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Michael fragt

Grunderwerbssteuer bei Verkauf gerade Linie + Erbschaft

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Liebe Community,

Wir sind gerade an der Abwicklung einer etwas komplizierteren Immobiliensituation.

Einen Steuerberater habe ich bereits hinzu gezogen. Zu seiner Einschätzung würde ich gerne als Zweitmeinung noch das Know-How der Community beanspruchen um die Einschätzung zu prüfen (bin noch neu im Thema und kann noch nicht einschätzen wie gut bewandert und zuverlässig mein Steuerberater bei meinen Fragen ist). 

Die Fragen:

  1. Grunderwerbssteuer fällt ja bei einem Erwerb in gerade Linie innerhalb der Familie nicht an (GrESTG §3). Gilt diese Steuerfreiheit nur von oben nach unten (spricht z.B. wenn die Kinder von den Eltern kaufen) oder auch von unten nach oben (sprich z.B. die Eltern kaufen von den Kindern)?
  2. Wie ist GrEStG §3 Absatz 3 zu verstehen in Bezug auf die Erben: Gilt die Steuerbefreiung bei Erwerb einer Immobilie aus einer Erbschaft nur bis zur Höhe des finanziellen Anspruches den man als Erbe hat oder auch darüber hinaus? (Bsp. Eine Erbengemeinschaft besteht aus mehreren Personen. Erbe A hat einen Erbanspruch von 150.000€. Er übernimmt im Zuge der Erbauseinandersetzung eine Immobilie im Wert von 280.000€. 150.000€ davon ist sein Erbteil - 130.000 muss er die anderen Erben B und C zahlen. Fällt auf die 130.000€, die bei der Übernahme der Immobilie über sein Erbe hinausgehen und die er deshalb an seine Geschwister bezahlt Grunderwerbssteuer an, oder ist der ganze Vorgang Grunderwerbssteuerfrei, da es ja auch im Zuge der Aufteilung/Auflösung der Erbschaft anfällt?)
  3. Wie ist GrEStG §3 Absatz 3 zu verstehen in Bezug auf die Pflichtteils und Zugewinnberechtigte (aber nicht Erbin) Ehefrau des Verstorbenen (sie lebten in Zugewinngemeinschaft). Angenommen sie würde eine Immobilie aus der Erbschaft übernehmen. Der Wert der Immobilie ist höher als ihr Zugewinn + und Pflichtteilsanspruch. Sie müsste also noch einen gewissen Betrag an die Erben bezahlen. Fällt auf diesen zusätzlichen Betrag (den die Immobilie mehr wert ist als Pflichtteilsanspruch+ Zugewinnausgleich) Grunderwerbssteuer an? Oder wäre es möglich, diesen Vorgang so zu gestalten, dass keine Grunderwerbssteuer anfällt?

 

Freue mich über jede Antwort und begründete Einschätzungen.

Vielen Dank.

 

Herzliche Grüße

Michael

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Ich antworte mal ohne meine Richtlinien und Kommentare, da ich meine den Gesetzestext recht gut interpretieren zu können. Das folgende ist dennoch nur meine unverbindliche Meinung.

 

1. Da „ Verwandte in gerader Linie“ nicht interpretierbar ist, kann der Erwerb durch die Eltern keine GrESt auslösen.

 

2. Schenkungen und Erbschaften sind generell von der GrESt ausgeschlossen. Hiermit will/muss der Gesetzgeber der Doppelbesteuerung aus dem Weg gehen.

 

3. wo es Probleme geben wird ist die Erbauseinandersetzung. Hier erwirbt man einen Anteil an einer Immobilie von einem Miterben. Dieser Erwerb kann GrESt auslösen.

 

Edited by §23Estg

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