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Kalle

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Everything posted by Kalle

  1. Es gibt keine festen Definitionen von "Faktor", "Rendite" oder "Cashflow" .. Für mich machen diese Netto-Rechnereien auch relativ wenig Sinn, da sich jeder die Zahlen so schön/schlechtrechnen kann, wie er/sie will. Mietausfallwagnis? Wer weiß denn schon vor dem Kauf, wie viele Monate ein Objekt leerstehen wird? Steuern: Der eine zahlt 0 Steuern, der nächste zahlt Reichensteuer ... Der eine rechnet die Tilgung in seine Rendite ein, der nächste lässt sie raus. Der eine zählt die Kosten für eine Grundbesitzer-Haftpflicht mit rein, der andere nicht... Alles viel zu individuell bzw. theoretisch imo. Ich nutze zunächst immer Brutto-Werte. Also: Kaufpreis ohne Kaufnebenkosten (!) geteilt durch Jahresnetto-Kaltmiete. Nur so kann ich schnell und einigermaßen objektiv Objekt A mit Objekt B vergleichen. Wenn dieser Faktor schon über 15 liegt, brauche ich mir das Objekt gar nicht erst mit einem Netto-Faktor schönzurechnen ("Kauf von privat", "wenig Leerstand in dieser Lage", "Mietsteigerungspotenzial", ...) Im zweiten Schritt gehe ich dann durch mein Excel-Sheet und treffe ein paar Annahmen - um zu sehen, ob am Ende ein positiver Cashflow übrig bleibt (nach Zins, Tilgung, nicht-umlagefähiger Kosten und Eventualitäten). Das sind dann aber m.E. Feinheiten.. Eine Brutto-Faktor 22 Wohnung rechnet sich nicht. Eine Brutto-Faktor 8 Wohnung rechnet sich auf jeden Fall.. Dazu brauche ich keine Netto-Rechnung. Steuern lasse ich generell raus. Wenn es sich vor Steuern lohnt, dann lohnt es sich auch nach Steuern. Wenn es sich vor Steuern nicht lohnt, dann lohnt es sich auch nach Steuern nicht
  2. Klar - irgendjemand ist im dem Termin immer unzufrieden Wollte mich zumindest melden und mein generelles Interesse bekunden!
  3. Ich würde sehr gern teilnehmen - jedoch ist ein Wochentag um 14 Uhr für Angestelle eher unvorteilhaft Daher von meiner Seite der Wunsch, zukünftige Talks auf die Abendstunden zu verschieben.
  4. Heißester Kanditat ist der 27.9. um 18:30 Uhr im Wuppertaler Brauhaus.
  5. Bergischer Immopreneur Stammtisch - Terminfindung 2. Termin --> https://doodle.com/poll/mim5fg5unbybnip5 @Adam Biegon @Jb007 @Marius @Adam B. @Moritz @zientz @Bernhard81 @FD1895 @Jacqueline @envriel @Darth Vader Bitte um rege Teilnahme Bei Interesse sendet mir gern eine PN mit eurer Handynummer, dann füge ich euch gern der WhatsApp Gruppe hinzu.
  6. Dann ist es nicht zugestellt. Ich denke wir haben zwei Ansätze: Den rechtlich sauberen und nahezu wasserdichten Weg und den pragmatischen Weg (JB). Ich glaube, wenn ein Mieter ernsthaft gegen eine Räumungsklage des Vermieters vorgehen und alle Register ziehen würde, dann hätte der Vermieter wenig Aussicht auf Erfolg, da er nicht beweisen kann, dass er eine Kündigung zugestellt und dem Mieter Zeit für Widerspruch gegeben hat. Selbst die fristlose Kündigung per Einschreiben (egal welches) mit 2 Wochen Fristsetzung hälfe in diesem Fall nicht. Einerseits kann der Mieter das Einschreiben einfach nicht von der Post abholen (= keine Zustellung) oder - selbst bei erfolgreicher Zustellung - hätte der Vermieter Schwierigkeiten zu beweisen, dass in diesem Einschreiben tatsächlich eine fristlose Kündigung steckte. Daher ist der "wasserdichte" Weg eine Zustellung der fristlosen Kündigung per GV oder Bote/Zeuge - denn hier wird Zustellung und deren Inhalt bewiesen. Ob das praktisch ist - das ist eine andere Frage. JB hat ja einen sehr pragmatischen Weg aufgeziegt.. Und wenn dieser Weg in 9/10 Fällen funktioniert, dann ist das m.E. durchaus eine Alternative
  7. Von meiner Seite: Nein. Die Abmahnung ist bei einer fehlenden / verpäteten Mietzahlung eh nicht nötig. Also: Erste Mahnung kommt einfach so in den Briefkasten. Wenn es Richtung zweite Mahnung (bsp. wegen Ruhestörung) geht, dann werde ich zukünftig auch über eine GV gehen. Also alles, wo ich später glaube, dass ich es eventuell mal beweisen muss.
  8. Reicht eben nicht, weil man nicht beweisen kann, was eingeworfen wurde. Habe gestern genau zu diesem Thema mit einem Anwalt von H&G gesprochen. Einschreiben (klassisch oder Einwurf) reicht nicht, da der Mieter sich immer rausreden kann ("leerer Umschlag"). Einschreiben Rückschein das gleiche, wenn er's überhaupt abholt. Einzig scher ist eine Zustellung per GV oder per Bote. Denno: Ja, so funktioniert es. Du suchst dir einen (möglichst objektiven) Boten (Ehepartner geht auch, ist aber leichter anzufechten). Dieser Bote bescheinigt auf einer Kopie des Schreibens, dass der Inhalt des Briefes dieser Kopie entspricht und er diesen Brief um xx Uhr eingeworfen hat. Am besten dokumentierte man diesen Einwurf noch mit einem Foto. Dann gilt der Brief am nächsten Tag als zugestellt und der Inhalt ist dokumentiert.
  9. Hab ich auch gerade; "Fehler" gemacht mit dem Einschreiben + Rückschein (fristlose Kündigung) .. Mieter holt es nicht ab. Hätte ich mir auch sparen können. Also nächstes Mal GV oder oder Bote (mit Fotos dokumentiert).
  10. Kontoauszüge hat in der Tat bisher nicht geklappt .. Aber ich würd's versuchen. Zur Not halt eine schriftliche Bestätigung des Verkäufers. Wenn das nicht kommt (bzw. nur sehr zögerlich), dann weiß man ja, wo man nachbohren muss. Bei mir hat es beispielsweise sehr lange gedauert, eine Wohnflächenberechnung zu bekommen. Die Zeichnungen in der TE reichten nicht aus (teilweise abgeschnitten und nicht nachzurechnen) .. Daraufhin habe ich auf die Wohnflächenberechnung bestanden - und siehe da: Fast 30m² weniger als im Exposé angegeben! Auf jeden Fall Grund für eine Nachverhandlung! Im Zweifelsfall auch ein Grund, von der Reservierung zurückzutreten. Damit will ich sagen: So etwas auf jeden Fall anfragen - wenn's nicht kommt, ist höchstwahrscheinlich etwas faul. ... aber nicht schon vor dem Besichtigungstermin.
  11. Hmm, das würde ich nicht so unterschreiben Vera. Kommt m.E. immer auf den Markt und das Objekt an. Wenn ich ein MFH Faktor 12 in einer größeren Stadt in NRW habe, dann ist die Nachfrage derzeit enorm. Da brauche ich den Makler nicht um Zusendung von allen Unterlagen zu bitten bevor ich einen Besichtigungstermin mache. Das braucht überhaupt kein "MEGA-Schnapper" zu sein - es reicht für eine hohe Nachfrage schon aus, wenn es sich von den Zahlen her um ein solides Investment handelt.. Manchmal ist die Nachfrage ja bei schlechten Objekten schon immens (derzeitige Zinspolitik..) Natürlich muss ich die Kennzahlen kennen - keine Frage. Ohne die würde eine Besichtigung wohl sehr wenig Sinn machen. Wir müssen uns hier also darüber unterhalten, was genau mit "Unterlagen" gemeint ist. Brauche ich (bei einer ETW) vor Besichtigung schon die Teilungserklärung, die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, den Verwalter-Vertrag etc.? Ich denke nicht. Wenn ich das alles vor der Besichtigung anfragte, würde die Besichtigung garantiert ohne mich stattfinden Vor der Besichtigung halte ich für sinnvoll: Größe, Kaufpreis, Lage (selbst recherchieren bzw. vorbeifahren) MFH: Mieteraufstellung (Whg#, m², Kaltmiete € bzw. Leerstand) --> hier wird gern mal geschummelt, Stichwort ist / soll Generelle Finanzierungszusage der Bank (muss nicht für dieses Objekt sein, aber man sollte den Rahmen kennen) Und du solltest eine Vorstellung davon haben, was du denn (je nach Zustand) als Preis anbieten möchtest. Am besten hast du dann für den ersten Besichtigungstermin schon jemanden mit Sachverstand dabei (Onkel Werner, Handwerker-deines-Vertrauens o.ä.) der dir eine grobe Einschätzung der Substanz geben kann. Das brauchst du m.E. alles, um (zusammen mit deinem ersten Eindruck) überhaupt eine generelle "Interesse Ja/Nein" Aussge treffen zu können. Bei einem "nein" oder einem "vielleicht" ist das weitere Vorgehen klar: Fokus aufs nächste Objekt! Ein gewisser AF soll mal plakativ gesagt haben: "If it's not a <hell yes>, then it's a no". Bei einem Hell Yes würde ich dem Makler direkt sagen, dass das Objekt weiterhin hochinteressant ist und du es gern reservieren würdest - vorbehaltlich Prüfung einiger Unterlagen. Du kannst hier auch so etwas sagen wie: "Ich würde dem Verkäufer Preis xyz bieten, vorausgesetzt die Prüfung der Unterlagen ergibt keine weiteren Probleme/Nachfragen" Ihr macht dann einen Termin für die Unterzeichnung der Garantie aus (sagen wir mal in 3 Tagen) .. Bis dahin möge der Makler dir bitte zudenden: Wohnflächenberechnung (die am Ende doch gern mal von der Fläche im Exposé abweicht) Mietverträge ETW: Teilungserklärung, Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen Nachweis der Zahlungseingänge (bzw. Rückstände) Der Makler wird viel gewillter sein, dir diese Informationen zukommen zu lassen, wenn du das Objekt bereits gesehen hast und ihr schon einen Termin für die Unterzeichnung der Garantie habt. Jetzt hast du etwas Zeit, diese Unterlagen zu studieren. Wenn dir auffällt, dass die m² falsch sind, die Mieteingänge unregelmäßig sind oder fehlen oder irgendetwas anderes nicht stimmt, hast du einen Grund für eine Nachverhandlung des Kaufpreises. Wenn alles i.O. ist, würde ich den Termin dann aber auch wahrnehmen und die Garantie unterzeichnen .. sonst verbrennst du hier eine Partnerschaft, bevor sie überhaupt entsteht. Ab Unterzeichnung der Garantie hast du dann noch einmal Zeit, die Dokumente tiefer zu prüfen und auch die zweite (technische) Begehung mit einem Sachverständigen durchzuführen, falls nötig. Ebenfalls nutzt du diese Zeit, um deine Finanzierung abzuschließen.
  12. Nö. Textform reicht in vielen Fällen. Ich setze eine digitale Unterschirft (PNG) rein.
  13. Wir müssen hier m.E. unterscheiden: Ein beauftragter Dienstleister à la "Immobilien Service Deutschland" ist m.E. am einfachsten zu verstehen. Die bieten als Firma eine Dienstleistung an, die ich einkaufe. Mit Krankheit, Urlaub und Solzialversicherung habe ich nichts zu tun. Die Kosten lege ich auf die Mieter um. Man kann natürlich auch selbst diese Firma sein (IchServiceGmbh), so verstehe ich HamburgInvest. Dann zahlt der Vermieter eine Gebühr an die IchServiceGmbh. Die IchServiceGmbh hat wiederum angestellte und zahlt neben dem Gehalt auch die Sozialversicherungsbeiträge für den/die Mitarbeiter. Krankheit/Urlaub ist Sache der IchServiceGmbh. Diese Option empfinde ich für mich mit 12 WE als zu aufwändig. Bei 50+ WE's mag das natürlich durchaus Sinn machen! Dann bleibt noch die Beschäftigung einer Privatperson, die nicht in Kategorie 1 und 2 fällt. Das kann ein Mieter, der benachbarte Rentner etc. sein. Hier würde ich gern mehr erfahren: Wie ist diese Person versichert? Also was passiert, wenn der bei mir von der Leiter abrutscht? Ich kenne mich mit 3) nicht aus.. Daher beschäftige ich solche Leute nicht - schon gar nicht "ohne Rechnung"... Finde ich höchst riskant. Im besten Fall ist der Hausmeister also selbstständig. Aber wie wehre ich mich da gegen den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit? Freue mich auf Erfahrungen und Kommentare
  14. @Denno, ist das auch so in den Mietverträgen festgehalten (von Anfang an) oder hast du irgendwann umgestellt von Selbstleistung auf Hausmeisterservice?
  15. einstellen? Hmm, da lese ich mich gerade ein.. https://www.minijob-zentrale.de/ .. Besser wäre Selbstständiger, der Rechnugn stellt - hier müsste man allerdings aufpassen, dass es auch wirklich ein Selbstständiger ist und es nicht als Scheinsebstständigkeit gewertet werden kann.
  16. Bei mir sieht es recht ähnlich aus wie bei @DiBe. Ich habe keine Verwaltung geerbt - und werde auch vorerst keine einsetzen. Die Kosten von 20-30€ / Moant erscheinen mir einfach sehr hoch. Sollte ich irgendwann mehrere MFHs besitzen und die Verwaltung zeitlich nicht mehr selbst leisten können, schaue ich weiter. Bzgl. der Hausmeisterdienste (Treppenhausreinigung, Mülltonnen, Gartenpflege, Winterdienst) ist in den geerbten Mietverträgen festgehalten, dass die Mieter sich selbst drum kümmern sollen. Das funktioniert natürlich denkbar schlecht - einige Mieter sind sehr gewissenhaft, andere ignorieren ihre Aufgabe konsequent. Die Nicht-Putzer zu dokumentieren und abzumahnen ist ein nerviger Aufwand, daher würde ich gern alles an einen professionellen Service abgeben. Das wäre der professionellste Ansatz, allerdings bräuchte ich hier die Zustimmung aller Mieter. Ansonsten laufe laufe ich Gefahr, dass einige Mieter die Kosten nicht übernehmen möchten bzw. anfechten. Ich denke ich werde es einfach ankündigen und dann mit der NK-Abrechnung umlegen. Der Großteil der Mieter dürfte das begrüßen. Mietzahlungs-Überwachung mache ich derzeit noch mehrmals wöchentlich, da noch nicht alles rund läuft (verspätete / fehlende Zahlungen, Zahlungen auf das Konto der Vorbesitzerin, ..). Mein Ziel ist natürlich, diesen Aufwand runterzuschrauben und eher 1x/Woche oder alle 2 Wochen reinzuschauen und ggf. dann direkt Mahnungen zu versenden. Das mache ich übrigens mit onlinebrief24.de. Heizungs-Ablesung lasse ich von einem der großen Firmen machen. Die warten auch die Ablese-Geräte (Funk im Treppenhaus.. Dann muss der Ableser nicht in die Wohnungen). Kosten werden alle umgelegt. Neuvermietung mache ich auf jeden Fall selbst! Für kleine Hausmeister-Aufgaben habe ich mit einem der Mieter ein gutes Verhältnis. Für Kleinigkeiten (Glühbirne Treppenhaus kaputt etc.) hat er ein "Mandat" von mir, dass er es einfach selbst ausführen kann und mir am Ende die Quittung gibt. Für größere Dinge habe ich einen "Handwerker-meines-Vertrauens", der auch einen Schlüssel fürs Haus hat. In erster Linie bleibe ich aber erster Ansprechpartner. Gerne auch per WhatsApp - das läuft mit den "guten" Mietern sehr harmonisch! Ich habe auch Mieter, die alles schriftlich haben wollen etc.. Die versuche ich aber nach und nach "auszutauschen" gegen unkomplizierte Mieter
  17. 2 Kleine Punkte Spitzfindigkeit, aber dennoch: Der Mieter kann nicht klagen; er kann die Zustimmung zum Mieterhöhungsverlangen verweigern und der Vermieter müsste klagen. Wichtig wäre hier: Unterschied zwischen einem (einfachen) Mietspiegel und einem qualifizierten Mietspiegel.
  18. Interessant dürfte es vor allem dann werden, wenn die Summe der abzugsfähigen Fahrten in einem Monat über 1% des Wagen-Neuwertes läge
  19. Danke @Pfalzgraf. Genau diese Frage hatte ich auch mal gestellt. Woher kommt deine Aussage - bzw. wie belastbar ist sie?
  20. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Sonderumlage in die IHR übergeht.. learning sagt, das sei nicht der Fall. Ggf. einfach bei der Verwaltung nachfragen.
  21. Hmm du widersprichst dir doch gerade selbst oder? Die Sonderumlage sollte nicht zu niedrig angesetzt werden, da "Nachschießen immer kompliziert ist" - dem stimme ich grob zu. Daher wird die Sonderumlage womöglich etwas höher angesetzt als im KV angegeben. Das führt zu einer Erstattung.
  22. So in etwa hätte ich das auch getippt. Die Sonderumlage wurde ja für einen ganz bestimmten Zweck eingesammelt - sagen wir mal 6 Parteien; pro Wohnung 2000€ - Zweck (beispielsweise) Fassaden-Anstrich. Das ganze kostete nun im Nachhinein aber statt 12.000€ nur 9.000€! Also gehe 500€ pro Wohnung wieder an den jeweiligen Eigentümer zurück. Dieser hat zwischenzeitlich gewechselt. Wahrscheinlich passiert die Erstattung erst mit der nächsten jährlichen Abrechnung. Dennoch dürfte der alte Eigentümer Anspruch auf Erstattung vom neuen Eigentümer haben. Ob er sich daran erinnert und den Anspruch auch gelten macht ist eine andere Frage
  23. Ich sehe das ehrlich nicht ganz so bitter wie Thorsten. Wenn man es mal auf die gröbsten Faktoren runterbricht: 23.000€ Einnahmen Kaltmiete (JNKM) - 2800€ Zinsen - 2300€ Nicht-umlagefähige NK (Annahme 10% der JNKM) = 18.000€ "Überschuss" - 3.000€ AfA = 15.000€ zu versteuern Also je nach Steuersatz .. sagen wir mal irgendwo zwischen 8 - 10k netto Finde ich jetzt erst einmal nicht sooo übel. Davon gehen natürlich noch mal 4400€ Tilgung runter, bleiben rund 4-5k€ free cash. Was dich jetzt natürlich reinreißen könnte sind Reparaturen, Leerstände, Rechtsstreitigkeiten etc. Stell dir vor, ein Mieter zahlt 3 Monate die Miete nicht (bevor du ihn rausschmeißt) und die Wohnung muss renoviert werden, bevor du sie neu vermieten kannst. Also 3 Monatsmieten weg, noch mal mindestens ein Monat Leerstand, Renoveierungskosten, und Vermarktungsosten fpr die Neuvermietung. Das sind schnell mal einige tausend Euro. Wenn jetzt noch die Heizung oder das Dach kaputt gehen, ist deine gesamte Jahres-Rendite futsch. Klar, die Kosten verringern wieder dein zu versteuerndes Einkommen, aber Kosten bleiben es dennoch. Diese Kosten kann ich nicht abschätzen, ohne die Lage (bzw. das Klientel) und den Zustand des Hauses zu kennen. Ebenfalls hast du einen sehr hohen EK-Einsatz. Bedenke: Du bräuchtest 15 perfekte Jahre, um gerade einmal deinen EK-Einsatz wieder raus zu haben. Realistisch ist es denke ich, dass du doppelt so lange brauchen wirst. Also mindestens 30 Jahre. Nach 15 Jahren endet allerdings deine Zinsbindung - das heißt du müsstest ab dann im Zweifelsfall einen deutlich höheren Zinssatz verkraften können. Sprich: Nach 15 Jahren hast du vielleicht die Hälfte deines EKs wieder raus und 66k€ getilgt. WICHTIGE 2 PUNKTE (die werden m.E. immer wieder gern vergessen): Opportunitätskosten 75.000€ mit 2% angelegt bringen nach 15 Jahren ca. 25k€ 75.000€ etwas besser angelegt, in einem gut gestreuten Portfolio bspw. bringen evt. 5% durchschnittliche Rendite, also 80k€ In beiden Fällen bekommst du obendrein dein volles EK wieder raus. Arbeitsaufwand Ich merke das mit meinem MFH.. Passives Einkommen ist das nicht! Viel Papierkram (Kaufprozess, Energieversorger, Kabelanschluss, Versicherungen, .. alles will geprüft und ggf. gewechselft werden) Viel Babysitting ("Mein Nachbar ist zu laut", "Her xyz putzt das Treppenhaus nicht", "ich habe da eine feuchte Stelle entdeckt", ...) Arbeit mit der buchhalterischen Verwaltung (Mieteingänge, Mahnwesen, Rechnungen bezahlen, ..) Rechtsstreitigkeiten, Kündigungen/Räumungen, Renovierungen, Neuvermietungen, ... Befriedigung der staatlichen Willkür (von enef bis Rauchwarnmelder, ..) Das ist wirklich nicht zu unterschätzen. Ich habe gerade das volle Brett! Lastenübergang war der 1.7., seitdem habe ich: Unregelmäßige Zahlungseingänge, sodass ich fast täglich aufs Konto schauen muss zwei nicht zahlende Mieter, einer davon bekommt diese Woche die Fristlose Ein Wasserschaden, der mir verschwiegen wurde und aufwändig instandgesetzt werden musste (zum Glück größtenteils auf Ksoten des Verkäufers) Neuvermietung mit 8 Besichtigungsterminen Keine / ungenügende Treppenhausreinigung Beschwerde einer Mieterin über Lautstärke einer anderen Mieterin Anderer Mieter: "Ich glaube hier bildet sich eine feuchte Stelle" Ein weiterer Mieter lässt durchblicken, dass er demnächst kündigen wird / ausziehen möchte Unzureichende Deckung bei der GebäudeVers. Wechsel Haftpflicht zu einer HP mit H&G-Besitzer-HP Unvorteilhafte Müllregelung im Haus, evt. Bestellung von Tonnen und Beauftragung eines Rausstell-Service Mieterhöhunhen in Vorbereitung ... Ist alles nicht dramatisch - ich komme damit klar (und lerne viel) .. aber von passivem Einkommen kann man hier definitiv nicht sprechen. Und - wie gesagt - man braucht je nach EK EInsatz erst einmal 10+ Jahre, um überhaupt das Eigenkapital wieder raus zu haben. Ich mache das, weil ich etwas lernen will und weil ich es skalieren möchte (beim zweiten Haus weiß ich dann viel besser, worauf ich achten muss und bin routinierter). Dazu habe ich Mietsteigerungspotenzial.. Dazu noch 35m² Büro/Nutzfläche, die sich noch zu Wohnraum umnutzen möchte. Außerdem hoffe ich insgeheim etwas auf einen weiteren Anstieg der Immobilienpreise - und erhoffe mir so langfrisitig evt. einen kleinen Spekulationsgewinn. Wenn die Zielsetzung aber ist, in wenigen Jahren "Gewinn" gemacht zu haben und evt. das Geld wieder raus bekommen zu wollen um stattdessen ein eigenes Business aufzubauen.. dann ist das MFH hier falsch. Ebenso wenn die Lage mies ist, der Betreuungsaufwand dadurch noch höher ist und eine Wertsteigerung nicht in Sicht ist. Mein Fazit also: Haus von den Zahlen her nicht schlecht.. Dafür EK Einsatz aber sehr hoch und Lage zu schlecht (?) .. und kein Optimierungspotenzial.
  24. Ich formuliere meine Fragestellung noch einmal anders: Ich würde das sehr gerne so machen und habe auch jemanden an der Hand, der das übernehmen würde (er erledigt jetzt bereits die Gartenpflege). Am Jahresende würde ich diese Kosten umlegen. Aber mit welcher Handhabe? Sprich, wenn ein Mieter sagt: "ich habe meinen Müll bisher immer selbst rausgestellt und hatte kein Problem; ich weigere mich, zu zahlen?" Ich habe ein gemischtes (vom Vorbesitzer mit gekauftes) Klientel; einige gute Mieter, die immer pünktlich zahlen und gewissenhaft reinigen .. Andere, die immer knapp bei Kasse sind. Damit komme ich klar - demnächst gibt's Mieterhöhungen und sukzessive hole ich mir vernünftige Leute rein. Aber bis dahin .. Was würdet ihr machen? Dokumentieren, abmahnen etc.. Oder einfach einen Hausmeister engagieren und anschließend umlegen (die Kosten, nicht den Hausmeister) - in der Hoffnung, dass dass alle mitmachen?
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