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Sachbeschädigung/Mieter ruft Schlüsseldienst (Erstattung d.VM?)

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vor 16 Stunden schrieb Furzi:

was hätte man da eigentlich machen können, den Kleber mit nem Föhn heißmachen oder so?

Wenn man da nicht so viel Erfahrung hat, wäre ich da vorsichtiger. So ein Fall hatte sich mal bei meinem Nachbarn abgespielt. Der Eigentümer hatte Streß mit dem psychopathischen Mieter drunter. Der hatte mehrfach Kleber ins Schlüsselloch eingebracht. Beim ersten Mal hatte der handerwerklich begabte Eigentümer es mit "solchen Tricks" versucht und die ganze Sache schlimmer gemacht. Irgendwann ist dann die Feuerwehr angerückt und hatte die Türe aufgebrochen...

Bei den anderen Male wusste der Eigentümer sich besser zu helfen. Das Problem hatte er übrigens in den "Griff" gekriegt, als er mit den gleichen Mitteln vorgegangen ist wie der Mieter...

Andere Frage... Bin ich die einzige die in Frage stellt, dass es sich hierbei um Kleber handelt und nicht, dass der Mieter sich versehentlich ausgesperrt hatte?

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Wer weiß, ob das überhaupt stimmt mit der Sachbeschädigung, ich stelle einfach mal in den Raum, der Mieter könnte auch seinen Schlüssel verloren haben.

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Ich würde auf jeden Fall den Schlüsseldienst anrufen und den Vorgang genau hinterfragen. Wenn es sich um Sachbeschädigung handelt, würde ich fragen, ob der Schlüsseldienst bereit wäre, eine Aussage bei der Polizei zu machen. Das Gleiche würde ich ebenfalls den Mieter fragen, dann siehst Du sehr schnell, ob die bluffen.

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Update zum Thread. 

Mieter möchte jetzt die entstandenen Kosten mit der nächsten Miete verrechnen und hat sich dazu an den örtlichen Mieterverein gewandt. Dieser sieht natürlich den VM in der Pflicht, den "ordnungsgemäßen Zustand der Wohnung" sicherzustellen. Ich werde hier aber nicht locker lassen.

Der Mieter vergisst seinen Schlüssel, merkt das er einen Schlüsseldienst braucht, läuft zum Supermarkt, kauft Sekundenkleber, lässt die Tür dann öffnen und ist fein raus und der Vermieter soll zahlen? Natürlich habe ich keine Beweise für diese Behauptung, aber jemand der abgezockt ist, kommt bestimmt auf eine solche Idee?

Edited by danb

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vor 1 Stunde schrieb danb:

Update zum Thread. 

Mieter möchte jetzt die entstandenen Kosten mit der nächsten Miete verrechnen und hat sich dazu an den örtlichen Mieterverein gewandt. Dieser sieht natürlich den VM in der Pflicht, den "ordnungsgemäßen Zustand der Wohnung" sicherzustellen. Ich werde hier aber nicht locker lassen.

Der Mieter vergisst seinen Schlüssel, merkt das er einen Schlüsseldienst braucht, läuft zum Supermarkt, kauft Sekundenkleber, lässt die Tür dann öffnen und ist fein raus und der Vermieter soll zahlen? Natürlich habe ich keine Beweise für diese Behauptung, aber jemand der abgezockt ist, kommt bestimmt auf eine solche Idee?

Sehe ich genauso - immer mehr Gauner unterwegs die genau nach diesem Schema vorgehen... traurige Entwicklung hier 

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Problem ist, dass du keinerlei Beweise hast.

Lass es bis vor Gericht gehen, wo Beweise verlangt werden, dann wird es schlecht für dich aussehen fürchte ich.

Hat der Mieter die Polizei benachrichtigt, da es immerhin "Sachbeschädigung" laut Schlüsseldienst ist, ist dies ja nicht unbedingt uninteressant und fraglich ob hierdurch nicht auch ein Versäumnis des Mieters besteht?

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vor einer Stunde schrieb Frederic:

Problem ist, dass du keinerlei Beweise hast.

Lass es bis vor Gericht gehen, wo Beweise verlangt werden, dann wird es schlecht für dich aussehen fürchte ich.

Hat der Mieter die Polizei benachrichtigt, da es immerhin "Sachbeschädigung" laut Schlüsseldienst ist, ist dies ja nicht unbedingt uninteressant und fraglich ob hierdurch nicht auch ein Versäumnis des Mieters besteht?

Kannst wenn es Sachbeschädigung war auch über Wohngebäudeversicherung laufen lassen evtl.

Einbruch beispielsweise übernehmen die auch meistens voll oder wenn der Mieter ne Hausrat hat.

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§ 536a Schadens- und Aufwendungsersatzanspruch des Mieters wegen eines Mangels

(1) Ist ein Mangel im Sinne des § 536 bei Vertragsschluss vorhanden oder entsteht ein solcher Mangel später wegen eines Umstands, den der Vermieter zu vertreten hat, oder kommt der Vermieter mit der Beseitigung eines Mangels in Verzug, so kann der Mieter unbeschadet der Rechte aus § 536 Schadensersatz verlangen.
(2) Der Mieter kann den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn 
1.
der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug ist oder
2.
die umgehende Beseitigung des Mangels zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig ist.

 

Rechtlich betrachtet ist der Fall durchaus interessant:

Denkbar erscheint ein Anspruch auf Aufwendungsersatz aus § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB. Hierzu müsste die Mietsache einen nach Überlassung entstanden Mangel aufgewiesen haben. Ein nicht funktionierendes Türschloss dürfte einen solche Mangel darstellen. Der Vermieter müsste mit der Beseitigung des Mangels in Verzug gewesen sein oder die umgehende Mangelbeseitigung müsste zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig gewesen sein.

Verzug des Vermieters lässt sich hier nicht bejahen, weil er bekanntlich ja gar nicht informiert wurde. (Deswegen sollte man das als Mieter auch immer machen)

Einschlägig dürfte hier jedoch die Nr. 2 sein. Es handelt sich um eine sog. Eilmaßnahme. solche Eilmaßnahmen kann der Mieter durchführen, wenn die sofortige Mangelbeseitigung erforderlich ist, um erhebliche Schäden von den Rechtsgütern des Mieters abzuwenden. Eilmaßnahmen fallen rechtssystematisch unter § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB, wobei die Besonderheit gilt, dass die vorherige Aufforderung des Vermieters zur Mangelbeseitigung entbehrlich ist (BGH NJW 2008, 1216 = WuM 2008, 147 = NZM 2008, 279). Gleiches gilt, wenn der Mangel zu einem Zeitpunkt auftritt, zu dem der Vermieter nicht zu erreichen ist und dem Mieter ein weiteres Zuwarten nicht zugemutet werden kann. Für eine nicht funktionierende Wohnungstür hat bereits das AG Frankfurt (AG Frankfurt WuM 1988, 157) zugunsten des Mieters entschieden

Was die in meinen Augen ziemlich überzogene Rechnungshöhe angeht, dürfte auch dies zu keiner abweichenden Bewertung führen. In der Regel kann der Vermieter nicht einwenden, dass der vom Mieter beauftragte Handwerker mehr als das unbedingt erforderliche getan habe; der Mieter darf grundsätzlich darauf vertrauen, dass der Handwerker nur das zur Schadensbeseitigung erforderliche unternimmt (AG Hamburg WuM 1994, 609).

Nach dem geschilderten Sachverhalt dürfte es also nicht zu empfehlen sein, sich gegen die Klage zu verteidigen (soweit ich das ohne Kenntnis des genauen Wortlautes der Klageschrift nach dem mitgeteilten Sachverhalt beurteilen kann). Ja nach Verfahrensstadium könnte ein sof. Anerkenntnis oder ein Klaglosstellen des Mieters mit anschließender Erledigungserklärung in Betracht kommen.

 

 

Edited by MSchmidt
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Am 30.4.2018 um 18:26 schrieb MSchmidt:

 

§ 536a Schadens- und Aufwendungsersatzanspruch des Mieters wegen eines Mangels

(1) Ist ein Mangel im Sinne des § 536 bei Vertragsschluss vorhanden oder entsteht ein solcher Mangel später wegen eines Umstands, den der Vermieter zu vertreten hat, oder kommt der Vermieter mit der Beseitigung eines Mangels in Verzug, so kann der Mieter unbeschadet der Rechte aus § 536 Schadensersatz verlangen.
(2) Der Mieter kann den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn 
1.
der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug ist oder
2.
die umgehende Beseitigung des Mangels zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig ist.

 

Rechtlich betrachtet ist der Fall durchaus interessant:

Denkbar erscheint ein Anspruch auf Aufwendungsersatz aus § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB. Hierzu müsste die Mietsache einen nach Überlassung entstanden Mangel aufgewiesen haben. Ein nicht funktionierendes Türschloss dürfte einen solche Mangel darstellen. Der Vermieter müsste mit der Beseitigung des Mangels in Verzug gewesen sein oder die umgehende Mangelbeseitigung müsste zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig gewesen sein.

Verzug des Vermieters lässt sich hier nicht bejahen, weil er bekanntlich ja gar nicht informiert wurde. (Deswegen sollte man das als Mieter auch immer machen)

Einschlägig dürfte hier jedoch die Nr. 2 sein. Es handelt sich um eine sog. Eilmaßnahme. solche Eilmaßnahmen kann der Mieter durchführen, wenn die sofortige Mangelbeseitigung erforderlich ist, um erhebliche Schäden von den Rechtsgütern des Mieters abzuwenden. Eilmaßnahmen fallen rechtssystematisch unter § 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB, wobei die Besonderheit gilt, dass die vorherige Aufforderung des Vermieters zur Mangelbeseitigung entbehrlich ist (BGH NJW 2008, 1216 = WuM 2008, 147 = NZM 2008, 279). Gleiches gilt, wenn der Mangel zu einem Zeitpunkt auftritt, zu dem der Vermieter nicht zu erreichen ist und dem Mieter ein weiteres Zuwarten nicht zugemutet werden kann. Für eine nicht funktionierende Wohnungstür hat bereits das AG Frankfurt (AG Frankfurt WuM 1988, 157) zugunsten des Mieters entschieden

Was die in meinen Augen ziemlich überzogene Rechnungshöhe angeht, dürfte auch dies zu keiner abweichenden Bewertung führen. In der Regel kann der Vermieter nicht einwenden, dass der vom Mieter beauftragte Handwerker mehr als das unbedingt erforderliche getan habe; der Mieter darf grundsätzlich darauf vertrauen, dass der Handwerker nur das zur Schadensbeseitigung erforderliche unternimmt (AG Hamburg WuM 1994, 609).

Nach dem geschilderten Sachverhalt dürfte es also nicht zu empfehlen sein, sich gegen die Klage zu verteidigen (soweit ich das ohne Kenntnis des genauen Wortlautes der Klageschrift nach dem mitgeteilten Sachverhalt beurteilen kann). Ja nach Verfahrensstadium könnte ein sof. Anerkenntnis oder ein Klaglosstellen des Mieters mit anschließender Erledigungserklärung in Betracht kommen.

 

 

Um das ganze mal aufzulösen.

Meine Achtung @MSchmidt, du hast hier genau wie das Gericht argumentiert.

Ich habe es darauf ankommen lassen und das Gericht hat jetzt das Urteil gefällt (nach wohlgemerkt flotten 15 Monaten ist die Sache erledigt.).

Der Vermieter muss zahlen.

Das Gericht argumentiert genau wie MSchmidt hier mit dem §536a Absatz 2., die umgehende Beiseitigung ist erforderlich gewesen.

Den überzogenen Rechnungsbetrag interessiert das Gericht nicht, auch das auf der Rechnung gar keine Rede von einer Erneuerung des Schloßes ist, sondern nur von einer Türöffnung. Wenn der Mieter hier im Notfall also Mondpreise für Handwerker bezahlt, muss der Vermieter blechen. Na Prost Mahlzeit!

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On 1/18/2019 at 8:54 PM, danb said:

Um das ganze mal aufzulösen.

Meine Achtung @MSchmidt, du hast hier genau wie das Gericht argumentiert.

Ich habe es darauf ankommen lassen und das Gericht hat jetzt das Urteil gefällt (nach wohlgemerkt flotten 15 Monaten ist die Sache erledigt.).

Der Vermieter muss zahlen.

Das Gericht argumentiert genau wie MSchmidt hier mit dem §536a Absatz 2., die umgehende Beiseitigung ist erforderlich gewesen.

Den überzogenen Rechnungsbetrag interessiert das Gericht nicht, auch das auf der Rechnung gar keine Rede von einer Erneuerung des Schloßes ist, sondern nur von einer Türöffnung. Wenn der Mieter hier im Notfall also Mondpreise für Handwerker bezahlt, muss der Vermieter blechen. Na Prost Mahlzeit!

Ich denke da hilfe eventuell nur eigene Handwerker zur Hand zu haben, wo dann im Mietvertrag auch geregelt wird, dass diese anzurufen sind im Schadensfall?

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2 hours ago, Frederic said:

Ich denke da hilfe eventuell nur eigene Handwerker zur Hand zu haben, wo dann im Mietvertrag auch geregelt wird, dass diese anzurufen sind im Schadensfall?

Und dann steht der Mieter vor der verschlossenen Türe und kennt die Nummer nicht. Ich glaube in dem Fall ist es echt egal - zahlen muss hier immer der Vermieter. Armes Deutschland - und da wundern sich einige Kommunen, dass es Leerstände gibt (und diskutieren sogar Zwangsenteignung). Ohne Worte.

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Was hat die Sache einschließlich Gerichtskosten jetzt gekostet?

Wie hoch war der Zeitaufwand?

Der Vorschlag von JB007 mit dem Vergleichsangebot war nicht schlecht...

Wie ist jetzt das Verhältnis mit dem Mieter... wahrscheinlich tanzt er Dir jetzt vollkommen auf dem Kopf rum...

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Am 22.1.2019 um 09:35 schrieb Matt:

Was hat die Sache einschließlich Gerichtskosten jetzt gekostet?

Wie hoch war der Zeitaufwand?

Der Vorschlag von JB007 mit dem Vergleichsangebot war nicht schlecht...

Wie ist jetzt das Verhältnis mit dem Mieter... wahrscheinlich tanzt er Dir jetzt vollkommen auf dem Kopf rum...

Das Verhältnis zum Mieter war ohnehin schon katastrophal. Ich denke da kann man auch nichts mehr retten (leider). Die Mieterin ist äußert fordernd und rechthaberisch und rennt sofort zum Mieterverein, der dann dann Post schickt...

Insgesamt kamen jetzt zu den 200€ für das Schloß nochmal ca. 250€ Gebühren dazu. 

  • Confused 1

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vor 4 Stunden schrieb danb:

Die Mieterin ist äußert fordernd und rechthaberisch und rennt sofort zum Mieterverein, der dann dann Post

Bei all dem Stress solltest Du Dir mal eine Auszeit gönnen, wie wäre es mit einer Zweitwohnung, am besten eine bei der Du dich in die Wohnlage deiner zukünftigen EX Mieterin am besten reinversetzen kannst

 

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Hallo danb.

Vielen Dank, dass Du über das Ergebnis berichtet hast. Ich hatte es mir halt (leider) schon gedacht, dass es so kommen würde. Falls es möglich ist, wäre ich gern auch über eine private Nachricht an dem Urteil interessiert.

Am 18.1.2019 um 20:54 schrieb danb:

Um das ganze mal aufzulösen.

Meine Achtung @MSchmidt, du hast hier genau wie das Gericht argumentiert.

Ich habe es darauf ankommen lassen und das Gericht hat jetzt das Urteil gefällt (nach wohlgemerkt flotten 15 Monaten ist die Sache erledigt.).

Der Vermieter muss zahlen.

Das Gericht argumentiert genau wie MSchmidt hier mit dem §536a Absatz 2., die umgehende Beiseitigung ist erforderlich gewesen.

 

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Hi 

 

finde ich auch super das du über das Ergebnis informiert hast.

Was mich nur wundert der Punkt mit der Mängelmeldung. Was hat das Gericht dazu gesagt?

Unter Eilmaßnahme verstehe ich einen Fall wo es um Minuten geht ein Rohrbruch z.b. oder sowas.

Aber was hätte es denn länger gedauert wenn du informiert worden wärst und dann einen Schlüsseldienst bestellt hättest?

Da hätte die Dame vielleicht 5 min länger gewartet oder?

Also ich versteht die Gerichte manchmal nicht. Wenn er nicht erreichbar gewesen wäre ok aber so ????

 

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