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DancingWombat

Objekt schon bekannt

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Hallo,

wie verhält man sich in folgender Situation am besten:

Der Verkäufer hat eine Wohnung ohne Makler angeboten und ich habe diese besichtigt und stehe mit dem Verkäufer in Verhandlungen. Parallel dazu finde ich bei Immoscout eine interessante Wohnung die über einen Makler angeboten wird. Ich schreibe den Makler an und durch die Infos vom Makler stellt sich heraus, dass es sich um die Wohnung handelt über die ich bereits mit dem Verkäufer verhandle.

Wenn ich diese Wohnung jetzt kaufe, hat der Makler dann einen Provisionsanspruch?

Viele Grüße

Sebastian

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vor 32 Minuten schrieb DancingWombat:

Wenn ich diese Wohnung jetzt kaufe, hat der Makler dann einen Provisionsanspruch?

In diesem Fall machst Du dem Makler gegenüber Vorkenntnis geltend, d.h. Du informierst den Makler schriftlich darüber, dass Dir das Objekt bereits bekannt ist.

Vorkenntnis kannst Du dann geltend machen, wenn Dir das Objekt, die Verkäuflichkeit und der Verkäufer schon vorher bekannt war (oder Du behauptest es zumindest). 

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Hallo Sebastian,

idealerweise hast Du Mails oder Schiftverkehr die belegen können, dass Du bereits vorher mit dem Eigentümer in Verhandlungen warst. Auch ein selbstgefertigtes Protokoll mit Daten (wann besichtigt usw) ist hilfreich. (Dem Makler gegenüber bist Du nicht zum Nachweis verpflichtet, aber falls sich daraus eine juristische Auseinandersetzung entwickelt brauchst Du das vielleicht).

Wichtig ist dass Du dem Makler deine Vorkenntnis zeitnah mitteilst, i.d.R. erfolgt ja eine Widerrufsbeleherung, dann mach es in diesem Zusammenhang, damit von vornherein die Fronten geklärt sind und erst gar kein Ärger aufkommt.

 

 

 

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Im obigen Beispiel ist der Umstand mit der Vorkenntnis sicher leicht zu belegen…

(das Thema „Verweisungsklausel“ zwischen Verkäufer und Makler lasse ich hier bewusst aus.)

Aber: Auf gar keinen Fall die Vorkenntnis einfach nur BEHAUPTEN (um Maklerkosten zu sparen). Ich habe als Konzeptionstexter mit vielen Maklern zu tun. Ihr könnt davon ausgehen, dass professionelle Makler, die sehr lange im Geschäft sind, bereits hin und wieder mit dem Vorkenntniseinwand der Käuferseite vor Gericht waren und sich mittlerweile bestens damit auskennen (im Gegensatz zur Käuferseite). Außerdem gibt es zahlreiche Maklerseminare zum Thema, wie man den Makler-Provisionsanspruch entstehen lässt und durchsetzt.

Zudem liegen die Beweislastregeln im Zivilprozess so, dass derjenige der sich auf einen rechtlichen Vorteil beruft, diesen auch beweisen muss. Der Vorkenntniseinwand ist ein rechtlicher Vorteil und muss daher, wenn er behauptet wird, auch bewiesen werden können. Denn der Vorkenntniseinwand vernichtet die Kausalität zwischen der Maklertätigkeit und dem Verkaufserfolg bzw. dem Eigentumserwerb des Käufers.

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In 99% der Fälle bedeutet dies einfach, die Mail des ersten Maklers parat zu haben. - Geht doch nicht immer gleich von den schlimmsten, absurdesten Fällen aus. Wenn ich das machen würde müsste ich mich wohl nur noch grämen und hätte keine Zeit mehr für spannende Deals...

 

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