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Marko V.

Verstehe den online-Tilgungsrechner nicht...

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Hallo zusammen, und frohe Weihnachten :-)

ich habe beim online-Tilgungsrechner unter https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/die Parameter --> Kredit: 50.000, Tilgung: 2% und Zins 2% bei einer Laufzeit von 10 Jahren angegeben. Nach 10 Jahren bliebe eine Restschuld von 38.940 €.

Nun setze ich voraus, dass nach den 10 Jahren die Zinsen nicht mehr bei 2 %, sondern bei 6 % liegen. Wenn ich weiterhin 2 % tilgen will, komme ich zu folgender Rechnung:

38.940 Restschuld mal 8 % (6+2) = 3.115 €, geteilt durch 12 macht eine monatliche Rate von 259,60 €.

Nun zu meiner Frage: Warum steht bei u.g. Tilgungsrechner, dass bei einem Zinsanstieg von 4 % die monatliche Rate bei 296,30 € liegen würde? Auf den Wert komme ich mal gar nicht. Kann mir das einer erklären?

Gruß Marko

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Am 25.12.2017 um 21:54 schrieb Marko V.:

Warum steht bei u.g. Tilgungsrechner, dass bei einem Zinsanstieg von 4 % die monatliche Rate bei 296,30 € liegen würde?

Hi,

der Tilgungs-Rechner geht von einem Annuitätendarlehen aus.

Bei einem Annuitätendarlehen verändert sich die Annuität (bei gleichen Rahmenbedingungen) nicht. Die Annuität setzt sich jedoch mit jeder Zahlung aus einem anderen Zins- bzw. Tilgungsanteil zusammen. Der Zins sinkt aufgrund bereits erfolgter Tilgungen, während die Tilgung um den gleichen Betrag steigt.

Ein Beispiel zu deinen Zahlen mit Darlehensauszahlung am 30.01.18:

30.02.2018: Annuität: 166,67 €; diese setzt sich aus Zinsen i.H.v. 83,33 € sowie Tilgungen i.H.v. 83,34 € zusammen.

30.02.2024: Annuität: 166,67 €; diese setzt sich aus Zinsen i.H.v. 72,72 € sowie Tilgungen i.H.v. 93,95 € zusammen.

Unterschied: Zins: 10,61 € gesunken; Tilgung: 10,61 € gestiegen => Annuität unverändert

 

Die Tilgungsraten bleiben nicht konstant und entsprechen nicht dem zuvor festgelegten Tilgungssatz (2%) bezogen auf die verbleibende Darlehenssumme.

Die Zinsen werden jedoch immer auf die verbleibende Restschuld bezogen, im obigen Beispiel: 72,72 € * 12 / 43.630,58 € = 2 %

 

Bei einem Zinsanstieg erhöht sich die Annuität um den höheren Zinssatz, wie bereits ausgeführt steigt aber die Tilgungsleistung nicht zusätzlich (und verringert sich auch nicht), sondern verläuft weiterhin als würden die ursprünglichen Annahmen unverändert bestehen. Für die Tilgung ist ledglich die erste Tilgung relevant (2 % v. 50.000 €).

Bsp.:

30.01.2028, Annuität: 166,67, Zinsen: 65,07 €, Tilgung: 101,60 €

Zinsanstieg auf 6 %

30.02.2028, Zinsen: 194,70 € (6 % v. 38.939,64 €) + Tilgung: 101,77 € = 296,47 €

Um dies zu veranschaulichen:

Würde es nicht zu einem Zinsanstieg kommen, würde es folgendermaßen aussehen:

30.02.208. Zinsen: 64,90 € (2 % v. 38939,64 €) + Tilgung: 101,77 € = 166,67 €

-> Reduzierung Zins: 65,07 € - 64,90 € = 0,17 € | Tilgung: 101,77 € - 101,60 € = 0,17 €

 

Du kannst also nicht von einer linearen Entwicklung ausgehen.

 

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Am 25.1.2018 um 17:23 schrieb R Carrington:

Bei einem Zinsanstieg erhöht sich die Annuität um den höheren Zinssatz, wie bereits ausgeführt steigt aber die Tilgungsleistung nicht zusätzlich (und verringert sich auch nicht), sondern verläuft weiterhin als würden die ursprünglichen Annahmen unverändert bestehen. Für die Tilgung ist ledglich die erste Tilgung relevant (2 % v. 50.000 €).

Hi R Carrington,

danke für Deine Antwort! Hatte ich jetzt erst gesehen....

Also die Grundzüge des Annuitätendarlehens (weniger Zins, dafür mehr Tilgung im Laufe der Zeit, bei gleicher Rate) waren mit bekannt. Was ich nicht wusste, war, dass man nach z.B. 10 Jahren Zinsbindung die gleiche Tilgungshöhe ansetzen muss. In diesem Bsp. also 101,77 €.

Ist das denn in der Realität so? Also bin ich als Darlehensnehmer dazu gezwungen? Ich war davon ausgegangen, dass man nach 10 Jahren wieder komplett neu anfängt. Also ich im obigen Bsp. 2 % anfängliche Tilgung von 38.940 € rechnen würde. Wenn ich mit 101,77 € rechne, entspricht dies ja 3,14 %. Auch wenn ich dann nach 10 Jahren die Bank wechsel, bin ich an den alten Tilgungssatz gebunden?

Jedenfalls verstehe ich dank Dir jetzt schon mal, wie man auf 296,30 € kommt ;-)

Gruß Marko

 

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Am 6.2.2018 um 20:29 schrieb Marko V.:

Hi R Carrington,

danke für Deine Antwort! Hatte ich jetzt erst gesehen....

Also die Grundzüge des Annuitätendarlehens (weniger Zins, dafür mehr Tilgung im Laufe der Zeit, bei gleicher Rate) waren mit bekannt. Was ich nicht wusste, war, dass man nach z.B. 10 Jahren Zinsbindung die gleiche Tilgungshöhe ansetzen muss. In diesem Bsp. also 101,77 €.

Ist das denn in der Realität so? Also bin ich als Darlehensnehmer dazu gezwungen? Ich war davon ausgegangen, dass man nach 10 Jahren wieder komplett neu anfängt. Also ich im obigen Bsp. 2 % anfängliche Tilgung von 38.940 € rechnen würde. Wenn ich mit 101,77 € rechne, entspricht dies ja 3,14 %. Auch wenn ich dann nach 10 Jahren die Bank wechsel, bin ich an den alten Tilgungssatz gebunden?

Jedenfalls verstehe ich dank Dir jetzt schon mal, wie man auf 296,30 € kommt ;-)

Gruß Marko

Hi,

 

sicherlich hast du die Möglichkeit nach der Zinsbindung über die Bedingungen mit der (alten wie auch mit einer neuen) Bank zu sprechen.

Aber es handelt sich dann nicht um eine Prolongation mit geänderten Zinssatz und du solltest die Bank im Vorfeld auf deine(n) Vorstelung/Wunsch hinsichtlich anderer Bedingungen ansprechen.

 

Gruß

 

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