Jump to content
Immopreneur.de | Community für erfolgreiche Immobilieninvestoren
Sign in to follow this  
Jb007

Berlin Deckel 1. Auswirkungen

Recommended Posts

Zitat

Traurig ist, daß teilweise gesamte Lebensentwürfe damit ruiniert werden. Hat jemand seine Altersvorsorge darauf aufgebaut, dieses Jahr die Immobilie zu verkaufen, die er sein Leben lang erarbeitet hat, dann hat er wohl Pech: entweder er findet keinen, der das Haus haben will, oder jedenfalls nicht zu dem Preis, der vor wenigen Wochen noch zu erwarten gewesen wäre, sondern nur mit Abschlag, der alle Risiken aus der Mietendeckeldiskussion und der politischen Marschrichtung einkalkuliert. Als Anwalt sitzen mir solche Eigentümer gegenüber und suchen Rat, wie sie sich verhalten sollen: Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und Steuern gezahlt haben und nun in einem Alter sind, in dem man weder die Zeit noch die Kraft hat, von vorn anzufangen. Gefangen in einem eingefrorenen Markt, mit der Aussicht auf eine massive Kürzung der Einnahmen bei steigenden Kosten.

Gabs nach dem Wiedervereinigungsboom bei den Ostimmobilien auch schon alles.

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Mir kommen die Tränen. 😪

Bleiben wir mal bei der Wahrheit: Wer heute groß in Berlin investiert ist, der hat i.d.R. sehr günstig gekauft und in den letzten Jahren sowohl bei den Renditen, als auch den Buchwerten gigantische (!) Steigerungen mitgenommen. Vor diesem Hintergrund finde ich den Katzenjammer hier im Forum unerträglich, auch wenn der Mietendeckel natürlich die bescheuertste Idee im Wohnungsmarkt seit langem ist.

Für die Dummen aus dem Artikel ("Altersvorsorge"), die sich von Projektentwicklern und Strukturvertrieblern übers Ohr hauen lassen haben, habe ich kein Mitleid übrig. Wenn die ihr Geld nicht in einer überteuerten Immobilie versenkt hätten, dann eben bei einem Schneeballsystem oder dem Enkeltrick.

Hajo

  • Like 3

Share this post


Link to post
Share on other sites

Erinnert mich so ein wenig an den Crash, der ganzen Bauherrenmodelle, wo ab 1995 und 2000 etliche Leute in die Pleite gingen, Banken Mrd. ausfälle hatten und keiner mehr in den Markt investieren wollte. Vermieten lohnte sich nicht, denn Mieter hatten kein Geld, die Mehrheit bangte um den Job.

So langsam sieht man da Parallelen; allein Donnerstag hatte ich die Ankündigung von 6 Unternehmen gelesen, wo mehrere 1000 Jobs in Deutschland abgebaut werden, notfalls mit betriebsbedingten Kündigungen, immer mehr Unternehmen stellen sich auf eine Flaute ein aufgrund des Zollstreits/Brexits/Investitionsrückgang/KFZ-Umbruch usw.

Im Immobilienbereich hingegen dämmen Verordnungen und Regulierungen die Investitionen ein. Ich denke, so langsam kann man sich auf fallende Kaufpreise einstellen, im Ernst, ich rechne nicht mehr mit steigenden Preisen, das hatte ich ja schon vor 6 Monaten mal erwähnt.

die Grundsteuerproblematik, Die Grünen fordern nun die Abschaffung der Umlage , sonst stimmen Sie im Bundesrat für die 2/3 Mehrheit nicht zu

Ich kann akt. nur jedem empfehlen, seine Investments zu akt. Faktoren 15-16 aufwärts zu überdenken. Die Risiken überwiegen in der Gesamtheit.
Ich werde noch meine akt. laufenden Handwerkerinvestitionen ausführen und danach erstmal ein Gang zurück legen und Geld horten

Edited by Jb007
  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Am 1.7.2019 um 00:08 schrieb hajo:

Für die Dummen aus dem Artikel ("Altersvorsorge"), die sich von Projektentwicklern und Strukturvertrieblern übers Ohr hauen lassen haben, habe ich kein Mitleid übrig. Wenn die ihr Geld nicht in einer überteuerten Immobilie versenkt hätten, dann eben bei einem Schneeballsystem oder dem Enkeltrick.

Da braucht es doch keine Projektentwickler oder Strukturvertriebler mehr. In Berlin wird ja schon seit einiger Zeit mehr als Faktor 20 bezahlt und die zukünftige Wertsteigerung schon mal einkalkuliert. Die würde ich ebenfalls zu den Dummen zählen, also eigentlich fast alle, die in den letzten 1-2 Jahren gekauft haben!

  • Like 3

Share this post


Link to post
Share on other sites
Am 4.7.2019 um 01:59 schrieb Eduard H.:

Da braucht es doch keine Projektentwickler oder Strukturvertriebler mehr. In Berlin wird ja schon seit einiger Zeit mehr als Faktor 20 bezahlt und die zukünftige Wertsteigerung schon mal einkalkuliert. Die würde ich ebenfalls zu den Dummen zählen, also eigentlich fast alle, die in den letzten 1-2 Jahren gekauft haben!

In Berlin wurden die MFH etc. für Faktoren weit über 30 gehandelt. Dt. Wohnen hat meiner Erinnerung nach in den innerstädtischen Bezirken die Häuser mit 33,5 und Phoenix Spree (eine englische Firma) sogar mit über 35 fach jährliche NKM im Jahreabschluß per 31.12.2018bewertet. Der Rückgang der Aktienkurse führt dabei bei Dt. Wohnen lediglich zu einem impliziten Rückgang der Bewertung der MFH um ca. 20%....

Zukünftig wird es m.E. zu einer sehr differenzierten Bewertung von vermieteten und bezugsfreien Wohnungen kommen. Während ich in Berlin bei ungeteilten MFH von NKM Faktoren von je nach Zins- und Mietentwicklung von 15 bis 25 fach ausgehe, dürften bezugsfreie Wohnungen eher beim ca. 40 fachen liegen. Bisher ist es übrigens noch nicht zu Preisrückgängen gekommen, wohl aber zum Platzen etlicher Transaktionen kurz vor dem Notartermin.

Interessant auch das heutige Interview mit Jakob Mähren in der FAZ. Er erwartet einen Preisrückgang von gut 30% in Berlin, während er die Preise für (leerstehende) ETW deutlich steigen sieht.

Daher empfehle ich allen ihre MFH bereits möglichst schnell zu teilen, so lange es noch geht.Berlin ist m.E. leider ein Vorreiter der Entwicklung im übrigen Deutschland.

Edited by Andreas
  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

×
×
  • Create New...