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Bluedream

Neue Mieterin verschweigt Hund

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Guten Tag Immopreneure,

ab 15.06 steht die Vermietung einer ETW auf dem Plan. Der Mietvertrag wurde schon am 1.05 unterzeichnet. Ich habe mir von der Mieterin eine Selbstauskunft ausfüllen lassen, in welcher auch nach Tieren gefragt wird. Darin gab sie an das keine Tiere in die Wohnung einziehen würden, auch auf meine Nachfrage hin, verneinte sie dies. Nun habe ich sie  wegen ein paar organisatorischen Dingen per WhatsApp kontaktiert. Auf ihrem Profil Bild war sie mit einem großen Hund zu sehen, auch auch im Status Hundesmylies. 

Nach ca. 10 Minuten habe ich gesehen dass sie meine Nachricht gelesen hat, daraufhin hat sie sofort ihr Profilbild herausgenommen, und eine Antwort kam bis heute nicht. 

Ich vermute dass sie einen Hund besitzt, mir diesen aber verschwiegen hat, und sie den Hund später einfach in die Wohnung nach holen möchte.... 

Gibt es die Möglichkeit herauszu finden ob sie wirklich einen Hund besitzt, Vll bei der Stadt etc.?

Wie würdet ihr Vorgehen, sie Vll darauf ansprechen und eine monatliche Mieterhöhung von 15€ für den Hund anbieten, oder den Mietvertrag sofort kündigen?

ich weiß grad nicht was ich tun soll ... 

 

viele Grüße

Edited by Bluedream

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Das rauszufinden wird wegen Datenschutz sicher schwierig werden. Wenn sie einen hat dann weisst du das zwar, aber eine Entscheidungshilfe hast du trotzdem nicht, weil du ja nicht sicher weisst ob der Hund wirklich ein Problem ist. Ich würde sie einfach darauf ansprechen/mit dem Profilbild konfrontieren, aus der Reaktion und einem Gespräch wirst du viel schlauer.

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vor 19 Minuten schrieb daeda:

 Ich würde sie einfach darauf ansprechen/mit dem Profilbild konfrontieren, aus der Reaktion und einem Gespräch wirst du viel schlauer.

Das werde ich injedemfall tun. Die Frage ist nur wie ich dann vorgehen soll. In meiner Selbstauskunft ist eine Klausel, dass jede falschangabe in der Selbstauskunft zu Unwirksamkeit des Mietvertrages führen kann. 

Von daher muss ich sie zum 15.06 nichtmal in meine Wohnung lassen....

oder aber ich vereinbare einen mietpreisaufschlag. Denn Fakt ist, mit der Wahrheit hätte sie die Wohnung nicht bekommen da ich viele andere Interessenten ohne Tiere hatte ...

Edited by Bluedream
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Hi Blue,

kannst Du aufgrund der Selbstauskunft den Vorvermieter kontaktieren? Das könnte einiges klären, ob Hund, Problemhund oder was auch immer.

BG Florian

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vor 4 Stunden schrieb Bluedream:

In meiner Selbstauskunft ist eine Klausel, dass jede falschangabe in der Selbstauskunft zu Unwirksamkeit des Mietvertrages führen kann. 

Ist diese Klausel in Bezug auf diese konkrete Frage schon mal von einem Gericht bestätigt worden?

Nur weil es da steht bedeutet das noch lange nicht, dass das im konkreten Fall auch so ist!

vor 4 Stunden schrieb Bluedream:

Von daher muss ich sie zum 15.06 nichtmal in meine Wohnung lassen....

Das ist natürlich Quatsch und könnte Dich in arge Schwierigkeiten bringen!

Stand heute ist nichts passiert, außer das Du es vorziehst, das Pfingstwochenende mit wilden Spekulationen zu verbringen. 

Es ist nicht verboten, Hunde zu besitzen oder Hundefotos in Profilbildern zu veröffentlichen und ob die Mieterin gegen den Mietvertrag verstößt weißt Du erst nach dem Einzug! Wenn dann ein Hund dabei ist kannst Du sie abmahnen und im Zweifel kündigen.

Bis dahin empfehle ich Dir, das schöne Wetter zu genießen ....

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Noch mal auf den Punkt

vor 6 Stunden schrieb Bluedream:

Ich vermute dass sie einen Hund besitzt, mir diesen aber verschwiegen hat, und sie den Hund später einfach in die Wohnung nach holen möchte.... 

Gibt es die Möglichkeit herauszu finden ob sie wirklich einen Hund besitzt, Vll bei der Stadt etc.?

Selbst wenn sie 200 Hunde besitzt - es geht Dich nichts an!

Für Dich ist nur relevant, ob Deine Mieterin gegen den Mietvertrag verstößt - und das geht in diesem Fall nur nach Einzug ....

vor 6 Stunden schrieb Bluedream:

oder den Mietvertrag sofort kündigen?

Das kannst Du nicht, da sie gegen keinen Punkt des Mietvertrages verstoßen hat!

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Hallo Blue, formaljuristisch hat Arndt natürlich Recht. Das hilft Dir aber auch nicht weiter, denn wenn die Mieterin erst einmal mit Hund eingezogen ist wird es für Dich sehr schwer, da die Gerichte ein Verbot der Hundehaltung mittlerweile sehr kritisch sehen.

Ich würde also erst einmal prüfen ob es wirklich einen sachlichen Grund für ein Tierhaltungsverbot gibt, z.B. jemand mit einer Allergie im Haus, oder kleine Kinder (wenn es sich um einen Schäferhund o.ä. handelt; gegen einen Dackel nützt Dir das nichts). In der Praxis wird das eher selten der Fall sein.

Dann würde ich vor Einzug das Gespräch mit der Mieterin suchen. Sie wird ja ihre alte Wohnung gekündigt haben, muss da also raus, da kannst Du ihr ja schlecht den Einzug verwehren. Wenn Du dich freundlich auf eine Tasse Kaffee anmeldest und das Thema mit ihr besprechen willst werden 90% der Leute sich darauf einlassen.

Vielleicht gibt es ja eine ganz andere Erklärung für das Hundebild, oder der Hund ist gerade eingegangen, oder oder oder.

Falls Sie wirklich mit Hund einziehen will ist die Idee mit dem Mietzuschlag ja auch eine Variante die es für Dich erträglich macht. U.U. ist es ihr das Wert um dort in Ruhe leben zu können -  dann schließe aber eine private Vereinbarung mit ihr und begrenze das auf einen Hund.

Wenn Sie jedoch mauert und Dich völlig auflaufen lässt weißt Du ja was auf Dich zukommt !

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vor 10 Stunden schrieb Arnd Uftring:

Ist diese Klausel in Bezug auf diese konkrete Frage schon mal von einem Gericht bestätigt worden?

Nein nicht das ich wüsste, aber muss sich ein Vermieter echt so verarschen lassen?

Die Interessenten können also sämtliche Falschangaben in der Selbstauskunft angeben und zB die Schufa fälschen, mir alles unterschreiben, dass der Mietvertrag nur bei wahrheitsgemäßer Aussagen zustande kommt. Und trotzdem muss man den Mieter dann in seine Wohnung lassen? Das ist ja unglaublich, armes Deutschland :( 

Wozu machen wir dann überhaupt noch eine Selbstauskunft ? 🤷🏼‍♂️

Edited by Bluedream

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Hallo Blue, ganz so ist es auch nicht.

U.U. ist tatsächlich die nicht wahrheitsgemäße Selbstauskunft ein Kündigungsgrund. Aber willst Du das wirklich ? Dann hast Du ja nur Ärger und ein echtes Risiko vor Gericht zu verlieren. Wer weiß, was für Storys die Mieterin und ihr Anwalt da auftischen. Lässt sich alles darstellen.

In jedem Fall kann die Mieterin - auch 3 Tage nach Einzug - Dich um Genehmigung der Hundehaltung bitten und Du wirst dann Probleme bekommen ihr das zu verbieten. Da ist leider die Rechtsprechung in den letzten 2-3 Jahren sehr mieter-/tierfreundlich geworden.

Also, geschmeidig bleiben und das Gespräch suchen !

 

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Miteinander zu reden hat noch nie geschadet, insbesondere um Missverständnisse u.ä. aus der Welt zu räumen. Neue Handlungsoptionen ergeben sich für Dich daraus aber nicht - Du hast einen gültigen Mietvertrag und den musst Du erfüllen. Die neue Mieterin hat per Mietvertrag anerkannt, dass Hunde nicht erlaubt sind - einen Verstoß hiergegen kannst Du erst ahnden, wenn er begangen wurde.

Anders verhält es sich mit Angaben, die zwingend relevant sind für den Vollzug des Mietvertrages, zum Beispiel bei Angaben hinsichtlich der Bonität. Wird hier geschummelt kann sich daraus ein Kündigungsgrund noch vor Einzug ergeben, aber auch das muss erstmal gerichtsfest festgestellt werden. Die Frage "besitzt Du einen Hund" ist hier nicht relevant, es darf sogar bezweifelt werden, ob es eine zulässige Frage ist.

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass ihr(e) Hund(e) eventuell bei den Eltern wohnen könnte(n) und Du Dir völlig unnötig Gedanken machst?

Klarheit hast Du zum Einzug, vorher ist alles Spekulation!

 

 

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[...]eine monatliche Mieterhöhung von 15€ für den Hund anbieten [...]


Was ist denn deine Motivation für die Mieterhöhung? Nimmst du an, dass durch den Hund die Wohnung gegebenenfalls beschädigt - und die Renovierung dich deswegen teurer kommt? Oder was ist der Grund für die 15 €?

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Bluedream, im Moment ist noch nichts passiert, wenn du nun handelst, indem du den Einzug verweigerst, bist du vertragsbrüchig und schadensersatzpflichtig.Das wäre so, als würde ich dich heute auf Schmerzensgeld verklagen, weil du mich morgen eventuell mit deinem Auto anfährst.

Die Hunde auf dem Profilbild könnten jemand anderem gehören, könnten Tiere sein die die Dame im Tierheim betreut (z.B. mit denen Gassi geht) oder es könnten ihre sein, weißt du alles nicht, kannst du alles nicht nachweisen.

Das erste, was man tun sollte ist reden, hier kann man bereits viel klären.

Generell ist die Tierhaltung in Wohnungen auch erlaubt, hier kann man nur mit einer handfesten Begründung die Tierhaltung ablehnen, z.B. wenn es sich um Tiere handelt die einen generellen Ekel verursachen, wie Schlangen oder Spinnen.
Kleinere Tiere wie Hasen, Katzen und Hunde die nicht unter die 20/40 Kategorie (große Hunde) fallen, sind hinzunehmen (wobei meine persönliche Meinung ist, dass man hier auch auf die Quantität achten darf und muss, aus Gründen des Tierschutz und dem Objekt und der anderen Mieter zuliebe).
Große Hunde oder sogenannte Anlagehunde insbesondere sind von Bundesland zu Bundesland teilweise unterschiedlich geregelt.
Bei Anlagehunde kann eine gewisse Fläche vorgeschrieben sein, die diesen bereit gestellt werden muss.

Was die Mieterhöhung angeht, aufgrund des Hundes (sofern der wirklich vorhanden ist), ist dann die Frage ob dies vertraglich in Ordnung geht.
Wie bereits gesagt ist Tierhaltung generell nicht verboten laut Rechtsprechung, demnach könnte eine Mieterhöhung mit der Begründung der vorhandenen Tiere eventuell auch ins Leere laufen vor Gericht.
Fraglich ist auch, ob du generell bei vorhandenen Tiere die Miete erhöhen darfst, auch wenn dies im Vertrag geregelt ist.
Eventuelle Schäden als Grund zu benennen ist etwas dünn, da es sich nur um die Möglichkeit handelt, dass ein Schaden eintritt.

Wenn dieser eingetreten ist, dann musst du halt Forderungen stellen, aber im Vorfeld die möglichen Schäden sich bezahlen zu lassen, da sind wir dann wieder bei dem Schmerzensgeld von oben, welches du mir bereits sicherlich dann nun schon schulden würdest :) 

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vor 8 Stunden schrieb Rooki€:


Was ist denn deine Motivation für die Mieterhöhung? Nimmst du an, dass durch den Hund die Wohnung gegebenenfalls beschädigt - und die Renovierung dich deswegen teurer kommt? Oder was ist der Grund für die 15 €?

 

Das hat mehrere Gründe. ZB. Das ich den Stress mit der Hausverwaltung einfach nicht haben will, wenn der Hund bellt. Oder das ich einfach keine Tiere in meiner Wohnung haben möchte. 

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Am 21.5.2018 um 10:48 schrieb Arnd Uftring:

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass ihr(e) Hund(e) eventuell bei den Eltern wohnen könnte(n) und Du Dir völlig unnötig Gedanken machst?

Klarheit hast Du zum Einzug, vorher ist alles Spekulation!

 

 

Genau das dachte ich auch Arnd! Zumal sie mir ja auch bei der Besichtigung versichert und unterschrieben hat das kein Hund einziehen wird. 

ich dachte der Hund ist bestimmt von Freunden. 

Mir kam der Gedanke erst, als sie sofort ihr Profilbild geändert hat, nachdem sie die Nachricht gelesen hat. 

Aber Leute, ihr habt sicher wichtigeres zu tun. Ich will euch nicht mit der Story nerven. Wenn der Hund kommt dann kommt er, damit hab ich mich nun abgefunden...

Edited by Bluedream

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Ja gibt es. Also sie scheint ein großer Hunde Fan zu sein. Heute war ich in ihrer Wohnung und sie hatte ein paar Hunde Bilder. Jedoch hat sie keinen Hund. Aber die Wohnung ist sehr sauber und gepflegt. Also ich bin doch froh sie als Mieterin zu haben. Sollte sie mal den Wunsch nach einem Hund haben, kann sie ihn von mir aus nehmen :)

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Na das klingt doch super! Also völlig umsonst Sorgen gemacht und sich geärgert! 
Bei der heutigen Mietsituation, gerade in den Ballungsgebieten muss man sich als Vermieter nicht wundern, wenn das Haustier verschwiegen werden sollte. Manch einer möchte sich seinen Wunsch-Mieter ja förmlich backen. Sicher muss der Mieter in ordnung sein, Bonität muss stimmen, die vermietete Immobilie soll pfleglich behandelt werden,.... Aber ein Haustier schliesst sowas ja nicht gleich aus. Hundehalter sollten sowieso über eine Hundehaftpflichtversicherung verfügen. Für Katzen gibt es sowas nicht speziell, da sie vergleichsweise wenig/geringe Schäden anrichten. Das ist sogar durch die Privathaftpflicht des Mieters abgedeckt!

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Das Problem ist was passiert sobald jemand mit einem Hund einzieht:
- Leute mit schlimmen Allergien können nicht atmen. Kenne solche Leute. Da reichen paar Haare im Flur.
- andere Mieter wollen auch in Hund. Die Hausordnung, die aufgestellt wurde, ist dann hinfällig
- Ruhestörung sind möglich
- von Horrorszenarien mit 20 Katzen spreche ich gar nicht. Die machen, aber auch vielen Angst.

Auf jedenfalls können Haustiere den hHausfrieden stören. Können, nicht müssen. Die Angst spielt viel mit.

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