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Arnd Uftring

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Everything posted by Arnd Uftring

  1. Vorab: Ich bin kein Stromverkäufer und bei mir gibt es keine Infrarotheizung zu kaufen Ich berichte hier aus Erfahrung der Jahre 2013 bis 2015 - in der Zeit haben wir mit einem Systemhersteller mehr als 40 Objekte von Nachtspeicher auf Infrarot umgebaut. Infrarotheizungen sind für mich nicht die Einzelmodule mit 2m Kabel und Schukostecker dran zum Selbstverbau sondern vom Fachmann geplante Heizsysteme mit Hinterwandmodulen (wahlweise eine Kombination aus mehreren Einzelmodulen, die bestenfalls miteinander kommunizieren), Wärmeleiste (Sockel), elektronischen Thermostaten, Decken-Wärmespeicherplatten (Knauff), die mit einem separaten Zähler und speziellem Tarif versehen werden. Korrekt! Bei Infrarotheizungen ist das nicht anders! Nach der ersten Grundtemperierung führt die Heizung je nach Außentemperatur 3-5 mal am Tag nach. Beim Verbau von Decken-Wärmespeicherplatten führt die Anlage ca. 1-2 mal am Tag nach. Für die Freischaltung des Wärmespeichertarifs ist gesetzlich erforderlich, dass ein separater Zähler vorhanden ist UND dass es sich um ein unterbrechbares System handelt - was bei Infrarotheizungen der Fall ist.
  2. Du kannst für Infrarotheizungen den günstigen Wärmestromtarif nutzen - es braucht einen separaten Zähler und die Netzagentur muss zustimmen! Ist aber übliches Tagesgeschäft für eine Fachfirma - diy-Kandidaten, die die Infrarot-Module einfach per Stecker in die Dose stecken kommen nicht in diesen Genuss!!
  3. Wohnungseigentumsrecht. Die Untergemeinschaft einer Mehrhausanlage darf ohne die übrigen Eigentümer Maßnahmen für ihr Gebäude beschließen, wenn sie die Kosten im Innenverhältnis selbst trägt. BGH, Urteil vom 1. November 2017, Az. V ZR 184/16 IZ 13/2018, S.12 Printausgabe http://www.immobilien-zeitung.de/145764/untergemeinschaft-darf-sanierung-im-alleingang-beschliessen
  4. Im Gegenteil, Praxisflächen können sehr interessant sein - wenn man sie im Ankauf als solche behandelt und sich der Besonderheiten (Gewerbemietvertrag, niedrigere Beleihungsausläufe, enger Nutzermarkt, spezielle bauliche aber auch baurechtliche Anforderungen, schlechtere Wiederverkäuflichkeit, etc.) bewusst ist. Diese Besonderheiten spiegeln sich dann auch im Preis wider - hier sollte man nicht blauäugig jeden Preis zahlen. Kannst Du das mal konkret ausführen? Hast Du Kontakt zu diesem speziellen Mieterklientel, kennst Du die üblichen Vertragsbedingungen, etc.?
  5. Fragt sich nur für wen! Dein Fehler in der Herangehensweise ist, dass Du ausschließlich mit Deinen Augen schaust, statt Dich in die Position Deiner potentiellen Verkäufer zu versetzen! N V P - Nutzen Vor Preis => der eventuelle Preis hat in der Anzeige nichts zu suchen, er führt nur dazu, dass der Leser noch während er die Anzeige liest anfängt zu vergleichen und innerlich denkt "Noch so ein Verbrecher, der will uns nur unser Haus abluchsen!". Deine Frage war Nur darum geht es mir hier und aus meiner Sicht gehst Du dieses Thema falsch an. Arbeite in der Anzeige einen Punkt heraus, der Eigennutzern im Alter Sorge bereitet (hohe anstehende Investitionen, Pflegeaufwand des Gartens, etc) und biete Dich als Problemlöser an - so kommst Du ins Gespräch und kannst Deine Kalkulation persönlich unterbreiten!
  6. Das kannst Du nicht, ohne das Haus zu kennen! Eventuell ist die Hütte unter Nießbrauchs-Betrachtung nur € 50.000,-- wert - und dann?
  7. Wie geht das, ohne das lebende Objekt (Immobilie) zu kennen? Bestandteil einer solchen Kalkulation muss zwingend ein Verkehrswertgutachten sein, welches den Umstand "Nießbrauch" berücksichtigt! Hierfür brauchst Du einen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter - schon um für spätere Auseinandersetzungen mit Erben, die sich geprellt fühlen gut aufgestellt zu sein! Für die eigenen Hausaufgaben empfiehlt sich Kröll, Hausmann, Rolf - "Rechte und Belastungen in der Immobilienbewertung" http://www.beck-shop.de/kroell-hausmann-rolf-rechte-belastungen-immobilienbewertung/productview.aspx?product=13687642
  8. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf diese Weise etwas wird! Der Eigennutzer-Bereich ist zum Teil hoch emotional besetzt. Viele alte Leute haben ihr EFH vor 30, 40 oder 50 Jahren unter Entbehrungen selbst gebaut. Sie haben auf Urlaube oder das neue Auto verzichtet, jahrzehntelang den Garten gestaltet und gepflegt, die Kinder haben im Garten gespielt, da in der Ecke haben sich Nachbars Kinder versteckt ..... Eigennutzer haben in der Regel einen sehr verklärten Blick auf den Wert ihrer Immobilie - noch dazu versprechen ihnen dutzende von Maklern per Flyereinwurf den Verkauf "zu Höchstpreisen" und wenn es ganz dumm läuft hat der Schorschi von gegenüber vor zwei Wochen für € 500.000,-- verkauft .... Und jetzt kommst Du mit Deiner Anzeige ....... N V P - Nutzen Vor Preis Erkläre Deinen Lesern den Nutzen Deines Angebotes und begegne ihnen "emotional" - und nicht technokratisch und gönnerhaft ("Ihr Leben lang mietfrei in dem Haus wohnen zu bleiben. Ich übernehme die Kosten für die Instandhaltung").
  9. Bist Du sicher, dass Deine Zielgruppe überhaupt weiß, was Nießbrauch ist? Können sie etwas damit anfangen und fühlen sich angesprochen, wenn Deine Anzeige sie “anspringt“? Bedenken solltest Du auch, dass nur die permanente Wiederholung einer Botschaft tatsächlich hängen bleibt! Ich würde es mal mit einem örtlichen Makler versuchen. Bespreche mit ihm eine Akquisestrategie (auch in seinem Bestand), entwerft Rundmails oder macht mal einen Infoabend zu diesem Thema (Fachanwalt als Referent).
  10. Meiner Ansicht nach fällt Dein Vorhaben unter §22, Abs. 1 WEG (und eben nicht unter Abs. 2 oder 3) und bedarf der Zustimmung aller Eigentümer. Andere Meinungen sind willkommen ....
  11. Hierfür brauchst Du nach geltender Rechtslage einen einstimmigen Beschluss der Eigentümergemeinschaft - da führt kein Weg daran vorbei!
  12. Spätestens der Anschluss an den Hauptverteilungskasten unterliegt m.E.n. der Meisterpflicht - eine Zuständigkeit des Beirats vermag ich nach § 29 WEG aber nicht zu erkennen.
  13. Steuerrecht. Private Vermietungs- und Verpachtungseinkünfte können in Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit umqualifiziert werden, obwohl die Immobilien mehr als zehn Jahre gehalten wurden und kein gewerblicher Grundstückshandel vorliegt. BFH, Urteil vom 28. September 2017, Az. IV R 50/15 IZ 10/2018, S. 14 Printausgabe http://www.immobilien-zeitung.de/145474/verklammerungsrechtsprechung-nun-auch-fuer-immobilien
  14. Öffentliches Recht. Eigentümer von bestandsgeschützten Gebäuden können auch nachträglich dazu verpflichtet werden, Fluchtwege den aktuellen brandschutzrechtlichen Anforderungen anzupassen. VGH Bayern, Beschluss vom 11. Oktober 2017, Az. 15 CS 17.1055 IZ10/2018, S. 14 Printausgabe http://www.immobilien-zeitung.de/145473/bei-fluchtwegen-geht-brandschutz-vor-bestandsschutz
  15. Selbstverständlich können sich beide Parteien vollmachtslos vertreten lassen. In der Regel macht das eine Mitarbeiterin des Notariats, die Vertretung kann aber auch durch den Makler erfolgen (wenn er zum Termin erscheint) - und zwar für beide Parteien. Die Parteien können dann später an ihrem Wohnort zum Notar gehen und den zum eigentlichen Termin verlesenen Notarvertrag nachgenehmigen. Wichtig dabei: Der Kaufvertrag ist bereits beurkundet, die Parteien genehmigen nur noch das Verlesene - Änderungen sind nicht mehr möglich! Die Kosten für eine Genehmigung liegen < € 100,00
  16. Ganz einfach - try and error! Mehr lässt sich per Ferndiagnose und ohne mit den betreffenden Sachbearbeitern "mal ein Bier getrunken zu haben" nicht sagen! Nichts! Da es hier ja wohl eine dokumentierte Vorgeschichte gibt wäre "zufällig krank" mit Sicherheit die dämlichste Idee, die Du haben könntest! Bauträger und Projektentwickler machen das schon mal - sie kaufen solche Grundstücke auf Vorrat und versuchen solche Situationen auszusitzen. Mit etwas Glück gibt es in einigen Jahren einen anderen Sachbearbeiter, der die Sachlage anders beurteilt .... Privaten Käufern, noch dazu Anfängern würde ich von solchen Spielchen eher abraten - das kostet nur Zeit, Nerven und Geld und bringt am Ende nichts! Es gibt so viele andere Objekte, die auch Spaß bringen ....
  17. Anmerkung der Moderation: Ich muss gestehen, dass ich mich hier längst ausgeklingt habe, da mir vieles hier viel zu unverständlich erscheint und mit der ursprünglichen Fragestellung nur noch die Überschrift gemein hat. Für den Leser gibt es wohl kein Recht auf verständliche Formulierungen und sinnvolle Sachzusammenhänge - für den Moderator fehlt allerdings die Handhabe, hier einzugreifen. @Junginvestoer_Juergen Bei allem Eifer bitte ich doch grundsätzlich zu bedenken, dass der Mehrwert für den Fragesteller und damit für das ganze Forum erkennbar sein sollte. Zur Beruhigung der Gemüter mache ich hier mal vorübergehend zu.
  18. Immer wieder das gleiche Spiel Erst kommt die Rentabilität und dann das Sahnehäubchen (Steuervorteile, Fördermittel, Miet-/Wertsteigerungen, etc.) - wenn das Sahnehäubchen aber für die Rentabilität sorgen muss sitzt man schon in der Falle! Die Langeweiler von heute sind die "Überlebenden" von morgen .....
  19. ..... und während alle Welt noch angeregt über eine Blasen-Gefahren und ein Crash-Szenario diskutiert kommt die Gefahr für eine breite Käuferschicht leise, still und heimlich durch die Hintertür in Gestalt stagnierender Mieten! Vielen Käufern bricht so mittelfristig die Kalkulationsgrundlage weg .....
  20. Davon bin ich jetzt mal ausgegangen - es kann natürlich nicht schaden, gelegentlich darauf hinzuweisen.
  21. Genau genommen muss die Eigentümergemeinschaft nicht der Nutzungsänderung sondern der Änderung der Teilungserklärung zustimmen. Und dafür braucht es den eistimmigen Beschluss aller Eigentümer und aller in allen Grundbüchern eingetragenen Grundpfandrechtsgläubigern - da das WEG ein Bundesgesetz ist, gilt das selbstverständlich bundesweit.
  22. Es muss schlicht erkennbar sein, dass der Lebensunterhalt aus einer anderen Erwerbsquelle bestritten wird. Der Hinweis bezog sich auf 2-3 Fälle pro Jahr - wer sich mit der Vermittlung von großvolumigen Gewerbeobjekten beschäftigt kommt mit 1-2 Abschlüssen pro Jahr gut über die Runden. Wenn er damit aber seinen Lebensunterhalt bestreitet ist er dennoch kein Gelegenheitsmakler. Bei einem einmaligen Vorgang wird Dir niemand eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellen - auch dann nicht, wenn Du die ortsübliche Provision in Rechnung stellst.
  23. Eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO und eine Gewerbeanmeldung (in dieser Reihenfolge) brauchst Du immer dann, wenn Du dem Beruf des Maklers gewerbsmäßig nachgehst (auf Dauer, Gewinnerzielungsabsicht, etc. - in der GewO definiert). Für gelegentliche Vorgänge kennt der Gesetzgeber den sog. Gelegenheitsmakler ohne Gewerbeerlaubnis und ohne Gewerbeanmeldung - unter dieser Flagge hast Du dann 2-3 "Schüsse" pro Jahr frei => Wichtig: Die Gewinnerzielungsabsicht sollte nicht erkennbar sein! Wenn dies ein einmaliger Vorgang ist kannst Du unbesorgt Provision verlangen und in Rechnung stellen - das Finanzamt dabei nicht vergessen!
  24. Dein Kumpel muss sich entscheiden, welche Art von Verlust für ihn eher zu verkraften ist - ein hoher einmaliger oder geringe aber dauerhafte monatliche Zuzahlungen.
  25. Ist das nicht eher die Regel? Man stolpert da rein, wurschtelt sich durch und verwaltet irgendwann nur noch das Chaos ..... Im Verhältnis zum Gesamtmarkt sind die aufgeklärten Käufer doch klar in der Minderheit.
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