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JB

Mieter ist vor Besitzübergang verschwunden

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Im letzten Jahr habe ich eine ETW gekauft, Besitzübergang war der 1.Oktober 2016

Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Kaufvertrages (Juli 2016) war die Wohnung vermietet.

Irgendwann zwischen Unterzeichnung KV und Besitzübergang muß dann der Mieter verschwunden sein. Genau kann man das leider nicht feststellen, da keine Kündigung / Übergabe erfolgt ist, Die Eigentumsverwaltung lag beim Ex-Eigentümer selbst. Dieser kümmerte sich allerdings um nichts und war erst Anfang Januar überhaupt wieder erreichbar. 

Ergebnis war, dass keine Miete bezahlt wurde. Die Wohnung wurde dann Ende Januar vom Verwalter geöffnet. Es sind noch einige Möbel und Haushaltsausstattung vorhanden, allerdings weitgehend wertlos.

Die Wohnung muß nun beräumt und Laminat verlegt werden.

Die Frage ist nun, ob Ansprüche gegen den Ex-Eigentümer vorhanden sind. 

 

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Ich würde sagen gegen den Ex Eigentümer besteht kein Anspruch. Konnte der ja vermutlich auch nicht Wissen das der Mieter ausfliegt. Wenn man ihm glauben schenken darf.  Was ist denn mit dem Ex Mieter? Wenn der nicht gekündigt hat, keine Schlüsselübergabe und Möbel noch in der Wohnung, hat er die Wohnung vielleicht noch garnicht aufgegeben. Mein Bruder hatte auch schonmal den Fall das der Mieter nicht auffindbar war und es stellte sich nach Monaten heraus das der Mieter in einer länger dauernden Therapie war.

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vor 41 Minuten schrieb JB:

Die Frage ist nun, ob Ansprüche gegen den Ex-Eigentümer vorhanden sind. 

Kaum, es sei denn, er hätte nachweislich falsche Angaben gemacht.

Grundsätzlich hat er Dir eine vermietete Wohnung verkauft - und das ist sie ja auch jetzt noch.

vor 42 Minuten schrieb JB:

Die Wohnung muß nun beräumt und Laminat verlegt werden.

Hast Du schon einen rechtskräftigen Räumungsbeschluss? Ein nicht anwesender Mieter bedeutet ja noch nicht, dass der Mietvertrag gegenstandslos ist.

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Der Verwalter weiß wo die ehem. Mieter sind, diese haben sich auch wieder an anderer Stelle neu angemeldet. Es war eine Trennung

Allerdings sind sind dies Sozialfälle, daher ist kaum was zu holen. Daher würde ich mich zunächst an den Ex-Eigentümer halten wollen.

Meine Argumentation ist so, dass er mir eine zum Zeitpunkt des Besitzüberganges unvermietete Wohnung hätte übergeben müssen inkl. Aushändigung der Schlüssel. Unvermietet deshalb, weil die Wohnung aufgegeben wurde. Dies hat er nicht getan, sodass letztlich der Verwalter die Wohnung öffnen mußte.Die Öffnung haben allerdings die Ex-Eigentümer gezahlt.

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vor 7 Minuten schrieb Jägermeister Werner Bierme:

Hört sich schon wieder anders an.

Wie schon erwähnt, wusste der Ex Eigentümer von dem Umstand das der Mieter raus wollte/ist?

Dazu hat er sich nicht geäußert. Aufgrund der Umstände wußte er vermutlich nichts.

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Vorsicht. Mach besser eine Aufhebungsvereinbarung mit beiden früheren Mietern (Verzicht auf alle gegenseitigen Ansprüche). Die beiden können Dich nämlich immer noch wegen Hausfriedensbruch und - falls Du Wohnungsgegenstände entsorgst - Diebstahl anzeigen. Das kann strafrechtlich und auch finanziell (die beiden hatten ja ihre kompletten Goldvorräte in der Wohnung) recht teuer werden. Als Argument würde ich bringen, dass sie ja das Mietverhältnis beendet hätten, Du aber eine saubere Papierlage fürs Finanzamt etc. benötigtst und angesichts ihrer Lage auf Mietzahlung verzichtest...

 

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Ich hatte den Fall noch nicht. Aufhebungsvertrag ist sicher juristisch sauber, macht aber auch Arbeit und man hat eine "böde" Bittstellerposition. Bei schwierigen Mieter sicherlich der Königsweg. 

Aber das klingt nach Sozialhilfeempfängern, die sich um nichts kümmern:  Ist es bei solchen Menschen nicht einfacher zu kündigen, da keine Miete gezahlt wurde. Dann kurze Fristsetzung ggf. mit Nachfrist zur Abholung der Möbel. 

Wenn sich dann nichts tut, kann man Entrümpeln  und weitervermieten. Dass die Wohnung zur "Gefahrenabwehr" geöffnet wurde, muss man ja nicht dazusagen. 

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vor 28 Minuten schrieb Tobias Röhrig:

Aufhebungsvertrag ist die sauberste Lösung. Wenn sich die Ex-Mieter querstellen und je nachdem auf wie viele Mieten du schon wartest:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Berliner_Modell_(Recht)

Und dann lass den Container kommen....

Berliner Modell setzt monatelange (teilweise über 1 Jahr) Räumungsklage voraus mit zusätzlichen Kosten. Daher besser bei Sozialhilfeempfängern Aufhebungsvertrag. Falls Ablehnung muß man den Weg übers Gerichts nehmen (aber Dauer ca. 1 Jahr mit Räumung durch Gerichtsvolllzieher etc.).

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