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0711

Wohnung als Gewerbe eingetragen

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Bin derzeit an einer Wohnung dran, die mir wirklich top gefällt, Preis passt, komplett renoviert. Ist eine EG Wohnung in einem 150 Parteien Hochhaus aus den 70ern, vor 2 Jahren saniert. Bei der Durchsicht der Unterlagen kam nun raus, dass die Wohnung (sowie die 4 anderen EG Wohnungen) in der Teilungserklärung eigentlich als Gewerbe eingetragen sind. Werden alle seit Jahr und Tag als Wohnraum genutzt, aber Schwarz auf Weiß ist es nunmal Gewerbe. Hat jemand von euch Erfahrungen mit einem solchen Fall? MMn ist es so, dass alle Eigentümer der Nutzungsänderung zustimmen müssten. Laut Verwalter ist die WEG froh, dass es Wohnraum ist, aber viele wissen wahrscheinlich garnicht, dass das eigentlich Gewerbeeinheiten sind. Mit dem Antrag auf Änderung weckt man da vielleicht nur schlafende Hunde und wehe, einer stellt sich quer. Zumal das ganze ja noch bei der Stadt durchgehen muss. Kann man sich in diesem Fall eventuell auf Gewohnheitsrecht berufen?

Finanzierung klär ich auch gerade ab, hier sehe ich ein großes Problem.

Wäre super, wenn mir jemand ein paar Infos dazu hätte, ob es sich überhaupt lohnt, Zeit zu investieren oder ob das vergebliche Liebesmühe ist.

Edited by 0711

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vor 16 Minuten schrieb 0711:

Mit dem Antrag auf Änderung weckt man da vielleicht nur schlafende Hunde und wehe, einer stellt sich quer. Zumal das ganze ja noch bei der Stadt durchgehen muss. Kann man sich in diesem Fall eventuell auf Gewohnheitsrecht berufen?

Vor einem eventuellen Kauf brauchst Du Rechtssicherheit - bei ernsthaftem Interesse solltest Du den Vorgang dem Bauamt mit der Bitte um Stellungnahme vorlegen. Und wenn das Bauamt eine wohnwirtschaftliche Nutzung für unzulässig hält musst Du abwägen, ob der zu erwartende Ertrag den Aufwand lohnt.

Auf Gewohnheitsrecht könntest Du Dich erst als Eigentümer berufen - dann könnte das Kind aber schon in den Brunnen gefallen sein (das Bauamt muss dieser Argumentation nicht folgen).

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vor 21 Minuten schrieb Arnd Uftring:

Vor einem eventuellen Kauf brauchst Du Rechtssicherheit - bei ernsthaftem Interesse solltest Du den Vorgang dem Bauamt mit der Bitte um Stellungnahme vorlegen. Und wenn das Bauamt eine wohnwirtschaftliche Nutzung für unzulässig hält musst Du abwägen, ob der zu erwartende Ertrag den Aufwand lohnt.

Auf Gewohnheitsrecht könntest Du Dich erst als Eigentümer berufen - dann könnte das Kind aber schon in den Brunnen gefallen sein (das Bauamt muss dieser Argumentation nicht folgen).

Guter Tipp Arnd, danke! Hatte eigentlich befürchtet, dass ich von denen keine Info bekomme als reiner Interessent, aber ich probier das am Montag einfach! Hier habe ich nämlich auch die ärgsten Bauchschmerzen. Wehe, irgendwer kommt mal auf die Idee, dass das so alles doch nicht passt. Dann geht der Ärger wahrscheinlich richtig los.

 

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vor 6 Minuten schrieb 0711:

Hatte eigentlich befürchtet, dass ich von denen keine Info bekomme als reiner Interessent

Wenn Du da wider Erwarten nicht weiter kommst kannst Du das alternativ auch über einen Architekten klären lassen.

Insbesondere in Bezug auf planungs- und genehmigungsrechtliche Fragen wird es auf dem Immopreneur Kongress im November

http://immopreneur-kongress.de/

für die Teilnehmer ein sehr spannendes Angebot geben. Weitere Info´s und Details hierzu in der nächsten Woche von @Thomas Knedel

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Gewerbe ist schwieriger zu finanzieren. Hast du bereits erkannt und wird dir bei der Bank einige "Schwierigkeiten" einbrocken.

Die Kunst wäre jetzt, zum Gewerbepreis zu kaufen (z.B. 8 Fache Jahreskaltmiete) und dann umzuwandeln. So steigt dann der Wert z.B. auf die 20 Fache Jahreskaltmiete.

In begehrten Städten (meist diejenigen mit Mietpreisbremse) winkt das Bauamt das einfach durch. Einen Architekt brauchst du für den Bauantrag trotzdem. Bedenken musst du auch, dass die Einheit alle Kriterien für Wohnraum erfüllen muss (Schallschutz, Belichtung etc.)

Die größte Hürde ist die Teilungserklärung, die geändert werden muss. Wie das geht und welche Hürden das mit sich bringt:

http://notar-hackenbroich.de/aenderung-der-teilungserklaerung/

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