollte? An sowas müsste sich selbst der unorganisierteste Vermieter erinnern. Wurde eine Barzahlung nicht explizit vereinbart, wirst du auf Überweisungen bestehen können. Wenn er sich weigert, Abmahnung wegen nicht rechtzeitiger Zahlung der Miete und beim zweiten Mal direkt kündigen.

Ich würde an deiner Stelle ein Begrüßungsbrief an alle Mieter verschicken, in dem die neuen Bankdaten stehen. Und vorsorglich, falls es tatsächlich vertragliche Barzahler gibt, den Hinweis geben, wo die Barmiete zu entrichten ist, nämlich bei dir zu Hause. Du sagtest ja, dass du weiter weg wohnst, sodass selbst der überzeugteste Barzahler wohl davon Abstand nehmen würde, wenn der monatliche Weg zur Mietzahlung eine kleine Weltreise darstellt. Schließlich ist der Mieter in der Verantwortung den Mietzins rechtzeitig und in voller Höhe dem Vermieter zu übergeben/überweisen.

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vor 41 Minuten schrieb Eduard Hange:

Wenn im Kaufvertrag nichts anderes geregelt wurde, ist Stichtag des Kaufvertrages bindend.

 

 

Natürlich kannst du versuchen einen neuen Mietvertrag mit ihm zu schließen. Wenn er sich jedoch schon davor streubt die NK auf vier Köpfe zu berechnen, wirst du da wohl Probleme kriegen.

Die Art der Mietzahlung steht im Mietvertrag. Ist es ein Standard-Mietvertrag gewesen, wird es wohl Banküberweisung sein. Dazu muss dir aber der Voreigentümer mehr sagen können. Ist dort Barzahlung vereinbart worden, wirst du nur sehr schwer daraus kommen, ohne seine Zustimmung. Andererseits darf die entgegennahme der Mietzahlung für den Vermieter nicht unzumutbar sein oder mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden sein. Das ist allerdings hier keine Rechtsberatung von mir. Es stellt nur mein Rechtsverständnis dar. Letztlich muss grundsetzlich geklärt werden, ob Barzahlung im Mietvertrag stand. Da keiner mehr den Mietvertrag hat, kannst du nur den Eigentümer fragen, was nach seiner Erinnerung vereinbart wurde. Vielleicht ist die Barzahlung erst später zum Tragen gekommen, weil der Mieter unregelmäßig überwiesen hat und der Vermieter das lieber selber eintreiben wollte? An sowas müsste sich selbst der unorganisierteste Vermieter erinnern. Wurde eine Barzahlung nicht explizit vereinbart, wirst du auf Überweisungen bestehen können. Wenn er sich weigert, Abmahnung wegen nicht rechtzeitiger Zahlung der Miete und beim zweiten Mal direkt kündigen.

Ich würde an deiner Stelle ein Begrüßungsbrief an alle Mieter verschicken, in dem die neuen Bankdaten stehen. Und vorsorglich, falls es tatsächlich vertragliche Barzahler gibt, den Hinweis geben, wo die Barmiete zu entrichten ist, nämlich bei dir zu Hause. Du sagtest ja, dass du weiter weg wohnst, sodass selbst der überzeugteste Barzahler wohl davon Abstand nehmen würde, wenn der monatliche Weg zur Mietzahlung eine kleine Weltreise darstellt. Schließlich ist der Mieter in der Verantwortung den Mietzins rechtzeitig und in voller Höhe dem Vermieter zu übergeben/überweisen.

Vielen Dank für deine Antwort. Den "Willkommensbrief" samt Kontodaten habe ich bereits geschrieben. Es war ein Standard Mietvertrag und die Barzahlung war dort nicht explizit vereinbart. Es war eher wie du sagtest - der Vermieter hat es bar entgegen genommen, da Überweisungen oft verspätet kamen etc. Ich werde mich im ersten Monat mal überraschen lassen und wenn es Probleme gibt, dann muss ich mich darum kümmern.

Vielleicht ist das eine doofe Frage, aber ist es nicht mein Recht die NBK auf 4 Personen zu berechnen,wenn diese offensichtlich dort wohnen? Oder andersrum - wäre er nicht verpflichtet das zu melden?

 

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Willkommen im Vermieterland... ja der Mieter wäre verpflichtet, das zu melden. Tut er es nicht, wird er sicher behaupten, es sei nur Besuch. In dem Fall kann man nix machen... 

wenn der Mietvertrag weg ist und der Mieter auch keinen hat bzw rausrückt, haben wir einen pauschalvertrag bis das Gegenteil bewiesen ist. Da kann man nix abrechnen oder anpassen, ausser Heizung... 

Überweisung kann ich nur dringend empfehlen, dort ist alles Nachweisbar, bar führt nur zu Problemen

Edited by Jb007

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Ich finde das aber auch immer wieder genial, hate am Dienstag auch Übergabe, da kam dann raus, dass die Mietverträge nicht im Original, aber dafür viele mündliche Absprachen vorhanden sind... Vermieter gibts..

Hab dann direct mal ein 2tes Anschreiben gemacht, dass bisherige mündliche Abreden vonmir nicht anerkannt werden und nur die Schriftform gilt.

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vor 50 Minuten schrieb Christian Beyer:

 

Hab dann direct mal ein 2tes Anschreiben gemacht, dass bisherige mündliche Abreden vonmir nicht anerkannt werden und nur die Schriftform gilt.

Nach dem Motto: Eine starke Behauptung ist besser als ein schwacher Beweis? :P

Rechtlich haltbar ist das nicht oder? 

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Wieso nicht? Für alle Dinge den Mietvertrag betreffend ist die Schriftform (jetzt Textform) vorgeschrieben.Wenn also jemand mündlich zustimmt die Miete erst in der Mitte des Monats zu bekommen, dem Mieter ein Keller extra zugestanden wird.. dann ist das ohne diese eben nicht valide.In meinen Augen zählt da der Mietvertrag und der ist eindeutig.

 

Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass ich die Abreden nicht akzeptiere, ich habe nur noch einmal auf die grundlegenden Regeln des Mietvertrages hingewiesen B|

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Was klingt den daran nicht rechtens:

Da es beim Wechsel der Eigentümer des Öfteren zu Missverständnissen kommt und ich diese von vornherein vermeiden möchte, um uns die gedeihliche Zusammenarbeit zu erleichtern, bitte ich Sie folgende Dinge zu beachten:

 

  • Die Mietverträge zwischen Ihnen und den ehemaligen Eigentümern sind nun auf mich übergegangen

  • Zwischen Ihnen und mir gelten nur diese schriftlichen Vereinbarungen (Mietverträge, etc)

  • Mietzahlungen sind – gemäß Mietverträgen – bis zum 03. des jeweiligen Monats zu zahlen (hier gilt der Geldeingang auf das Ihnen bereits mitgeteilte Konto)

  • Alle nicht mietvertraglich vereinbarten aber genutzten Flächen (Hausflure, Keller) sind unverzüglich bis zum 31.10.2016 zu räumen und an mich zu übergeben. Persönliche Gegenstände im Grundstück sind ebenso unverzüglich zu entfernen (z.b. Grill im Eingangsbereich Villa, selbständige Bepflanzungen im Grundstücksbereich)!

 

Ich möchte Sie bitten dies nicht als Angriff auf Sie als Person zu werten, nur nehme ich meine Aufgabe als Vermieter ernst, diesbezüglich bitte ich Sie auch mich über Unregelmäßigkeiten, Fehler, Probleme zu informieren, so dass ich diese schnellstmöglich abstellen kann.

 

¬¬

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vor 47 Minuten schrieb Christian Beyer:

Was klingt den daran nicht rechtens:

Da es beim Wechsel der Eigentümer des Öfteren zu Missverständnissen kommt und ich diese von vornherein vermeiden möchte, um uns die gedeihliche Zusammenarbeit zu erleichtern, bitte ich Sie folgende Dinge zu beachten:

 

  • Die Mietverträge zwischen Ihnen und den ehemaligen Eigentümern sind nun auf mich übergegangen

  • Zwischen Ihnen und mir gelten nur diese schriftlichen Vereinbarungen (Mietverträge, etc)

  • Mietzahlungen sind – gemäß Mietverträgen – bis zum 03. des jeweiligen Monats zu zahlen (hier gilt der Geldeingang auf das Ihnen bereits mitgeteilte Konto)

  • Alle nicht mietvertraglich vereinbarten aber genutzten Flächen (Hausflure, Keller) sind unverzüglich bis zum 31.10.2016 zu räumen und an mich zu übergeben. Persönliche Gegenstände im Grundstück sind ebenso unverzüglich zu entfernen (z.b. Grill im Eingangsbereich Villa, selbständige Bepflanzungen im Grundstücksbereich)!

 

Ich möchte Sie bitten dies nicht als Angriff auf Sie als Person zu werten, nur nehme ich meine Aufgabe als Vermieter ernst, diesbezüglich bitte ich Sie auch mich über Unregelmäßigkeiten, Fehler, Probleme zu informieren, so dass ich diese schnellstmöglich abstellen kann.

 

¬¬

Klar und deutlich. 

Da weiß der Mieter wo er mit dir dran ist.:daumen:

Edited by Jägermeister

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War nur so ein Einwurf meinerseits, weil ich der Meinung war gelesen zu haben, dass auch mündliche Absprachen uneingeschränkte Gültigkeit haben (nur die Beweisbarkeit ist halt schwierig) und da durch Verkauf die mietvertraglichen Regelungen nicht angetastet werden, dies auch für mündliche Regelungen gelten würde. 

 

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vor 5 Minuten schrieb Muehlenzwick:

War nur so ein Einwurf meinerseits, weil ich der Meinung war gelesen zu haben, dass auch mündliche Absprachen uneingeschränkte Gültigkeit haben (nur die Beweisbarkeit ist halt schwierig) und da durch Verkauf die mietvertraglichen Regelungen nicht angetastet werden, dies auch für mündliche Regelungen gelten würde. 

 

Hey das ist schon valide, aber einerseits beschwerten sich die Mieter bei mir, dass die Vorbesitzer sich nicht kümmerten, andererseits haben sich da Dinge und Verhaltensweisen "eingeschlichen", die ich so nicht möchte.

Aber ich will den thread hier nun nicht mit meinen Geschichten vollmüllen :-)

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Ich finde es ehrlich gesagt nicht okay, dass man kauft.. weit später den Kaufpreis zahlt und dann über solche Fragen nachdenkt.. Aber jeder, wie er mag..

 

Sind egtl. eher kleine "Probleme".. Und da muss man als Vermieter so handeln, wie mal als Person selbst ist.. Die einen sind aufmekrsamer seinen Mieterin gegenüber und die anderen eher weniger..

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vor 2 Stunden schrieb Ray:

Ich finde es ehrlich gesagt nicht okay, dass man kauft.. weit später den Kaufpreis zahlt und dann über solche Fragen nachdenkt.. Aber jeder, wie er mag..

 

Sind egtl. eher kleine "Probleme".. Und da muss man als Vermieter so handeln, wie mal als Person selbst ist.. Die einen sind aufmekrsamer seinen Mieterin gegenüber und die anderen eher weniger..

meinst Du mich oder @Christian Beyer?

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vor 22 Stunden schrieb Eduard Hange:
Am 16.10.2016 um 20:25 schrieb Caro6689:

Wie handhabt ihr das mit der Abrechnung, wenn nicht ausgerechnet zum 1.1 gekauft wird? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die alten Eigentümer alles zum Stichtag mit den Mietern abrechnen und ich ab dem Stichtag zuständig bin. Ist das richtig? Muss ich mich um irgendwas, was die "alte" Abrechnung angeht, kümmern?

Wenn im Kaufvertrag nichts anderes geregelt wurde, ist Stichtag des Kaufvertrages bindend.

Also hier wäre m.E. die Frage, ob du die Betriebskostenabrechnung ggü den Mietern meinst - ist etwas ungenau definiert? Dann ist die Geschichte mit dem Stichtag nämlich schon falsch. Kaufst du in 2016 das Haus, dann machst du auch die Betriebskostenabrechnung für das gesamte Kalenderjahr (falls der Abrechnungszeitraum dem Kalenderjahr entspricht), da du den Mietern gegenüber als neuer Eigentümer die Abrechnung 2016 im Jahr 2017 schuldest.

Hier was zum lesen: :D

http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-bei-eigentuemerwechsel/

Andere Geschichte ist wieder die Käufer-/Verkäufer Abrechnung. Hier müsste insbesondere über vom Verkäufer bezahlte Beiträge (zB Versicherung meistens 1Jahr im Voraus - oder auch Grundbesitzabgaben, weil meistens quartalsweise) gesondert ggü. dem Käufer abgerechnet werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Verkäufer da schlafen. Grundsätzlich übe ich immer mein Sonderkündigungsrecht bzgl der Versicherung aus und wechsele sofort. Der Verkäufer hat den Beitrag bezahlt. Hab jetzt schon 2 mal erlebt, dass ich die Rückerstattung abgreifen konnte und vom Verkäufer nix mehr gehört hab.

Irgendwo hab ich zur Käufer/Verkäufer-Abrechnung auch ne Excel Vorlage - wenn du die brauchst, dann schick mir kurz ne PN. Ich suche die dann mal raus.

Um auf den Problemmieter zu kommen - ist denn die Geschichte mit den Personen überhaupt ein Thema? Meine BK rechne ich alle nach Wohnfläche ab, weil es einfach unproblematischer ist (ist auch der gesetzlich vorgeschriebene Schlüssel, falls keine anderen Vereinbarungen getroffen wurden). Ich würde versuchen mit dem einen neuen MV abzuschließen, damit du was schriftliches in der Hand hast und eine entsprechende Vertragsgrundlage vorhanden ist.

Edited by nemo

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