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John_Wissensdurst

Qualifizierter Maker Alleinauftrag

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Hallo,

habe ich das etwas falsch verstanden.

Ein Makler schließt einen " Qualifizierten Maker Alleinauftrag" für die Dauer von 12 Monate.

Beim qualifizierten Makler Alleinauftrag liegt eigentlich ein UNAUSGEGLICHENES  Verhältnis vor.

 

Der Makler darf vom Käufer und Verkäufer Provision erhalten ( Die Frage ist da Wessen Brot er isst)
Er ist in erster Linie loyal zu sich und möchten den schnellen Abschluss und die Verkaufshöhe ist nicht so wichtig. Lieber 10 000 Euro Provision  sofort als vielleicht 14 000 Euro vielleicht in der Zukunft haben. 
In zweiter Linie hält er zu der Partei, die mehr Provision bezahlt und nicht zu der Partei, die ihn Beauftragt hat.

Er kann Metageschäfte mit anderen Maklern machen und mit denen frei die Provision aushandeln.

Der Auftraggeber verpflichtet sich im Gegenzug zur 100% Loyalität.  Findet er zufällig einen Käufer an dem er sein Grundstück verkaufen könnte, kann er es nicht tun, da der Makler dann ohne Hinzuwirken dennoch die Provision bekommt. Oder er verkauft es - da er es nur sofort verkauft bekommt -  und der Makler bekommt dann die Provision trotzdem oder er muss warten bis der Exklusiv Vertrag abgelaufen ist.

 

Sinnvoller wär es, wenn man einen Makler Alleinauftrag abschließen würde, aber eben keinen Qualifizierten Makler Alleinauftrag.
So hält man sich selbst die Option offen, dass man jederzeit verkaufen kann, sollte per Mundpropaganda ein Käufer kommen.


Dann wäre das ein "faires" GLEICHBERECHTIGTES Verhältnis.

 

Oder man schließt ein qualifizierter Makler Alleinauftrag für die Dauer von 3 Monaten und nicht 12 Monaten ab.
Dann hat er Makle Exklusivität, aber muss ordentlich etwas tun für seine Lorbeeren, die er exklusiv ernten kann.

 

Oder man schließt einen exklusiven Makler Alleinauftrag ab, aber verbietet dem Makler noch von einem Dritten einen Provision zu erhalten.

Was kann man von einem Makler denn so im Schnitt erwarten für den qualifizierten Alleinauftrag?
Sprich wie viel Interessenten sind innerhalb von 12 Monaten als Durchschnitt einzubringen, damit den man Makler nicht über aber eben auch nicht unterfordert.


 

Da in der heutigen Zeit in guten Lagen einer Kleinstadt Wohnraummangel herrscht, macht es doch eigentlich keinen Sinn, einen qualifizierten Makler Alleinauftrag abzuschließen.  ein einfach Alleinauftrag reicht völlig aus. Das Grundstück mit Objekt ist nicht besonders schwer vermittelbar. Laut lokaler Zeitung und Stadt herrscht ein absoluter Wohnungsmangel in der Kleinstadt.
Es gibt in der Kleinstadt so 5 lokale Bauträger.  Im Grunde genommen wäre es doch schlauer, wenn man selbst den Bauträgern sein Grundstück anbietet, bei Vertragsabschluss vorm Notariat einen Rechtsanwalt beauftragt, der diesen Vertrag dann prüft und einem Makler des Vertrauen einen einfachen Alleinauftrag verteilt.
Dann geht man mit einem Rechtsanwalt für Baurecht zum Baurechtsamt und fragt mal freundlich an, wie groß der Betonklotz sein kann, den man auf sein Grundstück stellen kann. Welche maximale GRZ genehmigt wird. Und parallel geht man zum Umweltamt und klärt mit denen welche Bäume gefällt bzw. gestutzt werden können um der kalten Enteignung gegenzuwirken...

Der Makler hat sowieso beim qualifizierten Makler Alleinvertrag einen Interessenkonflikt, da er von 2 Seiten Provision erhalten kann und auch Metageschäfte mit anderen Maklern machen kann.  Da könnte man selbst auf den Immobilienportalen im Internet sein Grundstück zum verkauf anbieten und auf die Bauträger waren, die dann die Anfrage stellen. Oder man könnte das Grundstück mal über die gelben Seiten den Bauträgern innerhalb 150km anbieten.

Dem Makler gibt man dann z.B. 1,1 % Provision bis auf Summe x und dann noch eine Mehrlösvereinbarung von 20% für gute Verkaufsaufträge.
 

Habe ich das so richtig verstanden bzw. ist das eine gute Strategie ?

 

 

Danke für die Rückmeldung. Ich bin noch Laie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Edited by John_Wissensdurst

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Hi John,

was Du so über Makler denkst klingt sehr feindselig. Man hört aus Deinen Zeilen direkt heraus, dass Du den Maklern unterstellst, sie würden aus Geldgier jeden betrügen. Natürlich gibt es auch hier schwarze Schafe, die den Ruf eines Berufs schlecht machen. Dass ein sogenannter Gewissenskonflikt besteht, ist sicher der Fall, aber ein seriöser Makler, der ja ein Mensch ist, versucht das Geschäft so zu gestalten und zu vermitteln, dass am Ende alle zufrieden sind.

Makler arbeiten im Vorfeld völlig umsonst, haben Ausgaben für Anzeigen etc. und nehmen sich die Zeit um einen passenden Käufer zu finden. Oft bleiben sie auf ihren Kosten sitzen. Mal klappt ein Geschäft und mal eben nicht. Makler werden auch gelegentlich um ihren Verdienst geprellt. Man nimmt ihren Dienst in Anspruch und versucht sich dann um die Bezahlung zu drücken. Das ist auch nicht fair.

Es gibt im Übrigen drei Arten von Maklerverträgen.

Allgemeiner Maklerauftrag:
Es können mehrere Makler beauftragt werden und man kann auch selbst suchen.Wer zuerst einen Käufer findet, der macht das Geschäft.

Makler Alleinauftrag: 
Es darf nur ein Makler beauftragt werden, man kann aber auch selbst suchen.

Qualifizierter Alleinauftrag:
Es wird nur ein Makler beauftragt und Interessenten, die  sich direkt an den Verkäufer wenden, müssen an den Makler weitergeleitet werden. Dieser  organisiert ja auch die gesamte Abwicklung.

Zum Thema Provision: Mit dem Verkäufer wird eine Provision und das weitere Vorgehen genau vereinbart. Es werden seine Wünsche berücksichtigt. Der Makler klärt auf, berät und gibt Tipps und versorgt den Auftraggeber mit nötigen Formularen und Dokumenten. Er nimmt ihm die ganze Arbeit ab.

Es wird ein Kurzexposé erstellt, in welchem steht, dass der Käufer eine Provision zu zahlen hat. Erst wenn dieser konkret einverstanden ist, erfährt er die Adresse.

Die ganze Zeit bleibt der Verkäufer der Auftraggeber in dessen Hauptineresse gehandelt wird. Lügen würde ich aber niemals für einen Auftraggeber, oder Mängel verschweigen. Das wäre nicht seriös und ist auch strafbar. Skrupellose Menschen gibt es aber überall.

Ortsübliche Provisionen sind je nach Bundesland unterschiedlich und auch wer zahlt... Meistens zahlen Verkäufer und Käufer je 3% + MwSt. oft zahlt aber den gesamten Betrag nur der Käufer allein, was aber nicht heißt, dass nur oder hauptsächlich in seinem Interesse gehandelt wird. Habe eine Übersicht mit Provisionen zum Download angehängt.

Wenn Du einen Makler beauftragen willst, nimm einen, dem Du vertrauen kannst denn es sollte eine zweifelsfreie Beziehung zwischen Makler und Kunde bestehen um einen zuversichtlichen Erfolg zu erreichen.

Falls Du noch Fragen hast, jederzeit gerne. Dies war ja nur eine sehr grobe darstellung, ohne die vielen Deteils, die noch existieren und zu beachten sind.

Viele Grüße aus München, Susanne

Provisionen nach Bundesländern.pdf

Edited by ACTIO-Immo.com
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Hallo John Wissensdurst, wenn ich deine Frage/Aussage lese frage ich mich was Du willst ? Entweder suchst Du einen Makler der Dein Objekt für dich vermarktet => Maklerauftrag abschließen. Oder Du kannst es selber => Keinen Maklerauftrag abschließen. Sorry, aber was soll dann das Lamento ?????

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