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jerry-maguire

Vermietung einer ländlich/ruhig gelegenen ETW

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Hallo Leute,

 

mal eine Frage in die Runde. Mir gehört seit mehreren Jahren eine ETW in ländlicher Gegend (65529 Waldems, 40 km von Frankfurt und 30 km von Wiesbaden entfernt). Hat 3,5 Zimmer und ist 120qm groß, direkt am Wald, 2 min zur nächsten Bushaltestelle. Lage ist wie gesagt sehr ländlich.

Die Wohnung ist frisch renoviert.

Sie soll jetzt neu zu vermiet werden, leider hält sich der Ansturm potentieller Mieter bisher in Grenzen.

 

Am liebsten hätte ich Mieter vom Job-Center o.ä., sodass die Miete vom Amt kommt. Jemand eine Idee, wie man an diese Zielgruppe kommt?

 

Habe die Wohnung in allen nennenswerten Portalen inseriert.

 

Bin dankbar für sämtliche Tipps!!

 

Grüsse

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120m² an eine Familie vom Amt vermieten....

Aus wie vielen Personen soll denn die Familie bestehen?

Angemessener Wohnraum

Angemessener Wohnraum liegt in der Regel vor, wenn die Wohnung nicht größer als 45 – 50 Quadratmeter für einen Single ist. Für zwei Personen gelten 60 Quadratmeter als angemessen. Für jede weitere Person sind 15 Quadratmeter zusätzlich einzurechnen. Allerdings sind dies nur grobe Richtwerte. Liegt eine Wohnung mit 50 Quadratmeter Wohnfläche für eine Person noch im Rahmen der angemessenen Kosten, so wird in den seltensten Fällen die Kostenerstattung verweigert. Maßgeblich sind hierbei immer die örtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten.

 

120m² = 2 Erwachsene (60m²) + 4 Kinder je 15m²

Ich würde die Wohnung lieber leer stehen lassen als ungeprüft an die nächst beste 6 köpfige Familie vom Amt zu vermieten...

Das Ergebnis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit jede Menge Ärger und eine Kernsanierung sein...

 

Ich würde bei einer leeren Wohnung eher an einen Verkauf denken.... vielen Frankfurter könnten aufgrund der gestiegenen Preise Interesse an der Wohnung haben...

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@Matt Ich hätte es jetzt eher so interpretiert, dass zusammen für 2 Personen 60 qm gelten. Wären dann also noch 60 qm übrig. Durch 4 Kinder = 15 qm pro Kind und somit kein Problem. 

Sollte die Wohnung entsprechend aufgeteilt sein kann eine WG natürlich auch sinnvoll sein. Wobei dann die Entfernungen zu entsprechenden Unis vllt schon recht weit sind. 

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Meine Vorredner haben eigentlich schon fast alles gesagt: 3,5 Zimmer auf 120 qm sind eigentlich zu wenig bzw. die Wohnung ist zu gross für Sozialmieter. Aber natürlich gibt es, falls die entsprechend billig ist und der Wohnraum für Sozialmieter bei euch sehr knapp ist, die Möglichkeit, dass das Amt doch ja sagt. 

Meiner Erfahrung nach gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Du inserierst, zB auf ebay-kleinanzeigen, und schreibst dazu, dass auch Zahlung vom Jobcenter kein Problem ist.

2. Du rufst mal beim Amt für Flüchtlinge deines Kreises an und bietest die Wohnung dort an. Die werden die Info dann evtl weitergeben oder gleich direkt anmieten (das ist sehr unterschiedlich geregelt)

3. Dann gibt es auch noch Vereine, die sich um die diversen Problemgruppen kümmern. Dort kannst du anrufen und sie von der Wohnung wissen lassen. Ich bin z.B. schon mehrmals von Vereinen, die sich z.B. um Frauen mit Problemen kümmern, angesprochen worden. Allerdings ist dies eher die Zielgruppe für kleinere Wohnungen. Und auch hier möchte ich, ohne eine Fairness Diskussion starten zu wollen, dir eine Warnung mitgeben. Zwar kümmert sich immer ein vernünftiger Ansprechpartner des Vereins dann um Probleme, aber die Probleme der Person bleiben. Und drogensüchtige oder Alkoholiker, die rückfällig werden und dann komplett abrutschen, willst du nicht in deinem Haus haben... (hatte ich schon, da ich wahrscheinlich ein zu weiches Herz hatte, ist schief gegangen....)

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Am 11.7.2017 um 12:18 schrieb jerry-maguire:

Am liebsten hätte ich Mieter vom Job-Center o.ä., sodass die Miete vom Amt kommt

Diesen Umstand aber bitte nicht mit einer garantierten Mietzahlung verwechseln.

Selbst wenn der Klient die Miete direkt überweisen lässt kann er/sie das jederzeit widerrufen.

Außerdem können Sanktionen gegen den Klienten soweit ich weiß auch die KdU betreffen.

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Ich vermiete fast ausschließlich an SGB2-Empfänger. ich hege engen Kontakt zum Jobcenter. Vorsicht ist bei der Auslegung der Miethöchstgrenzen geboten. Bitte rufe dort an und hinterfrage genau die Auslegung. Es kann sein, dass eine Kommune einen qm-Preis Kaltmiete vorschreibt. Eine andere Kommune legt es so aus, dass z.B. für eine Person bis zu 50qm angemessen sind. Das ist ein entscheidender Unterschied. Andere Kommunen (z.B. Stadt Bonn) geben eine Mindestgröße der Wohnung je Person vor. Die KdU (Kosten der Unterkunft) werden immer gestrichen vom Amt, wenn der Kunde einmal nicht vorstellig wird. Persönlicher Kontakt zum Mieter ist hier von Vorteil. Der bekommt natürlich dann nicht mit, wenn das Amt nicht bezahlt hat. Meist ist der dankbar für den Hinweis. Eine behutsame Auswahl (am besten durch erfahrenen Makler) und Durchleuchtung (SchuFa) ist immer anzuraten. Ich kann Euch Geschichten erzählen..... Es gibt allerdings keine Verpflichtung der Direktzahlung vom Amt. Außer, der Kunde gibt dies aktiv an, was ich immer bevorzugen würde. Ansonsten ist das Risiko größer dass sich der Mieter mal ein Stück vom Kuchen abschneidet.....

Schreib am besten in die Anzeige, dass Interessenten deren Unterkunft vom Jobcenter subventioniert wird gerne gesehen sind. Das Amt selbst darf nicht vermitteln (nur in besonderen Fällen). Ggf. beim Integrationsbeauftragten die Info streuen, die werden immer aktiv.

Die Nebenkosten werden in angemessener Höhe übernommen. Infos dazu ebenfalls vom Jobcenter. In der Regel passt der Höchstsatz hier mit den tatsächlichen Kosten. Die warmen Nebenkosten (Warmasser/-aufbereitung/Heizung) ist oftmals auch gedeckelt. Manche geben einen pauschalen Höchstsatz vor, andere Kommunen einen qm-Preis. Hier sollte es ebenfalls keine Probleme geben. Das allerwichtigste ist die Auslegung zur Kaltmiete und den kalten Betriebskosten.

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