Stoiber85

Sanierung über Total-/Generalunternehmer

55 Beiträge in diesem Thema

Es werden hier m.E. zwei Dinge miteinander verwoben, die nicht immer etwas miteinander zu tun haben:

Die langfristigen (Bau-)Kosten für neue Wohnungen und die Mieten. Dieser Zusammenhang (langfristige Grenzkosten vs. Preis) besteht nur im langfristigen Gleichgewicht, welches aus unterschiedlichen Gründen fast nie lange besteht. Kurz- und Mittelfristig kommt es meist zu einem Überschießen in die eine oder andere Richtung, da dann die kurzfristigen Grenzkosten vs. kurzfristige Marginale Nachfrage gelten . So wurden nach 1990 in OStdeutland für Baukosten von 2000 EUro Neubauwohnungen gebaut, die zu einer Mietforderung von anfänglich ca. 10 Euro führten (Angeboten wurden die WOhnungen teilweise zu 3000 EUro).  Da es allerdings zu einem einzigaftigen Bauboom inkl. Sanierung von Bestandsbauten kam und gleichzeitig viele Einwohner in den Westen zogen, sanken die MIeten oft Richtung 5 Euro und teilweise deutlich tiefer.

Nach der Zuwanderung von mehreren Mio. Menschen aus Osteuropa nach 2008 und als Asylanten etc. nach 2014 kam es zu massiven Nachfragesteigerungen, die die marginale Nachfraggekurve stark verschob und damit deutlich höhere Preise/Mieten erlaubte (auch wenn der Gesetzgeber stark dagegen gearbeitet hat). Teilweise waren/sind Mieten möglich die deutlich oberhalb der langfristigen Grenzkosten liegen.

M.E. wird es bei einem Fortdauern des Baubooms und/oder einer Umkehrung der Nettozuwanderung der Markt kippen und werden die Mieten deutlich sinken. Davon werden dann - wie in OStdeutschland in den 2000ern - sowohl Neubau- als auch Altbaumieten betroffen sein. Dabei würde ich Mieten deutlich unterhalb der langfristigen Grenzkosten erwarten.

Das Immobliengeschäft ist halt traditionell von langen aber dafür umso heftigeren Preiszyklen gekannzeichnet (Boom Anfang der 1970, Krise Anfang/Mitte der 1980er, Boom Anfang der 1990er in Ost und West, Krise Anfang der 2000er Jahre, Boom ab 2010, Krise ab????).

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vor 19 Stunden schrieb Jb007:

Mach das, halte uns auf dem laufenden, Deutschland ist ein Meister darin, sich selbst im Weg zu stehen bedingt durch den Bürokratenaufwand. für jedwede Sache gibt es ein Gesetz/Verordnung... für die Zukunft dürfte Chaos vorprogrammiert sein, da man tlw. nicht mehr hinterher kommt und nur noch in der Bringschuld ist.

Es erinnert mich an Asterix im Irrenhaus, wo er nach dem Passierschein A38 fragt... Da dreht man mit der Zeit halt durch, ganz normal oder gibt halt auf.

Update: Also die HWK sagt es hält sich im Rahmen des Üblichen 😀

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Deutschland hat ein starken Mittelstand das ist fakt !! Nur weil manche hier aus dem Ghetto aus NRW oder so kommen reden die für ganz Deutschland, ich komme aus Hamburg und hier läuft alles blendend ! Wirtschaft brummt alle meine Boardinghäuser sind bis 2020 AUSGEBUCHT einfacher standart!

Natürlich wird alles nicht einfacher immer mehr Auflagen z.b Brandschutz etc  aber das trifft fast auf jede Branche zu Automobil/Versicherung etc..

Ich investiere auch im Ausland aber Deutschland ist ein Top Invest Standort !!! Hätten wir nicht soviel Bürokratie würde jeder machen was er will !

Ich persönlich finde das gut mit den Brandschutz etc es geht letztendlich um Menschen leben ..

 

 

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vor 7 Stunden schrieb HamburgInvest:

Deutschland hat ein starken Mittelstand das ist fakt !! Nur weil manche hier aus dem Ghetto aus NRW oder so kommen reden die für ganz Deutschland, ich komme aus Hamburg und hier läuft alles blendend ! Wirtschaft brummt alle meine Boardinghäuser sind bis 2020 AUSGEBUCHT einfacher standart!

Natürlich wird alles nicht einfacher immer mehr Auflagen z.b Brandschutz etc  aber das trifft fast auf jede Branche zu Automobil/Versicherung etc..

Ich investiere auch im Ausland aber Deutschland ist ein Top Invest Standort !!! Hätten wir nicht soviel Bürokratie würde jeder machen was er will !

Ich persönlich finde das gut mit den Brandschutz etc es geht letztendlich um Menschen leben ..

 

 

Du sprichst Als Hamburger für ganz Deutschland ? Wie der Seehofer aus dem Norden 😅😅
Kann ja sein, dass es in Snophausen gut läuft, aber das ist noch lange kein Indiz dafür, dass es die nächsten 20 Jahre auch noch gut läuft

bearbeitet von Jb007

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vor 7 Stunden schrieb HamburgInvest:

Deutschland hat ein starken Mittelstand das ist fakt !! Nur weil manche hier aus dem Ghetto aus NRW oder so kommen reden die für ganz Deutschland, ich komme aus Hamburg und hier läuft alles blendend ! Wirtschaft brummt alle meine Boardinghäuser sind bis 2020 AUSGEBUCHT einfacher standart!

Natürlich wird alles nicht einfacher immer mehr Auflagen z.b Brandschutz etc  aber das trifft fast auf jede Branche zu Automobil/Versicherung etc..

Ich investiere auch im Ausland aber Deutschland ist ein Top Invest Standort !!! Hätten wir nicht soviel Bürokratie würde jeder machen was er will !

Ich persönlich finde das gut mit den Brandschutz etc es geht letztendlich um Menschen leben ..

 

 

Ich erinnnere mich noch sehr gut an die astronomichen EFH-Preise um 1981 in Hamburg. Danach ging es dort bis Ende der 1980er stark abwärts. Man konnte Anfang der 1990er in WInterhude wenige 100m von Leinpfad, Rondeel etc. entfernt  für ca. 1000 Euro pro qm MFHs kaufen (wenn auch kaum saniert). Meist wurden damals MFH für das 10fache gehandelt. Hamburg hat wie kaum eine andere Stadt von der Öffnung des Ostblocks und der GLobalisierung profitiert. Aber auch in Hamburg werden wir bei ansteigenden Zinsen und zunehmenden Handelsspannungen Preisrückgänge sehen.

Ich persönlich habe nach 2007 in ostdeutschen Großstädten mit Schwerpunkt in BErlin und Umland mit S-Bahnanbindung/innerhalb Autobahnrings (über 60% der NKM) investiert. Dort boomt es überall. Wohnungen gehen fast überall wie geschnitten Brot. Die Mieten haben sich  bei meinen innerstädtischen MFH in Berlin  mehr als verdoppelt.

Deshalb/Trotzdem gehe ich perspektivisch von Preisrückgängen aus und verkaufe in Berlin peu a peu, um meine Schulden zu reduzieren und um zu diversifieren. In Hamburg würde ich aktuell ebenfalls verkaufen.

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