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Immopreneur.de | Community

Münchner Kindl

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  1. Da hast Du natürlich Recht, wenn der Staat schon zu Unrechtsinstrumenten wie einer Zwangshypothek greifen würde, dann würde er wohl auch darauf pfeifen, den Rang der bestehenden Grundschulden zu respektieren. Allerdings: Dem Staat geht es ja dabei primär um die Zwangshypothek, also, dass Du als Immobilieneigentümer eine Hypothek zugunsten des Staates aufnehmen muss. Die Grundschuld dient ja nur dazu, diese Hypothek abzusichern. Der Staat kann aber selbst bei einer Zwangshypothek Deine Immobilie nicht beliebig hoch beleihen, sondern meinem Verständnis nach (bin aber kein Fachmann auf dem Gebiet) letztlich nur in Höhe des Wertes der Immobilie. Wenn Du jetzt aber - und das werden wohl die meisten Immobilienbesitzer - noch eine laufende Hypothek bei einer Bank hast (z.B. mit 80% initialer Beleihung, der Einfachheit halber gehen wir davon aus, dass noch ohne Tilgung), dann kann der Staat meinem Verständnis nach höchtens 20% des Immobilienwertes beleihen, ohne die Immobilie zu überschulden. Denn würde die Immobilie überschuldet, dann würde diese der Bank nicht mehr als ausreichende Sicherheit dienen für deren Hypothek, und dies könnte dann (wir reden ja von quasi allen deutschen Immobilien, die mit einer solchen Zangsyhpothek belastet würden), um eine krasse Erosion der Solidität der von den Banken ausgegebenen Hypotheken, was dann leicht zu einer großflächigen Bankenkrise führen könnte, oder alternativ dazu, dass die Banken die Immobilieneigentümer massenhaft zwingen, die Immobilien zu verkaufen, und dadurch einen Teufelskreis verursachen könnte. Beides kann nicht im Sinne des Staates sein. Ebenso wenig würde der Staat bei einer mit 80% beliehenen Immobilie, der Bank diese Hypothek quasi wegnehmen können, denn dann wäre das für die Bank ja wieder ein Kreditausfall, und bei einer Vielzahl von Banken gäbe das eine erneute Hypothekenkrise wie 2008. Auch das kann der Staat auf keinen Fall wollen. Insgesamt denke ich daher, dass im Falle einer staatlichen Zwangshypothek, diese eine bestehende Bankhypothek nicht anfassen würde, und auch der Eintrag einer vorrangigen Grundschuld macht dann eigentlich keinen Sinn, auch wenn der Staat das sicherlich könnte. Dein Kommentar zeigt mir aber eine wichtige Sache, nämlich dass die ursprünglich von mir gestellte Frage, ob man mit einer Eigentümergrundschuld alleine (also ohne tatsächliche Hypotheken) eine Zwangshypothek abwenden könnte, wohl mit Nein zu beantworten wäre. Aber es könnte (theoretisch) trotzdem Sinn machen, eine Eigentümergrundschuld eintragen zu lassen. Ist absehbar, dass es Zwangshypotheken geben wird, so könnte man diese (erstrangige) Grundschuld an eine Bank abtreten (z.B. in Form eines Grundschuldbriefes) für eine reguläre Bankhypothek, deren Mittel man dann anderweitig nutzen kann und so die Immobilie vor einer Zwangshypothek schützen könnte. Also im Grunde käme das auf das gleiche raus wie wenn man im Falle einer sich anbahnenden Zwangsyhypothek noch schnell eine Hypothek bei einer Bank aufnimmt. Allerdings würde der Staat ein solches Schlupfloch ziemlich sicher stopfen, mit einer bereits vorhandenen Grundschuld, die man dann nur noch an eine Bank abtritt, könnte man dies aber möglicherweise umgehen.... Das alles ist aber natürlich rein spekulativ, und ich bin wie gesagt kein Experte im Bereich Grundpfandrecht oder Hypothekenrecht, also alle Ideen unter starkem Vorbehalt. Ist einfach nur ein Gedankenspiel, ich finde aber, dass es nicht schlecht ist, sich in instabilen Zeiten schon früh genug ein paar Gedanken zu machen. VG Münchner Kindl
  2. Eine Corona-Vermögensabgabe könnte ja in Bezug auf Immobilienvermögen als Zwangsyhypothek zugunsten des Staates daherkommen (wie dies nach dem Krieg mit dem Lastenausgleich der Fall war). Ich bin jetzt bei Nutzerkommentaren bei einem Artikel zu dem Thema auf einen interessanten Punkt gestoßen: Der Nutzer meinte, dass man durch "Eintragung einer Eigentümergrundschuld (vgl. Wikipedia Eigentümergrundschuld) eine solche Zwangshypothek vermeiden" könnte. Leider hat er keine weiteren Details angegeben, und jetzt weiß ich nicht, ob und - wenn ja - wie man dieses Instrument nutzen könnte um eine Zwangshypothek zu vermeiden (ich selbst habe mit Eigentümergrundschuldeintragungen noch keine Erfahrung). Ich vermute, die Idee des Kommentators ist, dass wenn man eine solche Eigentümergrundschuld bereits eingetragen hat (z.b. in Höhe des ungefähren Werts der Immobilie bzw. Restwerts bei beliehenen Immos), dass der Staat dann nur eine nachrangige Zwangshypothek eintragen könnte, und da ja der Wert der Immobilie schon mit einer Grundschuld belastet ist, diese Zwangshypothek praktisch keinen Wert haben kann. Ich weiß aber nicht, ob sowas funktionieren würde, zumal ja der Eigentümergrundschuld keine reale Hypothek gegenübersteht. Hat jemand von Euch zufällig Erfahrungen mit dem Thema und eine Meinung dazu, ob dies so theoretisch funktionieren könnte? Viele Grüße Münchner Kindl
  3. Vielleicht wäre ja auch eine Möglichkeit, wie das Forum in seiner jetzigen Form (oder auf einer anderen, vielleicht weniger verwaltungsintensiven Plattform wie z.B. phpBB) weitergeführt und beibehalten werden könnte, dass die Nutzung des Forums nur mit einer geringen monatlichen Gebühr möglich ist. Wenn man z.B. 5€ pro Monat ansetzen würde, und mal von mindestens 200 aktiven zahlenden Nutzern ausgeht, so wären das mindestens € 1000 im Monat, was vermutlich die Kosten für Serverbetrieb, einen technischen Administrator und/oder Moderator (da würden wohl jeweils ein paar Stunden pro Woche, also in Teilzeit, reichen) decken würde...
  4. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann werden Dir die Kosten ja erstattet, daher würde ich diese Lösung wählen weil am bequemsten und haftungsärmsten. Gute Idee, ich könnte mir vorstellen, dass zur Zeit wegen der Corona-Auftragsflaute auch wieder bessere Konditionen möglich sind... Ein Plan B ist immer gut 😊 Wenn er selbst nicht kann/will, dann kennt er ja ggf. ein Unternehmen...
  5. Ich habe im März - also zur Hochzeit der Corona-Einschränkungen - eine Wohnungsentrümpelung durchführen lassen. Allerdings nicht selbst organisiert, sondern komplett an ein Entrümpelungsunternehmen delegiert (mache ich persönlich lieber so, auch wegen der Haftung bzgl. korrekter Entsorgung etc). Die hatten ganz schön Schwierigkeiten dabei, z.B. musste der Chef erstmal Masken besorgen für alle Entrümpler und sie hatten teilweise Probleme beim Abladen weil plötzlich die Wertstoffhöfe unangekündigt geschlossen hatten und er vor verschlossenen Türen stand. Hat dann letztendlich aber trotzdem geklappt... Ich denke, dass es mittlerweile wegen der Lockerungen auch wieder einfacher sein sollte in Bezug auf geöffnete Wertstoffhöfe und Verfügbarkeit von Masken...
  6. Hallo KFleischer, vielen Dank für Deine Nachricht. Den Mechanismus der ZV, um eine Eigentümergemeinschaft aufzulösen, kenne ich. Ich werde jetzt erstmal versuchen, die Wohnung in dem unrenovierten Zustand zu verkaufen. Aber falls das nicht - mit einem zufriedenstellenden Ergebnis - klappen sollte, dann würde ich eventuell über weitere Maßnahmen, ggf. auch eine ZV, nachdenken. Viele Grüße Münchner Kindl
  7. Das gewerkschafts- und SPD-nahe DIW hat konkrete Ideen wie man die gesellschaftlichen Kosten der Corona-Krise mit einem Corona-Soli und einer Vermögensabgabe finanzieren könnte: So könnten die Reichen für die Coronakrise zahlen Die Vorschläge sind dafür, dass man eine Vermögensabgabe in diesem Stadium der Krise eigentlich noch für reine Gedankenspiele halten würde, erstaunlich durchdacht, und enthalten auch einen Stichtag-Ansatz für die Vermögensbewertung, um eine Steuerumgehung durch Wegzug - wie wir hier weiter oben im Thread diskutiert haben - zu verhindern...
  8. Das ist gut zu wissen, dass es sich bei dem Sachmängelausschluss um defacto Standard handelt. Dadurch sollte dann auch nichts dagegen sprechen, dass dieser enthalten ist. Ok, danke für diese Einschätzung! Das hilft mir wirklich weiter 😀
  9. Hallo Georg, guter Punkt, wenn ich die Auswahl habe zwischen mehreren Angeboten, dann würde ich auf jeden Fall den „unkompliziertesten“ Käufer nehmen. VG, Münchner Kindl
  10. Danke, das klingt nach einem sehr vernünftigen Ansatz. Es bringt ja nämlich auch nichts, alle potentiellen Möglichkeiten im KV abgebildet zu haben, aber am Ende unterschreibt der Käufer ihn dann nicht mehr. Das "auf wirklich nur relevante Themen beschränken" werde ich versuchen in Abstimmung mit dem Notar zu beherzigen. Vielen Dank für den Hinweis auf den Sachmängelausschluss. Das wäre natürlich das ideale für, einfach einen solchen im KV aufzunehmen. Es ist nur die Frage, ob der Käufer diesen akzeptieren wird, angesichts des stark renovierungsbedürftigen Zustands. Wir werden sehen ...
  11. Danke für den Tip. Ich werde auf jeden Fall in den Kaufvertrag aufnehmen lassen, was auch in der Verkaufsanzeige drinnen stand, nämlich dass die Wohnung stark renovierungsbedürftig ist, und einer Komplettsanierung (alle Gewerke) bedarf. Das würde ich dann mit dem Notar besprechen, ob das hinsichtlich Absicherung meinerseits ausreichend ist. Was man wohl nicht ausschließen kann in Bezug auf Haftung ist, wenn sich theoretisch während der Sanierung, die der neue Käufer dann selbst durchführt, ergibt dass es noch Schäden gibt im Bereich des Sondereigentums, also z.B. verstopfte / defekte Rohrleitungen etc. Da kann man mir aber wohl keine Arglist vorwerfen, da man solche Mängel ja erst sieht, wenn man die entsprechenden Gewerke freigelegt hat (z.B. die Badewanne entfernt hat etc.). Da muss ich mit dem Notar besprechen, was das dann für Auswirkungen haben kann, kann schon sein, dass ich mich dann für die Wiederherstellung z.B. der Funktionsfähigkeit der Rohre noch finanziell beteiligen muss im Nachhinein, aber vielleicht kann man das im KV auch deckeln. Das muss ich im Detail mit dem Notar dann klären. Das vorrangig Wichtigste ist für mich erstmal, dass ich Rechtssicherheit in Bezug auf den Gesamtverkauf habe. Unbedingt ausschließen muss ich die Möglichkeit, einer Kaufrückabwicklung, die anderen Aspekte (Entschädigung für später zu Tage getretene Mängel) muss ich dann noch mit dem Notar klären. Sehr guter Punkt, das werde ich auf jeden Fall machen. Ich denke auch, wenn ich dafür gesorgt habe, dass der Käufer die mir vorliegenden Protokolle erhalten hat, dann ist es - wie du sagst - seine Due Diligence diese durchzuarbeiten und seine Schlüsse zu ziehen. Auf jeden Fall werde ich den Empfang bzw. die Kenntnis der Protokolle dann auch im KV vermerken lassen. Vielen Dank!
  12. @Florianl: Mit deinen Aussagen über die Mehrheit der deutschen Wählerschaft hast du wohl leider recht. Ich kenne die Schweizer Mentalität nur ein bisschen, da ich nie dort gelebt habe. Daher kann ich nicht sagen ob z.B. Selbstvorsorge & Risikobereitschaft grundsätzlich tiefer verankert sind (ersteres würde ich schon vermuten, letzteres würde ich aber eher den Angelsachsen zuschreiben). Mein Gedanke ist nur, dass man als Schweizer Staatsbürger dadurch dass man nicht nur alle 4 Jahre mal ein Kreuz machen darf, sondern mehrmals im Jahr an Volksentscheiden teilnimmt, viel aktiver im politischen Entscheidungsprozess involviert ist, da man sich ja bei jedem Entscheid mit den Sachverhalten beschäftigen muss. Außerdem erlangt man viel schwieriger die schweizer Staatsbürgerschaft als die deutsche. Dies aber wie gesagt alles unter dem Vorbehalt der Außenwahrnehmung, jemand der direkt in CH lebt, wird vermutlich mehr zur Mentalität sagen können...
  13. Hallo Jens, vielen Dank für dein Feedback! Das war auch meine Vermutung, dass man dann letztendlich nur mit entsprechenden Formulierungen im KV auf der sicheren Seite ist. Nochmal danke, das hilft mir auf jeden Fall weiter! Hallo Kalle, deine Frage ist schon absolut berechtigt, die Wohnung ist in dem gegenwärtigen Zustand eigentlich prädestiniert dafür sie selbst zu sanieren uns entsprechend teurer zu verkaufen. Das Problem ist nur, und das hatte ich initial nicht erwähnt, dass mir die Wohnung nicht alleine gehört, und mein Miteigentümer von Immobilien nicht viel versteht und partout kein Geld investieren will, sondern ohne Renovierung verkaufen will. Ich könnte hier natürlich mit ihm rumstreiten oder die Finanzierungskosten selbst vorstrecken, aber dabei bleibt auch die ganze Arbeit bzgl. der Renovierung bei mir hängen, und trage dann trotzdem nur zum Teil die Früchte meiner Arbeit. Ich hab für mich entschieden, dass ich dann lieber unrenoviert verkaufe und das Geld dann in Projekte reinvestiere, bei denen ich freie Hand habe... Danke für Deine Einschätzung! Es freut mich, dass sich Deine Empfehlung mit meinem Bauchgefühl und der Aussage von Jens deckt. Du hast natürlich auch Recht, dass sich das negativ auswirken könnte auf Preis oder sogar generelle Kaufbereitschaft, daher werde ich bei den Vertragsverhandlungen wohl sehr viel Fingerspitzengefühl anwenden müssen... Viele Grüße, Münchner Kindl
  14. Cool! also wenn Du hier oder per Personal Message etwas teilen möchtest, ich wäre auf jeden Fall sehr dankbar! Danke für die Einschätzung. Als Deutscher hat man ja oft den Eindruck, dass die Schweiz die Insel der Seligen ist. Aber in der Praxis ist das Land natürlich auch stark getroffen worden von Corona, und dies wird sicherlich auch dort noch größere wirtschaftliche Folgen haben. Die Schweiz hat m.M.n. halt u.a. den Vorteil, dass es anders als D nicht eine Haftungsunion mit den durch die Corona-Krise sozial und wirtschaftlich stark gebeutelten EU-Südländern eingegangen ist. Aber wie du ja schon sagtest: Wird man trotzdem erst noch sehen wie sich CH relativ zu D schlagen wird... Ja, das kann ich gut verstehen, dass diese Unsicherheit durch befristete Anstellung natürlich vieles schwerer planbar macht. Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass das mit der Verlängerung in CH klappt! Viele Grüße, Münchner Kindl
  15. Hast du dann aber nicht das Problem, dass die Einkünfte aus deutschen Immobilien voll in die Progression für die Schweizer Steuer hineinfließen? Ein anderer Schweizauswanderer hier im Forum hat mal geschrieben, dass er aus diesem Grund empfiehlt die Deutschland-Immos in eine GmbH zu packen. Ja, sehr interessanter Punkt, da könnte es ggf. eine Sonderbehandlung geben um diplomatische Probleme zu vermeiden. Sollte man sich in der Tat genauer ansehen. Dass es eine solche Vermögensabgabe in CH gibt, war mir prinzipiell bekannt. Kenne aber natürlich die genauen Bedingungen nicht so genau. Aber bei der hier in D diskutierten Vermögensabgabe geht es ja um eine einmalige Abgabe in Krisenzeiten, und ich glaube dass sowas in CH evtl. nicht nötig sein wird. Auch haben die Schweizer Staatsbürger politisch mehr Macht durch die Direktdemokratie, da kann/will man es sich evtl. mit dem Volk nicht so verscherzen. Aber ist alles wie gesagt nur Spekulation... Trotzdem: Deine rechtzeitige Auswanderung könnte sich in der aktuellen Krise als kluger Schritt erwiesen haben 😉
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