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HenKo

Die Mieten wachsen nicht in den Himmel

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FAZ heute, basierend auf noch unveröffentlichter Empirica-Studie:

 

Die Mieten wachsen nicht in den Himmel

·         VON JULIA LÖHR, BERLIN

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ sind in etlichen deutschen Städten Demonstrationen geplant. Doch die Lage scheint sich etwas zu entspannen. Eine neue Studie zeigt nämlich: Die Mieten könnten bald sogar sinken.

Am kommenden Samstag ist es so weit: Dann werden viele Mieter aufbegehren. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ sind in etlichen deutschen Städten Demonstrationen geplant. Am selben Tag beginnt in Berlin die Initiative „Deutsche Wohnen enteignen“ damit, Unterschriften für ein Volksbegehren zu sammeln, um große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

Doch kennt der von den Initiatoren beschworene „Mietenwahnsinn“ wirklich kein Ende? Eine bislang unveröffentlichte Studie des Analysehauses Empirica zeichnet ein anderes Bild. Demnach geht die Phase steigender Mieten und Immobilienpreise in Deutschland langsam aber sicher zu Ende. In vier Jahren dürften Angebot und Nachfrage nach Wohnungen in etwa ausgeglichen sein – selbst in den sieben größten deutschen Städten, in denen Wohnungen heute besonders knapp sind, prognostizieren die Wirtschaftsforscher. Ihre Analyse ist auch deshalb brisant, weil Empirica-Vorstand Harald Simons im Rat der Immobilienweisen sitzt, der die Bundesregierung in der Wohnungspolitik berät.

Die Forscher speisen ihren Optimismus aus der Analyse der Bevölkerungsprognosen der 16 Bundesländer, der Baugenehmigungen und der bisherigen Fertigstellungszahlen. Während die Zahl der neugebauten Wohnungen in Deutschland von 159000 Wohnungen im Jahr 2009 auf knapp 300000 in 2018 gestiegen sei, sinke die Zuwanderung und damit auch der Bedarf. Der Studie zufolge sind in den Top-7-Städten – Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart – in den vergangenen vier Jahren im Schnitt 25000 Wohnungen im Jahr entstanden.

In ganz Deutschland würden 50000 Wohnungen fehlen

Benötigt worden wären aber 51000 weitere jährlich. In den kommenden vier Jahren wird sich diese Lücke laut der Prognose nahezu schließen: Im Schnitt werden dann 41000 Wohnungen im Jahr entstehen, damit würde die sogenannte Fertigstellungslücke auf nur noch 7000 Wohnungen schrumpfen. In ganz Deutschland würden dann noch 50000 Wohnungen fehlen.

Diese Zahlen seien noch vorsichtig gerechnet, betont Studienautor Reiner Braun, stellvertretender Vorsitzender von Empirica. Denn bei der Berechnung sei er lediglich davon ausgegangen, dass die Fertigstellungszahlen auf dem Niveau der vergangenen Jahre verharren. Wahrscheinlicher sei aber, dass diese stiegen. Braun hält es für nicht ausgeschlossen, dass es in einigen Jahren sogar ein Überangebot an Wohnungen und damit die Tendenz zu sinkenden Mieten geben könnte. „Bislang war es immer so, dass am Ende eines Immobilienzyklus’ zu viel gebaut wurde“, sagt er. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir so viel bauen, dass die Mieten zumindest leicht nachgeben.“ So sei es schon nach dem Bauboom Ende der neunziger Jahre in vielen deutschen Städten gewesen.

Unter den großen Städten wird Brauns Erwartung nach Berlin diejenige sein, in der die Nachfrage nach Wohnungen wohl auch in Zukunft noch größer als das Angebot bleiben wird. Für Frankfurt ist er am zuversichtlichsten. Sollten nicht weitaus mehr Brexit-Banker kommen als erwartet, könnte dort der Neubau die zusätzliche Nachfrage bald decken. Falls die Mieten tatsächlich sinken sollten, rechnet der Forscher allerdings nur mit kleineren Beträgen von 50 Cent je Quadratmeter kalt. „Für mehr würden wir erhebliche Kostensenkungen beim Bauen brauchen.“

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was da noch ganz vergessen wird sind die ganzen Sanierungen von Wohnungen, in denen Jahrzehnte nix gemacht wurde. Das wirkt aktuell auch noch stark mietsteigernd, aber irgendwann ist alles durchsaniert

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vor 5 Stunden schrieb Furzi:

aber irgendwann ist alles durchsaniert

Alles wird nie durchsaniert sein. Schließlich verrotten auch jeden Tag Eigentumswerte.
Sonst hätten wir bestimmt auch schon ein intaktes Straßennetz. Ich fahre allerdings seit über 40 Jahren ununterbrochen durch Baustellen. B|

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Ist das vllt ein Aprilscherz?

50000 Wohnungen fehlen?

In ganz Deutschland? Kommt mir fast wenig vor.

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da sind sicher paar Zahlen durcheinandergeraten, passiert schon mal in solchen Artikeln

 

neulich auch gelesen, Katar hat dem Libanon 500 Mrd. Dollar geliehen

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