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Nils

Welche Rechtsform für Fix & Flip?

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Hallo zusammen,

ich plane zusammen mit einem Partner MFHs in Hannover zu kaufen, renovieren, aufzuteilen und anschließend zu verkaufen. Wir haben schon ein konkretes Objekt im Auge und könnten uns vorstellen damit zu starten. Wir besitzen allerdings beide Immobilien im Privatermögen und möchten unbedingt vermeiden unsere anderen Objekte gewerblich zu infizieren. Aus meiner Sicht wäre eine GmbH die ideale Wahl, allerdings dauert der Gründungsprozess etwas und nach dem was ich bisher gehört habe, vergeben Banken ungern Kredite an eine GmbH in Gründung. Aus diesem Grund überlegen wir das erste Objekte ohne GmbH zu kaufen und mit dem Gewinn die Stammeinlage der GmbH zu erhöhen.

Nach meinem bisherigen Kenntisstand würden wir mit dem gemeinsamen Erwerb eines Objektes automatisch eine GbR eingehen. Reicht vielleicht für den Anfang eine GbR in Form einer Eigentümergemeinschaft oder würdet ihr direkt mit einer GmbH starten? Würde im Fall der GbR schon eine Trennung zwischen den zukünftigen Objekten und unseren bereits im Bestand befindlichen Objekten stattfinden?

Ich bin auf eure Meinungen gespannt! 

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Hallo Nils,

die Bank wird der GmbH am Anfang sowieso keinen Kredit ohne private Haftung/Sicherheiten geben. Vom Finanzierungsstandpunkt aus gesehen, ist es eigentlich egal ob du privat in einer GbR oder privat für eine GmbH haftest. Jedoch ändert sich das wenn die GmbH 3 Jahre existiert und stetige Umsätze vorzuweisen hat. 

Die GmbH Gründung kann sehr schnell gehen wenn du vorher alle Dokumente entsprechend vorbereitest. 

Ansonsten lässt sich die gewerbliche Infizierung des Privatbestands auch mit einer GbR umgehen. 

Ich würde die GbR an deiner stelle schon vor dem Erwerb des Hauses gründen und angeben, dass diese gewerblichen Immobilienhandel nachgeht. Den Punkt solltest du am Besten mit deinem Steuerberater diskutieren. 

Weiterhin kann die Besteuerung in der GmbH anders aussehen, je nachdem ob du dir ein Gehalt als Geschäftsführer zahlst oder die Gewinne als Gesellschafterausschüttung auszahlen lässt. Auch das ist ein Punkt für den Steuerberater. 

Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass eine GmbH mit einer KG Konstruktion die Beteiligung von stimmrechtslosen Drittinvestoren deutlich einfacher zu bewerkstelligen ist als in einer GbR.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Viele Grüße

Maximilian 

 

Edited by Sequoia
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Neben diversen Vor-/Nachteilen kommen hier denke ich 2 Punkte in den Fokus.

  • Einfacherer Verkauf einer GmbH im Vergleich zu Personengesellschaften.
  • Verluste sind in der GmbH gefangen (solltest du bereits hohe Einkünfte haben,...)

Hiervon abgesehen: Wenn es dir nur um eine von der Person abgetrennte Kapitalgesellschaft geht, könntest du auch eine UG nutzen. Vollkommen gleich zur GmbH, allerdings reicht 1€ Stammeinlage. Thesaurierung bis Stammkapital von 25.000€ der GmbH vorhanden ist. Nachteil ist die geringere Reputation. Da allerdings auch bei der GmbH wie durch Maximilian beschrieben zusätzlich private Sicherheiten gefordert würden, sehe ich hier keinen Vorteil einer GmbH zur UG.

Edited by Dagobert

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Ich habe noch etwas Wichtiges vergessen:

Wenn du mit einer GmbH Immobilien kaufst/verkaufst, muss dem Verkäufer bzw. Käufer der Kaufvertrag mindestens 2 Wochen vor Notartermin zur Durchsicht vorliegen. Bei Deals die innerhalb eines Notverkaufs geschlossen werden, könnte das zum Nachteil werden. 

Als Privatperson bzw. GbR gibt es hier soweit ich weiß keine "Mindest-Überdenkzeit".

Eine UG zu gründen macht denke ich keinen Sinn für Fix and Flip bei einem MFH, da das EK für Kredit, Kaufnebenkosten und ggf. Renovierung eigentlich immer 25.000€ überschreiten wird. Der regulatorische Aufwand ist identisch. Nur ist das "Ansehen" einer UG deutlich geringer als bei einer GmbH.

Viele Grüße

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Ja, wie gesagt hat die GmbH natürlich einen deutlichen Reputationsnachlass. Sollte nur als Denkanstoß dienen. GmbH müsste direkt eine Einlage erhalten.

Wenn das kein Problem ist, dann geht natürlich auch direkt die GmbH. :daumen:

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vor 7 Stunden schrieb Loosen & de Graaf:

 

Wenn du mit einer GmbH Immobilien kaufst/verkaufst, muss dem Verkäufer bzw. Käufer der Kaufvertrag mindestens 2 Wochen vor Notartermin zur Durchsicht vorliegen. Bei Deals die innerhalb eines Notverkaufs geschlossen werden, könnte das zum Nachteil werden. 

Als Privatperson bzw. GbR gibt es hier soweit ich weiß keine "Mindest-Überdenkzeit".

Die 2-Wochen-Frist ist dementsprechend nur einzuhalten in zwei Fällen:

  • Der Verkäufer ist „Unternehmer“, der Käufer ist „Verbraucher“.
  • Der Verkäufer ist „Verbraucher“, der Käufer ist „Unternehmer“.

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