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Senkrechtstarter35

Stromausfall: Mieter holt nachts einen Fachmann. Wer zahlt?

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In einer meiner Wohnungen hatte ich vor einigen Wochen spätabends um 23 Uhr einen Anruf von meinen Mietern bekommen. 

In ihrer Wohnung sei der Strom ausgefallen, er hat auch ein Neugeborenes. Was sie machen sollen, ob ich jemanden rufen kann. 

Ich hab dann erstmal die Stadtwerke angerufen, diese sagten mir, dass keine Störung in dem Haus vorliegt. Und da das Licht im Flur und in den anderen Wohnungen funktioniert, sei es ein Problem nur in der Wohnung. Vielleicht sei die Sicherung rausgeflogen. 

Ich habe dann in der Zwischenzeit gegoogelt, und das war auch meine Vermutung. 

Man muss dazu sagen, dass die Elektrik aus den 60er Jahren stammt. Der Verteilerkasten befindet sich im Treppenhaus und besteht aus dieses schwarzen Drehknöpfen, die man raus - und eindrehen kann

Ich sagte dem Mieter, dass er Mal alle Knöpfe raus und reindrehen soll. Vielleicht ist da die Sicherung rausgeflogen. Vielleicht geht's dann wieder. 

Ansonsten müsste man am nächsten Tag jemanden vorbei schicken, der sich das anschaut. Denn nachts wird das wegen Nachtzuschlag richtig teuer. 

so sind wir verblieben. Am nächsten Tag habe ich ihn gefragt ob sich alles geklärt hat, und er meinte alles in Ordnung.

Zwei Wochen drauf haben wir telefoniert und dann hat er gesagt, dass er in der Nacht 400 € inklusive Mehrwertsteuer bezahlt hat, weil eine Firma vorbeigekommen ist und die Sicherung defekt war die musste gewechselt werden. Ich hatte ihn dann in dem Moment gesagt, dass das ein Wucherpreis ist , und hier eine einfache Sicherung wechseln auch nachts um null Uhr keine 400 euro berechnet werden sollte.

Er hat sich auch darüber aufgeregt, und weitere 2 Wochen später scheint es so, dass sich seine Wut auf mich kanalisiert. Er sagt, er möchte nicht auf den Kosten sitzen bleiben, und ob ich das zahlen kann, war ja ein Defekt in der Wohnung.

Wie würdet Ihr hierbei verfahren? 
Soll ich die 400 Euro zahlen ?
Ich habe nicht der Auftrag gegeben. 
Hätte er bis zum nächsten Tag gewartet und dann während den normalen Arbeitszeiten die Stadtwerke gerufen statt nachts eine Fachfirma, dann hätte das sicherlich keine 400 Euro gekostet. 

Für Reparaturen an der Elektrik muss sonst normalerweise ich als Vermieter zahlen, oder? 

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Abends kein Strom und Neugeborenes war vermutlich Stress-Situation für den Mieter. Ähnlich wie der klassische "Schlüsseldienst"-Fall.
Wie ist Dein Verhältnis generell zu dem Mieter?
Ich persönlich würde es vermutlich übernehmen, wenn der Mieter ansonsten nicht auffällig ist, aber darauf hinweisen, künftig Absprachen einzuhalten. Er sollte aber mindestens einen für Dich steuerlich verwertbaren Beleg haben oder besorgen. 

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Ich würde mir die Rechnung zeigen lassen und auf dieser Grundlage einen Kostenvoranschlag von einer anderen Fachfirma einholen. Diese Kosten würde ich übernehmen. Was der Mieter darüber hinaus zu viel bezahlt hat, ist sein Problem. 400 € sind in meinen Augen viel zu hoch, wenn es tatsächlich nur "hinfahren, defekte Sicherung austauschen und wieder weg" war. Entweder ist er an einen Abzocker geraten oder er kennt einen selbstständigen Elektriker und will dich abzocken.

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Vielen Dank für die Zuschriften, tut mir gut weil momentan so einige Mieter Nerven. Ich sehe es als Lernprozess für die Zukunft

Mit der Mieter habe ich eigentlich ein sehr gutes Verhältnis. Seine Familie bezieht zwar Geld vom Jobcenter, aber er ist zuverlässig und die Kommunikation ist auch gut. Geld kommt dementsprechend vom Jobcenter regelmäßig. Zuletzt etwas weniger als üblich, aber er versprach, dass das vom Jobcenter nachgezahlt wird

Das hatte ich auch überlegt, entweder die Hälfte übernehmen, also 200 €, und dann die Rechnung entsprechend in Höhe von 400 € ein zu kassieren und die einzureichen bei der Steuer. Wobei ich dann nicht weiß ob ich die absetzen kann da ja nicht mein Name drauf steht Komma es aber um eine Mietwohnung handelt. Im Nachhinein wird die Firma ja nicht die Rechnung auf meinen Namen ändern

auf alle Fälle werde ich ihn definitiv sagen, in einem persönlichen Gespräch, dass er nicht selbständig irgendwelche Handwerker rufen kann die überteuert sind und ich dann zahlen soll

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Lass Die mal die Rechnung zeigen, und stelle diese mal hier rein.

Ich bin fast sicher dass das KEIN Elektriker war... 

Man kann bei der Handwerkskammer nachfragen ob der Betrieb als Elektrobetrieb eingetragen ist... auch muss dieser Betrieb eine Konzession beim Energieversorger haben...

Eine Sicherung, besonders eine Vorsicherung löst nicht von selbst zu Spaß aus... schuld sind hier meist Basteleien oder defekte Geräte...

Bei einer 400€Rechnung verlange ich schon das die Ursache benannt, wird...

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vor 8 Minuten schrieb Matt:

Man kann bei der Handwerkskammer nachfragen ob der Betrieb als Elektrobetrieb eingetragen ist... auch muss dieser Betrieb eine Konzession beim Energieversorger haben...

Für die Arbeiten am Hausanschluss wird die Eintragung in die Handwerksrolle benötigt, das gilt aber meines Wissens nicht für das Tauschen von Sicherungen für die Wohnung. Mit dem Energieversorger, nicht zu verwechseln mit dem Netzbetreiber, hat das meiner Meinung nichts zu tun und Konzessionen vergibt ein Energieversorger nicht.

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Irrtum 

für alle arbeiten an elektrischen Niederspannungsnetzen (kleiner 1000V) muss ein Elektrobetrieb mal avbeltv https://www.energieverbraucher.de/files_db/dl_mg_1080917227.pdf

in das Installateurverzeichnis des örtlichen Energieversorgersveingetragen sein...

dieser kontrolliert u.a. Den Bezug der Normen und die Ausstattung mit geeigneten Messgeräten...

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Es gilt folgende Regel: wer die Musik bestellt muss diese auch bezahlen.

Ich würde allerdings tatsächlich eine gütliche Einigung mit dem Mieter anstreben.

Die Preise des Handwerkers erscheinen mir völlig überzogen. Tatsächlich mal überprüfen lassen, ob diese gerechtfertigt sind und er überhaupt diese Dienstleistung anbieten durfte. Zudem hat jede Handwerkskammer immer eine sogenannte "Schiedsstelle". 

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vor 16 Stunden schrieb Matt:

Irrtum 

für alle arbeiten an elektrischen Niederspannungsnetzen (kleiner 1000V) muss ein Elektrobetrieb mal avbeltv https://www.energieverbraucher.de/files_db/dl_mg_1080917227.pdf

in das Installateurverzeichnis des örtlichen Energieversorgersveingetragen sein...

dieser kontrolliert u.a. Den Bezug der Normen und die Ausstattung mit geeigneten Messgeräten... 

Wir reden nicht über eine Sicherung im Hausanschlusskasten, sondern über eine Sicherung in der Verteilung für die Wohnung. Es wird eine Schraubkappe gelöst, ein neuer Schmelzeinsatz eingesteckt und die Kappe wieder aufgeschraubt. Das sind keine Arbeiten im Sinne der zitierten  AVBEltV, so dass diese von jeder Person gemacht werden können. Das gehört zu den Standardarbeiten eines jeden Hausmeisters.

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Schmelzsicherungen dürfen von Leihen gewechselt werden, wenn ich jedoch gewerblich Reparaturen an Elektroanlagen anbiete, dann muss ich eine Lizenz haben...

Und wenn ein "Fachmann" (Elektriker) gerufen wird, so muss er nicht nur die Sicherung wechseln sondern auch die Ursache finden... Es könnte zum Beispiel eine Leitung angebohrt worden sein... wenn dann nach ein paar Tagen die Bude abfackelt... dann steht der "Fachmann" in der Haftung..

Wenn es nach Gas riecht, dann kann auch jeder mit Raumspray arbeiten..

Der größte Pfusch ist meist am teuersten...

Edited by Matt

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Ich hätte persönlich dem Mieter mitgeteilt, dass die Kosten in voller Höhe  nicht übernommen werden können, weil die Beauftragung des Handwerkers ohne Rücksprache mit dem Vermieter erfolgte. Ich bin hier der Meinung, dass der Mieter zur Selbstnahme gar nicht berechtigt wäre bzw. allenfalls diese klar und deutlich ankündigen sollte.

Aufgrund des Sachverhalts, dass in der Wohnung ein neugeborenes Kind war, kann das Gericht im Zweifel auch zu dem Schluss kommen, dass der Vermieter  ggf. auch den Notdienst holen müsste um den Stromausfahl zu beseiten.  Ich glaube bei jeder Elektroinnung oder wie die da sich nennen gibt es son einen Notdienstelektriker der außerhalb der üblichen Geschäftszeiten erreichbar und im Einsatz ist.

Da wird ggf. die Notdienstpauschale erhoben oder halt die üblichen Stundensätze mal 2. Aber auch als Notdiensteinsatz halte ich bis max 300 Euro inkl. Steuer für akzeptabel. Jeweils halbe stunde anfahrt abfahrt plus eine Stunde vor Ort.

Die Lehre ist  von dem ganzen ist aber, dass man entweder einen Hausmeister braucht, der sich damit auskennt  und auch Nachts notfalls rausfäht oder man selbst damit auskennen und ggf. rausfahren muss- auch wenn dies vermutlich in keinem Buch zu der finanziellen Freiheit und dem passiven Einkommen steht :)==).

 

 

 

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Guest kingmalaga

Aber was ist wenn der Vermieter trotz mehreren Anrufen und etlichen WattsApps ( die gelesen wurden!! ) nicht reagiert??

Es geht wohl nur um eine Sicherung, aber i c h sitze im Dunkeln...m e i n Froster taut ab!!

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Am ‎15‎.‎08‎.‎2019 um 22:32 schrieb Gast kingmalaga:

Aber was ist wenn der Vermieter trotz mehreren Anrufen und etlichen WattsApps ( die gelesen wurden!! ) nicht reagiert??

Es geht wohl nur um eine Sicherung, aber i c h sitze im Dunkeln...m e i n Froster taut ab!!

Einfach vor Einzug einen E-check machen lassen, und die Elektroanlage falls nötig ertüchtigen lassen.

Eine Sicherung fliegt nicht von selber raus, und wenn die Elektroanlage in Ordnung ist, kommen nur noch defekte Geräte in Betracht.

60er Jahre 2 adrige Leitungen und Schraubsicherungsautomaten gehören ins Museum...

 

 

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