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Nordinvestor

Was passiert in Frankfurt beim Brexit ?

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In wenigen Stunden sind wir schlauer. Ich habe mit dem Frankfurter Gewerbeimmobilienmarkt (leider) nichts zu tun. Aber: Was passiert beim Brexit  ? Erwarten wir nicht, dass viele Banken und Finanzdienstleister von London nach Frankfurt kommen? Die Nachfrage nach Büroimmobilien wird steigen, Plant ihr dort dann Investments ?

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vor 13 Stunden schrieb Nordinvestor:

Die Nachfrage nach Büroimmobilien wird steigen, Plant ihr dort dann Investments ?

Das klingt ja fast so, als sei der Frankfurter Gewerbeimmobilienmarkt ein Entwicklungsland, welches nur darauf wartet von Londoner Banken und Finanzdienstleistern zum Leben erweckt zu werden.

Doch auch wenn dem so wäre, ist die Nachricht in den Zeitungen immer die Nachricht von gestern - wer mit einem möglichen Brexit Geschäfte machen möchte hätte schon zu Beginn der Diskussion (also vor vielen Monaten) investieren müssen.

Es wird sicher eine erhöhte Nachfrage geben (im Falle eines Brexit), da sehr viele Player aufgrund des EZB-Standortes allerdings ohnehin bereits in Frankfurt vertreten sind wird es aber sicher keinen "run" geben.

Im übrigen gibt es in Frankfurt ca. 2 Mio. qm Leerstand (Büro), hinzu kommt eine nennenswerte Größenordnung im spekulativen Neubau - der Markt steckt eine steigende Nachfrage ohne Spekulationsblase locker weg.

Edited by Arnd Uftring
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Danke für die Antwort. Vielleicht war der Frage etwas naiv, aber ich habe es ja auch bewusst offen formuliert. Sicherlich ist Frankfurt kein Entwicklungsland, aber ob es zu der erhöhten Nachfrage kommt, wird ja von der Entscheidung in GB abhängen. 

Die Höhe des Leerstand mit 2 Mio qm war mir so nicht bewusst. Respekt, wer so was mal eben aus dem Ärmel zieht.

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vor 11 Stunden schrieb Nordinvestor:

aber ob es zu der erhöhten Nachfrage kommt, wird ja von der Entscheidung in GB abhängen. 

Klar, allerdings würden hiervon nur jene profitieren, die ohnehin im Risiko spekulieren oder vermietbaren Leerstand haben (von den o.g. 2 Mio. qm stehen ca. 800.000 qm zustandsbedingt dem Mietmarkt nicht zur Verfügung).

Wer jetzt in der Hoffnung auf einen Brexit einsteigt zahlt Spekulationspreise (die Verkäufer lesen nämlich auch die Zeitung).

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Mein persönlicher Plan ist, dass die lieben Investmentbanker ja irgendwo wohnen müssen. Da jeder von denen  +10 Millionen Jahresbonus bekommt, wollte ich einem von denen mein EFH verkaufen und in Rente gehen :D

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Also ich denke da wird schon was passieren. Gerade wenn May den "barrierefreien Zugang" zum Binnenmarkt aufs Spiel setzt. Das würde nämlich bedeueten, dass der EU-Pass der Banken nicht mehr greift und sie somit Zentralen in Europa schaffen müssen. Und da steht FFM halt ganz vorne. Die Nachfrage nach Büroflächen wird vorwiegend im Premium Segment ansteigen, da die Banken und entsprechenden Dienstleister hohe Ansprüche haben. Allerdings wird hier auch, wie @Arnd Uftring sagt, viel spekulativ gebaut. Alleine mit den Projekten Omniturm und Marieninsel etsteht eine große Menge Topfläche. Es bleibt spannend.

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Einige Banken sollen angeblich bereits schon Büros auf Vorrat gemietet haben sollen, um ggf. nicht davon überrascht zu werden.

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Möglich - Ich denke allerdings, dass das etwas früh ist. Die Verhandlungen werden locker 2 Jahre dauern. Nachdem der Austritt offiziell beantragt wurde. Das ist ja auch noch nicht geschehen. Und für die Banken hängt alles vom Zugang zum Binnenmarkt ab. Das wird auch zentrales Verhandlungsthema werden. Und kampflos werden sich die britische Politik, bzw. die Wirtschaftsverbände nicht ergeben.  

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Am 21.6.2016 um 21:08 schrieb Arnd Uftring:

Das klingt ja fast so, als sei der Frankfurter Gewerbeimmobilienmarkt ein Entwicklungsland, welches nur darauf wartet von Londoner Banken und Finanzdienstleistern zum Leben erweckt zu werden.

Doch auch wenn dem so wäre, ist die Nachricht in den Zeitungen immer die Nachricht von gestern - wer mit einem möglichen Brexit Geschäfte machen möchte hätte schon zu Beginn der Diskussion (also vor vielen Monaten) investieren müssen.

Es wird sicher eine erhöhte Nachfrage geben (im Falle eines Brexit), da sehr viele Player aufgrund des EZB-Standortes allerdings ohnehin bereits in Frankfurt vertreten sind wird es aber sicher keinen "run" geben.

Im übrigen gibt es in Frankfurt ca. 2 Mio. qm Leerstand (Büro), hinzu kommt eine nennenswerte Größenordnung im spekulativen Neubau - der Markt steckt eine steigende Nachfrage ohne Spekulationsblase locker weg.

Hallo zusammen,

ich kann mich hier Arnd anschließen. Der Leerstand in Ffm ist so hoch, dass der Markt die steigende Nachfrage ohne Probleme wegsteckt. Selbst arbeite ich in Sachsenhausen (12 stöckiges Bürogebäude) und es sind 6 Etagen frei zur Vermietung. Und das ist kein Einzelfall. Sofern man hier neu im Gewerbeimmobilienmarkt tätig wird, tritt man in Konkurrenz mit großen "Vermietern" die wohl um einiges besser organisiert sind und auch besseren Service anbieten können. Unsere Firma konnte sogar einen "All-inclusive-Preis" für die Miete aushandeln (komplett Warm mit Strom). Das zeigt auch, dass die Konkurrenzsituation im Frankfurter Raum nicht extrem hoch ist. Der Vermieter ist sehr froh, wenn wir in seinem Gebäude bleiben.

Grüße

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Also ich sehe das etwas anders. Wie auch bei unseren ETW oder MFH Investments kommt es auch auf dem Frankfurter Büromarkt auf die Mikroanalyse an. Sachsenhausen ist traditionell keine 1A Bürolage und die Qualität des Objektes spielt hier sicher auch eine Rolle. Wo sitzt ihr denn da? Der Klinkerbau an der Darmstädter Landstr. / Dreieichstr. über dem REWE? Das würde zumindest die Bemühungen erklären euch als Mieter zu halten... Den Leerstand, der von Arndt hier genannt wurde, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Ist das inkl. Umland? Ich würde den Leerstand eher auf ca. 1,2 Mio m² schätzen, wobei hier große Teile auf das Mertonviertel und die Bürostadt Niederrad fallen. Das sind Lagen, die für die zuziehenden Mieter im Falle eines harten Brexit garnicht in Frage kommen. Bei den Toplagen in FFM sieht das mit dem Leerstand nämlich schon ganz anders aus. Zwar denke ich auch, dass der Markt den Brexit "verkraften" wird. Allerdings nicht ganz so locker wie hier angenommen. Wir werden steigende Mieten und eine signifikanten Leerstandsabbau in den A und B Lagen sehen. Sowohl beim Gewerbe als auch beim Wohnen (wobei hier kaum Leerstand herrscht). Auch muss man sehen, dass die Qualität vieler Objekte, aber auch der Mieter in Frankfurt sehr, sehr gut ist. So haben wir im Vergleich der BIG-7 (Frankfurt, Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln) zwar Prozentual den höchsten Leerstand, aber dennoch die höchste Spitzenmiete.

Edited by Nicolas V.

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Hi @Nicolas V.,

wir sitzen nicht im Klinkerbau sondern in der Stresemannallee in einen recht modernen Office-Building (http://www.ahgi.de/objektsuche/609).

Klar ist Sachsenhausen nicht die 1a Bürolage. Dennoch gibt es genug an guten und modernen Büroflächen in Frankfurt. Man wird sehen wie es kommt. Vlt. wird der Markt etwas angespannter aber das Thema sollte grundsätzlich auch nicht überbewertet werden. Persönlich würde ich aufgrund von Prognosen/Vermutungen aber nicht auf eine starke Veränderung setzen. Ist schon fast eine Spekulation. Bei Spekulieren gibt es bekanntlich immer Verlierer wie Gewinner. Wird sich zeigen wie es kommt. Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg, falls du darauf setzt.

Grüße

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Ich gebe Dir da vollkommen recht. Das ist natürlich eine Spekulation. Persönlich setze ich auch nicht drauf, werde aber beruflich betroffen sein. Aber da wären die Auswirkungen komplett positiv. Also entweder es bleibt wie es ist, oder es wird noch besser. Von daher bin ich unbesorgt :)

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Theresa May hat ja ihre angekündigte Rede gehalten. Der harte Weg soll´s werden. Inklusive Ausstieg aus dem Binnenmarkt. Dafür sollen Freihandelsabkommen geschlossen werden. Damit ist der EU-Pass für die Banken erstmal passé.

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