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Smart

Faktor 20 noch sinnvoll?

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Hallo,

ich habe eine Frage an die Profis. Bisher habe ich Wohnungen in einer Großstadt vornehmlich in den Außenbezirken gekauft, meistens mit einem Faktor 14-16, aber mit guter Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, etc.

Jetzt habe ich eine kleine Wohnung ca 50 qm, 2 Zimmer direkt an einer Uni angeboten bekommen. Direkt heisst Fußweg 2 Minuten....

Tolle Lage aber Faktor 20 ohne Luft nach oben (Miete ist ausgereizt). Rücklagen sind genug da, Reparaturstau gibt es auch nicht. Lohnen sich solche Objekte überhaupt noch mit so einem Faktor oder ist das Hobby? Ich will dabei gar nicht ins Detail gehen, mir geht es nur um eine überschlägige Meinung.

Vielen Dank.

 

 

 

 

 

Edited by Smart

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Hallo @Smart,

ja natürlich lohnt sich das. Das muss der Investor allerdings für sich entscheiden und mit seinen Risiko- bzw. Sicherheitsbedürfnissen in Einklang bringen. Der Faktor bedeutet ja, zum wievielfachen der Jahreskaltmiete die Wohnung gekauft wird. Um Umkehrschluss kann daraus wieder die Bruttorendite abgeleitet werden (Kehrwert des Faktors). In deinem Fall hast du eine brutto Rendite von 5% (1/20*100). Aus dem Faktor können allerdings noch weitere Aspekte (z. B. Vermietbarkeit, Risiko, etc.) abgeleitet werden. 

Über diesen Zusammenhang habe ich mal einen kleinen Artikel geschrieben:

https://www.wohnungsanalyse.de/wissenswertes/immobilien-und-kaufpreisfaktor-die-rendite-als-kehrwert/

Vlt hilft dir das weiter. 

Bei Fragen gerne melden. 

Schöne Grüße 

Stefan

Edited by Stefan-RheinMain

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Hallo Stefan,

vielen Dank für deine Einschätzung. Ich gehöre da wohl noch zu der konservativen älteren Generation. Ich schaue immer zuerst, was noch an Restschulden nach z. B. 15 Jahren offen ist und damit dem Risiko hoher Folgeraten bei vielleicht deutlich steigenden Zinsen.

 

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vor 10 Minuten schrieb Smart:

Ich schaue immer zuerst, was noch an Restschulden nach z. B. 15 Jahren offen ist und damit dem Risiko hoher Folgeraten bei vielleicht deutlich steigenden Zinsen.

Ja, das verstehe ich gut bzw kann ich nachvollziehen. Macht auch Sinn. Bei den heutigen Faktoren sollte man definitiv darauf achten, dass der "Stresstest" nach Ablauf der Zinsbindung bestanden wird. Wenn man es konservativ sieht und mit früheren Zeiten vergleicht, schreckt einen das wohl eher von einem solchen Invest ab. Jede Zeit bringt wohl seine Chancen und Risiken...

In meiner Stadt z. B. (auch Studentenstadt) geht der Faktor eher an die 30er Marke. 

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Hallo @Smart

Ich bin gegenteiliger Meinung. Mit einer Bruttomietrendite von 5% und der Tatsache, dass die Miete ausgereizt ist, halte ich die Wohnung für ein No-Go. Die Wohnung trägt sich nicht einmal von alleine, es sei denn, du steckst ordentlich EK hinein. Ob man heute noch auf weiter steigende Miet- und Immobilienpreise spekulieren sollte, muss jeder für sich selber wissen. Ich lasse solche nicht kalkulierbaren Variablen außen vor und halte mich an die Tatsachen.

An deiner Stelle würde ich mich fragen, was dir diese Wohnung bringt? Cashflow definitiv nicht. In 25 - 30 Jahren hast du sie mal abbezahlt. In dieser Zeit musst du aber zumindest damit rechnen ständig Geld in dieses Invest nachzuschießen. Ich halte das für kein schlaues Investment.

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Hallo,

ich kann die Aussagen, dass sich ein solches Invest nicht lohnt, auch gut nachvollziehen.

Meiner Meinung nach gibt es jedoch auch ein großes aber:

Es wird immer gerne der Vergleich herangezogen. Die Jungs wie @Eduard H., @Jb007, etc haben tolles auf die Beine gestellt, keine Frage und Hut ab!

Auf diesen Erfolgen basierend ist natürlich auch die Faktorenvorstellung etwas anders (ggf. nüchterner, realistischer, faktischer, wie man es auch nennen mag). Nun stellt sich für mich allerdings die Frage, was mit den neuen bzw. jungen Investoren ist, die gerade in der Gegenwart in den Markt eintreten und die Vergangenheit nicht als Vergleich heranziehen? Ich nehme einmal folgendes Beispiel mit obigen Werten:

Faktor 20 Studentenstadt.

Miete beispielhaft 500 € kalt, dies würde bedeuten, dass der Kaufpreis bei 120.000 € liegt. Sagen wir Annuität 4,0% (Zins 2%, Tilgung 2,0%) bei einer 100% Finanzierung. Die monatliche Belastung läge bei 400 €. Bei nicht übermäßigen nicht umlegbaren Nebenkosten (z. B. 70 €) könnte ein minimaler Cashflow übrig bleiben. Hierauf haben wir es jedoch nicht abgesehen und dieser ist auch verschwindend gering. Nehmen wir an, das Invest trägt sich gerade so (nicht umlegbare Nebenkosten inkl. IHR = 100 €) dann würden hier im Beispiel die Summe Einnahmen - Summe Ausgaben = 0 ergeben.

Miete 500 € - Annuität 400 € - Nebenkosten 100 € = 0 €

Ja, alles "Oberkante Unterlippe". Da stimme ich zu. Versicherung ist nicht mal berücksichtigt.

Auch um den ungewissen Faktor Wertsteigerung (wie er in den vergangenen paar Jahren außerhalb der Inflation an einigen Standorten erfolgt ist) heraus zu lassen, bleibt dem Investor schlicht gesagt nur die Tilgung (2 %) pro Jahr und eine kleine, inflationsbedingte, Wertsteigerung (sagen wir einmal konservativ 1,8% pro Jahr).

Das Invest sähe bei diesen Annahmen nach 10 Jahren folgendermaßen aus:

  • Wert nach 10 Jahren = 143.436,28 € (1,8 % Inflation)
  • Restschuld bei 2 % Tilgung nach 10 Jahren = 93.456,07 €

Der Vermögensaufbau würde in diesem Fall knapp 50.000 € betragen. Natürlich müsste noch das eingesetzte EK (Kaufnebenkosten) abgezogen werden. Sagen wir es waren 10 % Kaufnebenkosten, also 12.000 €. Dann ergäbe sich ein tatsächlicher Vermögensaufbau von 38.000 €, sofern keine Zuschüsse aus eigener Tasche innerhalb der 10 Jahre in die Wohnung fließen (Idealfall).

Komplett ohne Inflation ergäbe sich ein Vermögensaufbau von 26.544 €. Die Kaufnebenkosten (12.000 €) wieder abgezogen wären es grob 14.500 € Vermögensaufbau.

Nun sollte man mal die Vor- und Nachteile Gegenüberstellung.

Vorteile:

  • Kapitalaufbau sofern Annahmen zutreffen
  • Wohl relativ gute Vermietbarkeit da guter Standort
  • Möglichkeit nach 10 Jahren mit etwas Gewinn zu verkaufen, sofern Annahmen zutreffen.
  • Geringer Einsatz von EK (nur Kaufnebenkosten)
  • Leverage Effekt genutzt
  • Wohnung zahlt sich langsam selbst ab

Nachteile:

  • Ungewissheit, ob Annahmen zutreffen (z. B. Inflation?)
  • Erhöhter Kaufpreis
  • Aktuell Miete ausgereizt
  • Ggf. Werteinbruch (sofern Korrektur bzw. Blase)
  • Ggf. hin und wieder Zuschuss aus EK
  • Arbeit

So, nun ist das ganz klar kein top Invest und ja, im Vergleich zu diesen Beispielen mit Faktoren 8, 9, 10, etc. mit top Renditen sieht das nicht spannend aus.

Ein neuer Investor, der z. B. mit einer Wohnung (nicht direkt MFH) starten möchte, wird wohl i. d. R. Schwierigkeiten haben, an relativ guten Standorten viel bessere Faktoren zu finden.

Zu meiner eigentlichen Frage zurück, wie es Investoren ohne Vergleich betrachten können?

  • Im Idealfall lohnt es sich trotz Faktor 20.
  • Im "worste case" legt man drauf.

Welche Annahmen zutreffen ist sowieso unklar.

Die Wohnung kann einen guten Kapitalaufbau mit gerade einmal 12.000 € EK bringen. Die EK-Rendite ist dabei gut. Wenn also alles gut läuft lohnt sich das Invest per se betrachtet.

Die Frage ist doch eher, ob es sich für jeden persönlich „ausreichend“ lohnt und wie er den Markt in der Zukunft einschätzt + wie hoch seine Risiko- und Arbeitsbereitschaft ist.

Daher finde ich die Frage

vor 22 Stunden schrieb Eduard H.:

An deiner Stelle würde ich mich fragen, was dir diese Wohnung bringt?

eigentlich genau passend.

Bei dieser Diskussion wäre ich sehr auf Meinungen von Investoren gespannt, die sogar noch zu weit höheren Faktoren (z. B. 30+) investieren. Davon gibt es ja mehr als genug.

Was wäre z. B. die Alternative mit 12.000 € Eigenkapital?

Schöne Grüße

Stefan

Edited by Stefan-RheinMain
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vor 12 Minuten schrieb Stefan-RheinMain:

Bei dieser Diskussion wäre ich sehr auf Meinungen von Investoren gespannt, die sogar noch zu weit höheren Faktoren (z. B. 30+) investieren. Davon gibt es ja mehr als genug.<

Also mit den Faktoren 30+x, das sind meistens sehr Kapitalstarke Investoren, es gibt unglaublich viele große Bestandshalter mit mehreren 1000 Einheiten, ähnlich wie bei Wallraf letztens, wie hieß der ? Haus von Beck aus München? der erwähnte, dass er 7stellige Mieteinnahmen monatlich hat, wohin mit dem ganzen Geld? Die kaufen dann zu Faktor 30 an, denen ist egal, ob das Geld zu teuer ist, die wollen es einfach nur irgendwie unterkriegen. Es gibt halt echt unglaublich viele, die mehrere 100.000,- EUR monatlich einnahmen tlw. Mio. pro Monat. da sind wir alles kleiner Pfeffer gegen.

Zudem sind auch Fonds und Versicherungen sehr stark am Kaufen, die wollen keine Geldentwertung haben. Die kleinen Leute wie wir, die kaufen keine 30+x Faktorhäuser bei ausgereizten Mieten, weil wir das gar nicht finanziert kriegen.

Ich bin auch der Meinung, solche Deals nicht abzuschließen, außer, die Immobilien liegen unter Wert und haben Perspektive.. ansonsten lieber lassen, wie @Eduard H.schon richtig erwähnte, muss man Geld aus anderen Einkommensquellen, vermutlich dem Angestelltenlohn, nachschießen... absolutes Risikogeschäft. 

Die Immobilie muss den Wert der Sanierung selbst erschaffen, quasi erschaffenes Geld. Spekulation hin oder her... ich bin gespannt, wenn die Grundsteuerumlage gekappt wird und Leute in München und Hamburg vorrechnen, was Ihre Immobilie dann Wert ist... der Markt wird durch Gesetzesinitiativen uninteressanter gemacht, auf der einen Seite gut für Leute die billig einkaufen wollen, auf der anderen Seite schlecht, weil es viele Werte vernichtet.

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Spannendes Thema. Ich kaufe durchaus auch zu Faktoren über 20. Meine Schmerzgrenze ist immer eine Mietrendite von +/- 4 % die das Objekt anfänglich bringen muss.

Ich gehe immer mit einem relativ hohen EK-Anteil in das Objekt und versuche baldmöglichst voll zu tilgen. Mir ist aber natürlich auch bewusst das Investoren im Alter von 20/25/30 Jahren, am Anfang ihres Berufslebens und mit wenig EK, das nicht können. Für mich sehe ich aber auch nur wenige andere Investitionsmöglichkeiten für mein EK. Anleihen/Bankguthaben bringen gar nichts, Aktien okay, aber auch dort ist das kein Selbstläufer. Das Interessante bei Immobilien ist doch, dass ich selber unternehmerisch handeln kann und für die Erfolge und Misserfolge alleine verantwortlich bin.

Über die Jahre, und das damit meine ich Zeiträume von 5-10 Jahren, kann ich die Objekte aufwerten und die Mieten steigern. Sanierungen nach Ablauf der 3-Jahres-Frist ermöglichen mir schöne Steuerspareffekte und steigern den Wert meiner Häuser.

Mittlerweile habe ich mir einen schönen Bestand aufgebaut und viel freien Cashflow den ich wieder für neue Investitionen verwenden kann, das Ganze hat eine ordentliche Eigendynamik bekommen, wächst aus sich selbst heraus.

Meines Erachtens ist eine Beurteilung von Immobilien nur anhand des Faktors alleine nicht besonders aussagekräftig - so als würde man eine Aktie nur anhand ihrer Dividendenrendite bewerten.

Ich beurteile in erster Linie die Qualität des Objekts:

- Bausubstanz und in den nächsten 15/20 Jahren anstehende Maßnahmen (auch architektonische Attraktivität und energetischer Zustand)

- Lage Makro/Mikro/Nano

- Wohnungsgrößen und -zuschnitte (> 45 und < 100 qm )

- Nur mit Balkon (evtl. Balkon nachrüstbar)

- Nur mit PKW-Stellplatz

Da ich selber die Vermietung durchführe habe ich mittlerweile gelernt worauf die Mieter Wert legen.

Stimmen muss auch der Qm-Preis, für mich fast die wichtigste Vergleichsgröße, denn auch ich will ja nicht zu teuer einkaufen.

 

Auch wenn ich höhere Preise zahle als hier im Forum allgemein genannt werden sehe ich mich dennoch als rational handelnden Investor. Ich parke beileibe nicht nur EK in "Betongold", sondern baue mir gezielt einen Bestand auf und versuche den so gut wie möglich zu bewirtschaften.

 

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Hi das ganze würde mich auch interessieren.

 

Ich bin im Rhein-Main Gebiet unterwegs vor allem im Vordertaunus und schiele jetzt etwas auf Hanau.

Ich versuche immer unter Faktor 20 einzukaufen und unter 2000€ den qm zu bleiben und das ist hier verdammt schwer.

Ich versuche halt entweder Wohnungen zu finden die auf 0 aufgehen nach Steuer oder etwas Plus abwerfen aber zur Zeit findet man fast gar nichts.

Ist das OK oder gibt es hier auch was unter Faktor 15 ??? Wie kommt man dran? Will halt nicht zuweit raus gehen. maximal 10-15km vom FFM.

 

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Hallo,
bin neu in der Runde und bin verblüfft wie genau Stefan-RheinMain meine erstes "geplantes" und noch in der schwebe stehendes Investment darstellt. Da überlege ich seit einer Woche dran und der Verkäufer auch. Ich warte noch auf dessen Zusage.

Nach zähen Verhandlungen bin ich bei 110 000,-€ Kaufpreis angekommen. Bei 514,-€ KM.

Sehr gute Lage, jetzt schon lukrativ und nett vermietet. 10 Jahre Zins fest ca. 370,-€ bei 2%. Leider und natürlich mit Makler.

Ich bin schon Happy, das ist einer der Bestgefundenen Faktoren bis jetzt...

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Es ist verrückt dass heutzutage schon gefragt wird ob Faktor 20 ok ist....

Vor 10 Jahren habe ich gerätselt warum man ETW zu 300 Euro/ qm kaufen kann... das war etwa Faktor 6  , ich hab Excel-Tabellen gebastelt, hin und her gerechnet, Risikoanalysen erstellt.... immer kamen Wahnsinns- Renditen heraus .....trotzdem hatte ich noch Zweifel wie solche Fehlbewertungen überhaupt möglich sind 

....aber nur einige ältere Männer interessierten sich für Immobilien, in der Verwandschaft und von Freunden wurde besorgt gefragt ob ich keine Angst hätte vor Mietnomaden

... in den ZVs saß ich oft nur allein und es wurde direkt mit der Bank verhandelt, die nach der 5.Versteigerung keine Nerven mehr hatte 

 

 

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Am 12.4.2019 um 22:48 schrieb JB:

Es ist verrückt dass heutzutage schon gefragt wird ob Faktor 20 ok ist....

Vor 10 Jahren habe ich gerätselt warum man ETW zu 300 Euro/ qm kaufen kann... das war etwa Faktor 6  , ich hab Excel-Tabellen gebastelt, hin und her gerechnet, Risikoanalysen erstellt.... immer kamen Wahnsinns- Renditen heraus .....trotzdem hatte ich noch Zweifel wie solche Fehlbewertungen überhaupt möglich sind 

....aber nur einige ältere Männer interessierten sich für Immobilien, in der Verwandschaft und von Freunden wurde besorgt gefragt ob ich keine Angst hätte vor Mietnomaden

... in den ZVs saß ich oft nur allein und es wurde direkt mit der Bank verhandelt, die nach der 5.Versteigerung keine Nerven mehr hatte 

 

 

Wann und an welchen Standorten war das so?

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vor 1 Minute schrieb Leverage:

Wann und an welchen Standorten war das so?

im Zeitraum 2005 bis 2013 in weiten Teilen von Ostdeutschland, danach stiegen die Preise an, ab 2017 sind die Preise quasi explodiert, zumindest in dem Segment ZV und Verwertungen

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vor 9 Stunden schrieb JB:

im Zeitraum 2005 bis 2013 in weiten Teilen von Ostdeutschland, danach stiegen die Preise an, ab 2017 sind die Preise quasi explodiert, zumindest in dem Segment ZV und Verwertungen

Ich hab 2012 meine erste Immo in der ZV gekauft. Ich kann mich so ärgern, dass ich da nicht hart dran geblieben bin......... Andere Kollegen haben vor 15Jahren auf dem Prenslauer Berg ne 200qm Dachgeschoßwohnung hinterhergeschmissen bekommen. Der Kollege geht auch nur noch zur Arbeit weil er sich in der Riesen Bude einsam fühlen würde. 😂

Aber sich grämen bringt nichts.

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vor 33 Minuten schrieb KFleischer:

Ich hab 2012 meine erste Immo in der ZV gekauft. Ich kann mich so ärgern, dass ich da nicht hart dran geblieben bin......... Andere Kollegen haben vor 15Jahren auf dem Prenslauer Berg ne 200qm Dachgeschoßwohnung hinterhergeschmissen bekommen. Der Kollege geht auch nur noch zur Arbeit weil er sich in der Riesen Bude einsam fühlen würde. 😂

Aber sich grämen bringt nichts.

Also diese Aussagen sind echt schwierig, weil immer vergessen wird wie es vor 15 Jahren in Berlin war. Leute die damals in Berlin gekauft haben wurden damals wahrscheinlich ähnlich schief angesehen wie jemand der heute in Chemnitz kauft. Das soll nicht heißen, dass Chemnitz das neue Berlin wird. Aber damals war noch lange nicht klar, dass sich Berlin so entwickeln wird wie es am Ende passiert ist. Vor 15 Jahren war Berlin auch ein schwieriges Feld.

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Um nochmal auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Faktor 20 lohnt sich für normales Buy&Hold nicht. Hat es noch nie. Alles oberhalb Faktor 12 (nach abzug der Bewirtschaftungskosten) geht nur wenn ich eine totsichere Aufwertung durchführen kann.

Und nur weil bei dir alle Faktor 20 zahlen, ist es aus (Buy&Hold-)Investorensicht nicht ok das auch zu tun. Das gern bemühte Beispiel London ist für Buy&Hold auch ein no go.

Ich bin gerade im Einkauf einer WG-Tauglichen 2Zimmer Wohnung in Uninähe. Den Preis verhandelt habe ich so wie es sich für eine normalvermietete 2R Wohnung gehört: < Faktor12 wie oben beschrieben. Wenn ich die als WG vermietet bekomme (was Lage und Schnitt sehr wahrscheinlich ermöglichen), dann steigt der Wert schlagartig und ich habe faktisch eine Faktor 8,5/9 Immobilie gekauft. Und die Profis hier, lachen mich trotzdem noch aus... 😉

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Hi @KFleischer

kannst du jetzt oder vielleicht nach Abschluss ein paar mehr Daten nennen? 

Ich Frage die ich mir halt stelle ist die wieso verkauft einer dann eine ETW mit einer Rendite von 8-10%? Oder bekommt man irgendwo mehr Rendite?

Dann die nächste Frage ist bei der Rendite müsste ja die Leute dem Makler die Bude einrennen oder? Und dann bietet keiner mehr für die Bude?

Weil Uni Stadt ETW in guter Lage hört sich für mich jetzt nicht so risikoreich an oder?

 

Wie machst du es dann wenn du die ETW bekommst? Wie weit wohnst du weg? Nimmst du eine SonderWEG? 

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vor 2 Stunden schrieb daeda:

Also diese Aussagen sind echt schwierig, weil immer vergessen wird wie es vor 15 Jahren in Berlin war. Leute die damals in Berlin gekauft haben wurden damals wahrscheinlich ähnlich schief angesehen wie jemand der heute in Chemnitz kauft. Das soll nicht heißen, dass Chemnitz das neue Berlin wird. Aber damals war noch lange nicht klar, dass sich Berlin so entwickeln wird wie es am Ende passiert ist. Vor 15 Jahren war Berlin auch ein schwieriges Feld.

Man darf auch nicht die Nullzinsen und die Flüchtlingskrise vergessen. Beides war nicht vorhersehbar und hat die Preise wohl am Meisten nach oben getrieben.

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vor 1 Minute schrieb Furzi:

Man darf auch nicht die Nullzinsen und die Flüchtlingskrise vergessen. Beides war nicht vorhersehbar und hat die Preise wohl am Meisten nach oben getrieben.

Berggruen (bekannt durch Karstadt) hat schon früh massiv auf Berlin gesetzt..... Berlin galt als eine der billigsten Hauptstädte der Welt .... dass es nicht so bleiben konnte wie damals war zu erwarten, nur die diese Preisexplosion hat mich überrascht

ich selbst hatte mich auf Sachsen-Anhalt konzentriert, was auch nicht falsch war, aber Berlin hat sich prozentual noch besser entwickelt

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In Berlin hatten sich der Leerstand bereits Mitte der Nullerjahre stark verringert, die Mieten und Kaufpreise stiegen langsam wieder. Seit 2005 stieg die Bevölkerung erst langsam, dann immer schneller. Eigentlich hätte da jeder der den Markt beobachtete kaufen müßen. Ab 2008 wurde es zunehmend schwieriger MFH aus der Bankenverwertung zu kaufen (ich bin dann 2007 angefangen zu investieren und konnte 2007/8 ein MFH plus diverse ETW im Umland und in 2009/10 je ein MFH in Berlin erwerben (plus ein MFH in HRO und Kleinkram). Leider habe ich dann 2011/12 nur außerhalb Berlins und danach praktisch gar nicht mehr gekauft). Ab 2011 stiegen die Preise dann rapide.

Da die Preise so unglaublich niedrig war (ein Freund hat 2003 für 300 €/qm in Friedrichshain gekauft, ich habe 650 bzw. 400 Euro pro qm für meine beiden MFH Nordrand Prenzelberg bezahlt, heute 8,7 Euro bzw. 9,4 Euro pro qm Nettokaltmiete), hatte ich ähnliche "Probleme" wie JB die Preise nachzuvollziehen. Trotzdem wurde ich von Kollegen und Freunden ausgelacht/bemitleidet, wenn ich einmal über meine Freizeitbeschäftigung erzählte.....Wobei auch ich die Entwicklung in Berlin in diesem Umfang und Geschwindigkeit nicht erwartet habe.

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vor einer Stunde schrieb JB:

Berlin galt als eine der billigsten Hauptstädte der Welt

Naja wenn dann wohl von den Industrieländern und nicht "der Welt." Und Deutschland ist eines der "dezentralistischsten" Länder der Welt (ja, vermutlich der ganzen). Berlin hatte nie und wird nie haben die Bedeutung von London, Paris, Rom, Moskau etc. für ihre Länder.

Nicht umsonst ist Berlin ja trotz historisch einmaligem Immobilienboom in D immer noch nicht die teuerste Stadt hierzulande - und wird es vermutlich auch nie werden.

Edited by Furzi

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Nachtrag:

Wir haben damals die Wohnung gekauft, konnten aber noch etwas handeln. Ich stand in der Wohnung und dachte...die ist es, die mußt du einfach haben 😁.......

Natürlich ist es etwas zocken. Stand heute kann man damit kein CF verdienen. Vielleicht muß man nachschießen, was kein Problem darstellt. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind aber auch da. Guter Schnitt, Balkon, Stellplatz und ein schöner Blick vom Wohnzimmer auf die Uni (quasi Meerblick😉).

Ich mache vieles an Renovierungen selbst, daher drückt sich an der Stelle wieder der Preis. Um Leerstand brauche ich mir in der Lage ebenfalls keinen Kopf machen.

 

Edited by Smart

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1 hour ago, Smart said:

Ich stand in der Wohnung und dachte...die ist es, die mußt du einfach haben 😁....... 
[...]

Natürlich ist es etwas zocken. Stand heute kann man damit kein CF verdienen. Vielleicht muß man nachschießen, was kein Problem darstellt.😉

Ich fasse es zusammen: Emotional begründete Spekulation. Das kann man an der Börse auch einfacher haben  :zwinker:

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