Jump to content
Immopreneur.de | Community für erfolgreiche Immobilieninvestoren
Sign in to follow this  
Leon1517001105

„Verhandeln muss man lernen.“?

Recommended Posts

vor 26 Minuten schrieb enterpreneur:

Ja, ist das so? Oder weiß der Makler, dass es durchaus Verkäufer gibt, die auch mal auf ein sehr geringes Gegeangebot eingehen? Und nimmt dich deshalb doch ernst.. Es wird solche und solche Makler geben.
 

Wenn ein Makler ein Auftrag akquiriert, gibt es eine Preisbesprechung mit dem Eigentümer- wenn er Angebote von 50% dadrunter anschleppt, ist er disqualifiziert und seinem Ruf würde es eher schädigen - das macht kein solides Maklerunternehmen.

für mich ist sowas unbegreiflich , wie man sowas machen kann, hat für mich auch nichts mit seriösen bzw. ernstzunehmenden Verhalten zu tun.

Selbst 30% finde ich schon ziemlich Unverschämt. Wenn ich 30% weniger  bieten will , gehe ich auf Versteigerungen 

Edited by Jb007

Share this post


Link to post
Share on other sites

Anscheinend hoch-emotionales Thema...Aber ich sag mal beide Kontrahenten haben ein Stück weit Recht.

@Jb007Du hast Recht, es ist auch nicht meine Strategie. Ich sehe auch einen weiteren großen Nachteil, denn ein strukturiertes Portfolio wird man so nicht zusammenbekommen - nur ein Sammelsurium von Immobilien. Ich überlege mir schon genau mit welchen Objekten ich mich befasse, da ist der Preis nur eines von mehreren Kriterien.

Und, ja, die "Spassbieter" (man könnte sie auch Schnäppchenjäger nennen) á la @Eduard H. sind bei manchen Maklern verrufen und vielleicht auf der roten Liste.

Auf der anderen Seite gibt es eben immer auch mal Ladenhüter die dann wirklich weg müssen, und da wird auch der konservativste Makler sich an das Niedrig-Gebot erinnern und es wieder aus dem Papierkorb kramen. Und wenn ein Käufer fleißig bietet und geduldig ist wird er so auch immer mal wieder Erfolg haben.

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 14 Stunden schrieb DiBe:

ihre Interessentenliste offen liegen bei der Besichtigung oder so....

M.E. kann man die Sache nicht so verallgemeinern. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Vor ein paar Jahren habe ich MFHs mit teilweise erheblichen Preisabschlägen aus der Bankensanierung gekauft (teilweise 50% ggü. ursprüchlichen Immoscout-Angebot). Ich habe allerdings vorher (wichtig!!!) dem Makler mitgeteilt, dass ich den Marktwert deutlich tiefer sehen würde und dieses ausgiebig begründet (fehlende Baugenehmigung, hoher Leerstand etc.). Häufig waren damals die Preise durch die Buchwerte der Verkäufer/Banken getrieben (d.h. sie konnten nur schwer mit einem Verkaufspreis unter Buchwert werben, da sie sonst sofort die Abschreibung hätten machen müssen). In solchen Situationen war ich dann der einzige Bieter.......

Der Hauptpunkt ist hier Kommunikation. Meist erkennt man schon bei ersten Gespräch mit dem Makler (d.h. bevor man besichtigt hat), ob man einen vernünftigen Preis erzielen kann. Wenn man dann frühzeitig mitteilt, die Sache nicht weiter zu verfolgen, sehe ich keine Problem. Reines Spaßbieten (insbesondere, wenn man schon vor der Besichtigung wußte, dass man nicht in der Nähe des angebotenen Preises bieten kann und es keine Probleme geben dürfte, die einen erheblichen Abschlag rechtfertigen) würde ich unbedingt vermieten. Man verbrennt sich sonst schnell im Markt.

 

Edited by Andreas
  • Like 3

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich verstehe die Emotionen nicht. Die meisten Eigentümer und Makler gehen erst einmal mit einem „Wunschpreis“ auf den Markt. Ich hatte letztes Jahr eine spannende Besichtigung mit einem auswärtigen Makler, der die Güte hatte, mir auf dem Rückweg von einem anderen Termin 15mins Zeit für die Besichtigung einzuräumen. Für ihn musste alles ganz ganz schnell gehen, denn er ist von München und solche Peanuts am Land interessieren ihn eigentlich gar nicht. Ausgeschrieben war das Objekt für 798k, er behauptete steif und fest dass „die Bank“ es dafür eingewertet hätte. Also hab ich nach der Besichtigung meine Bekannten in den regionalen Immobilienabteilungen durchgerufen und siehe da - eine davon hat die ominöse „Bankbewertung“ gemacht. Realistischer Preis 600-640k, nur die Eigentümerin wollte es halt nicht hören. Nachdem ich 650k schriftlich mit Begründung geboten hatte, rief der Makler ganz erbost an und sagte wie frech ich wäre einfach so 150k weniger zu bieten. Das kenne er aus München sonst nicht. Ich entgegnete, man könnte es auch als frech empfinden das Objekt 150k zu teuer anzubieten. Am Ende ging es für knapp 700k weg. 

Solche Geschichten habe ich etliche erlebt. Auch in die andere Richtung als plötzlich alle sich gegenseitig hochboten.

Also schön alles sauber für sich selbst kalkulieren und dann entweder bieten oder es lassen. Viel Spaß :-)

  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 6 Stunden schrieb Wladimir Simonov:

 

Also schön alles sauber für sich selbst kalkulieren und dann entweder bieten oder es lassen. Viel Spaß :-)

So sehe ich es auch. Genau so wie ich über Wunschangebotspreise, die heute regelmäßig bis zum Doppelten des erzielbaren Kurses liegen nur den Kopf schüttel, kann es ja der Makler auch machen, wenn er auf eine bereits realistisches Angebot nur 50% geboten bekommt. Beide Extreme gibt es. Bei einem bereits realistischem Angebotspreis würde ich nicht nur 50% bieten, bei einem total überzogenen mache ich gar nichts oder eben wenn es Sinn macht, ein aus meiner Sicht realistisches Angebot, dass ich dann, wie oben beschrieben aber auch gut begründen kann.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich denke auch, dass man den Einzelfall betrachten muss. Und am wichtigsten ist, dass man sein individuelles Angebot ordentlich! begründet.
So kann man schon mal -30% aushandeln.

Fakt ist aber auch, dass ich nicht ohne Besichtigung verhandle - und schon gar nicht um 20% und mehr.. das empfinde auch ich in der Tat unseriös - genau wie die Mehrzahl der Makler.

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 9 Stunden schrieb Jb007:

Wenn ein Makler ein Auftrag akquiriert, gibt es eine Preisbesprechung mit dem Eigentümer- wenn er Angebote von 50% dadrunter anschleppt, ist er disqualifiziert und seinem Ruf würde es eher schädigen - das macht kein solides Maklerunternehmen.

für mich ist sowas unbegreiflich , wie man sowas machen kann, hat für mich auch nichts mit seriösen bzw. ernstzunehmenden Verhalten zu tun.

Selbst 30% finde ich schon ziemlich Unverschämt. Wenn ich 30% weniger  bieten will , gehe ich auf Versteigerungen 

Ich komme gerade von einer Besichtigung mit einer Maklerin von dem führenden Maklerbüro hier vor Ort. Ich habe ein WGH mit 3 Wohn- und einer Gewerbeeinheit (200 qm Wohn- und 100 qm Gewerbefläche) besichtigt. Direkt in der Fußgängerzone. Der Angebotspreis belief sich auf 245.000 €. Bei der Besichtigung kamen eklatante Mängel zum Vorschein. Abgesackter Boden, Risse in der Decke und an den Wänden, undichtes Dach, teilweise verrottete Dachbalken. Hier sind neben der normalen Kernsanierung auch noch die Statik scheinbar im Argen. Nachdem die Maklerin gemerkt hatte, dass ich wohl eher nicht an dem Objekt interessiert bin, kam sie ins Plaudern. U.a. erzählte sie, dass sie bereits zwei Angebote hätte, ein mal 150.000 Euro und ein mal 170.000 Euro. Nun, sie hatte trotz des bis zu 40%igen Abschlags weder den Eindruck gemacht, dass sie erbost über die Angebote war, noch dass sie die beiden Angebote zum Teufel jagen wollte. Ganz im Gegenteil, das sind für sie, so hatte ich das Gefühl, quasi der Griff zum Strohhalm, um dieses Objekt noch zu einem passablen Preis zu veräußern. Das Haus ist in meinen Augen keine 100.000 Euro, sondern maximal den Bodenwert abzüglich Abrisskosten wert und voll von Unwägbarkeiten und finanziellen Risiken. Ich werde aus diesen Gründen kein Gebot abgeben.

Aber wie man sieht, trifft deine pauschale Aussage hier überhaupt nicht zu.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 15 Minuten schrieb Eduard H.:

Aber wie man sieht, trifft deine pauschale Aussage hier überhaupt nicht zu.

Wenn man das Ziel hat ein Maklernetzwerk aufzubauen, dann würde ich ehe dem Jb zustimmen.  Jeder Makler ist  an einem schnellen Vertragsabschluss interessiert, weil erst dann seine Provision fällig ist. Der hat keine Lust für 40 Besichtigungen, 100 Exposes und unzählige Vertragsverhandlungen, die noch am Ende abgebrochen werden, weil diese extrem zeitintensiv sind. 

Jeder Makler hat Interesse an einen seriösen zahlsfähigen Interessenten zu verkaufen, der  nicht dies und jenes überprüfen müsste, noch überlegen muss und am Ende abspringt. Wenn man bei dem Makler guten Ruf hat (in der Regel wenn man schon irgendwas gekauft hat und die schnell über die Bühne gelaufen ist), bekommt man häufig Exposes, die erst in 2-3 Wochen bei scout24 erscheinen. Die guten Objekte gehen erst an die Bestandkunden. Erst dann wenn keiner zugeschlagen hat, geht es auf den freien Markt.

Natürllich gibt es bei den vielen Objekten etwas Verhandlungsspielraum. Das ist aber sehr Einzelfallbezogen und liegt in der Regel allenfalls bei 10 -15 %. Da wird tatsächlich halt der Markt ausgetestet. 

In der Regel macht es kein Sinn am nächsten Tag als Anzeige bei scout freigeschaltet wurde hinzurennen und noch ein Angebot mit 40 % Abschlag zu unterbreiten. Da wartet lieber je nach  Objekt 2-3 Wochen oder 2-3 Monate ab. Falls die Bude noch da ist, kann man eigene Preisvorstellung übermitteln. Da ist auch der Makler in der Regel deutlich mehr  gesprächtsbereit, weil er keinen Lust hat unzählige Besichtigungen durchzuführen und möglicherweise auch Eigentümer ihn etwas drängen Ergebnisse zu liefern.

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor einer Stunde schrieb Eduard H.:

Ich komme gerade von einer Besichtigung mit einer Maklerin von dem führenden Maklerbüro hier vor Ort. Ich habe ein WGH mit 3 Wohn- und einer Gewerbeeinheit (200 qm Wohn- und 100 qm Gewerbefläche) besichtigt. Direkt in der Fußgängerzone. Der Angebotspreis belief sich auf 245.000 €. Bei der Besichtigung kamen eklatante Mängel zum Vorschein. Abgesackter Boden, Risse in der Decke und an den Wänden, undichtes Dach, teilweise verrottete Dachbalken. Hier sind neben der normalen Kernsanierung auch noch die Statik scheinbar im Argen. Nachdem die Maklerin gemerkt hatte, dass ich wohl eher nicht an dem Objekt interessiert bin, kam sie ins Plaudern. U.a. erzählte sie, dass sie bereits zwei Angebote hätte, ein mal 150.000 Euro und ein mal 170.000 Euro. Nun, sie hatte trotz des bis zu 40%igen Abschlags weder den Eindruck gemacht, dass sie erbost über die Angebote war, noch dass sie die beiden Angebote zum Teufel jagen wollte. Ganz im Gegenteil, das sind für sie, so hatte ich das Gefühl, quasi der Griff zum Strohhalm, um dieses Objekt noch zu einem passablen Preis zu veräußern. Das Haus ist in meinen Augen keine 100.000 Euro, sondern maximal den Bodenwert abzüglich Abrisskosten wert und voll von Unwägbarkeiten und finanziellen Risiken. Ich werde aus diesen Gründen kein Gebot abgeben.

Aber wie man sieht, trifft deine pauschale Aussage hier überhaupt nicht zu.

Sry aber die Leute erzählen immer viel - ich glaube nur noch das, was ich selbst gesehen /erlebt habe 

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 15 Minuten schrieb eugkoll:

In der Regel macht es kein Sinn am nächsten Tag als Anzeige bei scout freigeschaltet wurde hinzurennen und noch ein Angebot mit 40 % Abschlag zu unterbreiten. Da wartet lieber je nach  Objekt 2-3 Wochen oder 2-3 Monate ab. Falls die Bude noch da ist, kann man eigene Preisvorstellung übermitteln. Da ist auch der Makler in der Regel deutlich mehr  gesprächtsbereit, weil er keinen Lust hat unzählige Besichtigungen durchzuführen und möglicherweise auch Eigentümer ihn etwas drängen Ergebnisse zu liefern.

Das Problem bei diesem Vorgehen ist nur das, dass du nie weißt, wann der richtige Zeitpunkt ist und die Gefahr, dass kurz bevor du ein Angebot abgibst, es dir vielleicht für den Preis, den du bereit wärst zu bieten weggeht. Daher mache ich solche Spielchen mit tatktischen Abwarten und dann irgendwann später einen Besichtigungstermin machen. Ich mache sofort, sobald ich von dem Objekt erfahre, einen Termin aus und besichtige. Danach gibt es innerhalb der kommenden Tage ein schriftliches Angebot mit einer kurzen Begründung und dem Verweis, dass ich entweder bis zu einem bestimmten Datum eine Antwort brauche oder der Makler sich gerne auch zu einem deutlich späteren Zeitpunkt melden kann. Die Sympathie des Maklers muss ich bereits bei der Besichtigung gewonnen haben, dann kann es was werden.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 20 Minuten schrieb Eduard H.:

Das Problem bei diesem Vorgehen ist nur das, dass du nie weißt, wann der richtige Zeitpunkt ist und die Gefahr, dass kurz bevor du ein Angebot abgibst, es dir vielleicht für den Preis, den du bereit wärst zu bieten weggeht.

Da hast du Eduard vollkommen recht :).

Letztes Jahr bei einem Objekt zu lange abgewartet (die Bude war fast 1.5 Jahre auf dem Markt, ist aber für 60 % von dem urspunglichen Inseratspreis weggangen). Als ich kam war der Verkäufer bereits mit dem Bestandsmieter in sehr fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen. Laut Makler wurde die Ratenzahlung vereinbart. Der Verkäufer war aus der alten Schule und meinte der hat sein Wort gegeben und der Mieter hat Vorrang (auch wenn wir den gesamten Kaufpreis sofort bezahlen wollten).

Schade, das wäre sehr gute Kapitalanlage gewesen. Das ist aber bestimmt nicht die letzte Bruchbude in der Umgebung.  So ist halt das Leben.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 26 Minuten schrieb Jb007:

Sry aber die Leute erzählen immer viel - ich glaube nur noch das, was ich selbst gesehen /erlebt habe 

Ich kann dir natürlich nicht beweisen, dass sie das gesagt hat, was ich oben schrieb, aber ich kann dir beweisen, dass ich einen Besichtigungstermin vorhin hatte. Die persönlichen Stellen habe ich unkenntlich gemacht. Den Rest kannst du entweder glauben oder es lassen.

eMail.thumb.png.47e8cf19267773defcf1a7fa064cdaad.png

Share this post


Link to post
Share on other sites

ich glaub es muss dem Makler deutlich werden, dass Du wirklich kaufen willst und dass Du auch kaufen kannst, also eine Finanzierung hast. Wenn es Gründe gibt, kan man auch 50% runter. Hier im Hinterland kann ich bei einem runtergerockten Bauernhof locker sagen: " Für die Hälfte kommen wir ins Geschäft" - verkaufe erst mal so ein Teil in Z-Lage. Da bist Du froh, wenn in einem halben Jahr wenigstens einer mal anruft und wenn der noch ein Angebot abgibt - ist doch super. 

 

  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

×
×
  • Create New...