Jump to content
Immopreneur.de | Community

DiBe

Members
  • Content Count

    487
  • Joined

  • Last visited

  • Days Won

    42

Everything posted by DiBe

  1. Hallo Arnd, danke für die Verlinkung dieses (und anderer) interessanter Artikel. Als einziges Szenario für einen (Teil-)Verkauf - der Sinn macht - ist für mich denkbar, diese Zeit guter VK-Preise für eine Senkung der Verschuldung zu nutzen oder für eine Portfoliobereinigung in dem Sinne, dass man Objekte jetzt für gutes Geld aussortiert, die ohnehin "über" im Bestand sind oder sonstwie "weg sollen". Langfristigen Bestandshaltern können die Aufs und Abs der Preise egal sein - wie mir - ich behalte eben meine Objekte und kassiere Miete. Wo es passt kaufe ich auch weiter zu. Ich bin durch die Preisanstiege der letzten Jahre nicht reicher geworden und werde durch Preisrückgänge auch nicht ärmer. Der "Flipper" denkt ohnehin immer nur in Tagespreisen... Probleme könnten die Mitstreiter bekommen die einen Verkauf in 10 Jahren fest einplanen, womöglich mit schon sicher einkalkulierter Wertsteigerung, da frage ich mich schon ob dort immer die Rechnung aufgeht.
  2. Hier noch eine letzte Erwiderung von mir, das soll jetzt auch keine Rechthaberei sein: M.M.n. kann man durchaus auf dem Standpunkt stehen dass dieser Vertrag von den Vertragspartnern gewollt war, Wohnung gleich groß/im selben Gebäude. Läge zwischen den beiden Geschäften ein längerer zeitlicher Abstand oder hätte der Käufer statt einer gleichartigen Wohnung ein völlig anderes Objekt gekauft wäre ich derselben Meinung wie alle anderen hier. Falls die Wohnung zum gleichen Preis beurkundet worden wäre wie die ursprünglich verhandelte würde das ebenfalls dafür sprechen. Ich sehe hier einen Sonderfall ! Ich will ja auch nicht behaupten dass @Mario Wehm in jedem Fall voll zahlen muss, ich warne nur vor zu großer Selbstsicherheit. Wie sagt man: Vor Gericht und auf hoher See....
  3. Okay Matthias, auch Deinen Standpunkt kann man vertreten. Spannende Frage, ich hoffe Mario hält uns auf dem Laufenden was am Ende dabei herausgekommen ist (und ich drücke natürlich Dir die Daumen dass Du nichts bezahlen muss....)
  4. Ich nehme mal folgende Punkte als gegeben an: - Ein Maklervertrag ist wirksam zustandegekommen (was ja auch stillschweigend passiert sein kann) - Der Makler ist tatsächlich tätig gewesen, d.h. hat Wohnung A vermittelt, die dann nicht beurkundet wurde - Ein Hauptvertrag ist tatsächlich zustande gekommen (über Wohnung B) - Es besteht eine Kausalität zwischen der Vermittlung von Wohnung A und dem Kauf von Wohnung B Dann sind doch die Voraussetzungen für einen Provisionsanspruch gegeben. Das Argument, die Wohnung B wurde nicht vom Maklervertrag abgedeckt, liegt sicherlich auf der Hand. Man könnte aber argumentieren dass die Wohnung B rechtlich gleichsam an die Stelle der Wohnung A getreten ist. Dafür spricht die Gleichheit von Lage und Preis. Nichts gegen deinen Bauch @Arnd Uftring, aber ich hätte da keinen Mut es auf einen Prozess ankommen zu lassen. Wenn das schiefgeht zahlt @Mario Wehm neben der vollen Courtage auch die Gerichtskosten. Die Regelung zum Maklerlohn im BGB ist so dürr, da kommt es sehr auf die Auslegung durch das Gericht an. Ich glaube ich würde versuchen zu verhandeln, evtl. eine Drittelung der Provision anzustreben und den Verkäufer mit ins Boot holen. Nebenbei bemerkt, der Makler hat doch seine Dienstleistung erbracht, dann steht ihm auch sein Lohn zu. Bin ich der einzige hier im Forum der das so sieht ?
  5. Hmm... also so eindeutig ist die Sachlage aber nicht. Die Maklercourtage wird geschuldet für den Nachweis eines Käufers, verdient bei Abschluss des Kaufvertrages. Wenn nun eine andere Wohnung im selben Haus, vom selben Eigentümer und zum selben Preis beurkundet wurde ist doch auch der 2. Kaufvertrag ursächlich durch die Tätigkeit des Maklers in die Wege geleitet worden. Da kann ein Richter durchaus auch zu dem Ergebnis kommen dass eine Provision verdient ist.
  6. @ekki54 interessanter Beitrag ! 3 Gründe warum ich eine ähnliche Entwicklung für den deutschen Markt nicht erwarte: 1. In Skandinavien sind die Immobilienpreise nicht nur gestiegen, sie sind förmlich explodiert. Da reden wir von ganz anderen Anstiegen als hier in Deutschland. 2. Nach dem schwedischen Steuersystem können Schuldzinsen auch für selbstgenutzte Immobilien von der Steuer abgesetzt werden. Dadurch und durch die sehr lockere Kreditvergabe der schwedischen Banken ergibt sich 3. Eine exzessive Verschuldung der Privathaushalte. In Dänemark und mit Abstrichen in den Niederlanden ist die Situation wohl ähnlich. Viele Niederländer kommen hier im Nordwesten über die Grenze um die "billigen" deutschen Immobilien zu kaufen....
  7. Hallo @Leverage, ja Brandschutz ist wirklich ein heisses Eisen. Unabhängig von der Frage ob Bestandsschutz ja/nein stellt sich die Problematik aber doch nur wenn ich eine genehmigungspflichtige Massnahme durchführe. I.d.R. betrifft das den Ausbau des DG zu zusätzlichem Wohnraum. Alle übrigen Sanierungen sind genehmigungsfrei, wenn nicht bauliche Veränderungen am Rohbau durchgeführt werden. Die klassische Sanierung, auch Kernsanierung aller Gewerke, bedarf keiner Baugenehmigung, selbst wenn u.U. Fenster vergrößert werden (Stichwort Bodentiefe Fenster). Ich bleibe daher bei Sanierungen immer im genehmigungsfreien Bereich so dass Brandschutz dann für mich nicht relevant ist. Allerdings muss man dann auf manche Optimierungsmöglichkeit verzichten, weil es sich einfach nicht rechnet.
  8. Hallo ich gebe hier mal meine Meinung dazu: Natürlich sind wir uns hier alle einig, dass die Preise (zu) stark gestiegen sind, in den letzten 5 Jahren teilweise explodiert. Dem ging aber auch eine ca. 25jährige Phase stagnierender, in Ostdeutschland auch sinkender, Preise voraus. Insoweit ist ein Teil des Preisanstiegs sicherlich als Nachholeffekt anzusehen. Das Gleiche gilt 1 : 1 für den Mietmarkt, auch hier ist das Mietniveau jetzt stark angestiegen, nachdem wir über Jahre konstante Mieten hatten. Man muss sich jetzt auch einmal das Lohnniveau der 80er und 90er Jahre ansehen, dann relativiert sich dieser Anstieg. In der Summe ist dennoch die zu erzielende Mietrendite gesunken, da die Preise stärker gestiegen sind als die Mieten. Aber auch die Anlagerenditen anderer Anlageformen sind stark gesunken, in vielen Bereich bis nahe Null. Zu einer Immobilienblase gehören dann doch auch, neben steigenden Preisen, erhöhte Finanzierungsvolumina. Dem ist aber nicht so. Hier im Forum ist zwar alles sehr stark fokussiert auf hoch finanzierte Ankäufe, idealerweise 115 %-Finanzierungen, aber in der Breite des Marktes sieht es doch anders aus: - Nach meiner Einschätzung wurden noch nie soviele Immobilien cash aus EK bezahlt. Viele Privatkäufer, gerade aus der Altersgruppe 50+, haben erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Sowohl aus Sparkapital (z.B. fällige Lebensversicherungen), als auch Gewinne aus Unternehmen/freiberuflicher Tätigkeit. Ein großer Teil der Anlageobjekte im Preisniveau 500 T bis 1 Mio Euro wird so ohne oder mit nur geringer Finanzierung bezahlt. - Viele institutionelle Anleger ertrinken in Kapital, haben Anlagenotstand. Hier sind Immobilien z.T. der Nachfolger der langlaufenden Festverzinslichen. Gleichzeitig sinkt die Abgabebereitschaft auf der Verkäuferseite, mangels Anlagealternativen. Ich sehe daher keine Immobilienblase wie in USA, Spanien, Irland oder Skandinavien. Sondern einen nachfrage-gepushten Preisanstieg. Es wird m.E. keinen Crash geben, denn viele Verkäufer haben gar keinen Anlass zum Verkauf, warum auch Verluste realisieren wenn die Miete weiterhin kommt. Durchaus denkbar ist für mich ein Preisrückgang in einigen Segmenten, wie z.B. neue ETW's. Hier wird teilweise zuviel gebaut, insbesondere im hochwertigen Bereich und bei den Klein-Appartements unter 40 qm Wfl. (Studenten-App.). Ich sehe für Immobilieninvestoren eher folgende Risiken: - zu hoher Neubau, daher steigendes Leerstandsrisiko, wenn auch von niedrigem Niveau aus. Negativ: Zusätzliche staatliche Fördermittel für den Wohnungsbau, Positiv: Eine evtl. weiterhin hohe Zuwanderung, somit steigender Wohnraumbedarf. - politische Risiken durch weitere Regulierung und Belastung: Verschärfung der Mietpreisbremse, Mietrechtsänderungen zugunsten der Mieter (schleichend durch die laufende Rechtsprechung), höhere Abgabenbelastung z.B. durch Grundsteuer bei gleichzeitiger Nichtanrechenbarkeit bei den Betriebskosten (an anderer Stelle gerade diskutiert), höhere Umweltstandards (Stichwort CO2-Reduzierung) Jeder der jetzt kauft sollte ein Szenario aus stagnierenden Mieten bei leicht sinkenden Kaufpreisen und leicht steigenden Zinsen durchspielen, dazu längere Vermarktungsdauer bei Neuvermietung (= rechnerisch höherer Leerstandsanteil).
  9. Na ja, also für EFH-Bauherren hat das Bausparen schon einige Vorzüge: Gute Prämienförderung, garantierte Zinsen auf lange Zeit (es gab in früherer Zeit nicht nur Niedrigzinsen....), das Darlehen ist nachrangig, Sondertilgung jederzeit möglich; und - ganz wichtig: der Bausparkunde wird zu regelmässigem Ansparen quasi verpflichtet. Bausparen hat in den Jahren 1950-1990 sicherlich vielen Familien Wohneigentum erst möglich gemacht. Für Investoren ist es heutzutage aber fast bedeutungslos.
  10. @Arnd Uftring Danke für diesen sehr guten und fundierten Artikel. Auf lange Sicht ein Thema mit großer Bedeutung für die gesamte Branche. Auch der Politik ist natürlich nicht entgangen dass "Immobilien boomen", auch wenn das mitnichten den garantierten Reichtum aller Akteure bedeutet. Fakt ist aber, dass die Mieten und Verkaufserlöse flächendeckend gestiegen sind und unser Gemeinwesen seinen Anteil daran haben möchte, zumal Gruppen wie Vermieter, "Immobilien-Haie" und Makler nicht als sympathische Berufsgruppen eingestuft werden. Da klatscht die breite Masse Beifall wenn hier abkassiert wird. Eine Neubewertung der Grundsteuer ist sicherlich notwendig, auch wenn ein laufend gepflegter Einheitswert dem Konsensmodell im Ergebnis sicherlich nahekommt - das Problem ist nur dass keine durchgängige Pflege der Einheitswerte erfolgt ist, obwhl das eigentlich hätte passieren sollen. Aber, wer glaubt denn dass bei einer erhöhten Bemessungsgrundlage die Steuermesszahl wirklich 1 : 1 abgesenkt wird ? Besonders praktisch für die Finanzminister ist dann noch der laufende Anstieg der Bemessungsgrundlage durch steigende Bodenpreise und Baukosten, wer denkt da nicht an die kalte Progression, an die auch niemand herangeht, obwohl es allenthalben gefordert wird. Und echter Sprengstoff liegt in der Forderung der Mieterverbände, die Grundsteuer nicht mehr als Betriebskosten ansetzen zu können. Im Moment noch nicht durchsetzbar, aber wenn das kommt dann wird es teuer für uns alle.
  11. Hallo Pascal, das Problem hatte ich leider auch. Bei einem MFH, Kaufpreis waren inkl. NK 420.000 €, hatte ich nur einen Gebäudeanteil von 140.000 €, einfach weil das Grundstück auch relativ groß war und in der Lage so hohe Bodenpreise gezahlt werden. Ärgerlich ! Du kannst natürlich von Dir aus eine andere Aufteilung vornehmen und hoffen, dass der Sachbearbeiter das nicht nachprüft und einfach so übernimmt. Das Risiko kannst Du eingehen, hast ja nichts zu verlieren, im schlimmsten Fall wird halt doch nach der Excel-Tabelle abgeschrieben. Sowieso ist nur das 1. Jahr "gefährlich", da man dann die AfA belegen muss wie sie sich ergibt, in den Folgejahren wird nur angekreuzt "AfA wie Vorjahr", das packt dann kein Mensch mehr an. Also, einfach riskieren. Brisanter ist die Sache wenn Du nach der 15%-Regel in den ersten 3 Jahren Sanierungen vornimmst. Wenn Du da zuviel machst verlierst Du die sofort abzugsfähigen Erhaltungsaufwendungen (bei dann etwas höherer AfA) und das kostet dich richtig Geld.
  12. Einfach angeben, zur Not Eigenbeleg schreiben, wenn die Beträge im Verhältnis zu den Mieteinnahmen im Rahmen bleiben sollte es durchgehen. Wie hier schon mehrfach gepostet habe auch ich die Erfahrung gemacht dass eine ganze Menge durchgewunken wird, auch wenn es "eigentlich" nicht gehen sollte. Weitere Punkte wo das auch so ist: Bürokosten pauschal, Kontoführung pauschal, Fahrtkosten usw. Das spart dann doch in der Summe ein schönes Sümmchen bei der ESt. Das gilt umso mehr wenn Du mit deiner V&V ingesamt im Gewinn-Bereich arbeitest.
  13. Hallo Pascal, das ist eindeutig geregelt wie aufzuteilen ist, und es gibt dazu eine einfach zu bedienende Excelvorlage, lies Dich hier bitte ein: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Einkommenssteuer/2017-03-01-Berechnung-Aufteilung-Grundstueckskaufpreis.html
  14. Na wenn der MV unterschrieben ist und der Mieter solvent - wo ist dann das Problem ? Er wird dann die Wohnung auch antreten, zumindest schuldet er den Mietzins. Wenn das nicht klappt hast Du den falschen Mieter ausgewählt.
  15. Hier muss man klar trennen: Nach Abschluss des Mietvertrages, wenn der Mieter Schlüssel zur Wohnung bekommt, ist es doch legitim und richtig die Kaution einzufordern. So wie ich es verstehe nimmt @Jb007bereits eine Anzahlung VOR Vertragsabschluss, d.h. der Mieter hat auch noch keinen Zugriff auf die Wohnung. Das finde ich persönlich, bei allem Respekt vor jb's Erfolgen, nicht korrekt. Gute Mieter werden so etwas auch nicht mitmachen , nach meiner Erfahrung. Von daher bin ich bei dir @Furzi Hängt sicher auch davon ab mit was für einer Klientel man es zu tun hat. @Fredericdu gibst Schlüssel ohne Vertrag heraus?
  16. Hallo Junginvestor Jürgen, das ist jetzt alles recht widersprüchlich was Du schreibst, hast Du schon selber mal eine Firmenbilanz gelesen ? Also nur mal zur Klarstellung: Eine Veröffentlichungspflicht im Bundesanzeiger besteht nur für Kapitalgesellschaften, i.d.R. GmbH und Gmbh & Co. KG. Rechtsformen wie GbR, OHG und KG sind außen vor. Hier wird i.d.R. eine Kurz-Kurzform der Bilanz eingestellt, die nicht so arg viel aussagt. Der Anteil des Fremdkapitals sagt eher wenig aus über die Solidität eines Unternehmens. Ob die Firmenimmobilie der GmbH gehört (und die Fahrzeuge, Maschinen usw.) wird dort nicht erwähnt, kann allenfalls aufgrund der Höhe des Anlagevermögens vermutet werden. In den meisten Fällen steht die Firmen-Immo im Privatvermögen des Hauptgesellschafters und ist von der GmbH gemietet, somit ist kein Haftungsdurchgriff gegeben. Sollte sie Firmeneigentum sein kann man davon ausgehen dass sie als Sicherheit für einen Bankkredit belastet ist. Einen Einblick in die wirtschaftliche Lage der Firma bekomme ich eher über den Vergleich der letzten Jahre, wenn ich die Entwicklung der Bilanzposten (.z.B. EK) über mehrere Jahre gegenüberstelle. Jede Beurteilung krankt auch daran dass ja immer das zurückliegende WJ veröffentlicht wird; bis die Bilanz im Bundesanzeiger zu lesen ist kann da durchaus fast ein weiteres Jahr vergehen. Fazit: Der Bundesanzeiger kann ein Indiz von mehreren für die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens sein, ersetzt aber in keinem Fall weitere Auskünfte, insbesondere eine Bankauskunft (am wertvollsten sind die "inoffiziellen" die es nur mündlich gibt), und es bedarf zum "Lesen" der Bilanz auch gewisser Kenntnisse der wirtschaftlichen Zusammenhänge. (Diese Aussage von mir bezieht sich auf die kleinen GmbH's á la "Klempner Müller GmbH", die uns jeden Tag begegnen. Bei größeren Firmen sind die Bilanzen wesentlich umfangreicher veröffentlicht und enthalten meist auch einen sog. Lagebericht, das ist dann schon aussagekräftiger)
  17. Hallo Florian, das mit den "Ladenhüter-ETW's" war früher vielleicht mal eine gute Idee. Tatsächlich habe ich vor Jahren beobachtet, dass vor allem Wohnungen im EG, vor allem zur Straße gelegen, sehr lange bis zum Verkauf "auf Halde" lagen. Größere Bauträger die laufend Objekte erstellen hatten dann oftmals eine "Resterampe" und waren froh über jede verkaufte Wohnung, somit auf zu Zugeständnissen bereit. Im Moment sehe ich aber dass auch diese Einheiten schnell abverkauft werden und der Bauträger das Objekt damit abschließen kann. Offensichtlich gibt es genug Käufer für diese schlechter zu vermietenden Wohnungen.
  18. Hallo Bluedream, Du kannst auf jeden Fall auch Kosten aus dem Zeitraum vor dem Übergang von Nutzen und Lasten geltend machen ! Es spricht also nichts dagegen, auch schon Material einzukaufen. Du gehst auf Nummer sicher wenn schon auf der Rechnung des Baustoffhändlers dein Bauvorhaben/Objekt eindeutig vermerkt ist. Das Finanzamt wird diese Kosten aber auch bei der Betrachtung der 15%-Grenze mit hinzurechnen. Die 3-Jahres-Frist beginnt zwar erst mit dem Nutzenübergang zu laufen, aber vorher entstandene Kosten wirst Du dir mit anrechnen lassen müssen. Hierzu ein Hinweis (Achtung, keine steuerliche Beratung, nur aus eigener Erfahrung): Auch Kosten für Objekte die dann letztendlich gar nicht gekauft worden sind können steuerlich angerechnet werden, z.B. Reisekosten, Gutachterkosten, Inserats- und sonstige Kosten im Zusammenhang mit der Suche nach Objekten. Wer intensiv sucht wird feststellen dass da ganz ordentliche Summen zusammenkommen - daher auf jeden Fall den Fiskus mit daran beteiligen. Umgerechnet müssen wir ja auch nun wirklich jeden Cent Miete versteuern. Schwierig wird es erst dann wenn jemand jahrelang sucht und nichts kauft, dann unterstellt das FA "Liebhaberei" und ein Steuerabzug entfällt. Ich habe sogar einmal "verlorene Planungskosten" absetzen können, 4.000,- € Architektenhonorar plus 800,- € Statiker, für ein Projekt was dann letztendlich nicht umgesetzt worden ist. Aufgrund der Höhe der Beträge gab das mehrere Nachfragen, aber schließlich wurden die Beträge anerkannt.
  19. Hallo liebe Immobilienfreunde, als ersten Misserfolg hier etwas zum Schmunzeln: Vor ca. 10 Jahren war mein 2. Objekt ein MFH in dem ein kleines Appartement leerstand (Zu der Zeit war die Situation auf dem Mietmarkt völlig anders, man musste sich echt um Mieter bemühen, keine Warteschlangen wie heutzutage), nur ca. 12 qm mit Bad über dem Flur. Den Hausverwalter hatte ich quasi mitgekauft, wie ich heute weiß eine völlige Null, aber damals der einzige "Experte" den ich kannte. Er hat mich dann gleich mit der Aussage entmutigt: "Diese Zimmer sind nur sehr schwer zu vermieten, und wenn dann nur an ganz üble Mieter". Ich habe dann inseriert, und da das Appartement unsaniert war gab es nur einen Interessenten, den ich natürlich mit offenen Armen genommen habe. Freudestrahlend brachte ich dem Hausverwalter den unterschriebenen Mietvertrag, er schaut auf die Voranschrift des Mieters.... "Aha, XY-Straße 148"...meinte er nur vielsagend. Ab da kannte ich die Anschrift der städtischen Obdachlosenunterkunft... Nun, ich hatte ein echtes Prachtstück gefunden: Extrem-Alkoholiker (hat oft im Treppenhaus geschlafen da es nicht mehr bis ins Zimmer gereicht hat), bei Harndrang einfach laufen lassen...und ein Messi mit Spezialgebiet Tomaten und Weintrauben in Pappkartons (ihr glaubt gar nicht was es alles für Insekten gibt ...!). Zu meinem "Glück" war er eigentlich ein ganz gebildeter Mensch, kannte seine Rechte - wenn er denn mal nüchtern war - ganz genau. Alle Polizisten in unserer Kleinstadt kannten ihn mit Vornamen, wenn er wieder irgendwo lag wurde er einfach bei meinem Haus "abgeladen". Hilfe, Beratung - Fehlanzeige. Soviel zum Thema: Die Polizei, dein Freund und Helfer. Nach 2 1/2 Jahren bin ich ihn endlich losgeworden - da musste ihn unsere Gemeinde unterbringen - seitdem ist mein Name dort auch verbrannt. Was habe ich daraus gelernt ? - Geduld auch bei der Neuvermietung, lieber mal einen Monat Leerstand in Kauf nehmen. - Wer verdienen will muss investieren. Ich habe die Appartements (in dem Haus sind insgesamt 3 davon) nach und nach saniert, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Fenster neu, kleine Pantryküche rein und bei bei einem sogar ein 2. Zimmer von der Nebenwohnung dazugeschlagen. War pro qm viel Geld, aber seitdem habe ich immer gut vermietet. - Vorher Gedanken machen über die Zielgruppe: Diese Appartements biete ich gezielt an für Berufstätige die in der Woche eine Schlafmöglichkeit brauchen und am Wochenende zuhause sind, ich hatte schon Azubis aber auch einen Laborleiter, der nur für Notfälle immer ein Zimmer zur Verfügung haben will. Ich mache eine Pauschalmiete inkl. Nebenkosten und komme so auf einen guten Schnitt. - Meine Mieter schaue ich mir seitdem ganz genau an !!! Mieterselbstauskunft, Schufa-Auskunft, Angaben über Vorvermieter und Grund des Wohnungswechsels, und das wichtigste: alle Besichtigungen mache ich mit meiner Frau zusammen, wir sprechen intensiv mit den Interessenten und tauschen uns dann hinterher aus. Ich habe nie wieder einen schlechten Mieter gehabt. Für mich war das eine sehr lehrreiche Erfahrung !
  20. @MattDa hast Du Recht. Auch ich habe einen Altbau, 3 FH von 1928, recht aufwendig saniert. Das ist mein attraktivstes Objekt, Top-Mieteinnahmen, und die Interessenten stehen Schlange. 1914 ist sicherlich noch besser, hätte ich auch gerne. Was ich eher meinte sind die heruntergewirtschafteten Buden, ohne jeden Charme, durch etliche "Sanierungen" verpfuscht, wie auch oben von Dir beschrieben. Solche Häuser sind Fässer ohne Boden und es wird nie etwas vernünftiges daraus. Eigentlich dürfte der Preis nur der Baulandpreis abzüglich Abrisskosten sein - in der Realität wird hier noch viel zu viel Geld für bezahlt.
  21. @MattDu hast hier absolut die richtigen Fragen gestellt. Gerade solche älteren Häuser sollte man sehr kritisch prüfen. Irgendwann ist der Moment gekommen an dem es besser ist den Abbruchbagger zu bestellen. Wer solche Objekte kauft sollte sich fragen wie lange er die Nutzungsdauer noch veranschlagt.
  22. Hallo André, viel Erfolg beim Verhandeln, leider haben wir in weiten Teilen Deutschlands momentan einen derartigen Nachfrageüberhang dass die Verkäufer sich nicht immer darauf einlassen (müssen). Aber versuchen solltest Du das natürlich unbedingt !!! Vom Alter her ist eine Heizung mit etwas über 20 Jahren demnächst mal fällig, da könntest Du also ansetzen. Ein Dach aus den 90er Jahren ist allerdings noch längst nicht fällig. Hier wurde bereits gut gearbeitet, fast immer mit Unterdach (Unterspannbahn oder zu der Zeit oftmals Hartfaserplatte), und es ist auch schon so viel Dämmung eingebaut dass man das noch nicht in Angriff nehmen muss. Die Argumente, das Dach neu alle 30 oder 40 Jahre halte ich für völlig überzogen - liest man meist in den Kundenzeitschriften der Bausparkassen, damit die EFH-Besitzer auch schnell wieder einen neuen Vertrag abschließen. Versuche es mit der Heizung. (Du kannst doch auch ohne konkreten Grund verhandeln, für den Eigentümer ist es doch völlig egal aus welchem Anlass er Dir im Preis entgegen kommt).
  23. Hallo Immopreneure, ich habe heute ein MFH beurkundet, bei dem die Hausverwaltung bisher die Mieten per Lastschriftverfahren von den Mietern eingezogen hat. Ich möchte das Haus in die Eigenverwaltung übernehmen, bisher habe ich die Mieten meiner anderen Objekte immer per Überweisung oder Dauerauftrag erhalten. Welche Erfahrungen habt Ihr hier im Forum mit dem Lastschrifteinzug gemacht, was muss ich ggf. beachten, wie seht Ihr das ? Ich freue mich auf eure Statements !
×
×
  • Create New...