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Breena

ETW Übergabe nach Kauf

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Hey,
 
ich bin etwas verwirrt... Ich habe heute die folgende Nachricht vom Makler erhalten:
 
"Sobald uns Herr xy den Eingang des Kaufpreises bestätigt hat können wir Ihnen gerne die bei und liegenden Schlüssel übergeben. Eine Wohnungsübergabe im gewöhnlichen Sinn ist hier nicht notwendig. Das Mietverhältnis bleibt weiter bestehen und die verbrauchsabhängigen Nebenkosten werden durchgängig von der Mieterin bedient bzw. mit ihr entsprechend den Monaten abgerechnet.
 
Bitte teilen Sie uns mit ob wir Ihnen die Schlüssel per Post senden sollen oder ob wir einen Termin hier im Büro vereinbaren sollen?"
 
Ich dachte, dass die Wohnungsübergabe vor Ort stattfindet und ich dort auch die Originalunterlagen erhalte, denn selbst den Mietvertrag habe ich nur als eingescannte Version. Man geht doch schon nochmal in die Wohnung um nach dem Rechten zu schauen sowie notiert die Zählerstände?! Oder ist das alles etwa gar nicht notwendig?
 
Wäre super, wenn ihr mal eure Meinung äußern könntet! Vielen Dank! :-)
 
Liebe Grüße
Breena

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Ber vermieteten Wohnungen wurde bei mir noch nie eine Übergabe durchgeführt. Selbst eine Schlüsselübergabe findet eigentlich nicht statt, denn die Schlüssel hat ja der Mieter. Der Eigentümer darf eigentlich nicht einmal Schlüssel haben.

Sollte man eine Kostenteilung bei den BK durchführen, kann man die Zählerstände ggf. im Nachgang schätzen.

Der Ausgleich sollte aber möglichst direkt zwischen Käufer und Verkäufer erfolgen. Regelungsbedarf gibt es insbes. dann, wenn es zu hohen Guthaben / Nachzahlungen bei der BKA und auch der Hausgeldabrechnung kommt. Bei geringen Differenzen verzichten die Parteien nach meiner Erfahrung fast immer darauf die Sache nochmal auszurollen. (Der Verkäufer meistens allein schon aus Unwissenheit )

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@Breena " Ich dachte, dass die Wohnungsübergabe vor Ort stattfindet und ich dort auch die Originalunterlagen erhalte,..." Näheres ist im Kaufvertrag geregelt. Und da kann alles mögliche vereinbart sein. Schau einfach nochmal nach.

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Ich stimme @JB zu. Also ich schreibe die Zählerstände bei Übergabe einer vermieteten ETW nie auf bzw mache keine Übergabe. Lasse mir Originalunterlagen schicken und bestätige kurz und gut ist. Schlüssel hat i.d.R. der Mieter.

Zähler sind auf den Mieter angemeldet. Er ist Vertragspartner. Wüsste nicht warum da eine Ablesung erforderlich sein sollte. :) 

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Erst gestern noch habe ich bei einem Hauseigentümer den Stromzähler ausgebaut/umgebaut. Im Gespräch mit dem Hauseigentümer stellte sich heraus das der Voreigentümer des Hauses kräftige Nachzahlung beim Versorger leisten musste. Hätte der Käufer bei Eigentumsübergang nicht ein Protokoll gemacht, so wäre es schwierig gewesen nachzuweisen wer denn nun was verbraucht hat.

Bei mir gibt es bei jedem Eigentumsübergang oder Besitzübergang ein Protokoll. So geht man vorprogrammierten Ärger aus dem Wege.

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Natürlich macht man bei einem Leerstand bzw. bei Allgemeinzählern ein Protokoll. Bei einer vermieteten ETW ist es aber zumindest unüblich. Sofern man an die Zähler herankommt (ggf. muß man vom Mieter hereingelassen werden) sollte man auch die Zählerstände aufschreiben. Schaden kann das nicht.

Ich hatte im Jahr 2015 auch einen kniffligen Fall. Ich hatte eine ETW ersteigert. Kurz zuvor waren damals allerdings neue Mieter eingezogen. Der Verwalter hatte den MV abgeschlossen. Die vereinbarte Miete lag nur bei 3,30 EUR,was schon sehr ärgerlich war. Die Mieter hatten sich jedenfalls nicht beim Stromversorger angemeldet. Auch der Verwalter hatte das vergessen und dieser hatte nicht einmal den Stromzählerstand notiert. Nach einem Jahr bekam ich dann einem Brief von den Stadtwerken mit einem Rechnungsbetrag von ca. 1600 EUR. Nun begann das lange Hin  und Her zwischen Verwalter, den Stadtwerken und mir. Letztlich mußte ich aber nichts bezahlen, denn ich mußte davon ausgehen, dass der Mieter angemeldet war.

Edited by JB

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Hey,

vielen Dank für die Antworten!

@Fröhn Im KV ist nicht geregelt, ob die Übergabe vor Ort statt findet. Wieder was gelernt. :D

Originalunterlagen gibt es wohl keine, nur die eingescannten. Finde ich etwas merkwürdig. Hatte aber im Vorfeld nicht nach Originalunterlagen gefragt, bin davon ausgegangen, dass die vorhanden sind. :/ Der verstorbene Vater hatte sich um mehrere Immobilien gekümmert und die Erben sind grad dabei die zu veräußern. Vielleicht ist da was untergegangen oder "zu viele Köche"...

Um was für Schlüssel es sich handelt weiß ich noch immer nicht. Aber das werde ich dann am Samstag erfahren. :D

Dass das Ablesen der Zählerstände nicht unbedingt notwendig ist, ist mir klar. Aber so wie ich mich und mein Leben kenne, wird irgendwann der Moment kommen wo ich denke, wieso habe ich die nicht notiert. Irgendwie ziehe ich untypische Situationen magisch an. :D

Meine Bank teilte mir mit, dass die Kaufpreiszahlung erst Eintritt, wenn man zuvor nochmal in der Wohnung nach dem Rechten geschaut hat. Fand die Reihenfolge etwas ungewöhnlich und hatte zuvor noch nichts davon gehört. Wie ich lese, handhabt ihr es ja auch nicht so.

@Jonathan Cordero Was nimmst du denn alles ins Protokoll auf?

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@Breena "Meine Bank teilte mir mit, dass die Kaufpreiszahlung erst Eintritt, wenn man zuvor nochmal in der Wohnung nach dem Rechten geschaut hat." Das ist nicht ungewöhnlich. Aber auch hier gilt: Schau nochmal in den Kaufvertrag. Ich wette, dass das dort steht. 

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@Breena übergabe NACH Kaufpreiszahlung, weil das auch Eigentumsübergang rechtlich ist (alle Voraussetzung erfüllt zur finalen Grundbucheintragung nach Vormerkung) 

Kurzes Protokoll, Schlüsselübergabe und Zählerstände notieren. Nichts großes -du wirst ja den Verkäufer nicht bitten nochmal durchwischen zu lassen.

Wenn du allerdings noch Arbeiten (z.B. Renovierung, Streichen etc.) im KV vereinbart hast, dann übergabeprotokoll und evtl nachbesserungen detailliert festhalten.  Ich würde auf eine ordentliche Übergabe bestehen, das ist dein gutes Recht Und liegt in deinem Ermessen, Nicht auf Seiten des Verkäufers. Ich finde die Mail von Makler ehrlichgesagt frech. Hat wohl einfach keine Lust Noch mal rauszufahren. 

Ich finde es generell gute Praxis, Immer Gesprächsprotokolle Anzufertigen und dem Partner zuzuschicken. Wenn mal etwas schief gehen sollte, bist du dann immer am längeren Hebel.

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