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Leon1517001105

„Verhandeln muss man lernen.“?

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Hallo,

 

Angeblich bezahlt keiner den Preis der am Anfang im Expose steht. Es ist nur ein Richtwert und das ist Verkäufer und potentiellem Käufer gleichermaßen klar.

Ich selber habe keine Erfahrung damit, höre Dinge wie

„ziehe einfach die Mängel preislich listenmäßig vom Expose Angebot ab.“

Oder

„Nenne eine möglichst kleine Summe damit dein eigentlicher Preis „ganz gut“ klingt.“

 

Um nun dieses Spiel richtig zu spielen, den Bogen nicht zu überspannen und gleichzeitig doch an das preislich machbare ran zu gehen – wie habt ihr das gelernt?

Gibt es Bücher die euch weiter gebracht haben zum Thema?

Was hat euch geholfen verhandeln zu lernen?

 

Gruß

Chris

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"Deal, du gibst mir was ich will" habe ich ebenfalls gelesen. Bietet einige sehr nette Punkte, die man vielleicht unbewusst weiß, aber nie aktiv umsetzt.

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Bitte die Verhandlungskünste nicht überbewerten ! Der Markt macht den Preis !!!

Was nutzt es, wenn Du noch so geschickt begründen kannst dass die Wohnung nur 80.000 € wert ist - und ein anderer Interessent bietet 100.000.

Aber Du hast Recht mit deiner Aussage das der Preis aus dem Exposé immer nur der "Startpreis" ist, über den dann verhandelt wird. Bei soliden Maklern, die den Preis von vorneherein richtig einschätzen, ist der Spielraum aber oft begrenzt.

Übrigens kann es auch nach oben gehen, wenn der Markt nur heiss genug ist !

 

Wichtiger finde ich sich Gedanken zu machen was einem das Objekt wert ist und dann diesen Preis auch zu zahlen (oder natürlich auch weniger, das ist ja mal klar).

Und versuche folgende Faktoren im Verkaufsprozess einzuschätzen:

- Wie ist die Situation des Verkäufers ? Ist er vielleicht finanziell unter Druck => Dann wird er für einen schnellen Abschluss vielleicht auch einen etwas niedrigeren Preis akzeptieren. Das erfährst Du niemals vom Makler, aber z.B. von der freundlichen Nachbarin, such doch mal das zwanglose Gespräch. (Beispiel: Maklerin erzählt mir wortreich dass die Verkäuferin doch überhaupt nicht unter Zeitdruck steht, vielleicht will sie es auch behalten usw...und dann erfahre ich von der Nachbarin dass die Eigentümerin absolut blank ist und auch noch ein Alkoholproblem hat :thumbsup:).

- Wie ist die Marktlage, schlagen sich 3 Interessenten um das Objekt oder 30 ? Geh mal mit offenen Augen durch die Welt, manchmal lassen Makler ihre Interessentenliste offen liegen bei der Besichtigung oder so....

Und dann gibt es noch die die ich immer "Spassbieter" nenne, die überall bieten, immer 30 bis 50% unter Preis, in der Hoffnung dass es irgendwann einmal klappt. Da muss man aber auch die Mentalität für so etwas haben, meins ist das nicht. Aber auch das kann eine Strategie sein !

 

Noch eine Möglichkeit: Bei den einschlägigen Immoportalen kann man auch nach Aktualität filtern. Such Dir hier die Objekte vom Ende der Liste, d.h. die schon länger in der Vermarktung sind. Manchmal gibt es da die Möglichkeit einen "Sitzenbleiber" aufzustöbern, bei dem am Preis was geht.
 

Edited by DiBe
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Ich kann nur zustimmen dass es von so vielen Faktoren abhängt. Als Beispiel hat mir meine letzte Preisverhandlung gezeigt, dass man auch nichts ausschließen soll.

Ich habe in einer größeren Wohnanlage eine ETW gefunden. Diese war Preislich im Rahmen angebotene und der Verhandlungsspielraum hat sich als im erwartbaren Rahmen mit gut 10% (D-Lage) bestätigt und entspricht somit meiner Kalkulation.

Da mir die Wohnung für eine separate Finanzierung mit gut 40T€ für ein Einzeldarlehen etwas gering erschien und mir die Wohnanlage als solche sehr gut gefällt, hatte ich mich gefreut, zufällig auf einem der großen Portale eine weitere ETW im gleichen Objekt, zu einem leider weltfremden Preis zu entdecken. Bei diesem Angebot hätte ich normalerweise nichts unternommen. In diesem Fall aber habe ich den Makler angeschrieben und keinen Hehl daraus gemacht, dass ich an der ETW zwar sehr interessiert bin, sich unsere Wertvorstellungen vom Objekt jedoch extrem unterscheiden und er mich, sollte der Eigentümer zu deutlichen Preiszugeständnissen bereit sein, gerne kontaktieren kann.

Als der Anruf vom Makler kam, hatte dieser nach kurzem Gespräch eine Schmerzgrenze von gut 76% vom ursprünglichen Angebotspreises genannt. Daraufhin habe ich Ihm freundlich mitgeteilt, dass das noch immer weit von meinen Vorstellungen weg ist, ich ihm aber falls er das möchte, gerne ein schriftliches Angebot unterbreite. Nachdem er interessiert war, habe ich ein gut begründetes Angebot (vielen Dank an der Stelle an @Thomas Knedel für das Angebotsschreiben im Buch, an das ich mein Schreiben angelehnt habe) mit 55% vom ursprünglichen Angebotspreis rausgeschickt. Am nächsten Tag kam der Anruf vom Makler, dass die Eigentümerin mein Angebot nicht akzeptiert, Sie sich aber ggf. auf 68% "breitschlagen" lassen würde. Das Spiel begann von neuem in dem ich dem Makler mitteilte dass das für mich nach wie vor nicht interessant ist, ich aber falls er interessiert ist, noch einmal darüber nachdenke mein Angebot geringfügig nachzubessern. Nachdem er interessiert war, habe ich mein Angebot  auf 59% erhöht. 2 Tage später hatte ich die Zusage.

Um hier nicht den Eindruck zu erwecken, dass so etwas einfach so möglich ist, muss man einige Hintergründe kennen:

  1. der erste Angebotspreis war tatsächlich deutlich überhöht
  2. Mein einmal nachgebessertes Angebot entsprach auch meinem noch akzeptierten Preis und ich hätte die Verhandlung danach abgebrochen
  3. Den Preis sehe ich für das Objekt und dem Standort als vertretbar und fair andere mögen dazu eine andere Meinung haben
  4. Die Eigentümerin war aus persönlichen Gründen an einer für sie komfortablen Abwicklung interessiert.
  5. ich komme zum Notartermin in Ihre Stadt (gut 200 KM entfernt)
  6. ich vermute dass zu dem ursprünglichen Angebotspreis sich wenig bis nichts getan hat.

Fazit: So etwas gibt es noch. Sicher ist es nicht die Regel und vermutlich eher in weniger nachgefragten Standorten möglich und jede Situation ist anders. Der u.a. vom Thomas Sell und vielen hier aus dem Forum propagierte Ansatz, seinen eigenen Preis zu kalkulieren und diesen maximal anzubieten ist auch heute nach wie vor zu empfehlen.

Viel Erfolg!

Beste Grüße

Florian 

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vor einer Stunde schrieb DiBe:

Und dann gibt es noch die die ich immer "Spassbieter" nenne, die überall bieten, immer 30 bis 50% unter Preis, in der Hoffnung dass es irgendwann einmal klappt. Da muss man aber auch die Mentalität für so etwas haben, meins ist das nicht. Aber auch das kann eine Strategie sein !

Ich gehöre zu diesen "Spaßbietern", wobei ich mich als solcher niemals bezeichnen würde. Wenn ich ein Objekt besichtige und es sich nicht als Totalruine erweist und ich den Umfang der Sanierung leisten kann, gebe ich immer ein Angebot ab. Je weniger ich das Objekt haben will, desto niedriger ist natürlich mein Angebotspreis und desto attraktiver wäre für mich der Kaufpreis und meine erzielbare Rendite. Ich gebe aber niemals einen Preis nur zum Spaß ab. Wenn ich einen Preis abgebe, kaufe ich auch zu diesem und ziehe mein Angebot nicht zurück, wenn ich den Zuschlag bekomme.

Ich finde dieses Vorgehen sehr charmant, weil ich ein Kaufpreisangebot mache und mich dann nicht mehr darum kümmere. Man kann hier eigentlich nur gewinnen. Entweder bekomme ich in ein paar Tagen, ein paar Wochen oder ein paar Monaten eine Zusage oder eben nicht. Gedanklich schließe ich nach meinem Angebot ab und beschäftige mich auch nicht weiter mit dem Objekt. Sollte eine positive Antwort erst viel später kommen, würde ich das Objekt noch einmal prüfen, ob sich in der Zwischenzeit etwas am status quo geändert hat.

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Verhandeln kann und sollte man, allerdings wird’s bei begehrten Objekten in guten Lagen nichts bringen - eher geht’s da nach oben. Meiner Erfahrung nach sind teilweise deutliche Preisabschläge möglich bei 

- längerer Vermarktung, wenn der Eigentümer schon den 2., 3. oder 4. Makler beauftragt hat

- deutlich überhöhten Startpreisen, die zum o.g. führen

- guten Objekten in schlechter Lage

- Angeboten absolut an der Zielgruppe vorbei wie zB letztes Jahr eine Luxusvilla im Gewerbegebiet oder dieses Jahr eine 200qm-ETW in einer EFH/DHH-Gegend

- Objekten mit für Eigentümer schwer einzuschätzenden Schäden 

- (kleinere) Objekten von auswärtigen Maklern, die 50-150km Anfahrt haben - die haben meist keine Lust auf lange Vermarktungsdauern und haben das Objekt meist nur sehr widerwillig und/oder aus Zwang/Verpflichtung angenommen und machen deshalb große Zugeständnisse und/oder Überzeugungsarbeit bei den Eigentümern 

- jeglichen Problem-Immobilien, natürlich nur sofern man die Probleme auch lösen kann

Was mE zu wenig gemacht wird, ist über alternative Zahlungsmodalitäten wie zB Verkäuferdarlehen mit den Eigentümern zu sprechen. Die wenigsten Eigentümer wissen was sie mit dem Geld jetzt anfangen sollen, viele sind auf das Geld gar nicht angewiesen und auf der Bank gibt’s eh nur Strafzinsen. Kombiniert mit den o.g. Faktoren kann man manches Mal sehr spannende Deals flechten :-)

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vor 10 Stunden schrieb Eduard H.:

Ich gehöre zu diesen "Spaßbietern", wobei ich mich als solcher niemals bezeichnen würde. Wenn ich ein Objekt besichtige und es sich nicht als Totalruine erweist und ich den Umfang der Sanierung leisten kann, gebe ich immer ein Angebot ab. Je weniger ich das Objekt haben will, desto niedriger ist natürlich mein Angebotspreis und desto attraktiver wäre für mich der Kaufpreis und meine erzielbare Rendite. Ich gebe aber niemals einen Preis nur zum Spaß ab. Wenn ich einen Preis abgebe, kaufe ich auch zu diesem und ziehe mein Angebot nicht zurück, wenn ich den Zuschlag bekomme.

Ich finde dieses Vorgehen sehr charmant, weil ich ein Kaufpreisangebot mache und mich dann nicht mehr darum kümmere. Man kann hier eigentlich nur gewinnen. Entweder bekomme ich in ein paar Tagen, ein paar Wochen oder ein paar Monaten eine Zusage oder eben nicht. Gedanklich schließe ich nach meinem Angebot ab und beschäftige mich auch nicht weiter mit dem Objekt. Sollte eine positive Antwort erst viel später kommen, würde ich das Objekt noch einmal prüfen, ob sich in der Zwischenzeit etwas am status quo geändert hat.

Ich empfinde sowas als unseriös - wenn ich weiß, dass das Objekt nicht in Frage kommt bzw. Zu viel zu tun ist, sage ich ab - wenn ich ein Preis von 30-50% weniger abgebe , wertet der Makler mich als Spinner ab und es ist sehr wahrscheinlich, dass ich mir künftige Geschäfte mit ihm kaputt mache 

wenn bei mir Leute so vorgehen, kriegen Sie keine Angebote mehr und auch keine Besichtigungen mehr... warum? Weil es reine Zeitverschwendung ist.

Warum sollte ein Eigentümer für die Hälfte verkaufen und das in der aktuellen Marktlage? Profis handeln auch nicht lange und viel rum, entweder das Objekt passt oder eben nicht 

man muss sich nur mal vorstellen dass man in einem Porsche Autohaus reingeht sich einen 911 Turbo anschaut und die Hälfte bietet , goldene RoleX oder ähnliches... die lachen einen doch aus, Lächerlich 

Edited by Jb007

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vor 24 Minuten schrieb Jb007:

man muss sich nur mal vorstellen dass man in einem Porsche Autohaus reingeht sich einen 911 Turbo anschaut und die Hälfte bietet , goldene RoleX oder ähnliches... die lachen einen doch aus, Lächerlich 

Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, einen 911er oder eine Rolex für die Hälfte zu bekommen - wenn die Umstände passen :-)

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vor 35 Minuten schrieb Wladimir Simonov:

Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, einen 911er oder eine Rolex für die Hälfte zu bekommen - wenn die Umstände passen :-)

Nee das gibt es nicht da zahlt schon der Pfandleiher mehr 

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vor einer Stunde schrieb Jb007:

Ich empfinde sowas als unseriös - wenn ich weiß, dass das Objekt nicht in Frage kommt bzw. Zu viel zu tun ist, sage ich ab - wenn ich ein Preis von 30-50% weniger abgebe , wertet der Makler mich als Spinner ab und es ist sehr wahrscheinlich, dass ich mir künftige Geschäfte mit ihm kaputt mache 

Du scheinst es nicht verstanden zu haben. Ich gebe kein niedriges Gebot ab, wenn ich es nicht haben will, sondern ich gebe das Angebot ab zu dem ich es haben will. Wenn ich ein Objekt gar nicht haben will, dann biete ich dafür auch nicht (Bauruine oder andere Begebenheiten, die für mich eine Rolle spielen). Das ist ein großer Unterschied und hat in meinen Augen nichts mit Unseriösität zu tun. Du kaufst doch selber zu Preisen, die teilweise 50 % vom teilweise überzogenen Marktpreis entfernt sind, zumindest propagierst du das hier sehr oft. Daher verstehe ich deinen Einwand jetzt nicht wirklich.

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vor einer Stunde schrieb Jb007:

man muss sich nur mal vorstellen dass man in einem Porsche Autohaus reingeht sich einen 911 Turbo anschaut und die Hälfte bietet , goldene RoleX oder ähnliches... die lachen einen doch aus, Lächerlich

Du kannst eine gebrauchte Immobilie in einer C-Lage wohl schlecht mit einem nagelneuen Luxusartikel vergleichen. Das macht überhaupt keinen Sinn!

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vor 23 Minuten schrieb Eduard H.:

Du scheinst es nicht verstanden zu haben. Ich gebe kein niedriges Gebot ab, wenn ich es nicht haben will, sondern ich gebe das Angebot ab zu dem ich es haben will. Wenn ich ein Objekt gar nicht haben will, dann biete ich dafür auch nicht (Bauruine oder andere Begebenheiten, die für mich eine Rolle spielen). Das ist ein großer Unterschied und hat in meinen Augen nichts mit Unseriösität zu tun. Du kaufst doch selber zu Preisen, die teilweise 50 % vom teilweise überzogenen Marktpreis entfernt sind, zumindest propagierst du das hier sehr oft. Daher verstehe ich deinen Einwand jetzt nicht wirklich.

Nee Du hast mich nicht verstanden - ich biete erst gar nicht wenn ich zu weit vom Angebotspreis entfernt bin. Alle meine Objekte habe ich so gekauft - ich empfinde es als unseriös, wenn ich für zb 300.000 EUR ein Objekt angefragt habe und nur 150.000,- oder 200.000,- EUR biete - ist doch lächerlich...

so verärgert man sich nur sein Umfeld und baut bestimmt kein Ankaufsnetzwerk auf 

Edited by Jb007

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vor 12 Stunden schrieb Eduard H.:

Ich gehöre zu diesen "Spaßbietern", wobei ich mich als solcher niemals bezeichnen würde. Wenn ich ein Objekt besichtige und es sich nicht als Totalruine erweist und ich den Umfang der Sanierung leisten kann, gebe ich immer ein Angebot ab. Je weniger ich das Objekt haben will, desto niedriger ist natürlich mein Angebotspreis und desto attraktiver wäre für mich der Kaufpreis und meine erzielbare Rendite. Ich gebe aber niemals einen Preis nur zum Spaß ab. Wenn ich einen Preis abgebe, kaufe ich auch zu diesem und ziehe mein Angebot nicht zurück, wenn ich den Zuschlag bekomme.

Ich finde dieses Vorgehen sehr charmant, weil ich ein Kaufpreisangebot mache und mich dann nicht mehr darum kümmere. Man kann hier eigentlich nur gewinnen. Entweder bekomme ich in ein paar Tagen, ein paar Wochen oder ein paar Monaten eine Zusage oder eben nicht. Gedanklich schließe ich nach meinem Angebot ab und beschäftige mich auch nicht weiter mit dem Objekt. Sollte eine positive Antwort erst viel später kommen, würde ich das Objekt noch einmal prüfen, ob sich in der Zwischenzeit etwas am status quo geändert hat.

Darf ich Dich dazu etwas fragen:
- Du befristest Dein Angebot also nicht?
- Du hakst nach Abgabe Deines Angebotes auch gar nicht mehr nach? Also schreibst nicht etwa nach 1,2,3 Wochen nochmal den Makler an, um weiterhin bestehendes Interesse zu bekunden
- Gibst du das Angebot mündlich oder schriftlich ab?
- Begründest du Dein Angebot oder nicht?

Danke, Eduard!

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vor 13 Minuten schrieb Jb007:

Nee Du hast mich nicht verstanden - ich biete erst gar nicht wenn ich zu weit vom Angebotspreis entfernt bin. Alle meine Objekte habe ich so gekauft - ich empfinde es als unseriös, wenn ich für zb 300.000 EUR ein Objekt angefragt habe und nur 150.000,- oder 200.000,- EUR biete - ist doch lächerlich...

Ich bin hin und hergerissen, ob ich das auch so sehe oder nicht.
Auf der anderen Seite: Was sollte schon daran sein ein sehr geringes Angebot abzugeben, man schadet doch niemandem. Der Makler/Eigentümer lässt im schlimmsten Fall Dein Angebot links liegen.
Interessant ist für mich einzig und allein die Frage, inwieweit eine Wahrscheinlichkeit besteht, bei einem sehr geringen Angebot einmal einen Zuschlag zu bekommen

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Interessant ist für mich einzig und allein die Frage, inwieweit eine Wahrscheinlichkeit besteht, bei einem sehr geringen Angebot einmal einen Zuschlag zu bekommen


Auf 100% der Angebote, die Du nicht abgibst, bekommst Du keinen Zuschlag.

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vor 19 Minuten schrieb enterpreneur:

Ich bin hin und hergerissen, ob ich das auch so sehe oder nicht.
Auf der anderen Seite: Was sollte schon daran sein ein sehr geringes Angebot abzugeben, man schadet doch niemandem. Der Makler/Eigentümer lässt im schlimmsten Fall Dein Angebot links liegen.
Interessant ist für mich einzig und allein die Frage, inwieweit eine Wahrscheinlichkeit besteht, bei einem sehr geringen Angebot einmal einen Zuschlag zu bekommen

 Ihr könnt das ja alle machen, aber wie gesagt es ist nicht meine Strategy und ich bin davon überzeugt, dass ich damit keinen Erfolg gehabt hätte. Ich kaufe auch aktuell noch zu Renditen von 15 % und mehr ein. Warum ist das so, weil ich eben kein Spinner bin der jedes Mal 30 % oder 50 % runter handelt, da wär ich gar nicht gefragt worden für bestimmte Angebote. 

Wenn ich was zu verkaufen hab und einer bietet 50 %, da kommt der Name auf eine Liste der keine Angebote mehr bekommt, genau so Leute die bei einem Besichtigungstermin nicht absagen und nicht erscheinen.

Da ich aus dem Bereich komme und viel mit Marklern zu tun habe, weiß ich dass das andere genauso machen. 

Edited by Jb007
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vor 11 Minuten schrieb Wladimir Simonov:

Auf 100% der Angebote, die Du nicht abgibst, bekommst Du keinen Zuschlag.

Stimmt schon.
Oder anders gefragt: Lohnt es sich (ist ja auch ein Zeitaufwand) wenn man so etwas systematisch macht? Einfach für alle Objekte, die einen von der Lage, Zustand, etc her interessieren, aber preislich zu weit weg sind,  einfach mal ein Angebot abgeben? Ist das zielführend?
Oder ist es zielführender sich nur um Objekte zu kümmern, die schon mit einem "passenden" oder "fast passenden" Angebotspreis im Markt starten?

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vor 12 Minuten schrieb enterpreneur:

Stimmt schon.
Oder anders gefragt: Lohnt es sich (ist ja auch ein Zeitaufwand) wenn man so etwas systematisch macht? Einfach für alle Objekte, die einen von der Lage, Zustand, etc her interessieren, aber preislich zu weit weg sind,  einfach mal ein Angebot abgeben? Ist das zielführend?
Oder ist es zielführender sich nur um Objekte zu kümmern, die schon mit einem "passenden" oder "fast passenden" Angebotspreis im Markt starten?

Nein - Außer Dass du einen Namen hinterlässt, der sowieso nichts bezahlt und bei der nächsten Anfrage weiß der Markler dann, „ach der schon wieder - Anfrage gelöscht“

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vor 12 Minuten schrieb Jb007:

Ihr könnt das ja alle machen, aber wie gesagt es ist nicht meine Strategy und ich bin davon überzeugt, dass ich damit keinen Erfolg gehabt hätte. Ich kaufe auch aktuell noch zu Renditen von 15 % und mehr ein. Warum ist das so, weil ich eben kein Spinner bin der jedes Mal 30 % oder 50 % runter handelt, da wär ich gar nicht gefragt worden für bestimmte Angebote. 

Wenn ich was zu verkaufen hab und einer bietet 50 %, da kommt der Name auf eine Liste der keine Angebote mehr bekommt, genau so Leute die bei einem Besichtigungsterminen nicht absagen und nicht erscheinen.

Da ich aus dem Bereich komme und viel mit Marklern zu tun habe, weiß ich dass das andere genauso machen. 

Ich kann schon nachvollziehen, was du schreibst.
Allerdings ist es nicht auch etwas Regionen-abhängig, ob man diese Strategie der geringen Angebotabgabe wählen sollte/muss?
Wenn ich in einer Region investiere, wo ich genügend Objekte finde, die schon vom Angebotspreis her interessant sind, dann ist ja alles gut. Was aber wenn ich z.B. irgendwo im hochpreisigen Bayern unterwegs bin? Da wo mehr oder weniger alle Angebote erst einmal uninteressant sind? Vielleicht machts da Sinn, dann einfach mal Gegenangeote abzugeben und auf einen Treffer zu hoffen?

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vor 13 Minuten schrieb Jb007:

Nein - Außer Dass du einen Namen hinterlässt, der sowieso nichts bezahlt und bei der nächsten Anfrage weiß der Markler dann, „ach der schon wieder - Anfrage gelöscht“

Ja, ist das so? Oder weiß der Makler, dass es durchaus Verkäufer gibt, die auch mal auf ein sehr geringes Gegeangebot eingehen? Und nimmt dich deshalb doch ernst.. Es wird solche und solche Makler geben.
 

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vor 12 Minuten schrieb Jb007:

Nee Du hast mich nicht verstanden - ich biete erst gar nicht wenn ich zu weit vom Angebotspreis entfernt bin. Alle meine Objekte habe ich so gekauft - ich empfinde es als unseriös, wenn ich für zb 300.000 EUR ein Objekt angefragt habe und nur 150.000,- oder 200.000,- EUR biete - ist doch lächerlich...

Also ein Angebot von 50 % vom Angebotspreis habe ich auch noch nicht abgegeben. Diese Zahl kommt alleine von dir. Wie kommst du auf die Zahl?

 

vor 16 Minuten schrieb enterpreneur:

Darf ich Dich dazu etwas fragen:
- Du befristest Dein Angebot also nicht?
- Du hakst nach Abgabe Deines Angebotes auch gar nicht mehr nach? Also schreibst nicht etwa nach 1,2,3 Wochen nochmal den Makler an, um weiterhin bestehendes Interesse zu bekunden
- Gibst du das Angebot mündlich oder schriftlich ab?
- Begründest du Dein Angebot oder nicht?

Danke, Eduard!

Das kommt auf die Situation an. Wenn ich noch andere Eisen im Feuer habe, dann befriste ich meine Angebote auch mal, weil ich eine Entscheidung haben will. Ich hake meistens tatsächlich nicht nach. Nur wenn es sehr spannende Objekte sind, die ich sehr gerne in meinem Portfolio hätte, hake ich nach. Meistens braucht es aber mehrere Monate Zeit, bis der Verkäufer einsieht, dass sein Preis überzogen ist. Manchmal bleiben die aber auch total stur. Ich habe z.B. ein Objekt im Auge, welches ich auch besichtigt habe. Der Verkäufer will muss aber nicht verkaufen (seine Angaben). Er wohnt aber 500 km vom Objekt entfernt. Er inseriert seit ca. 2 Jahren zu einem völlig überteuerten Preis und geht von seiner Preisvorstellung auch nicht runter. Ist sein gutes Recht, aber ich scheine da die Meinung des Marktes auf meiner Seite zu haben, dass sein Preis viel zu hoch ist.

Ich gebe meine Angebote immer schriftlich ab, damit der Verkäufer/Makler etwas vorliegen hat, worauf er sich auch noch in einem Monat beziehen kann. Wenn von seiner Seite der Preis irgendwann relevant wird, dann wird er sich daran schon erinnern.

Ich begründe meinen Preis meist kurz und knapp.

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