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Belora

Rentenversicherung als Eigenkapital steuerlich nachteilig?

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Hallo Leutz, ich habe da mal 'ne Frage, vielleicht kann einer von euch die ja beantworten. Wir haben im letzten Jahr unsere erste Investment-Immobilie gekauft. Nun sind wir hochmotiviert auf der Suche nach der nächsten Immo. 1f642.png:-)

Um das Budget vorab zu klären, habe ich mit meinem Hypothekenvermittler gesprochen und ihm die Idee vorgeschlagen, meine Rentenversicherung anstatt "flüssiges" Eigenkapital auf der Bank als Eigenkapital für die Bank anzugeben. Mein Vermittler meinte daraufhin, dass das von den Banken nicht immer gemacht wird, das es steuertechnisch nachteilig für den Kreditnehmer ist.

Kann mir einer von euch vielleicht erklären, inwiefern das steuerlich nachteilig ist? Der Vermittler selbst konnte mir diese Frage auch nicht beantworten.

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Hallo Belora,

ja diese Aussage habe ich auch von meiner Bank bekommen. Ich denke mal, dass du einen Vertrag hast, der vor 2005 geschlossen wurde und somit steuerfrei bei Laufzeitende ist (12 Jahre Mindestlaufzeit usw.)

So viel ich weiß, entfällt die Steuerfreiheit weil du den Vertrag nicht mehr direkt zur Altersvorsorge verwendest und die Beiträge somit nicht mehr als Sonderausgaben abzugsfähig sind. Die Erträge daraus unterliegen dann der Besteuerung.

Ich kann es aber trotzdem nicht nachvollziehen warum hier der Staat so agiert, wahrscheinlich nur um an die steuerfreien Verträge und deren Erträge ran zu kommen.

 

Gruß Conne

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Hallo Belora,

mir ist bekannt, dass es vom Verwendungszweck das Darlehens und dann von der Dauer dieses Darlehens abhängt ob, ob die Steuervergünstigung wegfällt. Für detaillierte Auskünfte sollte aber ein Steuerberater hinzugezogen werden. 

Dass sollte bei der Bank aber nicht zum K.O. als Sicherheit führen. Ich kann mir aber einen anderen Grund vorstellen. Im Gegensatz zu einer Lebensversicherung, die am Ende das Geld automatisch auszahlt, hast du bei einer Rentenversicherung das Wahlrecht zur Verrentung. In diesem Fall steht das Kapital nicht zur Einmalrückzahlung zur Verfügung. Ist sind daher mehrere Schritte notwendig um die RV für die Bank nutzbar zu machen. Ein höherer Arbeitsaufwand ist aber nicht immer gewollt. Ich nehme bei den Kreditinstituten einen Trend zur Standardisierung der normalen Immo-Finanzierung im Privatkundenbereich wahr. Im harten Wettbewerb (alle wollen den niedrigsten Zinssatz) muss der Kreditgeber auch auf den Bearbeitungsaufwand achten. Da ist kein Platz für komplizierte Sicherheiten-Konstruktionen. Wenn die finanzierte Immobilie und die persönliche Bonität des Kreditnehmers nicht ausreichen, warum sollte dann überhaupt ein Vertrag zu Stande kommen? 

Etwas anderes ist es, wenn du in die Gewerbe-Abteilung einsortiert wirst. Ab hohen sechs-stelligen Volumina sieht die Rechnung schon anders aus. Dann werden auch aus 20% blanko in einer Finanzierung ein Betrag, den das Kreditinstitut aus unterschiedlichen Gründen gerne absichert. Und die kalkulatorischen Bearbeitungs-Kosten des Kreditinstitutes haben mit immer größerem Volumen einen abnehmenden Anteil am Zins.

Viele Grüße 

Tobias

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