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Arnd Uftring

800 Mio. Quadratmeter werden zu Sondermüll

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Mehr als 800 Mio. Quadratmeter sog. Wärmedämmverbundsysteme (Hauptbestandteil Polystyrol) sind an dt. Hausfassaden verbaut und dann das:

Voraussichtlich im Frühjahr 2016 wird Polystyrol als Sondermüll eingestuft und ist dann wie Asbest gesondert zu entsorgen und zu deklarieren.

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Daemmstoff-Polystyrol-gilt-bald-als-Sondermuell,polystyrol100.html

Ein Desaster für die betroffenen Hauseigentümer aber auch eine Chance im Einkauf.

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Ja, genau mein Thema:biggrin:

Ohne Worte, was da fabriziert wird und warum das keiner merkt - ich verstehe es noch immer nicht:autsch:

Wir sanieren gerade ein klassisches 70er-Jahre Haus ohne Dämmung, dafür gute Fenster, eine noch bessere Heizung, Hauseingangstür und Wohnungseingangstür - die Bude wird auch so kuschelig warm - und die Luft bleibt frisch.

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Menschen sind halt Herdentiere und die Dämmstoffindustrie hat einfach die bessere Lobbyarbeit betrieben, das muss man bei aller berechtigten Kritik am Produkt neidlos anerkennen.

Spannend wird es sein zu beobachten, wie schnell der Malus "Polystyrol ist Sondermüll" in die allgemeine Wertermittlung aufgenommen wird. Dadurch würde sich bei den betroffenen Objekten ein erheblicher Wertberichtigungsbedarf ergeben, was nicht nur im Verkauf relevant wäre sondern auch bei laufenden Finanzierungen (Basel III).

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Hi Arnd, 

danke für deinen Beitrag, ich war schon immer skeptisch beim Thema Wärmedämmung. Wie ich damals das Eigenheim saniert habe, habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und keine Dämmung an die Außenwände angebracht, obwohl es mir mehrfach geraten wurde.

Im Laufe der Jahre haben sich so viele Nachteile herauskristallisiert, Stichwort Brandschutz, Algenbildung usw...
Zum Glück besitze ich keine einzige Immobilie mit solch einem System.

 

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Nun, eine Wärmedämmung im allgemeinen ergibt schon einen Sinn, von Wärmedämmverbundsystemen ist allerdings eher abzuraten.

Da in jeder Krise auch eine Chance steckt könnte man das Thema "Polystyrol ist Sondermüll" als Basis für ein Geschäftsmodell nehmen. Mit der Produktabteilung einer Versicherung könnte man ein Absicherungspaket für die finanzielle Folgen einer solchen gesetzlichen Regelung entwickeln.

Aber das ist ein anderes Thema ...

 

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Ich denke, selbst wenn das ganze verbaute Dämmmaterial Sondermüll wird, kratzt das wenige. Denn diese verbauten 800mio. qm werden ja nicht über das nächste Wochenende auf einen Schlag anfallen sondern über viele Jahrzehnte. So war und ist das auch mit den immer noch anzutreffenden Asbestdächern. Wenn die denn mal saniert werden, dann sind die Kosten für eine Neueindeckung die Kosten, die reinhauen - nicht die der Entsorgung. Die Entsorgung von Wellasbestdächern (ich rede jetzt nicht von Spritzasbest o.ä. da ist die Situation völlig anders) ist kostentechnisch absolut überschaubar, da alle Recyclinghöfe bestens darauf eingerichtet sind.

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Die Fassade diffusionsoffen Dämmen geht auch problemlos, kostet aber einmalig mehr. Dafür gibt es dann keine Probleme mit Schimmel und auf die Lebsndauer eines Gebäudes gerechnet ist das billiger. Außerdem zahlen in Freiburg Mieter für solche Gebäude einen Aufpreis, der die ganze Sache weitestgehend kostendeckend macht...

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vor 5 Stunden schrieb 79115Freiburg:

Die Fassade diffusionsoffen Dämmen geht auch problemlos, kostet aber einmalig mehr. Dafür gibt es dann keine Probleme mit Schimmel und auf die Lebsndauer eines Gebäudes gerechnet ist das billiger. Außerdem zahlen in Freiburg Mieter für solche Gebäude einen Aufpreis, der die ganze Sache weitestgehend kostendeckend macht...

Und so viel teurer sind Mineralfaserdämmstoffe, die komplett Dampfdiffusionsoffen sind, auch nicht. Brandschutztechnisch übrigens auch 10x besser - bzw. konkret "nicht brennbar A1".

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Dämmwahnsinn ohne Sicht auf die Konsequenzen! Hatte letztens eine gewerbliche Immobilie, welche gerade schön gedämmt wurde und die jetzt aufgrund der inneren Wärmelasten eine Klimaanlage benötigt. Fenster aufmachen ging nicht aus Hygienegründen. In neuen gut gedämmten Gebäuden (gewerbeliche Objekte) müssen wir teilweise schon ab einer Außentemperatur von ca. – 2 ° C kühlen. Viel hilft leider nicht immer viel.

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Und hier schließt sich der Kreis:

Wie angekündigt hat die EU (Verordnung 2016/460) Styropor als Sondermüll eingestuft!

Achtet beim Kauf darauf, was zum Beispiel auf der Fassade verbaut wurde - es könnte im Nachgang teuer werden!

http://www.blog-baurecht.de/

http://www.simmchem.de/downloads/recht/2016/V_2016_460.pdf

 

 

Edited by Arnd Uftring
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vor 40 Minuten schrieb Georg J. Heininger:

Dämmungen machen nur beim Dach wirklich Sinn bei Bestandsimmos.

Die Fassade (sinnvoll) zu dämmen ergibt schon einen Sinn, wenngleich der Effekt bei der Dachdämmung größer ist!

Dieser Teil der Diskussion wird den Betroffenen aber leider nicht mehr helfen. Hier stehen jetzt zig-tausend Hausbesitzer vor der Situation, Sondermüll entsorgen zu müssen (WdVs bestehen meistens u.a. aus Styropor) - die Folgekosten sind aktuell nicht absehbar!

WdVs erreichen kein biblisches Alter sondern haben eine Lebenserwartung von 15-20 Jahren!

Edited by Arnd Uftring

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Die Hersteller rüsten gerade auf holzschaum um und empfehlen den bisherigen Käufern umzurüsten.... eine perverse geldreiberei ist die Branche... 

irgendwann kommt der Ruf "krebserregend" und dchon haben wir einen Mrd-Markt... ich verzichte drauf

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vor einer Stunde schrieb Arnd Uftring:

WdVs erreichen kein biblisches Alter sondern haben eine Lebenserwartung von 15-20 Jahren!

Wo kommt so ein Wert her ???

Den Wert halte ich für viel zu niedrig.Wenn dieser stimmen würde, hätte man damals nicht gedämmt.

Ich kenne einige Objekte die vor ca. 20 Jahren mit Styropor  gedämmt wurden und bei denen ich weitere 20 Jahre nicht als Problem ansehe. Nicht mal die Fassaden wurden in Zwischenzeit gestrichen. Dies ist allerdings in den nächsten Jahren mal fällig.

Die Geschichte mit dem Sondermüll ist natürlich ärgerlich. Ich befürchte, dass nun häufig keine ordnungsgemäße Entsorgung mehr stattfinden wird. 

Grundsätzlich ist die Dämmung von zergliederten Fassaden mit hohem Fensteranteil sicherlich nicht sehr wirtschaftlich. Es macht aber durchaus Sinn Giebelwände zu dämmen ... 

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vor einer Stunde schrieb JB:

Wo kommt so ein Wert her ???

Hier scheiden sich tatsächlich die Meinungen.

Einge gehen von bis zu 40 Jahren aus, wenn man aber zum Beispiel mit Gutachtern, Fassadensanierern, etc. spricht ergibt sich ein anderes Bild - Auswaschungen, Vogelschäden, etc. schon nach wenigen Jahren.

Das hier

vor einer Stunde schrieb JB:

Die Geschichte mit dem Sondermüll ist natürlich ärgerlich.

ist aus meiner Sicht eine Verharmlosung! Für viele Hausbesitzer ist der Sondermüll auf der Fassade ein wirtschaftliches Problem. Und zwar nicht nur in Bezug auf Sanierung und Entsorgung sondern auch in Bezug auf die Gebäudeversicherung und die Wertermittlung / Finanzierung / Nachfinanzierung!

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Da muss ich Arnd Recht geben, ein Nachbauhaus bei mir wurde erst letztes Jahr gedämmt, dann kamen die Vögel, bauten sich ein Nest und nutzten die Dämmung zum Schnabelwetzen.. da sind jetzt schon so circa 10cm Löcher drin, fast bis auf die alte Fassade.

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@Arnd Uftring  @Christian Beyer  ob die von Thomas Knedel angesprochene Mineralstoffdämmung eine sinnvolle Alternative ist. Günstiger?

 

Aber ähnlicher Zusammenhang: ist zumindest eine Dachdämmung nicht integrer Bestandteil UND Vorgabe der EnEV?

Edited by Georg J. Heininger

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vor 3 Stunden schrieb Jb007:

Die Hersteller rüsten gerade auf holzschaum um und empfehlen den bisherigen Käufern umzurüsten.... eine perverse geldreiberei ist die Branche... 

irgendwann kommt der Ruf "krebserregend" und dchon haben wir einen Mrd-Markt... ich verzichte drauf

Du sagst es. ich vermute auch, dass dies einer der Hauptgründe für diese Spektakel sind. Besonders wie schnell Brüssel Vorgaben ändert und quasi über nacht Materialien auf die "black list" schreibt - mit allen Konsequenzen für die Anwender.

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vor einer Stunde schrieb Georg J. Heininger:

Du sagst es. ich vermute auch, dass dies einer der Hauptgründe für diese Spektakel sind. Besonders wie schnell Brüssel Vorgaben ändert und quasi über nacht Materialien auf die "black list" schreibt - mit allen Konsequenzen für die Anwender.

Ich bin ohnehin kein fan von... es gab kürzlich ein Urteil, wonach ein mieter nicht zuzumuten ist, 8 mal am tag zu lüften. Der bau war aufgrund der Dämmung so luftdicht, das sich Schimmel gebildet hat. Ein Gutachter hat festgestellt, das sich der Schimmel nur dann nicht bilden würde, wenn man 8 mal am tag lüftet. Lt Richter unzumutbar, fazit: mieter hat weiterhin minderungsrecht, bis der Vermieter den Mangel beseitigt... ein wiederspruch in sich... 

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vor 3 Minuten schrieb Jb007:

Ich bin ohnehin kein fan von... es gab kürzlich ein Urteil, wonach ein mieter nicht zuzumuten ist, 8 mal am tag zu lüften. Der bau war aufgrund der Dämmung so luftdicht, das sich Schimmel gebildet hat. Ein Gutachter hat festgestellt, das sich der Schimmel nur dann nicht bilden würde, wenn man 8 mal am tag lüftet. Lt Richter unzumutbar, fazit: mieter hat weiterhin minderungsrecht, bis der Vermieter den Mangel beseitigt... ein wiederspruch in sich... 

Ja, dann zwingen Sie einen eine Lüftungsanlage nachzurüsten... und bei bestehendem bewohnten Bau ist das auch nicht so einfach.. kostet aber wieder Geld.

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vor 8 Minuten schrieb Christian Beyer:

Ja, dann zwingen Sie einen eine Lüftungsanlage nachzurüsten... und bei bestehendem bewohnten Bau ist das auch nicht so einfach.. kostet aber wieder Geld.

Und dann mindert er, weil es zieht ;) 

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vor 17 Minuten schrieb Jb007:

Und dann mindert er, weil es zieht ;) 

ohja, wie hier in Frankfurt, wo ich meine Zweitwohnung habe, alle beschweren sich über die Lüftung B|

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Gel, habe gerade tagtäglich auf der Baustelle mit zu kämpfen. Gebäude BJ1974, mal abgesehen von der Fassade habe ich 500qm Alt-Estrich schwimmend verlegt auf 3cm Styropor :)) Städtische Deponien nehmen das Zeug nur haushaltsüblichen Mengen an und wissen nicht wohin damit - das Zeug wird vorerst eingelagert. Mein Container-Dienst hat mich neulich ebenfalls angeschrieben, pro 1000kg sind nun 7000EUR netto fällig :))=

 

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Das Zeug muss man doch irgendwie den Chinesen andrehen. Unsere PET-Flaschen kaufen die ja auch in Unmengen und machen dann Pullis draus ;)

Edited by MMM

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Mich stört an der ganzen Diskussion, dass der Staat nichts fördern muss (mit dem Geld der Steuerzahler) - weder Elektroautos, noch Wärmedämmung noch irgendwas. Wenn sich die Wärmedämmung tatsächlich für die Kunden lohnen würde, würde sie sich am Markt von ganz allein durchsetzen. Wer will denn kein Geld sparen? Nochmal, unser Immermehrplanwirtschafts)Staat braucht nichts zu regulieren. Der Markt reguliert alles von allein, wenn man ihn läßt. Und das ist automatisch immer die günstigste Lösung für alle. 

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