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Eduard H.

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Everything posted by Eduard H.

  1. Für Kapitalgesellschaften dürfte es aber auch nach 10 Jahren so gelten.
  2. Also meine letzte Sanierung hat mich ca. 150 € / qm gekostet. Im Preis waren neue Böden, neue Bäder, Malern/Tapete, ein paar neue Fenster bzw. Glasscheiben, ein paar neue Innentüren, ein paar neue Wohnungstüren, teilweise Deckenabhängung und ein paar andere Kleinigkeiten enthalten. Ich lasse es, so wie @Jb007, alles im einfachen Standard machen. Wer sich in der Perfektion verliert, steckt sehr viel Geld rein, ohne dafür einen Mehrertrag zu erhalten. Oder man hat eine sehr exklusive Mieterklientel, die den Mehrpreis bezahlt. Diese ist dann aber auch in der Vermietung meist sehr anstrengend und kleinlich.
  3. Ich meine damit mein Kaufpreisangebot. Ich besichtige das Objekt und lasse dem Verkäufer/Makler dann innerhalb von 48 Stunden ein schriftliches (per eMail) Angebot zukommen.
  4. Moin @Nordler Also ich halte deinen Gedankengang tatsächlich auch für falsch. Eine 20 Jahre alte Heizung kann morgen hinüber sein oder auch noch in 10 Jahren ohne nennenswerte Probleme wie ein Kätzchen schnurren. Daran festzumachen, dass in zwei oder drei Jahren diese ausgetauscht werden müsste, ist reine Spekulation und absolut nicht zielführend. Und wer weiß, welche schönen Sanierungsmaßnahmen die WEG in drei oder vier Jahren noch so einfallen (Kellertrockenlegung, Treppenhaussanierung, neue Gestaltung des Grundstücks, usw.). Je länger du die 3-Jahres-Frist in die Zukunft verlagerst, desto weniger kannst du überhaupt noch planen. Ich würde eher zusehen, dass der Eigentumsübergang so schnell wie möglich passiert, damit die Frist beginnt zu laufen. Das ist eben das Risiko in einer WEG. Man kann als Minderheitseigentümer nichts bestimmen. Und je größer die WEG, desto weniger kannst du auch Einfluss auf die Entscheidung nehmen. In einer 3er WEG kann man einen der beiden anderen noch vielleicht mit Argumenten oder Sympathie auf seine Seite ziehen. Bei einer 30er WEG ist das schon so gut wie unmöglich. Mein Tipp für dich: Sieh die Steuerthematik als möglichen Bonus und rechne nicht mit einem für dich positiven Ausgang. Dementsprechend musst du das eben auch in deinen Kaufpreis einfließen lassen. Dein oberes Konstrukt wirkt auf den Verkäufer wahrscheinlich eher suspekt und im Zweifel wird er sich gegen dich als Käufer entscheiden. Versetze dich doch in seine Lage. Er will es loswerden und nun soll er noch bis nächstes Jahr weiterhin Eigentümer bleiben, damit du eventuell Steuern sparen kannst? Sobald er einen ernstzunehmenden zweiten Käufer hat, wird er sich eher für den anderen unkomplizierten entscheiden, selbst wenn dieser vielleicht ein paar tausend Euro weniger geboten hat.
  5. Also ich setze meistens Fristen, allerdings erst nachdem mein Angebot bereits eine Weile im Markt ist. Ich suche mir meistens die hässlichen Töchter aus, die halt auch länger am Markt stehen und viel (bisher nicht erkanntes) Potential haben. Dafür gehe ich bei den Kaufpreisen immer in den Keller. Diese Preise wirken zunächst teilweise wie ein Affront für den Verkäufer. Wenn sie jedoch nach einigen Wochen oder Monaten merken, dass sie ihren Wunschpreis nicht durchbekommen, frage ich erneut höflich an (oder werde teilweise auch von den Verkäufern/Maklern nochmal angeschrieben), ob eine Annäherung an meinen Preis möglich wäre. Wenn dann eine gewisse Bereitschaft zu spüren ist, dann setze ich auch eine Frist für mein erneutes Kaufangebot, um dem Verkäufer ein bisschen Druck zu verschaffen. Natürlich setze ich nicht einfach eine Frist, sondern erkläre diese schlüssig. Bei meiner letzten Immobilie habe ich z.B. der Verkäuferseite eine Frist gesetzt und diese damit begründet, dass ich entweder das Haus kaufen möchte oder das EK für umfangreiche Sanierungen meiner Bestandsobjekte verwenden will. Und da sich das ganze bereits über Monate hinzog und einige Sanierungsarbeiten gutes Wetter benötigten (es war Frühjahr), brauchte ich eben eine schnelle Entscheidung. Das schien der Verkäuferseite einleuchtend gewesen zu sein und sie ging auf meinen Preis ein. Übrigens hätte ich diese "Sanierungen" auch bei einem nicht zustande gekommen Geschäft nicht durchgeführt. Ist vielleicht moralisch nicht ganz einwandtfrei, aber ich habe auch keinen Bock mich zum Sanktnimmerleinstag hinhalten zu lassen. Und eine Frist ohne triftige Begründung ist meiner Ansicht nach komplett sinnlos!
  6. Das machst du am Baujahr der Heizung fest? Gibt es denn Probleme mit der Heizung? Ist es eine mit Brennwerttechnik? Warum sollte die in den nächsten drei Jahren und nicht erst in fünf oder sieben Jahren fällig werden? Verstehe deinen Gedankengang nicht wirklich.
  7. Ich persönlich würde genau das Gegenteil behaupten. In meinen Augen ist Leipzig die unattraktivste und überschätzteste Großstadt Deutschlands für Immobilieninvestoren. Wenn ich mir den Leipziger Mietwohnungsmarkt bei Immoscout anschaue, dann sehe ich ca. 4800 (!!!) Mietwohnungsangebote bei einer Einwohnerzahl von grob 590.000. Wenn ich das mit ähnlich großen Städten wie Bremen (570.000 EW, 550 Mietangebote), Hannover (540.000 EW, 600 Mietangebote), Essen (580.000 EW, 1500 Mietangebote) oder selbst Duisburg (500.000 EW, 1200 Mietangebote) vergleiche, dann hat Leipzig ein Mehrfaches an leerstehenden Mietwohnungen. Sicherlich hat Leipzig einen starken Zuzug, aber das Mietwohnungsangebot hat sich trotzdem nicht merklich verringert in den letzten Jahren. Vom Faktor kann man Leipzig am besten wohl mit Hannover vergleichen. Und das spricht Bände. Warum sollte ich also für den gleichen Faktor in Leipzig einkaufen, wo ich mit 4800 anderen freien Mietwohnungen konkurrieren muss, wenn ich zum Beispiel in Hannover lediglich 600 Konkurrenten habe? Leipzig ist ein eindeutiger Mietermarkt und wird es auch noch mindestens für die nächsten Jahre bleiben. Der hohe Faktor ist einfach dem Hype geschuldet und hat in der Höhe keine bzw. nicht genügend substanziellen Gesichtspunkte. Und ob es in 5 Jahren immer noch so starken Zuzug gibt, steht auf einem ganz anderen Blatt.
  8. Da bin ich voll bei dir. Daher ist sein Blog so wertvoll und auch erfolgreich. Es ist aber ein himmelhoher Unterschied, ob man in einem Blog aufzeigt, was und wie man es macht oder in einem Coaching einem Schüler erzählt wie es angeblich geht. Alex lebt aus der Substanz seines hohen Einkommens (Gehalt + Blogeinnahmen) und das erlaubt es ihm diese Fehler machen zu können, ohne dass er gleich pleite geht. Einem Normalverdiener ist dieses Privileg jedoch nicht vergönnt und kostet im schlimmsten Fall die gesamte finanzielle Existenz. Auch Alex würde bei Fortsetzung seines Weges, also den Zukauf weiterer gleichgelagerter Immobilien, Schiffbruch erleiden. Weil ab einer bestimmten Größe kann er die Fehler einfach nicht mehr mit seinem Einkommen ausgleichen. Er zieht ja momentan schon die Notbremse, weil er selbst merkt, dass sein Immobilienportfolio auf sehr wackeligen Beinen steht. Momentan ist der Markt noch auf seiner Seite und er könnte wahrscheinlich viele Immobilien mindestens zu dem Preis verkaufen, zu denen er sie gekauft hat. Hier sind aber noch keine Kaufnebenkosten, Zinszahlungen und Vorfälligkeitsentschädigungen einkalkuliert. Wenn der Markt jedoch dreht und die Preise gehen zurück, hat er ein richtig großes Problem > hohe Beleihung, sinkender Immobilienwert, kein (oder maximal nur sehr geringer) realer Cashflow wären eben keine guten Voraussetzungen.
  9. Genau das gleiche habe ich ihm auch gesagt. Zu hohe Preise in zu schlechten Lagen. Es ist nicht verwunderlich, dass er mit Leerstand kämpft und sogar nun scheinbar auch Mieten nach unten anpassen muss, um überhaupt Mieter zu finden. Er kauft ja nicht direkt Leipzig, sondern unbeliebte Randbezirke oder noch weiter draußen. Dazu hat er nun auch noch einen der schlechtesten Standorte (im Bezug von Faktor zur Standortqualität) dazugenommen, nämlich Chemnitz. Und selbst in Chemnitz geht er auch noch in die schlechten Lagen (Sonnenberg), in denen der Leerstand sowieso schon extrem hoch ist. Das sind einfach leichtsinnige Anfängerfehler. Aber im Grunde macht er genau das, was bei Immocation bei z.B. "Alex kauft ne Bude" propagiert wird: Such dir einen 6-8% Stadtteil und alles wird gut. Aber dass dieser 6-8% Stadtteil vor ein paar Jahren ein 15 % Stadtteil war, der auch das Risiko dementsprechend realistisch darstellte, wird nicht gesagt. Und das Risiko ist seit dem ja auch nicht wirklich kleiner geworden. Dementsprechend kauft man sich hohes Risiko zu einer (wenn überhaupt) Minirendite ein. Das ist einfach unklug und vor allem gefährlich! Ich finde Alex und seine Offenheit ebenfalls sympathisch. Vielleicht kommt er auch noch mit einem blauen Auge davon. Ich wünsche es ihm! Dass er aber irgendwelche Anfänger coacht, halte ich für sehr verantwortungslos! Jemand, der seinen eigenen Bestand nicht mal im Griff hat und dazu auch noch solche Fehler macht, sollte nicht noch anderen sein "Wissen" beibringen. Aber auch das habe ich ihm bereits gesagt.
  10. Hallo @Tedaro Also ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe mir vor ca. 7,5 Jahren ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung gekauft. Der Kredit war für das gesamte Objekt. Es bestand keine Aufteilung mittels Teilungserklärung. Die Einliegerwohnung hatte ich an ein Ingenieursbüro vermietet. Die Abschreibung für die Einliegerwohnung und den Anteil des Kredites wurde über die qm-Fläche berechnet. Gesamtfläche war 230 qm, davon 60 qm Einliegerwohnung. Also wurde sowohl die Gebäudeabschreibung als auch die Kreditsumme ins Verhältnis zu den vermieteten 60 qm gesetzt und abgeschrieben. Das Finanzamt hat das so akzeptiert.
  11. Dieser Absatz zeigt mir, dass du es nicht verstanden hast. Warum das so ist, musst du für dich selber herausfinden. Die 6% Rendite stellt eben in keiner Weise das Risiko dar. Es ist total verzerrt worden in den letzten Jahren. Denn am selben Standort konntest du vor 2, 3 Jahren locker 10% Renditen einfahren. Und ein paar Jahre davor 15 %. Nach deiner Denkweise müsste das Risiko also gesunken sein, weil es ja weniger Rendite gibt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Das Risiko steigt, u.a. weil der Überschuss weniger wird (zeitgleich aber die Kosten steigen) und z.B. die politischen Begebenheiten (Mietendeckelung, Umlagefähigkeit von bestimmten NK, neue Grundsteuerberechnung, usw.) schwieriger werden. Du hast vielleicht die ganzen vorgepredigten Faktoren für einen guten Standort (Unistadt, positive Bevölkerungsentwicklung, große Arbeitgeber, Bla und Blub) drauf, du kannst aber anscheinend die Marktmanipulation durch EZB und Politik nicht richtig einordnen. Und daher hast du ebenfalls ein verzerrtes Bild auf die momentanen Begebenheiten, wahrscheinlich auch, weil du keine Erfahrungen in dem Bereich hast. Und das ist eine Sache, die ich eben anprangere. Es werden nur die Standardhinweise gegeben: Guter Standort, Wohnung muss sich von selbst tragen, usw. Es wird aber in der Regel nicht darauf hingewiesen, dass zur Zeit die Risiken steigen, obwohl die Renditen fallen! Zur Zeit sollten nur Leute kaufen, die genau wissen, was sie tun. Das war vor ein paar Jahren noch ganz anders. Es gibt eben einen durchaus großen Unterschied zwischen einer Excel-Tool-Berechnung und der Wirklichkeit. Schau z.B. mal auf dem Blog von @Alexander Raue. Er dokumentiert sehr gut, was er vorher dachte zu erwirtschaften und was letztendlich dabei rumkommt. Da schlackern dir die Ohren! Manch einer mit normalem Gehalt wäre da schon pleite gewesen.
  12. In der Masterclass scheint dieses Forum ein Diskussionsbestandteil zu sein 😀
  13. Hallo @Luka51 eine interessante und nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Ich habe das hier gefunden. Vielleicht hilft es dir weiter.
  14. Von Tür zu Tür gehen und nach dem Eigentümer bzw. dem Vermieter fragen. Je nach Größe der WEG kann es aber auch ein ziemich langer Weg werden.
  15. Da braucht es doch keine Projektentwickler oder Strukturvertriebler mehr. In Berlin wird ja schon seit einiger Zeit mehr als Faktor 20 bezahlt und die zukünftige Wertsteigerung schon mal einkalkuliert. Die würde ich ebenfalls zu den Dummen zählen, also eigentlich fast alle, die in den letzten 1-2 Jahren gekauft haben!
  16. Da musst du aber ganz viele EBK vermieten, damit sich die zweite GmbH lohnt.
  17. Verstehe weder den Gedankengang noch die Fragen, ehrlich gesagt. Warum sollte man gewerbesteuerpflichtig werden, wenn man ein Haus mit Einbauküche kauft?
  18. Habe eine ähnliche Immobilie mit 95% Gebäude und 5 % Grundstück. Ebenfalls mit dem Tool berechnet. Es kommt eben auch auf die Grundstücksfläche an. Wenn man natürlich auf 2000 qm ein kleines MFH stehen hat, dann kann es auch mal 50/50 (oder gar noch schlechter, wenn der BRW hoch ist) aufgeteilt werden. In meinem Fall habe ich ein 276 qm Grundstück, welches zu 100 % bebaut ist und auf dem ein MFH mit 10 Parteien steht. Momentan bin ich aber z.B. auch an einem Objekt dran, bei dem das Grundstück 1500 qm groß ist und darauf steht ein 260 qm 3FH. Realistisch gesehen dürfte es bei einer 50/50-Aufteilung liegen. Ich werde aber trotzdem im Kaufvertrag eine 80/20 oder 70/30 Aufteilung reinschreiben lassen. Ob das das FA schluckt, steht allerdings in den Sternen. Ich rechne natürlich mit dem schlechtesten. Was ich damit sagen will: Manchmal sind die Begebenheiten für Investoren aus steuerlicher Betrachtung eben total suboptimal und manchmal bringt es nochmal einen Renditeplus. Das muss man einfach beim Kauf wissen und einpreisen.
  19. Berlin ist politisch eine reine Katastrophe! Und das sagt eigentlich viel über die Einwohner aus, die den Mist wählen. Wenn ich jetzt gezwungen wäre in einer der Big7 zu investieren, würde ich niemals Berlin wählen.
  20. Natürlich ist das so, sonst würde doch keiner so investieren wie er investiert. Oder glaubst du, dass irgendjemand absichtlich in die entgegengesetzte Richtung investiert, von dem was er glaubt wie die Entwicklung sein wird? Daher ist die Diskussion hier auch gut, um auch mal andere Sichtweisen zu sehen. Letztendlich weiß keiner, wie es tatsächlich werden wird und es sind und bleiben Mutmaßungen. Ich z.B. glaube nicht, dass die Urbanisierung stetig so weiter geht. Man hat doch heute schon gar keine richtige Lebensqualität mehr in den Metropolen. Man lebt dort oft nur wegen der Nähe zur Arbeit/Uni. Wer will denn schon in einer 30 qm Wohnung für die Hälfte seines Gehaltes leben, ständig die Straßenbahn vor seiner Tür bimmeln hören und diese Großstadthektik um sich herum haben? Klar gibt es auch die, die auf sowas stehen, stets und nahezu zu jeder Zeit alles machen zu können. Aber das ist in meinen Augen auch nur in den 20ern wirklich cool. Sobald man aber eine Familie gründet und Kinder in die Welt setzt, verschieben sich die Prioritäten sehr stark. Momentan kommt man auch dann als Familie nicht wirklich von der Großstadt weg, weil die Arbeit eben einen bindet. Aber die Art wie wir arbeiten, wird sich nach meinem Dafürhalten sehr stark verändern. Vielleicht nicht in den kommenden 5 Jahren aber in den kommenden Jahrzehnten bestimmt. Homeoffices sind in den letzten Jahren immer mehr geworden. Ich denke, dass sich die Präsenzzeiten auf der Arbeitsstelle immer weiter reduzieren werden und die eigentliche Arbeit sich immer mehr zu Hause abspielen wird. Die Art wie wir arbeiten werden, wird flexibler sein. Das wird den Vorteil bieten, dass man wieder ins Grüne ziehen kann. Denn wenn man nur ein oder zwei Mal in der Woche zur Präsenzarbeit muss, kann man auch mal 100 oder sogar noch mehr km entfernt leben, zumal die Voranschreitung des autonomen Fahrens hier ebenfalls eine deutliche Lebensqualitätsteigerung erreichen wird. Wenn man sich nicht mehr ans Lenkrad festbeißen muss, sondern in der Zeit des Transportes bequem TV schauen, ein Buch lesen, schlafen oder die Arbeit vorbereiten kann, sind Fahrzeiten von zwei oder drei Stunden ganz anders zu bewerten als heute. Natürlich wird es auch weiterhin Berufe geben, die auch in den kommenden Jahrzehnten erstmal weiterhin eine dauerhafte Präsenz erfordern, wie z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, usw. Aber es werden eben auch viele Berufe nahezu gar keine Präsenz mehr erfordern, wie Steuerberater/-fachangestellte, Lehrer/Professoren, nahezu alle Büroberufe, usw. Andere Berufe werden wegen der Automatisierung komplett wegfallen, wie Postboten, Müllmänner, Taxifahrer, Fahrlehrer, Lkw-Fahrer, Lageristen, usw. Das alles wird nach meinen Vorstellungen eine Wanderung zurück in die ländlichen Gebiete bewirken. Nicht in 5 Jahren, aber vielleicht schon in 10 oder 20 Jahren, sodass ich davon ausgehe, dass die Mieten und der Wohnbedarf auf dem Land steigen werden und die Lage sich in den Metropolen entspannen wird. Das wäre eine Win-Win-Situation für alle Seiten. Ob das so oder so ähnlich kommt, weiß ich natürlich auch nicht, aber ich halte es zumindest für sehr wahrscheinlich. Und daher investiere ich auch nicht in Berlin, Hamburg oder München für unfassbar hohe Faktoren, sondern eher in ländlicheren Städten, in denen ich noch gute Cashflows erzielen kann.
  21. Also ich schließe mich den Aussagen von @Jb007 und @Andreas an. Momentan sehe ich eindeutig eher das größere Risiko in den A-Lagen als in den C-Lagen, weil die Immobilienpreise sich dort viel stärker von den Mieten entkoppelt haben. In den C-Lagen kannst du durch die günstigen Einkäufe sehr viel mehr kompensieren als in den teuren A-Lagen. Wenn du in C-Lage zu Faktor 10 gekauft hast, kannst du deine Objekte immer noch kostendeckend halten, wenn die Mieten um 30 oder 40 % runtergehen. Wenn du in A-Lagen zu Faktor 20 gekauft hast, konntest du seit dem ersten Monat nicht mal kostendeckend sein, es sei denn du hattest einen sehr hohen EK-Anteil gehabt. Und wenn dann dort die Mieten aufgrund von hoher Arbeitslosigkeit oder sonstigen mietpreisdrückenden Ereignissen runtergehen, dann bist du quasi sofort in der Privatinsolvenz bzw. musst schnell dein Portfolio veräußern, wenn du kein sonstiges hohes Einkommen hast. Und wie @Jb007 richtig darstellte, würde der Mietrückgang in C-Lagen wohl bei solchen Szenarien weitaus geringer ausfallen, als in den aufgeblähten Boomstädten. Dort muss man doch jetzt schon 50% und mehr seines Gehaltes für Mieten abdrücken. In C-Lagen ist das deutlich entspannter. Dort wendest du vielleicht 1/4 bis 1/3 deines Gehaltes dafür auf. Natürlich hast du scheinbar nun sehr hohe Buchgewinne durch die sehr guten Preisentwicklungen, aber jetzt noch zu sagen, dass man in A-Lagen investieren sollte, halte ich für fatal. Du bekommst heute in keiner A-Lage zu Faktor 20 irgendetwas ordentliches. Wenige Ausnahmen mag es geben, aber ansonsten läuft dort nichts mehr unter Faktor 25. Und mal ganz ehrlich, wenn du vor über 10 Jahren nicht gerade in München gekauft hast, hast du mit Faktor 20 damals viel zu teuer eingekauft. Meines wissens gab es außer München keine Städte, wo solche Faktoren bezahlt wurden. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Also in Frankfurt und Köln z.B. war man deutlich unter Faktor 20. Berlin konnte man da zu Faktor 10 und günstiger kaufen (war aber auch eine Sondersituation; da beneide ich @Andreas für sein damaliges Handeln). Das halte ich für ein Gerücht, dass der Kapitalbedarf der gleiche ist. In meinen Standorten kann ich definitiv günstiger sanieren/renovieren als in München. Warum ist das so? Weil der Handwerker in München auch ein viel höheres Einkommen benötigt, um zu überleben, die Mieten für sein Gewerbe zu bezahlen, seine Angestellten zu bezahlen, usw. Hast ja selber davon gesprochen. Versuche doch mal in München für 5000 Euro ein Bad zu sanieren. In meiner Gegend bisher kein Problem. Ich habe alleine letztes Jahr 6 Bäder und 3 Gäste-WC für zusammen 30.000 € sanieren lassen. In München bekommst du dafür vielleicht zwei bis drei Bäder saniert.
  22. Jo, das macht schon mehr Sinn, wenn denn die Zahlen so stimmen, die du in deiner Annahme kalkulierst. Ich kennen mich mit Österreich im Allgemeinen und auch nicht mit Salzburg im Speziellen aus, daher kann ich das auch nicht einschätzen.
  23. Wenn es im Mietvertrag so vereinbart ist, dann ja. Anschaffungskosten von Geräten kann man nicht auf die NK umlegen. Du kannst es aber von der Steuer absetzen. Der Betrieb des Gerätes, also Wartung, Strom, usw. sind umlagefähige Betriebskosten. Aber mal im Ernst, du willst doch nicht wirklich ein mobiles 2000 Euro Gerät in ein MFH installieren. Da kannst du die Stunden zählen, bis dieses weg ist. Wie läuft es denn momentan? Was steht in den Mietverträgen diesbezüglich? Ehrlich gesagt, kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum du dir da so viele Gedanken machst. Wenn die Mietverträge es hergeben, würde ich einfach einen ortsansässigen Gärtner/Hausmeisterservice mit der Gartenpflege beauftragen und gut ist. Gartenpflege ist nun nichts, was die NK spengt. Hol dir ein paar Angebote rein. Kannst du auch mit dem Winterdienst verbinden, wenn es diesen auch nicht gibt. Denn die meisten Gärtner bieten das im Winter an, um die Saisonalität ihres Hauptgeschäftes zu minimieren.
  24. Ich würde Faktor 20 für B&H auch nicht kaufen, egal wo. Fürs Flippen allerdings schon. Man kann ja auch andere Strategien haben, wo sich das rechnet. Aber wenn man das Ding mit 100% Finanzierung kauft, um es 10 Jahre zu halten und in der Zeit womöglich auch noch Geld zuzuschießen, um dann zu hoffen, dass es nach 10 Jahren mehr wert ist, ist eine Spekulation und keine Investition. Darüber muss man sich einfach im Klaren sein. Etwas anderes ist es, wenn man Geld wie Heu hat und sein Geld einfach anlegen muss. Aber davon gibt es hier keinen, soweit ich das weiß. Du machst hier einen Äpfel-Birnen-Vergleich. Eher wäre die Faktor 20 Wohnung in einer A-Lage eine Bruchbude, sonst wäre sie wahrscheinlich bei Faktor 25-30. Also entweder vergleichst du die gleiche Substanz oder es macht einfach keinen Sinn. Und dann würde ich persönlich lieber in C-Lage zu Faktor 10 investieren, wenn meine Strategie B&H ist. Bei F&F sähe das schon anders aus.
  25. Bravo @Kalle Genau so ist es nämlich. Ich hatte noch nie das raus, was ich vorher kalkuliert hatte. Manchmal mehr und öfter auch mal temporär weniger, weil irgendetwas eben nicht so lief, wie ich es mir vorher ausgemalt hatte. Bei "mehr" brauchen wir nicht reden, das ist eben das Bonbon. Aber bei "weniger" wird in den ganzen Hurra-Gruppen a la "mit 7000 € zum Immobilienmillionär" und "6%-Immobilien reichen aus, damit sich die Bude von selbst abbezahlt" wird gerne der Mantel des Schweigens drüber gelegt. Das sind reine Theoretiker mit keiner oder ein bis zwei Immobilien, die wahrscheinlich ihre Bunden vermietet übernommen hatten und bisher noch keine Probleme hatten. Früher oder später kommen aber die Probleme. Das steht fest, wie das Amen in der Kirche! Und wenn man dann nur 6%-Buden hat, kommt das böse Erwachen. Und wenn man sieht, in welchen C-Lagen man heutzutage gerade mal 6%er angeboten bekommt, da schlackern einem die Ohren. Da kann man nicht mal mehr sagen, dass dort die Wertsteigerung quasi vorprogrammiert oder zumindest sehr wahrscheinlich ist. Erst heute ein Angebot für ein Wohnkomplex in Salzgitter mit einer Rendite (natürlich Verhältnis Kaufpreis exkl. KNK und notwendige Investitionen zu JNKM) von 5,9x % gesehen. Und ich bin mir sicher, dass auch dieser Verkäufer/Makler einen Dummen finden wird, der sich eine tolle Rechnung aufstellt. Vielleicht nicht zu 5,9x% aber sicherlich auch nicht deutlich mehr als 6%.
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