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Dagobert

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Ich hoffe (weiß) die erfahrene Community kann mir bei folgenden Fragen sicher helfen?

Beurkunde in einer Woche die Annahme eines Grundstückverkaufs in Böblingen/Stuttgart (privat, >10 Jahre Haltedauer). Angebot erfolgte vor paar Tagen in Hamburg.

  1. Der Notar (Käufer) hat nun bereits die Angebotsurkunde nebst Veräußerungsanzeige dem Finanzamt angezeigt. Ist dies normal? Ich könnte ja theoretisch noch abspringen?
  2. Muss ich dem Finanzamt irgendwie beweisen, dass ich das Grundstück >10 Jahre halte?
  3. Ich trage die Einkünfte in meiner Einkommensteuererklärung 2016 ein, welche ich somit 2017 abgebe und solange mache ich nichts? Oder wie ist der Standardablauf?

Habe schließlich keine Lust auf eine übergangsweise falsche Steuerforderung :D

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zu 1) Der Kaufvertrag und damit die Urkunde ist noch nicht geschlossen - das Finanzamt kann damit noch nichts anfangen. Erst die Annahme löst alles weitere aus.

Dieser Schritt ergibt keinen Sinn.

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vor einer Stunde schrieb Dagobert:
  1. Muss ich dem Finanzamt irgendwie beweisen, dass ich das Grundstück >10 Jahre halte?
  2. Ich trage die Einkünfte in meiner Einkommensteuererklärung 2016 ein, welche ich somit 2017 abgebe und solange mache ich nichts? Oder wie ist der Standardablauf?

Habe schließlich keine Lust auf eine übergangsweise falsche Steuerforderung :D

zu 1) Das kommt darauf an ;-) Wenn das FA auffordert, Angaben zum Erwerbstag zu machen (hier gilt übrigens das Datum des jeweiligen Vertragsschlusses als Veräußerungs- und Erbwerbsdatum!), sollte dem nachgekommen werden. Es besteht hier eine Mitwirkungspflicht gem. § 90 AO.

zu 2) Für private Veräußerungsgeschäfte gilt das Zuflussprinzip, so dass diese in der ESt-Erklärung des Jahres anzugeben sind, in dem der Kaufpreis geflossen ist. Pro Kalenderjahr gibt es eine Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte von 600,- € (§ 23 Abs. 3 S. 5 EStG), die bei ratierlicher Kaufpreiszahlung ggf. mehrfach ausgenutzt werden kann:

Beispiel:

Kauf unbebautes Grundstück Jan. 2014 für 60.000 inkl. NK

Verkauf Nov. 2016 für 61.400, Veräußerungskosten 220,- (Zahlung Nov. 2016)

Var. a) Verkaufspreis komplett 2016 erhalten = Gewinn 1.180,- also steuerpflichtig

Var. b) Teilzahlung 60.810,- in 2016 -> Gewinn 2016 = 590,- also steuerfrei
Rechnung 2016: 60.810 Einnahmen ./. AK 60.000 ./. WK 220,- = 590,-

Rest 590,- im Jan. 2017 = Gewinn 2017 = 590,- also steuerfrei

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Klasse, danke. Zuflussprinzip klingt einläuchtend.

Danke für deine Ausführungen zu 2) @stb_mb. Diese sollten aber im vorliegenden Fall (20 Jahre Haltedauer) gem. §23 Abs. 1 S. 1 EStG irrelevant sein. Kein privates Veräußerungsgeschäft => keine Steuer. Zumindest meine Auffassung - nun mach mich bitte nicht schwach... :D Danke auch für den §90 AO. Werde dann direkt unaufgefordert auch die Kaufurkunde der Steuererklärung beilegen.

Übrigens mein erster Verkauf. Sehr angenehmes Bauchkribbeln. :cool:

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Am Friday, June 03, 2016 um 19:24 schrieb Dagobert:

Übrigens mein erster Verkauf. Sehr angenehmes Bauchkribbeln. :cool:

Aber der Kauf bleibt das aufregendere Kribbeln 😃😃

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