dkh99

Entscheidungshilfe: Gut vermietete Kita behalten oder verkaufen

31 Beiträge in diesem Thema

vor 11 Minuten schrieb dkh99:

Genau. Es ist steuerfrei. Ich übernehme aber nicht die Spekulationssteuerfreiheit, sofern ich vor 10 Jahren das Objekt verkaufe, richtig? 

Richtig... ist ja ein Erwerb von Verwandten in gerader Linie (der grunderwerbsteuerbefreit ist) und kein Erbe. Daher ist das einkommensteuerrechtlich als Kauf Deinerseits zuzuordnen.

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vor 3 Stunden schrieb dkh99:

Genau. Es ist steuerfrei. Ich übernehme aber nicht die Spekulationssteuerfreiheit, sofern ich vor 10 Jahren das Objekt verkaufe, richtig? 

Richtig. Bei § 23 Einkommensteuergesetz (Spekulationssteuerparagraph) gibt es kein Ehegatten- oder Familienprivileg. 

Fristbeginn ist das Datum des rechtswirksamen Ankaufsvertrages oder Erwerbsvertrages. Bei einem geschenkten oder geerbten Grundstück kommt es für die Frist darauf an, wann der Vorbesitzer das Grundstück erworben hat.
Anschaffungs- oder Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 sind nicht nur Kaufverträge, sondern beispielsweise auch ein Tauschgeschäfte oder eine Übertragung im Rahmen einer Vereinbarung, wenn irgendeine Gegenleistung für die Übertragung erbracht wird. "Entgeltlichkeit" hat also nichts mit "Geld" zu tun.

Eine übliche und teure Falle ist regelmäßig, wenn ein Miterbe anderen Miterben Erbteile abkauft und später die Immobilie veräußert. Bei einem Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist muss der komplette Gewinn versteuert werden, der hier beträchtlich ausfallen kann.

Bei solchen Transaktionen sind die Beraterhonorare gut angelegtes Geld.

 

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vor 5 Stunden schrieb Thorsten Beckers:

Eine übliche und teure Falle ist regelmäßig, wenn ein Miterbe anderen Miterben Erbteile abkauft und später die Immobilie veräußert. Bei einem Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist muss der komplette Gewinn versteuert werden, der hier beträchtlich ausfallen kann.

Wenn der Erbe (der abgekauft hat) die Immo 10 Jahre hält ist aber alles OK? Oder? Er kann dann ohne Steuer verkaufen

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vor 5 Stunden schrieb Thorsten Beckers:

Richtig. Bei § 23 Einkommensteuergesetz (Spekulationssteuerparagraph) gibt es kein Ehegatten- oder Familienprivileg. 

Fristbeginn ist das Datum des rechtswirksamen Ankaufsvertrages oder Erwerbsvertrages. Bei einem geschenkten oder geerbten Grundstück kommt es für die Frist darauf an, wann der Vorbesitzer das Grundstück erworben hat.
Anschaffungs- oder Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 sind nicht nur Kaufverträge, sondern beispielsweise auch ein Tauschgeschäfte oder eine Übertragung im Rahmen einer Vereinbarung, wenn irgendeine Gegenleistung für die Übertragung erbracht wird. "Entgeltlichkeit" hat also nichts mit "Geld" zu tun.

Eine übliche und teure Falle ist regelmäßig, wenn ein Miterbe anderen Miterben Erbteile abkauft und später die Immobilie veräußert. Bei einem Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist muss der komplette Gewinn versteuert werden, der hier beträchtlich ausfallen kann.

Bei solchen Transaktionen sind die Beraterhonorare gut angelegtes Geld.

 

Danke für den Hinweis. Ich werde auch einen Steuerberater zu Rate ziehen. Die "Schenkung" von 50.000 EUR muss man ja dann irgendwie berücksichtigen können. Wenn also die Immobilie beispielsweise 300 k wert ist und ich sie für 250 k kaufe, weil mein Vater meinen Anteil dabei berücksichtigt und ich die Immobilie dann in 5 Jahren für 300 k verkaufe, müsste doch der "Gewinn" steuerfrei sein, wenn man die 50 k irgendwie beim Erwerb berücksichtigt. Hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt

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vor 5 Stunden schrieb dkh99:

Danke für den Hinweis. Ich werde auch einen Steuerberater zu Rate ziehen.

Das sieht für mich unter "steuergestalterischen" Gesichtspunkten immer noch nicht nach der optimalen Vorgehensweise aus.

Tipp: Erfrage schriftlich die optimale Vorgehensweise unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und lass dir die Antwort(en) immer schriftlich ausformulieren, damit die Kanzlei voll in der Haftung steht. Unter diesen Voraussetzungen wird man manchmal vom eigenen Steuerberater auf einen besseren Experten verwiesen. Jedenfalls gibt es zahlreiche Kanzleien, die beide Themenbereiche abdecken.

(Die Berufshaftpflichtversicherung für die Kanzleien ist nicht gerade günstig. Auch das ist ein Grund, warum die Stundensätze entsprechend hoch liegen) 

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