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Ray

Instandhaltungsrücklage - Dauer der Rücklagenbildung?

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Hallo liebe Immopreneure,

 

ich habe mal einen Termin bei einen Steuerberater gemacht für ein Erstgespräch. Wir haben uns u.a. über die Rücklagenbildung für die Instandhaltungs- & Instandsetzungsrücklage unterhalten. Ich dachte bis dahin, dass ich jährlich einen selbstausgesuchten Betrag zur Seite legen kann, den ich nicht versteuern muss (da er ja bei Gebrauch eh zzgl. MwSt gezahlt wird). Diesen kann ich nun bei Bedarf, solange nichts Weiteres anliegt einfach weiter sparen, sodass ich evtl. nach 10 Jahren nun für ein neues Dach das Geld daraus nehmen kann und ggf. sogar noch etwas im Topf übrig habe für weitere Tätigkeiten bzw. Unvorhersehbares..

 

Nun sagte mir jedoch der Steuerberater, dass ich die Rücklagen jeweils nur vier Jahre bilden kann.. Wenn ich die Rücklage, die ich vor vier Jahren gebildet habe, im darauffolgendem Jahr (also im vierten Jahr nach der Rücklagenbildung) nicht benutze, dann wird meine Steuererklärung von diesem Jahr wieder "geöffnet" und ich muss dieses Geld rückwirkend versteuern..

 

Ich war ja nur zu einem Erstgespräch da und kenne den Berater sonst nicht..

 

Nun meine Frage:

Stimmt diese Aussage?

Kann ich meine Rücklage nicht solange bilden, wie ich möchte?

(Mir ist klar, dass ich die Rücklage nur für Instandhaltung- & Setzung benutzt werden darf.)

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Mhh, bist du sicher @ekki54? Ich lasse mich gerne berichtigen, aber ich glaube hier werden ein paar Sachen durcheinander geworfen.

Eine 4-Jahres Frist hinsichtlich der Rücklagenbildung kenne ich nicht. Vielmehr ist hiermit sicherlich die 4-Jahres Frist für die freiwillige Steuererklärung gemeint. Danach ist das Steuerjahr zu.

Zudem kannst Du ohnehin die Rücklagen erst dann steuerlich absetzen (d.h. als Werbungskosten von der Steuerbemessungsgrundlage abziehen), sobald sie auch verwendet wird. Und auch erst in diesem Jahr gelten die Werbungskosten. Selbst wenn die Verwaltung eine Rücklage für die Gemeinschaft bildet darfst du die Werbungskosten erst ansetzen, sobald die Verwaltung die Rücklage auch tatsächlich für eine Instandsetzung/Reparatur nutzt.

Sonst könnte ja jeder selbst oder mit dem befreundeten Hausverwalter seine Werbungskosten flexibel gestalten wie er will. :D 

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Also, das wöre mir neu, dass man Rücklagn über 4 Jahre bilden kann und damit die Steuerbelastung steuern kann. Wobei ich die Rücklagen ildung auf 2 Sachverhalte sehe:

  1. Rücklagen können unbegrenzt jederzeit und in beliebiger Höhe auf einem separaten Konto gebildet werden und angespart werden. Generell ist das nicht steuerlich als Aufwand zu verbuchen.
  2. In der Steuererklärung werden die Rücklagen als Aufwand angegeben und reduzieren dadurch die Steuerlast. Auch wenn das nur über 4 Jahre geht, dann wäre das ja genial, gerade wenn man konkrete Renovierungsarbeiten plant. Aber davon habe ich noch nie was gehört. Gerade in einer Vermögensverwaltung als Gesellschaft wäre das ja ideal. Aber unser Steuerberater hat uns darauf noch nie hingewiesen. @Ray: Hast Du mehr Infos dazu? Steuerregel im EStG, Schreiben des BmF oder Gerichtsurteile? Würde mich schon sehr interessieren!

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Am 21.5.2016 um 10:14 schrieb aweiss:
  1.  @Ray: Hast Du mehr Infos dazu? Steuerregel im EStG, Schreiben des BmF oder Gerichtsurteile? Würde mich schon sehr interessieren!

Leider nein.. Ich war einfach nur mal bei einer Steuerberatung.. Die Firma bietet zum Kennenlernen einen ersten Termin kostenfrei und ich wollte einfach mal mit einem dort sprechen, um zu schauen, ob die evtl. in Frage kommen.. Dabei sagte der Berater mir das.

 

Wobei ich mir das gar nicht vorstellen kann.. Wenn ich 5-8 Jahre nicht viel an meinem MFH machen muss, kann ich doch trotzdem solange Rücklagen bilden, um größere Sanierungen durchzuführen.. Denke ich jetzt.. Deswegen auch die Frage bzw. der Thread hier..

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Daher nochmal. Du kannst solange Rücklagen bilden wie du willst. Steuerwirksam werden sie erst mit der Nutzung. Daher kann ich nicht nachvollziehen, was der Stb dort gemeint hat. Ich tippe weiterhin auf die freiwillige Steuererklärungsabgabe mit 4 Jahren Frist.

Falls du bei der Kanzlei bleibst, kannst ja nochmal nachfragen. Wäre super, wenn du uns dann hier aufklärst. :daumen:

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Nein das mit der frewiliigen Abgabe der Steuererklärung meinte er nicht.. Das kenne ich und hatte es auch gefragt..

 

Ich werde versuchen nochmal die info von dem Berater genauer zu holen..

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@Ray Das klingt für mich nach dem Investitionsabzugsbetrag (IAB) gem. § 7g EStG, der zum Ende des vierten Jahres nach seiner Bildung rückgängig zu machen ist.

Der IAB ist allerdings nur für die Anschaffung von beweglichen Wirtschaftsgütern in einem Betriebsvermögen zu bilden. Für Immobilienbesitzer wäre hier höchstens mal ein Anwendungsfall zu sehen, wenn ein Photovoltaikanlage angeschafft werden soll, weil Aufdachanlagen m.W. als bewegliches Wirtschaftsgut gelten.

Für die Instandhaltungsrücklage - ob nach WEG oder nach eigenen Plänen - ist mir leider keine steuerliche Privilegierung bekannt, d.h. das Bilden der Rücklage ist steuerneutral und aus der Rücklage gespeiste Maßnahmen sind nach den allgemeinen Regeln i.d.R. als Werbungskosten oder Herstellungskosten einzuordnen.

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