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immo2027

Krankenversicherung kündigt bei zu hohen Mieteinnahmen

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Da @Ray nach einer Zusammenfassung gefragt hat, hier mal der Stand mit dem ich mich letzten Monat beschäftigen durfte, da unsere Kinder auch aus der beitragsfreien rausfallen. 

Familienversicherung:

Nicht für Selbstständige/ nicht für Beamte

·         Wenn beide Eltern privat versichert sind, müssen die Kinder mit eigenem Vertrag in die PKV. Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse ist für das Kind nicht möglich.

·         Sind beide Eltern gesetzlich pflichtversichert, muss das Kind in die GKV und ist dort beitragsfrei. Das Gleiche gilt, wenn ein Elternteil pflicht-, der andere freiwillig gesetzlich versichert ist.

·         Der Fall, dass beide Eltern freiwillig versichert sind, und ihr Kind in die PKV schicken wollen, dürfte ehr theoretischer Natur sein.

 

·         Ist ein Elternteil privat versichert, der andere gesetzlich besteht ein Wahlrecht:

das Kind kann in die PKV oder die GKV. Die Entscheidung für oder gegen die GKV hängt dann bei gesunden Kindern meist davon ab, ob das Kind in der GKV Anspruch auf Familienversicherung hat oder beitragspflichtig ist.

·         Beitragsfreie Familienversicherung ist möglich, wenn die Eltern nicht verheiratet sind.

·         Die beitragsfreie Familienversicherung ist nicht möglich, wenn der privatversicherte Elternteil mehr verdient als der andere und über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt.

Die Kosten in der GKV liegen aktuell bei 160€ im Monat. Ein Zuschuss des Arbeitgebers zu diesen Kosten ist nicht möglich. Die GKV nimmt dafür das Kind in jedem Fall und ohne Gesundheitsprüfung und ohne die Leistungen einzuschränken oder auszuschließen.

Die PKV Kosten liegen für vernünftige Verträge bei 120- 150€ pro Monat, diese sind aber vom Arbeitgeber zuschussfähig. Allerdings nimmt die PKV ohne Gesundheitsprüfung das Kind nur innerhalb 2 Monaten ab Geburt in einem Tarif, der nicht besser sein darf als der eigene. Man muss nicht zwingend zum eigenen Versicherer, aber nicht jede Gesellschaft nimmt Kinder alleine oder erst ab einem gewissen Alter, wenn kein Elternteil bei der Gesellschaft versichert ist.

Insbesondere wenn die Eltern bei Geburt nicht verheiratet sind, dies aber später vorhaben, sollte man berücksichtigen, dass die PKV später das Kind ablehnen darf, oder bestimmte Vorerkrankungen ausschließen darf, die schlimmstenfalls die Krankenversicherung unmöglich machen. Dann bleibt nur die GKV.

Kleiner Nachtrag zu Beamten, Wer beihilfeberechtigt ist, muss sich diese Gedanken nicht machen und geht immer direkt in die PKV.

 

 

Edited by Akkarin
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Wie einige oben schon geschrieben haben, gibt es einige Gestaltungsmöglichkeiten. Optimal ist es natürlich, wenn man sein Einkommen an die geltenden Grenzen anpassen kann.
Beispielsweise in dem die Selbständigkeit über eine GmbH etc läuft. Da kann man schön das Kapital sammeln, welches man sich nicht als Geschäftsführer auszahlt.
Aber auch dann gibt es noch einige Hürden, die man meistern muss. Gerade die Instandhaltungsrücklage, sofern diese nicht verwendet wird, reduziert den Geldzufluss, aber nicht die Einnahmen. 
Deswegen evtl. auch mal überlegen, ob nicht auch die Frau Cashflow-Objekte kauft ;)

 

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vor 7 Stunden schrieb Matthias Renner:

Auch nicht richtig, aber nahe dran.

Also: aus eigener aktueller Erfahrung: Wenn ein Ehegatte privat versichert ist und mehr verdient als der gesetzlich versicherte Ehegatte, können die Kinder nicht kostenfrei in der GKV familienversichert sein. 

Die fliegen aber nicht raus, sondern werden lediglich beitragspflichtig. Kostet zur Zeit 160€ pro Kind und Monat. 

Soweit so gut. Ich verdiene mehr als meine Frau und liege knapp über der mtl. JAEG  nur durch die Bruttoeinnahmen von 2 Wohnungen. Und wenn folgendes wirklich stimmt:

 Da die Mutter privat versichert ist, ihr Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenzeübersteigt und auch regelmäßig höher ist als das Einkommen des Vaters, kann der Sohn nicht über die Familienversicherung des Vaters versichert werden. Für den Sohn müssen die Eltern eine eigene Krankenversicherung abschließen.

fließt der Cashflow der nächsten Wohnung an die private Krankenversicherung.

Edited by immo2027

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vor 5 Minuten schrieb Matthias Renner:

Irgendwas stimmt da nicht,  da die Mieteinnahmen bei der JAEG nicht berücksichtigt werden.

Es müsste der steuerliche Überschuss zählen, nicht die Einnahmen.

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vor 8 Stunden schrieb Matthias Renner:
vor einer Stunde schrieb lg2016:

Es müsste der steuerliche Überschuss zählen, nicht die Einnahmen.

 

Ich hoffe ihr habt recht. Kann jemand aufklären ob die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung unberücksichtigt bleiben und ob es hierzu eine gesetzliche Grundlage gibt?

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Aufpassen auf max. Arbeitgeberbezuschussung der GKV und PKV !

Anbei INFOTEXT DAZU !

Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung

Für GKV-pflichtversicherte Arbeitnehmer

ist die Aufteilung des Beitrages (50% Arbeitgeber - 50% Arbeitnehmer) in § 249 SGB V festgelegt, der zusätzlich

von Arbeitnehmern evtl. zu zahlende kassenindividuelle Zusatzbeitrag (durchschnittlich 1,1% - Stand

01.01.2016) wird hiervon nicht berührt.

Für Arbeitnehmer mit Einkünften oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)

ist der Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung in § 257 SGB V und zur Pflegeversicherung in § 61

SGB XI geregelt:

Freiwillig GKV-versicherte Arbeitnehmer

erhalten die Hälfte ihres tatsächlichen Beitrages

(ohne kassenindividuelle Zusatzbeitrag (durchschnittlich 1,1% - Stand 01.01.2016)) als Arbeitgeberzuschuss,

sofern sie wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei sind.

Privat krankenvollversicherte Arbeitnehmer

Der Zuschuss wird in Höhe des Betrages gezahlt,

- der sich bei Anwendung der Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes 14,6 % (seit 01.01.2015 -

nach § 241 SGB V) und

- der bei Versicherungspflicht zugrunde zu legenden beitragspflichtigen Einnahmen

(nach § 226 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1)

als Beitrag ergibt, höchstens jedoch in Höhe der Hälfte des Betrages, den der Beschäftigte für seine Krankenversicherung

zu zahlen hat.

Damit erhalten PKV-versicherte Arbeitnehmer maximal die Hälfte des Höchstbeitrages der GKV (ohne kassenindividuellen

Zusatzbeitrag, durchschnittlich 1,1% - Stand 01.01.2016), höchstens jedoch den halben tatsächlichen

Beitrag ihrer PKV.

Die private Krankenvollversicherung ist zuschussfähig, wenn sie Leistungen enthält, die der Art nach Leistungen

der GKV entsprechen, und wenn sie nach Art der Lebensversicherung kalkuliert ist.

Tarife, die nach Art der Schadensversicherung kalkuliert sind, sind nicht arbeitgeberzuschussfähig.

Weitere Voraussetzungen für die Zuschussfähigkeit nach § 257 SGB V sind:

Der private Krankenversicherer

- erfüllt seine Pflichten aus den Standardtarif, bietet den Basistarif an,

- betreibt die Krankenversicherung nicht zusammen mit anderen Versicherungssparten,

- verpflichtet sich, den überwiegenden Teil der Überschüsse, die sich aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft ergeben, zugunsten der Versicherten zu verwenden und

- verzichtet vertraglich auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichtet,

Dem entsprechend sind die Tarife der Vollversicherung zuschussfähig, ebenso die Tarife des Krankentagegeldes,

Krankenhaustagegeldes, Kurtagegeldes und V65 als in Verbindung mit der Vollversicherung.

Das Serviceprodukt KBCK ist nicht arbeitgeberzuschussfähig.

Hinweis:

Tarife der privaten Krankenzusatzversicherung für GKV-Versicherte sind bei diesen nicht arbeitgeberzuschussfähig.

Der maximale Zuschuss zur privaten Krankenvollversicherung

gilt jeweils vom 01.01. bis zum 31.12. eines Kalenderjahres. Die Höhe des Zuschusses errechnet sich aus

- aus dem Einkommen aus der Beschäftigung als Arbeitnehmer, maximal der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze

nach § 223 Abs 3 SGB V (2016: 4.237,50 Euro pro Monat) und

- der Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes der GKV (seit 2015: 14,6% :2 = 7,3%).

Der Arbeitgeberzuschuss für einen PKV-versicherten Arbeitnehmer monatlich also max. 7,3% von 4.237,50

Euro, d.h. 309,34 Euro.

Familienangehörige

fallen auch unter diese Zuschussregelung, wenn bei GKV-Pflichtmitgliedschaft des Arbeitnehmers für diese

Personen Anspruch auf Familienversicherung bestehen würde. Dies gilt auch, wenn die Angehörigen bei

verschiedenen PKV-Unternehmen versichert.

Der Anspruch auf Zuschuss für die Krankenversicherungsbeiträge der Angehörigen besteht aber nur dann,

wenn diese auch privat krankenversichert sind. Es besteht kein Anspruch auf Zuschuss für Krankenversicherungsbeiträge

von Angehörigen, die gegen eigenen Beitrag in der GKV versichert sind.

Das hat das Bundessozialgericht mit Urteil vom 20.03.13 (Az. B 12 KR 4/11 R) entschieden. Durch diese

höchstrichterliche Rechtsprechung wird die vielfach geübte herkömmliche Praxis, dass Arbeitgeber den freibleibenden

Teil des Zuschusses ggf. an den freiwilllig GKV-versicherten Ehegatten zahlen müssen, außer

Kraft gesetzt. Ob Arbeitgeber für die Vergangenheit gezahlte Beitragszuschüsse für GKV-Beiträge von Angehörigen

ihrer Mitarbeiter zurückfordern können, hat das Gericht offen gelassen.

Dieses Urteil wirkt sich auf folgende Angehörige aus:

- freiwillig versicherte, nicht erwerbstätige Ehepartner

- freiwillig versicherte Kinder (z.B. nach Ende der Familienversicherung)

- pflichtversicherte Kinder (z.B. Studierende).

Im Zweifel empfiehlt es sich, den Arbeitgeber bzw. die Krankenkasse anzusprechen, um möglichen Rückforderungsansprüchen

vorzubeugen.

Der Arbeitgeberanteil ist steuerfrei.

Zahlt ein Arbeitgeber freiwillig einem privat Krankenversicherten mehr als den halben tatsächlichen Beitrag,

gehört der darüber liegende Betrag zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Einkommen.

Anspruchsvoraussetzungen hinsichtlich des Versicherungsunternehmens

Anspruch auf Zuschuss zur privaten Krankenversicherung besteht nur, wenn das Versicherungsunternehmen

- die Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung betreibt,

- den Standardtarif für ältere Versicherte anbietet, einen brancheneinheitlichen Tarif, dessen Leistungen

denen der GKV vergleichbar sind,

- den überwiegenden Teil der Überschüsse den Versicherten zugutekommen lässt,

- auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichtet und

- die Spartentrennung beachtet.

Bei mehreren Arbeitgebern

wird der Zuschuss anteilig berechnet und zwar unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer freiwillig oder privat

versichert ist. Dabei ist es unerheblich, ob er schon mit einem Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze

liegt oder erst durch die Addition beider Gehälter.

Edited by Rene Bohsem

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Hier die JAEG Werte :

Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)

Versicherungspflichtgrenze (bundeseinheitlich)

jährlich 56.250,00 (2016)

Monatlich 4.687,50 (2016)

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vor 14 Minuten schrieb Matthias Renner:

JAEG = Jahresarbeitsentgeldgrenze nicht jahreseinkommensgrenze

Richtig, wie oben beschrieben.

Edited by Rene Bohsem

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Bei den Mieteinnahmen werden die Werte aus der Steuererklärung übernommen, nicht aus den Bruttomieten, ggf. kann es Sinn machen auch Renovierungen zu machen oder weitere Zukäufe :-)

Wie gesagt das Thema ist vielschichtig !

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vor 39 Minuten schrieb Rene Bohsem:

Bei den Mieteinnahmen werden die Werte aus der Steuererklärung übernommen, nicht aus den Bruttomieten, ggf. kann es Sinn machen auch Renovierungen zu machen oder weitere Zukäufe :-)

Wie gesagt das Thema ist vielschichtig !

Genau das interessiert mich. Wie kann ich die Mieteinnahmen, die Investitionen und Renovierungsarbeiten steuern um diese JAEG-Grenze nicht zu überschreiten.

Kannst du mir noch die Quelle nennen das die Daten aus der Steuererklärung übernommen werden. 

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vor 6 Stunden schrieb lg2016:

Wie einige oben schon geschrieben haben, gibt es einige Gestaltungsmöglichkeiten. Optimal ist es natürlich, wenn man sein Einkommen an die geltenden Grenzen anpassen kann.
Beispielsweise in dem die Selbständigkeit über eine GmbH etc läuft. Da kann man schön das Kapital sammeln, welches man sich nicht als Geschäftsführer auszahlt.
Aber auch dann gibt es noch einige Hürden, die man meistern muss. Gerade die Instandhaltungsrücklage, sofern diese nicht verwendet wird, reduziert den Geldzufluss, aber nicht die Einnahmen. 
Deswegen evtl. auch mal überlegen, ob nicht auch die Frau Cashflow-Objekte kauft ;)

 

Wenn meine Frau die cashflow-Objekte kauft, steigen denn dann durch ihre höheren Einkünfte nicht auch ihre KV-Beiträge?

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vor 8 Minuten schrieb immo2027:

Wenn meine Frau die cashflow-Objekte kauft, steigen denn dann durch ihre höheren Einkünfte nicht auch ihre KV-Beiträge?

Ja, wenn die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung steigen.

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Auch wenn's blöd ist: aber eigentlich müsstest du jetzt jemand mit Ahnung die Angaben machen:

Ehemann/ Ehefrau: selbständig/ unselbstständig/ verbeamtet.. und  Einkünfte ..aber teil a wäreschon mal hilfreich.

 

 

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vor 13 Minuten schrieb immo2027:

Genau das interessiert mich. Wie kann ich die Mieteinnahmen, die Investitionen und Renovierungsarbeiten steuern um diese JAEG-Grenze nicht zu überschreiten.

Kannst du mir noch die Quelle nennen das die Daten aus der Steuererklärung übernommen werden. 

Das gehe ich mit meinen Kunden ebenfalls durch, gehört zur Investmentberatung. Merk dir die JAEG und sprich die Einkünfte mit deinem Steuerberater durch.

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vor 16 Stunden schrieb Rene Bohsem:

Das gehe ich mit meinen Kunden ebenfalls durch, gehört zur Investmentberatung. Merk dir die JAEG und sprich die Einkünfte mit deinem Steuerberater durch.

Deine Beratung berücksichtigt also die Überschüsse der Objekte und gibt Empfehlungen wie diese dann am besten investiert oder verwendet werden um nicht über die Grenze zu kommen.

 

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Am 18.10.2016 um 20:58 schrieb Rene Bohsem:

Das gehe ich mit meinen Kunden ebenfalls durch, gehört zur Investmentberatung. Merk dir die JAEG und sprich die Einkünfte mit deinem Steuerberater durch.

Was beinhaltet deine Investmentberatung? In meinem Fall sollte sie auf den Aufbau von Immobilienvermögen ausgerichtet sein.

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