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finanzdurchblick

Lohnt sich ein Steuerberater?

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Hallo Community,

 

kann gut sein, dass ich irgendetwas total übersehen habe, aber ich verstehe nicht ganz, warum viele Immobilienprofis,  wie @Thomas Knedel auch, einen Steuerberater empfehlen.

Braucht denn auch der "normale" Anleger, der angestellt ist und sich seine ersten ETWs oder sein erstes MFH kauft, einen Steuerberater, mit dem er eine Steuerstrategie ausarbeitet?

 

Im meinem Kopf gibt es da nämlich nicht so viel am Anfang zu optimieren: Verschiede Werbungskosten aufschreiben, Abschreibung, Tilgung angeben etc...

Macht also ein Steuerberater nicht erst Sinn, wenn es um die Frage Vermögensverwaltende GmbH oder so etwas geht? 

Wenn ja, ab welcher Investmentgröße bzw Mieteinnahmengröße sprechen wir da....

Vielen Dank schon mal an den Steuerexperten @Albert Stranz und alle weiteren, die mir weiterhelfen!

 

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Hallo, eine valide Frage, die mich ebenfalls beschäftigt.

Ich habe meine Steuererklärung die letzten 10 Jahre selbst erstellt. Ich beschäftige mich gerne und viel mit steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und habe das Gefühl, hier keine (rechtlich einwandfreien) Chancen mangels Ahnung ungenutzt zu lassen.

Anfang des Jahres habe ich meine erste ETW gekauft (privater Bestand) und viel zu den steuerlichen Aspekten gelesen. Ja, es gibt durchaus eine Menge Details zu lernen/beachten (Aufteilung Kaufpreis in Grundstück/Gebäude, miterworbenes Inventar, anschaffungsnaher Erhaltungsaufwand, vorweggenommene Werbungskosten, u.v.m.) - aber bisher habe ich das Gefühl, dass das kein Hexenwerk ist. Es gibt Steuergesetze und Rechtsprechung. Beides muss man soweit wie nötig/möglich verstehen. Wer sich in alle anderen Aspekte des Immo-Investierens einarbeiten kann, der kann das m.E. auch in die steuerlichen Aspekte. Für meine erste ETW fühle ich mich daher wohl - ohne Steuerberater.

Es gibt für mich aktuell drei Szenarien, bei denen ich einen Steuerberater ernsthaft in Erwägung ziehen würde:

  • Mein Engpass beim Investieren ist nicht mehr das EK, sondern primär meine Zeit --> dann sind meine Opportunitätskosten zu hoch, wenn ich die Steuern selber mache und stattdessen Deals verpasse
  • Ich erwerbe ein Objekt, welches aufgrund der Komplexität steuerliche Risiken birgt, die ich nicht ausreichend absehen kann. Beispiel: MFH mit Blockheizkraftwerk - wie trenne ich die gewerbliche Stromerzeugung von Vermietung/Verpachtung, um eine gewerbesteuerliche Infektion zu vermeiden?
  • Ich gründe aus steuerlichen oder anderen Erwägungen eine Kapitalgesellschaft oder eine andere Unternehmensform, die strikten Buchführungsvorschriften etc. unterliegt - hier wäre mir das Risiko, etwas falsch zu machen, zu hoch. Dies hätte dann m.E. auch unmittelbare Auswirkungen auf meine Kreditwürdigkeit Banken gegenüber etc.

Ich bin gespannt, was die Erfahreneren unter uns dazu sagen. Habt ihr alle einen Steuerberater? Einen "Strategen" oder einen, der euch "beim Papierkram entlastet"?

Gruß,
Stefan

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vor 20 Jahren haben ich einmal für ein erworbenes Eigenheim einen Steuerberater genutzt und danach meine Steuererklärungen immer selbst gemacht, auch bei meiner Selbständigkeit ist das kein Hexenwerk, solange keine Bilanzen erforderlich sind, G+V kriege ich auch so hin.

Bei komplexeren Themen, wie oben angesprochen, macht eine SteuerBerater natürlich Sinn, weil die Finanzämter meiner Meinung nach weniger prüfen als bei einer privaten Steuererklärung.

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Sehr spannendes Thema @finanzdurchblick.. Gute Frage :daumen:

 

Das würde mich auch interessieren.. Ich WEIß, dass ein Thomas so viel zu tun hat, dass er natürlich auf externe Dienstleister zurückgreift.. Aber ist das wirklich so wichtig? wenn ja, bitte Gründe benennen.. ^^

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Ich versuche grade das erste mal seit Jahren meine Steuererklärung selber zu machen. wenn man dann schon mehrere Objekte hat ist es recht komplex. Falls nötig habe ich schon einen Steuerberater in der Gegend, der mir auf Stundenbasis meine Steuererklärung überarbeitet und ggf. Tipps gibt.

nächstes Jahr dann anzugeben weil Vorjahr ist easy.

Die entscheidenen Tipps zum sparen der Steuer kann man in diversen Büchern nachlesen oder Hier ;-)

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Danke für eure zahlreichen Meinungen - sie bestätigen mich, dass man nicht unbedingt einen Steuerberater braucht...

Denke, ich werde mir aber trotzdem einmal die lohnsteuerjahreshilfe gönnen...

Wie @Eihoff schon sagt: beim ersten mal vielleicht etwas kompliziert, danach wenn man eine Vorlage hat "easy)

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@finanzberatung-buck

Ich habe einen befreundeten Leiter einer Geschäftsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins.. Der hat mir mal n bisschen was gezeigt.. Wenn du das mit einer Software machst wird dir das meiste dann angezeigt und vorgeschlagen.. Wenn du zu einem Lohnsteuerhilfeverein gehst, dann machen die das auch für dich für ein paar €uro..

 

Das tun die aber nur für dich privat zzgl. ein paar Wohnungen oder ma. 3-Familienhaus.. Daher muss man nicht erwähnen, dass man Investor ist ;-)

Nebenbei fleißig Fragen stellen.. Das machst du 2-3 Jahre.. Und dann kannst du das selbst..

 

Und so ein Verein nimmt je nach deinem Einkommen zwischen 45-150€.. Bei mir wollte der Steuerberater 1.800 für privat und meine Immobilie.. Und die Arbeit macht seine Steuerfachangestellte ;-)

 

Einen Steuerberater würde ich mir jedoch warm halten.. Gerade für Themen, wie gewerblicher Grundstückshandel (Infixierung), Firma (GbR,GmbH etc.) und weiterer komplexer Themen.. Daher würde ich zumindest mir mal einen raussuchen, den ich im Auge behalten möchte und evtl. zumindest einen guten Draht dahingehend aufbauen für die Zukunft..

Edited by Ray

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Mit Lohnsteuervereinen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, da die selten mit Vermietungen zu tun haben und somit die ganzen Tricks nicht parat haben. Des Weiteren dürfen die je nach Satzung dich nicht betreuen wenn du zu viel einnahmen hast. Und durch Mieten hast du schnell hohe einnahmen.

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vor 3 Stunden schrieb Eihoff:

Mit Lohnsteuervereinen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, da die selten mit Vermietungen zu tun haben und somit die ganzen Tricks nicht parat haben. Des Weiteren dürfen die je nach Satzung dich nicht betreuen wenn du zu viel einnahmen hast. Und durch Mieten hast du schnell hohe einnahmen.

Das kommt drauf an wo du hingehst.  Wie gesagt mein Kollege leitet eine Geschäftsstelle und dort haben sie einige Kunden.. Das mit den Einnahmen stimmt.. Aber dazu gehören 3-4 ETWs bzw. ein Dreifsmilienhaus  nicht..

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Ich würde sagen das ein guter Steuerberater einem auch dabei helfen kann eine höhere AFA zu generieren denn es gibt so vieles was man neben dem auf Gebäude anfallen Teil von der Steuer abschreiben kann. Beispiel: Bepflasterung oder Zäune etc. für all dies gibts Tabellen und die kennt ein Laie meist nicht. 

Außerdem kann ein Steuerberater einem auch vllt dabei helfen die Steuerlast besser zu steuern etwa durch Gewinn und Verlust Vorträge oder Nachträge. Teilweise gibt es auch Pauschalen oder "Schlupflöcher" die ein Steuerberater kennt und ein Laie nicht. Ein Beispiel ist zb das absetzen einer gesamten EBK in nur einem Jahr. Im normalfall geht dies nur mit "Minderwertigen" Dingen die unter ca 400€ Netto liegen. Eine EBK kostet doch aber mehr.. Daher stückelt der Steuerberater diese auf und schon klappts in einem Jahr. MEISTENS!

Alls so Dinge können einem eventuell dabei helfen das etwas mehr in der Kasse bleibt. 

Der Aufbau einer VV GmbH etwa im Holding oder im UG-Format sollte selbstredend mit dem Steuerberater durchgesprochen werden.

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Von Lohnsteuerhilfevereinen würde ich abraten, die Qualität ist meist unterirdisch. Der Verein übernimmt letzlich nur die von dir eingereichten Unterlagen und trägt diese in die entsprechende Anlage an. Das kann jeder mit Hilfe von Elster selber erledigen!

Ich kann jeden die Seite smartsteuer.de empfehlen! Damit sollte die eigene Steuererklärung kein Problem sein!

 

Solange die einen Einkünfte überschaubar sind, sprich Job + ETWs / MFHs schadet es sich sich mit dem Thema Steuern zu beschäftigen. Ohne ein gewisses Grundwissen kann dich ein Steuerberater später nicht vernünftig beraten. Ein Bekannter hat folgendes Buch geschrieben link, kann ich zum Einstig empfehlen.

Edited by Immo_Hansi

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Ich bin beim VLH. Zu meiner Beraterin habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Wenn sie denkt, dass ich etwas vergessen haben könnte, frägt sie auch nach. Also nicht nur "Dienst nach Vorschrift". Da sie ihre Beratungsstelle noch nicht so lange hat, arbeitet sie auch nebenher noch für einen Steuerberater. Dementsprechend kennt sie sich mit Immos auch gut aus.

Ich denke, es kommt immer drauf an, an wen man gerät. Je komplexer der Fall ist und je mehr Immos man hat, ist natürlich ein Steuerberater zu empfehlen.

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vor 18 Minuten schrieb Breena:

Ich bin beim VLH. Zu meiner Beraterin habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Wenn sie denkt, dass ich etwas vergessen haben könnte, frägt sie auch nach. Also nicht nur "Dienst nach Vorschrift". Da sie ihre Beratungsstelle noch nicht so lange hat, arbeitet sie auch nebenher noch für einen Steuerberater. Dementsprechend kennt sie sich mit Immos auch gut aus.

Ich denke, es kommt immer drauf an, an wen man gerät. Je komplexer der Fall ist und je mehr Immos man hat, ist natürlich ein Steuerberater zu empfehlen.

Genau meine Meinung !

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Ich selbst habe  keinen StB und werde auch baw keinen beschäftigen. Der Grund liegt fuer mich einfach darin, dass ich niemand brauche, der mich auf schwarz oder weiß aufmerksam macht. Ich bräuchte jemanden, der mir im Umgang mit den ganzen Grautöne hilft...

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Wir haben über mehrere Jahre mit Hilfe eines befreundeten Steuerfachangestellten die Steuer "selbst" gemacht. Die Tipps waren Gold wert - und zeitlich hielt sich der Aufwand in Grenzen. Danach sind wir zur Stuererklärung Marke Eigenbau übergegangen, mittels WISO geht das gut, der zeitliche Aufwand war aber enorm, da wir sehr viele Steuermerkmale haben: Abh. Arbeitsverhältnisse (bei mir ohne LSt-Vorabzug), freiber. Tätigkeit, Gewerbe (PV), häusl. Arbeitszimmer, Kap, Vermietung.

Da 2015 und 16 jeweils eine weitere ETW hinzugekommen ist, gönnen uns seit diesem Jahr eine StB'in. Die freie Zeit investiere ich jetzt ins Brotbacken...

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vor 11 Minuten schrieb alemao:

Wir haben über mehrere Jahre mit Hilfe eines befreundeten Steuerfachangestellten die Steuer "selbst" gemacht. Die Tipps waren Gold wert - und zeitlich hielt sich der Aufwand in Grenzen. Danach sind wir zur Stuererklärung Marke Eigenbau übergegangen, mittels WISO geht das gut, der zeitliche Aufwand war aber enorm, da wir sehr viele Steuermerkmale haben: Abh. Arbeitsverhältnisse (bei mir ohne LSt-Vorabzug), freiber. Tätigkeit, Gewerbe (PV), häusl. Arbeitszimmer, Kap, Vermietung.

Da 2015 und 16 jeweils eine weitere ETW hinzugekommen ist, gönnen uns seit diesem Jahr eine StB'in. Die freie Zeit investiere ich jetzt ins Brotbacken...

Dann mal guten Appetit :D

Macht es denn auch wirklich der Steuerberater? Oder wie ich bereits schrieb, die Steuerfachangestellte des Steuerberaters? ^^

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vor 9 Minuten schrieb Ray:

Dann mal guten Appetit :D

Macht es denn auch wirklich der Steuerberater? Oder wie ich bereits schrieb, die Steuerfachangestellte des Steuerberaters? ^^

:D

Sie macht's selbst, sie ist nämlich allein (von der Tippse mal abgesehen...). Da sie selbst aus einer Unternehmerfamilie stammt, die ich persönlich seit meiner Jugend kenne, vertraue ich ihr. In Berlin hätte ich mir keinen suchen wollen, einfach irgendwo klingeln ist nicht so meins... also verknüpfe ich Elternbesuche jetzt immer mit einem Kaffeepäuschen im Steuerbüro.

:D

 

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vor 1 Minute schrieb alemao:

:D

Sie macht's selbst, sie ist nämlich allein (von der Tippse mal abgesehen...). Da sie selbst aus einer Unternehmerfamilie stammt, die ich persönlich seit meiner Jugend kenne, vertraue ich ihr. In Berlin hätte ich mir keinen suchen wollen, einfach irgendwo klingeln ist nicht so meins... also verknüpfe ich Elternbesuche jetzt immer mit einem Kaffeepäuschen im Steuerbüro.

:D

 

Das ist natürlich top! :D

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Ich mache meine Steuer auch selbst. Die Belege muss ich eh selbst in die Hand nehmen, dann kann ich sie auch gleich nummerieren, in die entsprechende Excel Tabelle eintragen und einheften... V+V ist nicht so wahnsinnig kompliziert.

Wenn ich fragen habe, rufe ich meinen Steuerberater an. Der ist wirklich sehr gut und kostet dann eben Geld. Aber ein 5 Minuten Telefonat oder eine Email kostet dann eben letztendlich auch nicht mehr als 20-30 Euro und das finde ich absolut ok für die Gewissheit der Rechtssicherheit...

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vor 2 Stunden schrieb 79115Freiburg:

Ich mache meine Steuer auch selbst.

 

Ich auch!

Meines Erachtens lohnt sich ein versierter Steuerberater vor einem Kauf oder Verkauf, um Gestaltungen zu erreichen, die man nachträglich nicht mehr implementieren kann - z.B. Wer wird Eigentümer (z.B. bei Eheleuten), Finanzierung über getrennte Darlehen bei teilweiser Eigennutzung, optimierte Kaufpreisallokation (Gebäude/Grund und Boden), generelle Strategie des Investors und Vermeidung von ungewollter Gewerblichkeit oder Betriebsaufspaltung (übel, wenn eine solche ungewollt durch Tod entsteht und dann durch Erbauseinandersetzung wieder beendet wird - hier können existenzgefährdende Ertragsteuerbelastungen entstehen), Gestaltungen zur Vermeidung von Grunderwerbsteuer bei grundbesitzhaltenden Gesellschaften, wie gestalte ich Vermögensübertragungen auf die nächste Generation u.v.m.

Für die laufende Deklarationsarbeit ist es die Tätigkeit oft mehr dem Komfortbedürfnis des Vermieters geschuldet als permantem Bedarf an steuerberaterlichem know-how.

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vor 10 Stunden schrieb stb_mb:

Vermeidung von ungewollter Gewerblichkeit oder Betriebsaufspaltung (übel, wenn eine solche ungewollt durch Tod entsteht und dann durch Erbauseinandersetzung wieder beendet wird - hier können existenzgefährdende Ertragsteuerbelastungen entstehen)

Und was meinst du damit?

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@Ray Betriebsaufspaltung ist ein Konstrukt aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Dazu ein Beispiel:

Ehemann M und Ehefrau F besitzen ein EFH zu je 1/2.

M gründet 1995 mit 25.000 EUR Stammkapital eine Handelsvertretung als GmbH, die in dem EFH ein Büro und einen Lagerraum nutzt. Neben M als Geschäftsführer ist auch Sohn S in der GmbH tätig. F ist Hausfrau und ehrenamtlich in der Seniorenbetreuung engagiert.

Am 01.07.2015 stirbt M an einem Autounfall. S führt die GmbH weiter und wird als Geschäftsführer eingesetzt. Da kein Testament vorhanden ist, bilden F und S eine Erbengemeinschaft, so dass das EFH zu 75 % der F und zu 25 % dem S gehört. Die GmbH-Anteile erben F und S zu je 50 %. Da das Unternehmen - nicht zuletzt durch das Engagement von S - seit einigen Jahren stark floriert, sind die Anteile inzwischen 700.000 EUR wert.

Durch die sachliche (Überlassung einer wesentlichen Betriebsgrundlage = Büro und Lager an die GmbH) und personelle Verflechtung (die Personengruppe S und F kann sowohl das "Unternehmen" EFH als auch die GmbH als Gesellschafter steuern) ist ab 01.07. eine Betriebsaufspaltung gegeben. Folge: die von der GmbH genutzten Flächen des EFH und die GmbH-Anteile werden von Privat- zu Betriebsvermögen. Wertansatz: GmbH-Anteile zu Anschaffungskosten = 25 TEUR, EFH zum anteiligen Marktwert.

Zum 01.10.2015 wird F alleinige Eigentümerin des EFH, S erhält im Gegenzug die GmbH-Anteile, so dass er 100 % hat.

Folge: Betriebsaufspaltung endet, da personelle Verflechtung entfällt. Aus Betriebsvermögen wird wieder Privatvermögen. In Bezug auf den Anteil am EFH dürfte sich am Wert nicht viel getan haben, aber die GmbH-Anteile sind dann leider mit 700.000 EUR abzgl. 25.000 EUR Buchwert zu entnehmen, d.h. es entsteht ein Gewinn von 675.000 EUR.

Ich behaupte mal, dass ein steuerrechtlicher Laie so etwas nicht unbedingt erwarten würde.

Edited by stb_mb
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